News CSU fordert Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen

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25 April 2006
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[N] CSU fordert Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen

Folgende News wurde am 10.07.2006 um 10:52:00 Uhr veröffentlicht:
CSU fordert Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen
SternShortnews

Nachdem das Stuttgarter Verwaltungsgericht entschieden hat, dass eine Lehrerin, die zum Islam übergetreten ist, in der Schule ein Kopftuch tragen darf, hat sich nun CSU-Generalsekretär Markus Söder eingemischt. Söder forderte in der "Bild"-Zeitung ein Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass Nonnen auch in Nonnentracht unterrichten. Dazu sagte Söder, dass dies etwas ganz anderes sei. Söder sagte weiter, dass das Urteil des Suttgarter Gericht in ...
 
Ich hab zwar den "Forum-Button" nicht geklickt, finde aber, dass sich über dieses Thema gut diskutieren lässt...

Es wird wohl wieder zwei Ansichten geben:
-Religionsfreiheit => Erlauben des Kopftuches
-Die Abendland-These... Oder: Wir leben in Deutschland... Wer ein Kopftuch tragen will, soll doch nach Saudi-Arabien auswandern...:ugly:


Ich persönlich bin dafür, dass Kopftücher nicht erlaubt werden für den Unterricht... Aber Nonnentracht ist meiner Meinung nach in Ordnung...

Dazu auch: Zur Gleichbehandlung gehört es auch, Ungleiches ungleich zu behandeln... Da Nonnen in der Gesellschaft vollständig akzeptiert sind, sehe ich keinen Grund diesen zu verbieten in Ordenstracht zu unterrichten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Shortnews schrieb:
Dazu sagte Söder, dass dies etwas ganz anderes sei.
Wo liegt jetzt der Unterschied, ob eine Nonne in ihrer üblichen Kleidung unterrichtet, oder ob eine Lehrerin mit Kopftuch vor der Klasse steht? Beides hat schließlich Glaubensgründe! :doh:

phip schrieb:
Da Nonnen in der Gesellschaft vollständig akzeptiert sind, sehe ich keinen Grund diesen zu verbieten in Ordenstracht zu unterrichten.
Islamisten sind also nicht vollständig akzeptiert!? :ugly:
 
hfkb schrieb:
Islamisten sind also nicht vollständig akzeptiert!? :ugly:

Öhm, Islamisten bitte nicht mit Muslimen durcheinandermengen. Oder war dasn Spaß?

Ansonsten gebe ich hfkb Recht, unser Grundrecht sichert Glaubensfreiheit und Gleichheit vor dem Gesetz zu. Beides kombiniert lässt aus meiner Sicht eine Trennung zwischen Nonnentracht, jüdischer Kippa und muslimischer Kopftuchbedeckung nicht zu, sprich: Entweder alles aus den Schulen verbannen oder nichts davon.

Das Kopftuch und dessen Bedeutung ist denke ich ein Thema für sich. Eine Vor-Verurteilung als Symbol der Unterdrückung der Frau halte ich angesichts vieler Gegenbeispiele für überholt und fördert nur die negative Konnotation und Stigmatisierung, die man eigentlich verhindern will.
 
Schule sollte ein neutraler Raum sein und die Schüler sollten ihre Religion frei wählen dürfen. Die Lehrerin könnte die Schüler beeinflussen.

:arrow: für Kopfduchverbot!

Ausserdem unterrichten Nonnen nicht in einer normalen Schule oder irr ich mich da?
 
Fengar schrieb:
Ausserdem unterrichten Nonnen nicht in einer normalen Schule oder irr ich mich da?

Mach meiner Erfahrung irrst du dich, selbst in meiner (größtenteils evangelischen) Heimatstadt wird an einigen Schulen der katholische Religionsunterricht von Ordensschwestern in AMtstracht abgehalten.

Ich bin in der Frage für den grundsatz "Gleiches Recht für alle!" Religiöse oder ethnische Gründe für eine Kopfbedeckung? In ordnung, wenn keine Ausnahmen gemacht werden: Also Kopftuch für Musliminen, Amtstracht für Nonnen, Kippa oder Hut für orthodoxe Juden...
 
darkkurt schrieb:
Mach meiner Erfahrung irrst du dich, selbst in meiner (größtenteils evangelischen) Heimatstadt wird an einigen Schulen der katholische Religionsunterricht von Ordensschwestern in AMtstracht abgehalten.

Ich bin in der Frage für den grundsatz "Gleiches Recht für alle!" Religiöse oder ethnische Gründe für eine Kopfbedeckung? In ordnung, wenn keine Ausnahmen gemacht werden: Also Kopftuch für Musliminen, Amtstracht für Nonnen, Kippa oder Hut für orthodoxe Juden...
Aber es ist doch ein Unterschied, ob im Religionsunterricht Nonnen in Tracht unterrichten, oder ob eine Lehrerin mit Kopftuch Wirtschaft lehrt...
 
phip schrieb:
Aber es ist doch ein Unterschied, ob im Religionsunterricht Nonnen in Tracht unterrichten, oder ob eine Lehrerin mit Kopftuch Wirtschaft lehrt...

Es gibt genügend Schulen, in denen Nonnen sämtlichen unterricht in Tracht ausüben. Auch hier lautet der Grundsatz immer "Im Zuge der aktiven Ausübung der Glaubensgrundsätze..." etc.

Noch vor gar nicht allzu langer zeit war es in Ländlichen gegenden absolut üblich, das Verheiratete Frauen ihr Haare nciht mehr offen Trugen. Oder woher glaubst du, kommt das Sprichwort "Unter die Haube kommen"?

Irgendwo in der Bibel steht, das verheiratete Frauen ihr Haare nicht mehr zeigen sollen. Ein Kopftuch wäre konsequzent sogar für Jede Christin ebenso vertretbar :ugly:
 
religionsfreiheit schön und gut, aber ich würde mein kind weder von ordensschwestern noch von frauen in kopftuch unterrichten lassen.
meiner meinung nach sollten alle religiösen zeichen an schulen (von seiten der lehrkräfte) verboten, aber bildung über religionen neutral vermittelt werden.
 
Ai, da ist der Ausverkauf der Heimat mal wieder gut in Fahrt gekommen, gell?! :ugly:

Der Söder ist ein guter Stoibersohn und Realist. Auch in diesem Fall hat er Recht: Nein zum Kopftuch (in sinngemäßer Bedeutung), ja zur Nonne. Ich weiss gar nicht was es da zu diskutieren gibt.

Gruss,
CM
 
Casinomeister schrieb:
Ich weiss gar nicht was es da zu diskutieren gibt.

Gruss,
CM

Wenn DU dich zu Wort meldest, besteht IMMER Diskussionsbedarf... :ugly: :evil: :mrgreen:

UIch frag mich in dem Zusammenhang, wann du das letzte mal die Quelle unserer Christlich-Abendländischen Kultur (Kirche) besucht hast... :evil:
 
Ich finde das die Kinder neutral an verschiedene Formen der Religion herangeführt werden sollten.

Gerade Kinder lassen sich stark beeinflussen, sie sollten aber für sich selbst entscheiden ob oder woran sie glauben und nicht unbedingt von einer Lehrkraft geprägt werden.
 
Fengar schrieb:
Schule sollte ein neutraler Raum sein und die Schüler sollten ihre Religion frei wählen dürfen. Die Lehrerin könnte die Schüler beeinflussen.
Ähm, versteh ich das richtig: Stell ich mich vor die Klasse mit 'nem Kopftuch oder in 'ner Nonnentracht, beeinflusse ich Schüler (bei der Wahl ihrer Religion). Nehm ich das Teil vom Kopf bzw. zieh was anderes an - schwupsdiwups, ist das ein ganz neutraler Unterricht. :ugly:

Um das Problem zu umgehen, kann's nur eine Lösung geben:

SCHULUNIFORMEN - für Lehrer. :mrgreen:

Und zum Söder:
https://www.titanic-magazin.de/archiv/0205/soeder1.php
 
Biehler schrieb:
Tja Leute, das nennt man Religionsfreiheit :LOL:
Mag sein, aber wenn Anders-/Nicht-gläubige einklagen, daß in Schulen mit mehr als 90% Christen keine Kruzifixe hängen dürfen, dann sollte es auch nicht möglich sein, daß irgendein anderer Glauben seine Symbole in der Schule präsentiert.

Übrigens, soweit ich informiert bin, ist es in der Türkei in öffentlichen Gebäuden (z.B. Schule) verboten, ein Kopftuch zu tragen. Sowohl für Schülerinnen, als auch Lehrerinnen. (wg. Trennung von Religion und Staat).
von daher frag ich mich, wenn die Leute ihre Religion hier ausleben wollen, wieso die dann anders ausgelebt werden soll, als im eigentlichen Heimatland der Religion.

anddie
 
Finde das Verbot auf jedenfall richtig! Wer hier lebt muss sich wohl oder übel anpassen.


Es würde nämlich damit weitergehen das die Lehrer später komplett bedeckt rumlaufen und ganz später haben sie eigene Schulen!!!
 
anddie schrieb:
von daher frag ich mich, wenn die Leute ihre Religion hier ausleben wollen, wieso die dann anders ausgelebt werden soll, als im eigentlichen Heimatland der Religion.

Bisher hielt ich Deine Beiträge ja für sehr gut, aber das hier ist reinster Schwachsinn hoch 2.

Wie kommst Du darauf dass die Türkei Heimatland des Islams sei?

Ich weiß nicht ob sie es wussten, aber nicht jeder Türke ist Moslem, und nicht alle Moslems kommen aus der Türkei.

gruss kelle!
 
anddie schrieb:
Übrigens, soweit ich informiert bin, ist es in der Türkei in öffentlichen Gebäuden (z.B. Schule) verboten, ein Kopftuch zu tragen. Sowohl für Schülerinnen, als auch Lehrerinnen. (wg. Trennung von Religion und Staat).
von daher frag ich mich, wenn die Leute ihre Religion hier ausleben wollen, wieso die dann anders ausgelebt werden soll, als im eigentlichen Heimatland der Religion.

Klingt plausibel, und ist es doch nicht. Zunächst mal ist die Türkei nicht das Heimatland des Islam, und nicht alle Muslime in Deutschland sind Türken. Das strikte Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen in der Türkei ist dadurch entstanden, dass der Laizismus sprich die absolute Trennung von Staat und Religion eine Säule der Staatsgründung der Türkei unter Atatürk war. Deutschland trennt Kirche und Religion zwar auch, aber die Entstehung war anders, und auch das Ausmaß. Christliche Symbole und Trachten sind hier eben erlaubt, und nicht strikt verboten! Und deshalb gibt es keine rechtliche Grundlage, deutschen Muslimen das Tragen ihrer "Religionsaccesoirs" zu verbieten.
 
Naja, aber ich finde den Einwand recht gut: Die Trennung von Religion und Staat. Entweder man trennt, oder man lässt es sein.

Im Hinduistischen ist beispielsweise noch immer das Swastika (in verschiedenen Formen und Ausführungen) noch immer ein höchst religöses Symbol. Dieses Symbol ist aber bei uns, aufgrund der bekannten historischen Vorfälle, verboten. Ein Hindu kann also seine Religion nicht in vollem Umfang ausüben, ohne mit unseren Gesetzen in Konflikt zu geraten. Bloß gut, dass die BDM-Mädels damals keine Kopftücher trugen ;) In einigen Ländern (ich glaube sogar in Amerika) kann man sich sogar als Priester seiner eigenen Religion weihen lassen. Toll. Würde ich mir also heute eine Religion ausdenken, wo alle Frauen barbusig umherlaufen müssen, würde das auch unter "Religionsfreiheit" fallen (ist mir schon klar, was die Herren hier im Forum denken ;) )? Oder wo alle Herren den Schniedelwutz öffentlich zur Schau stellen, auch während des Unterrichts an einer Grundschule?

Will sagen, dass ich für ein Kopftuchverbot bin. Jedenfalls für die Dauer des Unterrichts. Vorher und nachher kann sie sich von mir aus wieder vermummen, aber während ihrer Arbeit gilt die Trennung zwischen Religion und Staat, da haben also auch religöse Symbole an staatlichen Schulen nichts zu suchen. Es sei denn, es handelt sich ausdrücklich um eine evangelische, katholische, muslimische, hinduistische oder Schniedelwutz-Schule. Da sollte es erlaubt sein, weil durch den Besuch der Schule eindeutig eine Einflussnahme in dieser Richtung erwünscht ist.

Gruß,
Photon