Scholz stellt mehr Geld für Bundeswehr in Aussicht

Folgende News wurde am 09.05.2018 um 17:41:36 Uhr veröffentlicht:
Scholz stellt mehr Geld für Bundeswehr in Aussicht
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Berlin (dpa) - Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat wegen der erwarteten Steuermehreinnahmen höhere Ausgaben für die Bundeswehr und die Entwicklungspolitik in Aussicht gestellt als bisher geplant.
Damit kommt er Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) entgegen, die gegen seine Haushaltsplanung protestiert und mehr Geld für ihre Ressorts gefordert hatten.
Es würden sich sicherlich «in bestimmtem Umfang» Spielräume ergeben, die entsprechend der klaren Vorgaben des Koalitionsvertrages verwendet werden könnten, sagte Scholz bei der Vorstellung der neuen Steuerschätzung. Zuerst kämen aber eine Entlastung der Bürger mit kleinen und mittleren Einkommen, die Digitalisierung der Schulen und der Breitbandausbau.
Der Bund verfügt laut Scholz bis 2022 über zusätzliche Spielräume von insgesamt 10,8 Milliarden Euro. Wie man die Mittel dann genau aufteile, werde die Debatte der nächsten Wochen zeigen. «Eine kleine Möglichkeit haben wir dazu», sagte Scholz mit Blick auf Mehrausgaben für Verteidigung und Entwicklung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte den Zustand der Bundeswehr am Mittwoch «unbefriedigend».
Union und SPD streiten seit Tagen über die Höhe des Wehretats. Das Kabinett hatte vor einer Woche den Haushalt für das laufende Jahr sowie Eckwerte für den Bundeshaushalt 2019 und den Finanzplan bis 2022 beschlossen.
Von der Leyen und Müller hatten gegen die Haushaltsplanung von Scholz protestiert und nur unter dem Vorbehalt von Nachbesserungen zugestimmt. Von der Leyen hatte gar damit gedroht, notfalls milliardenschwere Rüstungsprojekte auf Eis legen, sollte sie nicht mehr Geld bekommen.
Entwicklungsminister Müller sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich glaube, dass der Finanzminister den Bedarf sieht und ein entsprechendes Angebot machen wird.» Die in den Eckwerten für 2019 bisher vorgesehenen Mittel seien nicht ausreichend, um in der Region um Syrien stabilisierend zu wirken und große Aufgaben wie die Bekämpfung von Fluchtursachen zu bewältigen.
CSU-Chef Horst Seehofer lobte die Ankündigung von Mehrausgaben auch für Entwicklungshilfe. Mit der Bekämpfung von Fluchtursachen über die Entwicklungshilfe leisteten die angekündigten Maßnahmen einen «zusätzlichen Beitrag, die Zuwanderung in unser Land zu begrenzen».
Wie hoch die in Aussicht gestellten Nachbesserungen beim Wehretat nun ausfallen, ist unklar. Von der Leyen verweist stets darauf, dass die Bundeswehr seit dem Ende des Kalten Krieges zugrunde gespart worden sei. Die SPD hatte Scholz im Wehretat-Streit den Rücken gestärkt und der Verteidigungsministerin Missmanagement vorgeworfen. SPD-Chefin Andrea Nahles hatte vor einer «Aufrüstungsspirale» gewarnt.
Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD darauf geeinigt, zusätzliche frei werdende Finanzmittel prioritär in die Truppe und in die Entwicklungspolitik zu stecken. «Darauf werden wir als Unionsfraktion im weiteren Haushaltsverfahren bestehen», betonte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, am Mittwoch. «Es ist doch offensichtlich, dass insbesondere die Bundeswehr eine bessere Ausrüstung benötigt.»
Der außen- und sicherheitspolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Reinhard Brandl, sagte: «Insbesondere bei der Bundeswehr hat der jahrzehntelange Sparkurs tiefe Spuren hinterlassen. Wenn wir eine einsatzbereite und attraktive Bundeswehr in Deutschland haben wollen, müssen wir wieder mehr Geld in Material und Personal investieren.»
Für das laufende Jahr sind bislang 38,5 Milliarden Euro an Verteidigungsausgaben vorgesehen, für das kommende 41,5 Milliarden Euro. Der deutsche Wehretat wird auch im Ausland aufmerksam verfolgt. Deutschland hat sich dem Zwei-Prozent-Ziel der Nato verschrieben.
Besonders die USA bestehen darauf, dass die Nato-Partner spätestens 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investieren. Die deutsche Nato-Quote für die Verteidigungsausgaben liegt derzeit bei 1,24 Prozent, bis 2022 wird sie nach dem bisherigen Scholz-Finanzplan auf 1,23 Prozent absinken.
Kanzlerin Merkel nannte den Zustand der Bundeswehr unbefriedigend». Sie sehe, dass es bei den Streitkräften «an allen Ecken und Enden nicht reicht» und auch die Einsatzfähigkeit «durchaus verbesserungsfähig» sei, sagte die CDU-Vorsitzende bei einem Treffen von Kreisvorsitzenden ihrer Partei in Berlin.
In der Diskussion über das Zwei-Prozent-Ziel der Nato stellte sich die Kanzlerin erneut hinter die in der SPD umstrittene Zielmarke. Sie könne Fragen auf internationaler Ebene nachvollziehen, warum sich ein so wohlhabendes Land wie Deutschland so schwer mit diesem Ziel tue.
 
«Insbesondere bei der Bundeswehr hat der jahrzehntelange Sparkurs tiefe Spuren hinterlassen. Wenn wir eine einsatzbereite und attraktive Bundeswehr in Deutschland haben wollen, müssen wir wieder mehr Geld in Material und Personal investieren.»
Israel ca. 16 Milliarden $, 160.000 aktive Soldaten und stellt seine Einsatzbereitschaft immer wieder unter Beweis.

Deutschland ca. 44 Milliarden $, 180.000 aktive Soldaten und pfeift aus dem letzten Loch.

Man muss das Problem erstmal beim Namen nennen und es ist nicht "Geld".
 
SPD will Privatisierung von Bundeswehr-Tochter stoppen

Folgende News wurde am 05.06.2018 um 19:13:36 Uhr veröffentlicht:
SPD will Privatisierung von Bundeswehr-Tochter stoppen
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Berlin (dts) - Die SPD will die Privatisierung der Bundeswehr-Tochter HIL (Heeresinstandsetzungslogistik GmbH) stoppen. Das geht aus einem Positionspapier der Fraktion hervor, über die das ARD-Hauptstadtstudio am Dienstag berichtet. In dem zweiseitigen Schreiben heißt es, die Werkstätten der Instandhaltung der Bundeswehr bräuchten keine Privatisierung. Die SPD will dem Vorhaben nicht zustimmen, im Text heißt es wörtlich, eine Vergabe sei nicht zustimmungsfähig. Damit gehen die Sozialdemokraten auf Konfrontationskurs zu Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und den Koalitionspartner CDU und CSU. Die SPD-Abgeordneten kritisieren, dass die Bundeswehr weitere eigene Fähigkeiten auf dem Gebiet der Instandsetzung verlöre, wenn der Bund die Werke verkaufen würde. Das Verteidigungsministerium rechnet vor, dass der Bund durch die Privatisierung der drei Werke im Saarland, in Hessen und in Brandenburg insgesamt rund 180 Millionen Euro innerhalb von 20 Jahren sparen könnte. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Fritz Felgentreu, sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, er habe Zweifel, wie diese Zahl zustande gekommen ist: "Weil ich weiß, dass es auch andere Meinungen gibt, die nicht glauben, dass eine so hohe Einsparung oder das überhaupt eine Einsparung erreicht werden kann. Dann haben wir das Problem, dass in dem Moment, in dem diese großen Werkstätten an private Betreiber abgegeben werden, wir komplett von diesen privaten Betreibern abhängig werden." Es gibt aber noch andere Gründe für die Ablehnung bei den Sozialdemokraten. Im Rahmen der Privatisierung wurden Beraterverträge vergeben, es entstanden Ausgaben in Höhe von 42 Millionen Euro. Günstigere Anbieter kamen nicht zum Zug. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Personen wegen des Verdachts auf Untreue. Dass die SPD sich nun gegen die Privatisierung stellt, ist ein deutlicher Kurswechsel. Bislang hatten die Sozialdemokraten sich still verhalten und die Privatisierungspläne mitgetragen. Die ehemalige Staatssekretärin Katrin Suder hat den Verkauf der Werke mit Nachdruck voran getrieben. Die Ausschreibung läuft bereits. In einem Bericht des Verteidigungsministeriums für den Ausschuss vom April dieses Jahres heißt es, eine rechtmäßige Aufhebung des laufenden Vergabeverfahrens sei nicht möglich. Es hätten sich bereits mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland gemeldet. Die SPD sieht das anders, Fritz Felgentreu sagte dem ARD-Hauptstadtstudio: "Am Ende dieser Ausschreibung muss dieses Ergebnis irgendwann einmal dem Verteidigungsausschuss und dem Haushaltsausschuss vorgelegt werden. Die entscheiden abschließend ob sie zustimmen oder nicht. Wir glauben als SPD-Fraktion, dass wir da nicht zustimmen können. Und das müssen potenzielle Bewerber ja auch wissen. Damit wenn sie Anstrengungen unternehmen, so ein Bewerbungsverfahren kostet ja auch Geld, abschätzen können, welche Risiken sie da eingehen." Die Grünen unterstützen die Position der SPD, die Bundestagsabgeordnete Katja Keul: "Wenn die SPD sich dazu durchringt, dann kann ich das nur ausdrücklich begrüßen, ich halte diese Privatisierung für falsch, und es wäre sinnvoll zur Schadensminderung jetzt einzugreifen und nicht erst, wenn es zu spät ist." Für die Heeresinstandsetzungslogistik - kurz HIL, arbeiten rund 2.000 Personen. Das Unternehmen im Besitz des Bundes wartet und repariert Panzer und gepanzerte Fahrzeuge.
 
Ist das nicht ein Wahnsinn??

Die Regierung will die Staatsverteidigung privatisieren!

(OCP= Omni Consumer Product [Robocop] lässt grüßen).

Wir bezahlen Milliarden (Steuerzahler) an die Regierung (den Staat), das Sie diesen Staat(Deutschland) schützt und Sie (die Regierung) verkauft Deutschland an ein privates Unternehmen, das Gewinne erzielen muss. (Anscheinend sind im Sinnfreien Aufsichtsrart genügend Polkitiker, die sich damit Ihre Diäten vergolden.)
 
Ist das nicht ein Wahnsinn??
Warum?

Die Regierung will die Staatsverteidigung privatisieren!
"Heeresinstandsetzungslogistik GmbH" hört sich jetzt nicht nach kämpfender Truppe an. Eher nach LKW, die Ersatzteile transportieren. Privatisieren muss man das nicht unbedingt, aber trotzdem haben wir dann keine privatisierten Soldaten.

(Anscheinend sind im Sinnfreien Aufsichtsrart genügend Polkitiker, die sich damit Ihre Diäten vergolden.)
Kannst ja mal im Handelsregister nachsehen, die Firma ist ja jetzt schon eine GmbH und die Daten sollten im Handelsregister stehen.
 
Danke, dann ist Deutschland auch kein Staat mehr , sondern eine Gewinnorientierte GmbH . . .

Der Gewinn wird an irgend welche Politiker privatisiert und die Verluste werden an das Volk weiter gegeben.
 
Danke, dann ist Deutschland auch kein Staat mehr , sondern eine Gewinnorientierte GmbH . . .

Der Gewinn wird an irgend welche Politiker privatisiert und die Verluste werden an das Volk weiter gegeben.
Und jetzt erläutere das mal am Beispiel dieser GmbH. Welche Gewinne macht diese GmbH, welcher Politiker profitiert direkt davon in welcher Höhe und welche Verluste vergleichbarer staatlicher Unternehmen werden "an das Volk weitergegeben"?
 
Israel ca. 16 Milliarden $, 160.000 aktive Soldaten und stellt seine Einsatzbereitschaft immer wieder unter Beweis.

Deutschland ca. 44 Milliarden $, 180.000 aktive Soldaten und pfeift aus dem letzten Loch.

Man muss das Problem erstmal beim Namen nennen und es ist nicht "Geld".

Wobei aussenpolitische und militärische Lage von Israel völlig anders ist, sehr unpassendes Vergleichungsziel mit der BRD. Aber interessant, dass Israel ganz effektiv erhält fast gleiche Menge von Soldaten mit Drittel des Ausgabes der BRD, WENN die Zahlen stimmen.
 
Wobei aussenpolitische und militärische Lage von Israel völlig anders ist, sehr unpassendes Vergleichungsziel mit der BRD. Aber interessant, dass Israel ganz effektiv erhält fast gleiche Menge von Soldaten mit Drittel des Ausgabes der BRD, WENN die Zahlen stimmen.



Imho gibt es in Israel aber auch die Wehrpflicht und eine ausgedehnte Reservetruppe.
 
EU-Ausländer als Bundeswehrsoldaten?

Folgende News wurde am 21.07.2018 um 20:25:57 Uhr veröffentlicht:
EU-Ausländer als Bundeswehrsoldaten?
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Berlin (dpa) - Die Bundeswehr erwägt wegen ihres Personalmangels schon länger, Ausländer aus anderen EU-Staaten aufzunehmen - nun werden die Überlegungen konkreter.
«Die Bundeswehr wird aufwachsen. Hierfür brauchen wir qualifiziertes Personal. Wir prüfen daher alle möglichen Optionen sorgfältig durch», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die Option, EU-Ausländer für den Dienst in der Truppe zuzulassen, sei bereits im Weißbuch der Bundeswehr zur Sicherheitspolitik von 2016 enthalten - «und nun auch in die neu erarbeitete Personalstrategie aufgenommen worden».
Der SPD-Verteidigungsexperte Karl-Heinz Brunner sagte der «Augsburger Allgemeinen», er könne sich vorstellen, EU-Ausländer in die Truppe aufzunehmen. Er betonte jedoch: «Wenn Bürger weiterer Staaten aufgenommen werden, gar gegen das Versprechen, einen deutschen Pass zu bekommen, droht die Bundeswehr zu einer Art Söldnerarmee zu werden.»
Die Bundeswehr kämpft seit Jahren mit Personalnot. Florian Hahn, der verteidigungspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, sagte der «Augsburger Allgemeinen»: «Im Rahmen der europäischen Freizügigkeit könnten hier moderne Modelle entwickelt werden.» Allerdings müsse bei jedem Soldaten das besondere Treueverhältnis gesichert sein. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel erklärte: «Die etablierte Politik hat jeglichen gesunden Menschenverstand verloren.» Grund für die Personalprobleme sei die Aussetzung der Wehrpflicht. Dieser Zustand müsse jetzt beendet werden.
 
Super.
Demnächst bilden wir also auch noch unsere Terroristen selber an der Waffe aus . . .
 
Verteidigungsministerium will noch 2018 sechs Transportflugzeuge bestellen

Folgende News wurde am 23.07.2018 um 18:33:20 Uhr veröffentlicht:
Verteidigungsministerium will noch 2018 sechs Transportflugzeuge bestellen
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Berlin (dts) - Das Verteidigungsministerium will noch in diesem Jahr sechs Transportflugzeuge des Typs C130J Hercules beschaffen. Das geht aus einer vertraulichen Übersicht der Investitionsvorhaben des Ressorts von Ursula von der Leyen (CDU) hervor, über welche die "Welt" berichtet. Der Auftragswert der Flugzeuge liegt jeweils bei über 25 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr soll die Einkaufsliste dem Bundestag zugeleitet werden. Die sechs Maschinen sollen im Rahmen einer deutsch-französischen Kooperation in Evreux, Frankreich, stationiert werden. In der Finanzplanung der Regierung finden sich allerdings weder für 2018 noch für 2019 Mittel für die Beschaffung eines neuen schweren Transporthubschraubers (STH), der eigentlich ab 2023 der Luftwaffe zulaufen soll. "Wieso Ursula von der Leyen ausgerechnet den schweren Transporthubschrauber aus dem Haushaltsentwurf herausnimmt, bleibt ihr Geheimnis", kritisierte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Tobias Lindner in der "Welt". Bis Ende 2018sollen insgesamt 23 Projekte auf den Weg gebracht sein. Allen Teilstreitkräften soll der vom Bundestag bereits bewilligte neue Vertrag mit der Bundeswehr-Bekleidungsgesellschaft zugutekommen, der die Beschaffung von zusätzlicher Kampfbekleidung, Stiefeln, Schutzwesten und persönlicher Schutzausstattung vorsieht. Für die größte Teilstreitkraft, das Heer, ist ein Sammelsurium an Einkäufen vorgesehen, darunter Sprenggeschosse für die Panzerhaubitze 2000, weitere Raketenwerfer des Typs Mars II oder mobile Gefechtsstände. Weiter soll es 32 neue Sattelzugmaschinen für den Transport von Waffensystemen geben. Die Flotte der Bergepanzer Typ 3 soll auf einen einheitlichen Bauzustand gebracht werden, für den Such- und Rettungsdienst soll ein leichter Unterstützungshubschrauber beschafft werden.
 
Ach jetzt finanzieren wir das Militär in Frankreich . . .
Und die Deutschen Truppen müssen auch weiterhin auf Ihr dringend benötigtes Material warten.

Ist halt wie immer so in dieser Regierung. Nach außen hin protzen und die eigenen Menschen vernachlässigen.

Der Deutsche Rentner muss am Hungertuch nagen (verarmen) damit wir im Ausland gut dastehen mit Deutschen Geschenken.
 
Union debattiert über und Wehrpflicht

Folgende News wurde am 04.08.2018 um 17:01:45 Uhr veröffentlicht:
Union debattiert über und Wehrpflicht
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Berlin (dpa) - In der CDU ist eine Debatte über eine Rückkehr zur Wehrpflicht oder die Einführung einer «allgemeinen Dienstpflicht» für Männer und Frauen etwa in sozialen Bereichen in Gang gekommen.
Beim Wehrbeauftragten der Bundeswehr, Hans-Peter Bartels, stießen beide Ideen auf Zurückhaltung. Bei einer «Dienstpflicht» verwies er auf massive verfassungsrechtliche Probleme.
CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ/Samstag), sie rechne nicht mit einer einfachen Rückkehr zur Wehrpflicht, wolle aber über eine «allgemeine Dienstpflicht» reden. Beim Parteitag Ende des Jahres solle das Thema als eine «Leitfrage» beschlossen werden. An diesen «Leitfragen» entlang will die CDU die Debatte über ein neues Grundsatzprogramm führen, das 2020 beschlossen werden soll.
CDU-Sprecherin Christiane Schwarte schrieb am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter, ein Ergebnis einer Tour von Kramp-Karrenbauer an der Parteibasis sei gewesen, dass viele Mitglieder über eine «allgemeine Dienstpflicht» diskutieren wollten - weil diese den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärke. Kramp-Karrenbauer selbst ließ offen, wie genau ein solcher Dienst aussehen könnte. Sie schrieb am Samstag auf Twitter: «Es gibt viele Möglichkeiten einen Dienst zu gestalten.»
Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Bartels, sagte der dpa: «Eine allgemeine Dienstpflicht ist zwar eine sympathische Idee, stößt aber verfassungsrechtlich an eine Grenze. Es gilt das Verbot der Zwangsarbeit.» Auch eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht sieht Bartels skeptisch. «Die Bundeswehr folgt heute dem Konzept einer professionellen Armee.» Sie bestehe zu einem Drittel aus Berufssoldaten und zu zwei Dritteln aus längerdienenden Zeitsoldaten. Die Bundeswehr sei heute außerdem wesentlich kleiner als zu den Zeiten der Wehrpflichtarmee und habe zum Teil ganz andere Aufgaben.
Die Wehrpflicht war zum 1. Juli 2011 ausgesetzt worden. Die Bundeswehr ist seitdem eine Freiwilligenarmee. Sie steht nun in Konkurrenz mit der Wirtschaft, um junge Leute zu gewinnen. Als Ersatz für den zusammen mit der Wehrpflicht weggefallenen Zivildienst war der Bundesfreiwilligendienst geschaffen worden.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg sagte der «FAZ»: «Wir brauchen die Wehrpflicht, und sie soll für Männer und Frauen gelten.» Es solle ein verpflichtendes Jahr eines Dienstes geben, «und wer nicht zur Bundeswehr geht, kann es anderswo ableisten», ergänzte Sensburg, der auch Oberstleutnant der Reserve ist. Angesichts einer unsicheren Weltlage sei die Wehrpflicht «für die ureigene Aufgabe einer Armee, die Verteidigung des eigenen Landes» unabdingbar.
Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte zeigte sich skeptisch: «Eine allgemeine Wehrpflicht alten Zuschnitts hilft uns bei den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen nicht weiter», sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag am Samstag der dpa. Im Vordergrund müsse eine leistungsfähige Bundeswehr stehen. «Dafür brauchen wir motivierte junge Menschen, die längere Zeit bei der Truppe bleiben und komplexe Technik bedienen können. Diese brauchen Karriereperspektiven, angemessene Vergütung und vor allem gesellschaftliche Anerkennung.»
Ein anderes Thema sei eine allgemeine Dienstpflicht für Männer und Frauen, beispielsweise in sozialen Bereichen oder bei der Feuerwehr, sagte Otte. «Dadurch könnte sich ein stärkeres Bekenntnis zu unserem Land entwickeln und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Juristisch sehe ich hier noch grundgesetzliche Hürden, die beseitigt werden müssten. Aber dieses Thema ist die Prüfung wert.»
 
CDU-Verteidigungsexperte: Wehrpflicht hilft uns nicht weiter

Folgende News wurde am 04.08.2018 um 15:41:10 Uhr veröffentlicht:
CDU-Verteidigungsexperte: Wehrpflicht hilft uns nicht weiter
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Berlin (dpa) - Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte hat sich dagegen ausgesprochen, die Wehrpflicht wieder einzuführen «Eine allgemeine Wehrpflicht alten Zuschnitts hilft uns bei den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen nicht weiter», sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. Im Vordergrund müsse eine leistungsfähige Bundeswehr stehen. Dafür brauche man motivierte junge Menschen, die längere Zeit bei der Truppe bleiben und komplexe Technik bedienen könnten. Die Wehrpflicht war zum 1. Juli 2011 ausgesetzt worden.
 
Die allgemeine Wehrpflicht für junge Männer hilft wirklich nicht bei den Problemen die die Bundeswehr durch den Truppenabbau und Wehretatkürzungen erhalten hat.
Der Truppe fehlt es nicht nur am Personal, sondern auch am Geld und an der Ausrüstung. Das kann man durch das wieder einführen der Wehrpflicht nicht ersetzen.

Jedoch würde eine Generelle Wehrpflkicht in vielen anderen Dingen auch anderen Organisationen gut tun. Denn so mancher Wehrpflichtige würde sich bestimmt wieder an den Ersatzdienst erinnern und dort seinen Beitrag leisten. Und auch so manche Freiwillige Feuerwehr hätten dann auf einmal wieder neue Kameraden.

Die Union will doch nur auf sich Aufmerksam machen !

Denn es ist ein sehr großer Unterschied ob man die Wehrpflicht wieder einführt oder ob man alle Schulabgänger zu einem Dienstjahr verpflichtet. Womöglich wieder einmal auf Halben Sozialhilfesatz.

Die Union sollte sich auf die Werbebanner folgenden Spruch aufpinseln ; " Das Land braucht die jungen (m/w) Sklavenarbeiter wieder, damit die Politiker abgesichert Ihre Diäten erhöhen können."

Aber die Union hat ja schon seit langem vieles Hervorgebracht ;
angela-merkel-verdient-kein-mensch.jpg
 
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Über deinen blöden meme: "im Durchschnitt" bedeutet nicht, dass jeder verdient 3000. Es bedeutet, dass alle Verdienste insgesamt geteilt durch die Anzahl der Verdiener ist 3000. Ganz elementare Arithmetik, welches jeder 12-jährige Schüler soll schon gut beherrschen. Ein Bundesliga-Spieler verdient wahrscheinlich "etwas" mehr als ein ALG II berechtigt.

Feuerwehr braucht auch langfristige Engagement und eher sportliche, starke Leute.
 
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8OAlso !?
Was schlägst Du denn als Einstiegsgehalt für Zwangs-Dienst-verpflichtete vor?

Oder geht es nur darum jemand anderen mit Deinen Aussagen zu beleidigen!?
Oder soll ich schreiben Deutsch Buch haben auch gehelft...:evil::roll:

Okay, Du hast keine Ahnung von dem wie Mann früher um die Wehrpflicht herum kam.
Denn da musste man sich für mindestens 10 Jahre bei der Feuerwehr aktiv verpflichten, ansonsten wurde man dann halt etwas später eingezogen.

Genauso war es beim THW (Technisches Hilfs Werk) . Nur der Ersatzdienstleistende musste nur für die Zeit des Wehrdienstes seinen Ersatzdienst (Meist Diakonie oder ähnliches) leisten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Jo ne, es ging ja eher um dein lügnerisches meme "im Durchschnitt 3000". Kenne deutsche Systeme in der Tat nicht so gut, auch wenn ich weit über 10 Jahre in der BRD gelebt habe. Ja, und mein deutschkenntnisse ist nicht perfekt, aber die Idee wird meistens wohl klar? Und, übrigens, ich habe mein Wehrdienst für meine Nation eine Ewigkeit her absolviert, 11 Monate + 2 Wochen Repetition danach, Infanterie, Unterfeldwebel im Reserve. Das Sturmgewehr könnte ich immer noch ganz passabel benutzen, glaube ich. :evil: