Was würdet ihr bei der nächsten Bundestagwahl wählen?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 18 8,5%
  • SPD

    Stimmen: 13 6,1%
  • FDP

    Stimmen: 30 14,1%
  • Bündnis90/die Grünen

    Stimmen: 26 12,2%
  • Linkspartei

    Stimmen: 28 13,1%
  • NDP

    Stimmen: 10 4,7%
  • DVU

    Stimmen: 0 0,0%
  • Republikaner

    Stimmen: 0 0,0%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 80 37,6%
  • DKP

    Stimmen: 2 0,9%
  • Tierschutzpartei

    Stimmen: 0 0,0%
  • CM

    Stimmen: 0 0,0%
  • Sonstige

    Stimmen: 6 2,8%

  • Umfrageteilnehmer
    213
  • Umfrage geschlossen .
Gern, aber nicht wenn das auf Kosten derjeniger geht, die kein Vermögen haben.

EDIT: *Im übrigen Martys Meinung unterschreib*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will ja nicht meckern, aber 7500 Euro ist wirklich sehr wenig Geld mit 50 Jahren... Eine Verdreifachung auf ca. 25000 Euro halte ich daher für angebracht.

7.500 Euro in Geld, Aktien oder auf dem Sparbuch... zigtausend in einer Riesterrente bei Vollförderung, evtl. noch 200.000 Euro für das eigene Häuschen oder die eigene Wohnung...

Und das darf man alles behalten und der Staat (Steuerzahler) bezahlt einem den Lebensunterhalt. Ich finde das durchaus angemessen.

Wer mehr als das Genannte hat, ist für mich nicht mehr "bedürftig".
Und ich bin weit weg von FDP und CDU. Ich wäre im Gegensatz eher für eine Anhebung der Grundversorgung, am liebsten als Grundeinkommen für alle. Dann spart man den Wasserkopf.

Marty
 
7.500 Euro in Geld, Aktien oder auf dem Sparbuch... zigtausend in einer Riesterrente bei Vollförderung, evtl. noch 200.000 Euro für das eigene Häuschen oder die eigene Wohnung...

[...]
Tja, des firmiert unter dem Prinzip Leistung... Ein 50-jähriger, der etwas im Leben aufgebaut hat, sollte die gleichen Rechte haben, wie jemand, der noch nie gearbeitet hat...
Insgesamt wäre mir es am liebsten, wenn alle, die arbeitslos sind ein Bürgergeld bekommen... (Die FDP schlägt glaube ich 662 Euro vor, von dem alles bezahlt werden muss)... Unabhängig von ihren Besitztümer, die erarbeitet wurden... Gleiches Recht für alle...
Das würde die Angst vor einem sozialen Abstieg bekämpfen (natürlich gedeckelt, wenn Kapitalerträge über einem normalen Durchschnittsverdienst liegen)... Mich nervt die "Bedürftigen-Klientel-Politik"... Das Hauptaugenmerk der Politik müsste meiner Meinung nach auf den normalen Durchschnittsverdiener mit ihren Sorgen und Nöten liegen...
 
Tja, des firmiert unter dem Prinzip Leistung... Ein 50-jähriger, der etwas im Leben aufgebaut hat, sollte die gleichen Rechte haben, wie jemand, der noch nie gearbeitet hat...
Er hat heute deutlich mehr Rechte. Jemand, der nie gearbeitet hat, darf kein Vermögen aufbauen.

Insgesamt wäre mir es am liebsten, wenn alle, die arbeitslos sind ein Bürgergeld bekommen... (Die FDP schlägt glaube ich 662 Euro vor, von dem alles bezahlt werden muss)... Unabhängig von ihren Besitztümer, die erarbeitet wurden... Gleiches Recht für alle...
Nein, entweder direkt für alle oder nur für die, die es benötigen. Warum sollte z.B. Dieter Bohlen (nur als ganz extremes Beispiel) noch Geld vom Staat bekommen, wenn er meint, 100 Mio. Vermögen reichen jetzt und erhört auf zu arbeiten.

Mich nervt die "Bedürftigen-Klientel-Politik"... Das Hauptaugenmerk der Politik müsste meiner Meinung nach auf den normalen Durchschnittsverdiener mit ihren Sorgen und Nöten liegen...
Jemand, der nicht mehr arbeitet, ist aber kein "Verdiener" mehr.

Ich bin doch auch dafür, dass jemand, der lange gearbeitet hat, nicht erst sein gesamtes Vermögen verbraten muss, bevor er Unterstützung bekommt. Ich bin aber der Meinung, die Regelungen, die wir jetzt haben, reichen schon.

Wenn man diese Grenzen jetzt erhöht, muss das ja jemand bezahlen. Wo holt man das Geld her, dass die Leute dann bekommen sollen? Da man die "Verdiener" nicht mehr belasten will (die FDP und CDU zumindest nicht), muss man das den anderen "Nichtverdienern" abziehen. Man nimmt also Langzeitarbeitslosen etwas weg, um damit Kurzzeitarbeitslose zu unterstützen,. Ist das sozial?

Marty
 
[...]
[...]Man nimmt also Langzeitarbeitslosen etwas weg, um damit Kurzzeitarbeitslose zu unterstützen,. Ist das sozial?

Marty

Nein, man nimmt den Langzeitarbeitslosen etwas weg, die es versäumt haben Kapital aufzubauen und gibt es den Langzeitarbeitslosen, die sich etwas erarbeitet haben... Ich finde das schon sozial, da die zweite Gruppe für das Gemeinwesen in höherem Maße "geblutet" hat als die erstere Gruppe... Kurzzeitarbeitslose fallen ja gar nicht unter ALG2...
 
Problematisch dabei ist aber, dass das soziokulturelle Existenzminimum bereits jetzt unterschritten wird. Da ist (bzw. sollte) nichts mehr (sein), was man noch kürzen kann.
 
Dann verstehe ich aber nicht den Kampf der SPD/der Gewerkschaften für einen Mindestlohn von 7,50 Euro... Damit kommt man doch nicht einmal auf das Hartz4-Niveau, oder? Ein Alleinverdiener einer 4-köpfigen Famile hat ungefähr einen Anspruch von 1500 Euro... Um das Netto herauszubekommen braucht man ca. 12 Euro/h bei 160 h/Monat... (kann mich täuschen)
 
Dann verstehe ich aber nicht den Kampf der SPD/der Gewerkschaften für einen Mindestlohn von 7,50 Euro... Damit kommt man doch nicht einmal auf das Hartz4-Niveau, oder? Ein Alleinverdiener einer 4-köpfigen Famile hat ungefähr einen Anspruch von 1500 Euro... Um das Netto herauszubekommen braucht man ca. 12 Euro/h bei 160 h/Monat... (kann mich täuschen)

Na reden wir jetzt von einer Einzelperson oder von einer 4-köpfigen Familie wo nur einer arbeiten geht. Dass sind zwei höchst verschiedene Modelle.:ugly:
 
Dann verstehe ich aber nicht den Kampf der SPD/der Gewerkschaften für einen Mindestlohn von 7,50 Euro... Damit kommt man doch nicht einmal auf das Hartz4-Niveau, oder? Ein Alleinverdiener einer 4-köpfigen Famile hat ungefähr einen Anspruch von 1500 Euro... Um das Netto herauszubekommen braucht man ca. 12 Euro/h bei 160 h/Monat... (kann mich täuschen)

Du hast das Kindergeld und den Kinderzuschlag in Deiner Rechnung vergessen.

Aber davon mal ganz abgesehen. Es geht beim Mindestlohn ja nicht ausschließlich darum, die Arbeitnehmer aus Hartz IV herauszuholen (was bei einer Einzelperson übrigens der Fall wäre). Es hat auch etwas mit Menschenwürde zu tun, dass ich mit meiner Arbeit auch meinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Darüber hinaus kann es doch nicht sein, dass ein Unternehmer davon profitiert, dass der Staat für die ausreichende Grundsicherung seiner Arbeitnehmer sorgt. Ich nenne sowas Subvention.
 
[...]

Darüber hinaus kann es doch nicht sein, dass ein Unternehmer davon profitiert, dass der Staat für die ausreichende Grundsicherung seiner Arbeitnehmer sorgt. Ich nenne sowas Subvention.

Ist es ja auch... Aber mal als Beispiel: Wird mir ein Wachmann zu teuer, stelle ich mehrere Kameras auf und lasse das zentral von einem Dienstleister überwachen, der gleichzeitig auf 100 verschiedene Kameras in einem Büro aufpasst... Manche Jobs haben eben einen wirtschaftlich geringeren Nutzen...
Deshalb wäre auch ein Bürgergeld viel sinnvoller... Das hätte nicht den diskriminierenden Unterton wie Hartz4 und jede Stunde Arbeit würde sich lohnen (im Gegensatz zu Hartz4)... Zum Beispiel 662 Euro plus das, was man sich dazuverdient... Dabei sinkt das Bürgergeld langsamer als das, was man sich dazuverdient... Und erst ab einer Grenze von beispielsweise 1200 Euro gibt es dann keinen Zuschuss mehr.
 
Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass die Änderung der Sitz-Zuteilungs-Berechnung (vorher Hare-Niemeyer, jetzt Sainte-Laguë/Schepers) tatsächlich auch eine Änderung der Sitzverteilung verursacht hat? Wäre die Wahl nach Hare-Niemeyer ausgewertet worden, hätte die SPD jetzt einen Sitz mehr...
 
Ist es ja auch... Aber mal als Beispiel: Wird mir ein Wachmann zu teuer, stelle ich mehrere Kameras auf und lasse das zentral von einem Dienstleister überwachen, der gleichzeitig auf 100 verschiedene Kameras in einem Büro aufpasst... Manche Jobs haben eben einen wirtschaftlich geringeren Nutzen...

Es stellt sich hier die Frage was effektiver ist, wenn tatsächlich der Einbruch stattfindet. Aber dazu kenne ich mich zu wenig aus.

Und wenn solche Jobs tatsächlich überflüssig werden, dann muss eben in die Richtung gearbeitet werden, dass an anderer Stelle neue Jobs (auch für geringqualifizierte) entstehen. Warum soll ich denn etwas subventionieren, was offensichtlich niemand braucht?

Deshalb wäre auch ein Bürgergeld viel sinnvoller... Das hätte nicht den diskriminierenden Unterton wie Hartz4 und jede Stunde Arbeit würde sich lohnen (im Gegensatz zu Hartz4)... Zum Beispiel 662 Euro plus das, was man sich dazuverdient... Dabei sinkt das Bürgergeld langsamer als das, was man sich dazuverdient... Und erst ab einer Grenze von beispielsweise 1200 Euro gibt es dann keinen Zuschuss mehr.

Ich habe mich zu wenig mit dem Konzept beschäftigt, was mir aber dabei grundsätzlich nicht gefällt ist die weitere Pauschalisierung. In München dürfte eine Einzelperson arge Schwierigkeiten haben mit 662,00 € auszukommen. In Hintertupfingen würde er mit dem Modell vielleicht ein wenig besser fahren. Wenn ich es für meine Heimatstadt ausrechne, dürfte es in etwa egal sein ob ich Leistungen nach SGB II oder dem Bürgergeldvorschlag bekomme.

Dann sind wir aber schon bei dem Problem, was ich eben schon angeschnitten hatte. Das soziokulturelle Existenzminimum wird bereits heute nicht mehr durch das ALG II gedeckt. Viele Menschen werden allein durch die Energiekosten gezwungen, an anderen Dingen Geld einzusparen.

Der eigentlich im ALG II Satz enthaltene Anteil für Ansparungen (neuer Kühlschrank, Reparaturen etc.) wird davon mindestens aufgefressen. Und wer dann noch eine neue Brille benötigt, oder Zahnersatz, der steht auf dem Schlauch.
 
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Dann verstehe ich aber nicht den Kampf der SPD/der Gewerkschaften für einen Mindestlohn von 7,50 Euro... Damit kommt man doch nicht einmal auf das Hartz4-Niveau, oder? Ein Alleinverdiener einer 4-köpfigen Famile hat ungefähr einen Anspruch von 1500 Euro... Um das Netto herauszubekommen braucht man ca. 12 Euro/h bei 160 h/Monat... (kann mich täuschen)

Ich versteh den auch nicht - und Du hast recht. Deshalb forderte die LINKE zuerst 8,44 EUR (was genau dem monatlichen Pfändungsfreibetrag entspricht - also was zum Lebensnotwendigen per Rechtsprechung erachtet wird) und nun 10 EUR.

Die Menschen sind nicht blöde und verstehen, dass die SPD einerseits den Mindestlohn von 7,50 EUR fordert und andererseits "Für faire Löhne" plakatiert. Dieser Widerspruch drückt sich eben im Wahlergebnis für die SPD aus ...
 
Naja, aber ein Mindestlohn von 7,50 ist schonmal besser als gar kein Mindestlohn, oder nicht?
Und ist es überhaupt so, dass sich die SPD definitiv auf einen Betrag von 7,50 fixiert?
 
Ich finde Minestlohn eh seltsam. Der Lohn müsste sich eigentlich automatisch aus der Schwere der Arbeit ergeben. Rein wirtschaftlich. Bietet der Arbeitgeber nur 1€ für 1h Kanalreinigung, dann wird es eben niemand machen! Punkt. Dann muss er halt 2€ bieten oder 15€, bis sich jemand bewirbt. Oder im Gegenzug müssten die Arbeitnehmer dann halt kündigen, wenn die Löhne gekürzt werden.

Das setzt natürlich voraus, dass niemand gezwungen wird, für Niedriglohn zu arbeiten. Und das setzt wieder voraus, dass man als Arbeitsloser nicht alles mit vollen Händen zugeteilt bekommt und sich dann noch beschwert, dass es zu wenig ist (ich darf das sagen, denn ich finanziere das Ganze). Und ein Fernseher und was weiss ich ist in meinen Augen nicht lebensnotwendig. Wasser, Brot, ein Bett und ne Zahnbürste sind lebensnotwendig.

Die Situation "ich arbeite nicht, weil ich dann weniger bekomme als ohne Arbeiten" ist hirnrissig und dürfte nicht existierten. Ich kann sogar nachvollziehen, dass man dann lieber zuhause bleibt.

Wer nicht arbeitet, der bekommt eben stufenweise nur noch das absolute Minimum zum Leben. Fertig. Und Thema Altersvorsorge: Jeder sollte privat vorsorgen, wie es Selbstständige auch tun müssen. Wer dies nicht macht, und stattdessen sein Leben lang "besser lebt", der hat halt im Alter nix. PP. Gut, dass ich kein Polkitiker bin. :roll:
 
Das setzt natürlich voraus, dass niemand gezwungen wird, für Niedriglohn zu arbeiten. Und das setzt wieder voraus, dass man als Arbeitsloser nicht alles mit vollen Händen zugeteilt bekommt und sich dann noch beschwert, dass es zu wenig ist (ich darf das sagen, denn ich finanziere das Ganze). Und ein Fernseher und was weiss ich ist in meinen Augen nicht lebensnotwendig. Wasser, Brot, ein Bett und ne Zahnbürste sind lebensnotwendig.

Du möchtest also gern zurück in die Anfangstage der Industrialisierung? Ganz einfache Frage: Wer schaut sich dann Deine "kleine Homepage" noch an?
 
Na endlich mal jemand der die Angelegenheit nüchtern betrachtet. ;)

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Angebot und Nachfrage regeln den Preis für den Arbeitsmarkt. Preisober-("Managergehälter kürzen") und Untergrenzen ("Mindestlohn") sind folgenschwere Eingriffe die die VW schwächen und in erster Linie Arbeitsplätze kosten.

Hoffentlich tritt bald mal wer mit etwas Hirn bei der SED - Nachfolgepartei bei. Der kann seiner Arbeiterschaft dann mal etwas anderes als nur Parolen beibringen. ;)
 
Der Mindestlohn wäre doch für beide gleich "hoch"... Kapiere nicht, was du mir sagen willst... :(
Du wolltest eine Aussage darüber treffen ob für eine Einzelperson der Mindestlohn Sinn macht, über die Kosten einer 4-köpfigen Familie. Verstehst Du jetzt welchen Apfel-Birnen-Vergleich Du aufstellen wolltest?
Das der Mindestlohn welcher an einzige Person gezahlt wird nicht für 4 Personen reicht, sollte schon jedem klar sein.
die Frage ist nur sollte der Mindestlohn nun soviel betragen für eine Einzelperson das man 4 Köpfe ernähren kann (was ja bei einem Single dann zu einem hohen Sparpotential führt) oder ob diese Person sich nur ernähren kann. Ich denke letzteres ist entscheidend. Das die Familie dann Stütze beantragen muss ist doch völlig klar.

Also nochmal Mindestlohn ist für eine Person gedacht und nicht für 4. Somit ist Dein "Vergleich" leider nicht möglich, da Du den Mindestlohn von einer Einzelperson mit den Kosten für eine 4-köpfige Familie und nicht für die Einzelperson korrelierst. Jetzt besser nachvollziehbar?