Bürokauffrau sucht...

Das mit dem Betriebsrat könnte andere Gründe haben. Z.B. könnte es sein, dass die Stelle erstmal intern hätte ausgeschrieben werden müssen und dies nicht der Fall war, dann kann der Betriebsrat externe Bewerber ausschließen, wenn die Stelle auch mit internen Mitarbeitern hätte besetzt werden können.

Besonders schlecht sind diese Noten nicht, also ich hätte dich auf jeden Fall zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
 
doch es scheiterte immer an meinem Manko, das ich im Rollstuhl sitze. Leider.
Wurde dir das wirklich so gesagt? Kann ich kaum glauben.

aber eine genaue Begründung WARUM, habe ich nicht bekommen, und das ärgert mich einfach.
Die wirst du dank des AGG mittlerweile auch nur noch schwer erhalten. Eben weil eine falsche Äußerung der Firma leicht dazu führen kann, dass sie wegen Verletzung des AGG verklagt wird.

Das hat in einigen Firmen auch dahingehend die Auswirkung, dass die jeweilige Führungskraft den Bewerbern gar keine Absagen mehr erteilz, sondern das immer über die Personalabteilung und Rechtsabteilung geht. Eben damit da juristisch kein Fehler gemacht wird.

Ich denke auch, dass im öffentlichen Dienst (Stadtverwaltungen, sonstige Behörfen, ... ) da aufgrund jahrelanger Erfahrung anders mit umgegangen wird. Wäre nur die Frage, ob da in deiner Gegend so viel freie Stellen sind.

anddie
 
Wie gesagt, anders kann ich es mir bald nicht mehr vorstellen.

Vielleicht nicht persönlich, aber oft hieß es am Telefon zB "Tut mir leid, Wir sind keine barrierefreie Firma" usw...

Kann natürlich niemand wirklich was für, ist aber trotzdem ärgerlich.

Naja, Heidelberg ist groß :D
Ich werd mal schauen die nächsten Tage, und Adressen sammeln um da ggf. mal anzurufen.
 
Vielleicht nicht persönlich, aber oft hieß es am Telefon zB "Tut mir leid, Wir sind keine barrierefreie Firma" usw...
Das ist kein Grund.
Bei (ich glaube) MAN wurde eine Frau auch abgelehnt, weil diese Firma keine Waschräume für Frauen habe.
Die Frau zog daraufhin vor Gericht, weil sie sich diskriminiert fühlte.
Das Gericht urteilte, dass der Betrieb dann eben zu sorgen habe, dass es auch Waschräume für Frauen gäbe.
 
Aber mal ganz ehrlich: Will man wirklich in einer Firma arbeiten, die man selber vorher verklagt hat? Ich glaube da fühlt man sich nicht wirklich wohl und das Klima ist von Anfang an stark belastet.

Ist halt alles irgendwie nen Teufelskreis. Einerseits hat man ja recht, aber andererseits wird das Beschäftigungsverhältnis nicht wirklich zukunftsträchtig sein.
 
Hallöchen,

als kleiner Tipp von mir noch. Schau mal bei www.bund.de nach. Da gibs ne Jobbörse wo eigentlich recht viele Stellen im öffentl. Dienst ausgeschrieben werden.
Du kannst dort auch einen Newsletter Abonieren und dann werden dir immer die Jobangebote zugesendet. Diesen Newsletter kannst du dann auch auf bestimmte Berufsgruppen zuschneiden und dann bekommste keine Angebote für einen Diplom Ingeneur.

Viel Glück auf alle Fälle und viel Kraft bei der Suche.
 
Aber mal ganz ehrlich: Will man wirklich in einer Firma arbeiten, die man selber vorher verklagt hat? Ich glaube da fühlt man sich nicht wirklich wohl und das Klima ist von Anfang an stark belastet.
Nein, aber darum bekommt man ja auch ca. 3 Monatsgehälter, um eben nicht dort auch noch arbeiten zu müssen.
Allerdings gibt es ja auch schon einige "Spezialisten" die das ausnutzen und Stellenanzeigen durchsuchen, ob nicht irgendwo eine "Sekretärin" und nicht "Sekretär/in" gesucht wird.
 
Das Problem ist ja nicht nur die Behinderung, da sie ja nicht so einfach den Ort wechseln kann/will...kämpft sie auch gegen jeden Studenten in Heidelberg, der sich was dazuverdienen will.

Ich bin Personalbeschaffer und kenne die Tücken die ihr das Leben schwer machen. Leider ist Heidelberg nich mein Suchgebiet, habe aber versprochen zu helfen. Denke mal heute Abend/morgen Mittag wissen wir mehr.
 
Gehört vielleicht nicht zur Thematik, aber um meine Situation etwas besser darzustellen:

Also ich wohne momentan wieder bei meinen Eltern, habe vorher wegen meiner Ausbildung in einem Bildungszentrum gewohnt, in einem Internat. Ein Bildungszentrum bildet Leute mit und ohne Behinderung aus, jedoch bestehen dabei keine Chancen auf eine Übernahme, da es eben nur ausschließlich drum geht, diesen Menschen eine Chance auf eine Ausbildung zu gewährleisten.

Nun wohne ich also nach Abschluss der Ausbildung wieder bei meinen Eltern, ca. 250km von Heidelberg entfernt. Das Haus ist nicht barrierefrei, d.H. ich kann nicht mal ohne Hilfe vor die Tür.
Vom Landratsamt habe ich neulich aufgrund dieser Problematik eine Umzugsgenehmigung bekommen, mit dieser ich umziehen kann, und Hartz4 beantragen kann um mir vorrübergehend eine barrierefreie Wohnung leisten zu können.

Leider finde ich momentan weder eine barrierefreie Wohnung, die für mich sehr wichtig wäre, noch einen Job.
Mit einem sogenannten "Wohnberechtigungsschein" hat man übrigens als Behinderter ein gewisses Vorrecht, vor Studenten, bei der Wohnungssuche.

Ob mich dann aber ein Vermieter nimmt, aufgrund meiner momentanen Arbeitslosigkeit ist auch wieder so ein Problem.

ich hab zwar auch nen Führerschein, aber kein Auto.

Ist irgendwie alles sehr, sehr verwirrend ^^

Ich kann verstehen, wenn zB Firmen die in einem Altbau ihren Sitz haben, nicht unbedingt barrierefrei Umbauen können. Soweit ich weiss, müssen alle neu gebauten Gebäude jedoch gewisse Umbauten berücksichtigen.

Zudem ist es ja so, dass die Arbeitgeber bei der Einstellung einer behinderten Person sogar noch Sanktionen bekommen. Kann halt einfach nicht verstehen, wieso so viele noch diverse Scheuklappen tragen.

Ich denke, gerade Behinderte können sehr motivierte Mitarbeiter sein, da sie froh um jeden Arbeitsplatz sind.

Achja, mir macht es absolut nichts aus, wenn das hier zu einem Diskussionsthread wird, also postet ruhig eure Meinungen dazu :)

Und vielen Dank an die vielen lieben Menschen hier, die versuchen wollen mir zu helfen. Das hatte ich wirklich nicht erwartet, und bin froh, etwas Unterstützung zu bekommen :)
 
Seit meiner Geburt leide ich an Osteogenesis Imperfecta, besser bekannt als "Glasknochen".

Mein Körper konnte bzw kann wenig Eisen und Calzium produzieren, weswegen meine Knochen brüchiger sind, als die "normaler" Menschen.

Als Kind wurde ich oft operiert, was meine Chancen laufen zu lernen verschlechterte.

Mittlerweile, im Alter, haben sich meine Knochen stabilisiert, mir passiert sogut wie nichts mehr *auf Holz klopf*

Bin zwar gerade dabei, zu trainieren um nochmal zu versuchen vielleicht doch laufen zu können, aber auf den Rollstuhl werde ich immer irgendwo angewiesen sein.
 
Wie wärs denn mit ner Bewerbung an der Uni?
Da gibt es sicher viele, viele Stellen, die dich interessieren könnten. Und da oft zwischenzeitlich Studenten auch an der Uni arbeiten, wird da auch immermal wieder was frei.
Und Heidelberg als Medizin-Uni sollte doch auch barriereärmer sein...
(War noch nie in Heidelberg, habe aber in Münster studiert und da war es so, mir fallen gleich 3 Rollifahrerinnen ein, die mir in meinem Studentenleben in Verwaltungsaufgaben begegnet sind).

Ist vielleicht nochmal ne Alternative zur Anstellung im öffentlichen Dienst...
 
Uhi, ihr habt echt tolle Ideen :)

Was ich sehr schade finde, dass in zB öffentlichen Job-Portalen oft die Stellen von Zeitarbeitsfirmen aufgegeben werden. Selten schreibt dort mal persönlich einer von einer Firma ein Gesuch da hinein.

Ich werd auf jeden Fall mal schmöckern, ihr, habt echt super Ideen, bei dem ganzen Urwald verliert man da leicht den Überblick.
 
Uhi, ihr habt echt tolle Ideen :)

Was ich sehr schade finde, dass in zB öffentlichen Job-Portalen oft die Stellen von Zeitarbeitsfirmen aufgegeben werden. Selten schreibt dort mal persönlich einer von einer Firma ein Gesuch da hinein.

Ich werd auf jeden Fall mal schmöckern, ihr, habt echt super Ideen, bei dem ganzen Urwald verliert man da leicht den Überblick.

Das liegt daran das die Firmen sparen und den Bereich der Personalsuche outsourcen.
 
Du solltest auf jeden Fall auch die wöchentlichen Stellenanzeigen in der Rhein-Neckar-Zeitung (die von Samstag) mit einbeziehen. Da war neulich auch eine Stelle drin, wo drin stand das sie bevorzug Frauen und Behinderte mit gleichen Qualifikationen nehmen.

Da sind eigentlich immer viele Stellen drin. Vielleicht wirst Du dadurch ja fündig :D
 
Da war neulich auch eine Stelle drin, wo drin stand das sie bevorzug Frauen und Behinderte mit gleichen Qualifikationen nehmen.
Also der Satz, dass Behinderte bei gleicher Eignung bevorzugt werden ist mir bekannt und finde ich auch gut, aber mir leuchtet nicht ganz ein, warum Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden? :-?
Als Bürokaufmann hat man heutzutage kaum mehr Chancen eine Stelle als Sekretär zu bekommen, weil lieber EmpfangsDAMEN gesucht werden, dass man das jetzt noch so öffentlich in einer Stellenanzeige kund tut ist äußerst fragwürdig. :evil:
 
Keine Ahnung wieso die Frauen bevorzugt haben, das stand jedenfalls so in der Stellenausschreibung drin ;)

Ich hab meine Stelle übrigens auch durch eine Zeitungsannonce gefunden. Das war erfolgreicher, wie Stellen über das Internet zu suchen!
 
Das Problem ist wie gesagt, dass ich momentan nicht in Heidelberg wohne, und deswegen keine Zeitung dort bekomme *g* Aber die regionale Zeitung hat auch eine Internetseite mit den ganzen Announcen, da schau ich regelmäßig rein.
 
Na ich wohn ja auch erst ab Sonntag in der Nähe von Heidelberg, aber vielleicht kennst Du wen da, der Dir jede Woche die Stellenanzeigen zuschickt?