Alle Jahre wieder: 9/11-Verschwörungstheorien

Was ja wohl für Militärjets mit dem modernsten Gerät an Bord mehr als ausreichend viel Informationen sein sollten. Die sollten ja auch nicht gleich schießen, aber nach der Hölle in NY wenigstens mal nachschauen...

Mit leider nur 5 Minuten Reaktionszeit lt. Timeline.
Das reicht sicherlich für Jets, die sich in unmittelbarer Nähe befinden.
In diesem Fall gab es diese aber nicht.

Vielleicht hat er den Befehl nicht gegeben, sondern ein General aus dem Stab des Pentagon. Vielleicht er selbst und in Amerika ticken die Leute manchmal anders, als sonst auf der Welt. Möglich, dass meisten Verständnis gehabt hätten. Auch möglich, dass man es dem Präsidenten übel genommen hätte. Am wahrscheinlichsten ist - sofern die Maschine abgeschossen wurde -, dass er nicht den Befehl gegeben hat, weil er schlicht dazu nicht den Arsch in der Hose hatte. Der George W. Bush ist ein Maulheld, nichts weiter. Wird es ernst, traue ich ihm nicht das Geringste zu, er wirkt eher schnell von einer Situation überfordert. Eher noch Cheney, aber der hätte allein auch nichts entschieden. Wenn überhaupt jemand aus dieser Riege, dann am ehesten noch der Rice. Aber wie gesagt: Ich glaube nicht, dass der Befehl aus der Regierungsspitze kam.

Das Problem hierbei ist, dass nur der Präsident als Oberbefehlshaber der Streitkräfte diesen Abschuss autorisieren darf.

Genau so, wie die es gemacht haben. Nur anfangs hieß es eben, dass sie die Kontrolle über das Flugzeug bekommen haben sollen und die Maschine dann bewusst in die Erde gerammt haben, weil wohl die Terroristen wieder die Kontrolle übernehmen wollten. Und das klingt für mich zu sehr nach Pathos.

Diese Version war mit bisher nicht bekannt.
Selbst in den Dokus über Flug 93 und dem Doku-Spielfilm wird die Handlung am Ende genau so wiedergegeben.

Wenn aber der Terrorist die Maschine in den Boden gesteuert hat, dann ist mir das klar. Von den Passagieren hat jedenfalls niemand mit einem Absturz gerechnet und somit haben auch die nur versucht, irgendwie ihren Arsch zu retten. Das Manöver hätten sie folglich auch über Washington durchgezogen, wenn dort die Gelegenheit gewesen wäre. Also doch keine Helden, nur Leute wie ich. Ok, das kaufe ich ab.

Ich bin mir nicht sicher ob ich dem folgen kann.
Vom "Selbstopfer" [um andere Menschen zu schützen] war eigentlich bisher
bei Flug 93 nie die Rede.
Ich hatte das in die Diskussion mit eingebracht wegen der Erfahrungen mit Bekannten über dieses Thema.
Vielleicht ist hier etwas im Thema vermischt worden.
 
[...] Das Problem hierbei ist, dass nur der Präsident als Oberbefehlshaber der Streitkräfte diesen Abschuss autorisieren darf.
Naja, ein Anruf genügt: Kobra, übernehmen sie...

Diese Version war mit bisher nicht bekannt.
Selbst in den Dokus über Flug 93 und dem Doku-Spielfilm wird die Handlung am Ende genau so wiedergegeben.
Ja, davon war in den ersten Meldungen nach Bekanntwerden, dass es noch eine 4. Maschine gab, die Rede. Als ich das gedanklich als Durchfall abgetan hatte, habe ich mir zu diesem Thema auch keine weitere Doku gegeben, den Spielfilm habe ich bewusst ignoriert.

Zumal mir diese ganze Sache mit den TwinTowers auch eine Spur zu sehr ausgeschlachtet wurde, als wäre es die größte Katastrophe seit Menschengedenken gewesen. Geheuchelte Betroffenheit wohin man schaute. Nicht mal meine amerikanischen Freundschaften waren so betroffen, wie manch ein Deutscher, der mir damals begegnete. Gut zu sehen, wie betroffen jene Leute auch sind, wenn man mal beiläufig erwähnt, dass durch Minen in Afghanistan jedes Jahr 3000 Menschen sterben. Oder dass sich in den USA mehr als 3000 Menschen jedes Jahr auf offener Straße erschießen. Insgesamt bringen sich in den USA mehr Menschen jedes Jahr gegenseitig um, als in Kriegen sterben, die die USA irgendwo auf der Welt anzettelt.

Und als dann noch der Pathos mit dem heldenhaften Amerikaner gebracht wurde, da wurde mir wieder so furchtbar schlecht. Ich hatte keine andere Wahl, als dieses Thema gedanklich abzuhaken und drüber zu schmunzeln. Ok, nun waren es doch keine Helden, jetzt ist es glaubwürdiger.

Gruß,
Photon
 
Naja, ein Anruf genügt: Kobra, übernehmen sie...

Die Rekonstruktionen [Mitschnitte des Funkverkehrs von Flugüberwachung, NORAD, Pentagon] des 11.09.2001 zeigen eindeutig, dass die Konfusion über entführte Flugzeuge größer war als viele sich das vorstellen wollen.

Flug 93 war nach Abschalten des Transponders ein winziger Blip auf den Monitoren, drehte kurz danach eine 180° Kurve und flog in entgegengesetzte Richtung nach Washington.

Weiterhin verwundert mich es immer wieder, welche Vorstellungen manche Menschen von der amerikanischen Luftverteidigung haben.
Einige scheinen wirklich zu glauben, dass permanent Abfangjäger überall über dem riesigen Land patroullierten und nur auf eine Flugzeugentführung zu warten.

Zumal mir diese ganze Sache mit den TwinTowers auch eine Spur zu sehr ausgeschlachtet wurde, als wäre es die größte Katastrophe seit Menschengedenken gewesen. Geheuchelte Betroffenheit wohin man schaute. Nicht mal meine amerikanischen Freundschaften waren so betroffen, wie manch ein Deutscher, der mir damals begegnete. Gut zu sehen, wie betroffen jene Leute auch sind, wenn man mal beiläufig erwähnt, dass durch Minen in Afghanistan jedes Jahr 3000 Menschen sterben. Oder dass sich in den USA mehr als 3000 Menschen jedes Jahr auf offener Straße erschießen. Insgesamt bringen sich in den USA mehr Menschen jedes Jahr gegenseitig um, als in Kriegen sterben, die die USA irgendwo auf der Welt anzettelt.

Ich denke, dass die Betroffenheit weniger gespielt ist.
Die Opfer der Anschläge sind zahlenmäßig und im Vergleich zu anderen Ereignissen sogar gering.

Nur sollte man die Wirkung der Anschläge auf Symbole und Errungenschaften eines Staates nicht unterschätzen.
Der gemeine Deutsche hat bis zum Eschede-Unglück auch an die Unverwundbarkeit eines ICE geglaubt, genau wie die Amerikaner an die Unverwundbarkeit ihrer "Machtsymbole", wozu neben dem WTC, Empire State und Freiheitsstatue auch das Pentagon zählt.

Und als dann noch der Pathos mit dem heldenhaften Amerikaner gebracht wurde, da wurde mir wieder so furchtbar schlecht. Ich hatte keine andere Wahl, als dieses Thema gedanklich abzuhaken und drüber zu schmunzeln. Ok, nun waren es doch keine Helden, jetzt ist es glaubwürdiger.

Aus welchen Motiven die Passagiere gehandelt haben ist für mich persönlich eher zweitrangig.
Ich habe Hochachtung vor Menschen, die in einer ausweglosen Situation und im Angesicht des Todes noch zu solchen Entscheidungen fähig sind.
 
[...] Ich habe Hochachtung vor Menschen, die in einer ausweglosen Situation und im Angesicht des Todes noch zu solchen Entscheidungen fähig sind.
Mut der Verzweiflung. Ist wie mit dem hochverschuldeten Mann, der sich bei der Mafia Geld leiht, um damit auf ein Pferd zu wetten. Entweder er gewinnt und ist alle Schulden plus Gewinn los oder mausetot. Wer weiß, wozu jeder von uns in einer Situation fähig wäre, wenn man sich in die letzte Ecke gedrängt fühlt.

Halte ich für normales Verhalten in einer Extremsituation. Sogar ein Tier greift an, wenn die Flucht unmöglich ist. Das hat nichts mit Heldentum zu tun. Wäre die Information von den TwinTowers nicht durchgesickert, hätte niemand seinen Arsch bewegt, sondern gehofft, dass durch Kooperation mit den Entführern die Sache glimpflich abläuft und die Bombe an Bord nicht gezündet wird. Und das ist ebenfalls völlig normal.

Wovor sollte ich Hochachtung haben? Dass die naturgegebenen Instinkte noch funktionieren? Es ist bedauerlich, dass die Attake auf die Entführer in die Hose gegangen ist. Jedem wäre wohl lieber gewesen, man hätte die Gewalt über das Flugzeug zurückerlangt, die Entführer entweder gefesselt, getötet oder aus der Maschine geschmissen und wäre sicher gelandet. Dann wären es für mich noch immer keine Helden gewesen, aber die Sache hätte eine gute Wendung genommen. Naja, sollte halt nicht sein.
 
Nein das nicht. Aber wenn jemand heutzutage an irgendwelchen offiziell herausgegebenen "Fakten" Zweifel (egal welcher Art) hat, hat er es schwer. Zuerst ist er ein "Querulant". Hat er ein paar begründete Zweifel in der Tasche, nennt man ihn "Dissident". Sind es viele Fakten, die zusammen genommen ein anderes Bild ergeben, ist er ein "Verschwörungstheoretiker". Zauberhaft.
Es gibt zum 9/11 so viele Theorien und sie sind alle abgesehen davon wer sie verbreitet gleichwertig. Auf jeden Fall hat entweder der Architekt Bockmist gebaut (Todesstrafe?) oder es wurde wirklich gesprengt.
 
Es gibt zum 9/11 so viele Theorien und sie sind alle abgesehen davon wer sie verbreitet gleichwertig. Auf jeden Fall hat entweder der Architekt Bockmist gebaut (Todesstrafe?) oder es wurde wirklich gesprengt.

Welcher Architekt plant den Aufprall einer Verkehrsmaschine mit Reisegeschwindigkeit ein? :roll::roll::roll:

Selbst die oft postulierte 707. die in den Planungen zum WTC vorkommt, wird mit LANDEGESCHWINDIGKEIT (ca. 200-250 KM/H) angenommen!!!
 
Welcher Architekt plant den Aufprall einer Verkehrsmaschine mit Reisegeschwindigkeit ein? :roll::roll::roll:
Das muss schon eingeplant werden bei einem so hohen Gebäude in der Nähe von drei Flughäfen. Ausserdem kann die Geschwindigkeit nicht so hoch gewesen sein, sonst wäre das Flugzeug zumindest teilweise auf der anderen Seite rausgekommen.
 
Es gibt zum 9/11 so viele Theorien und sie sind alle abgesehen davon wer sie verbreitet gleichwertig.
Also meine "Verschwörungstheorie" reicht genau bis in die Regierung der USA. Der ist es ja bekanntlich egal, wer wo stirbt, solange der Dollar in Bewegung bleibt. So finanziert man eben schonmal die Terroristen gern mit, gegen die man später zu Felde zieht. Aber so weit würde ich beim 11. September gar nicht gehen. Ich gehe schlicht davon aus, dass man von den Anschlägen wusste und sie geschehen ließ. Nicht mal unbedingt, dass man wusste, wer genau sie verüben sollte. Aber ich denke, dass man genau wusste, dass sie mit Flugzeugen begangen werden sollten und dass es Terrorzellen gab, die sich darauf vorbereitet haben. Man hätte das Personal der Fluglinien entsprechend instruieren müssen, notfalls eben auch Gegenmaßnahmen einleiten müssen.

Kurz: Man hätte vielleicht nicht den ersten Einschlag verhindern können. Vielleicht doch, ich weiß es nicht. Aber ich denke, dass es bestimmten Leuten gar nicht so ungelegen kam. Nicht mal Bush, der so bedeppert ausgesehen hat, als ihn die Nachricht ereilte und der wahrscheinlich wirklich keinen blassen Schimmer hatte.

Auf jeden Fall hat entweder der Architekt Bockmist gebaut (Todesstrafe?) oder es wurde wirklich gesprengt.
Naja, was heißt "Bockmist". Der wird errechnet haben, wie viel Kraft beim Einschlag einer Maschine vom Typ X frei wird und hat dann geprahlt, dass seine Hütte dem stand hält. Hat sie ja auch eine Zeit lang. Nur hat eben das Cherosin die Stahlkonstruktion zum Schmelzen und damit zum Einsturz gebracht. Ganz ehrlich: Auch ich als Architekt hätte nur sehr unwahrscheinlich damit gerechnet, dass jemals eine Maschine direkt und mit fast vollen Tanks in mein Häuschen fliegt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob bestehende und zukünftige Geäude nun "Boeing-sicher" gemacht werden (sollten).

Selbst wenn: Dann gibt es andere Schwachstellen an den Gebäuden. Man kann nunmal Terrorismus nicht verhindern. Wer Leute zur Verfügung hat, die ihr eigenes Leben wegwerfen, um anderen das Leben zu nehmen, haben immer den entscheidenen Vorteil, den sie brauchen, um erfolgreich zu sein. Das ist tragisch und bedauerlich, aber ebenso unabänderlich.

Gruß,
Photon
 
Ich gehe schlicht davon aus, dass man von den Anschlägen wusste und sie geschehen ließ. [...] Nur hat eben das Cherosin die Stahlkonstruktion zum Schmelzen und damit zum Einsturz gebracht.
Ist beides reine Spekulation.

Naja, was heißt "Bockmist". Der wird errechnet haben, wie viel Kraft beim Einschlag einer Maschine vom Typ X frei wird und hat dann geprahlt, dass seine Hütte dem stand hält. Hat sie ja auch eine Zeit lang. Nur hat eben das Cherosin die Stahlkonstruktion zum Schmelzen und damit zum Einsturz gebracht.
Hier tauchen auch wieder Widersprüche auf: Woher wusste der Terrorist, dass man das Gebäude auf die Art empfindlich schädigen gar zum Einsturz bringen kann (wenn es selbst der Architekt nicht wusste)?! Wollte er das Gebäude offenbar gar nicht zerstören?! Er hätte noch Sprengstoff mit an Bord nehmen müssen um auf Nummer sicher zu gehen - hat er aber nicht. Wozu dann das Ganze?!

Ganz ehrlich: Auch ich als Architekt hätte nur sehr unwahrscheinlich damit gerechnet, dass jemals eine Maschine direkt und mit fast vollen Tanks in mein Häuschen fliegt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob bestehende und zukünftige Geäude nun "Boeing-sicher" gemacht werden (sollten).
Man muss sie sie zumindest vor derartigen Angriffen abschirmen, wenn man sie schon nicht so stabil konstruieren kann.

Es ist auch klar, dass jeder seine eigene Theorie hat.
 
Hier tauchen auch wieder Widersprüche auf: Woher wusste der Terrorist, dass man das Gebäude auf die Art empfindlich schädigen gar zum Einsturz bringen kann (wenn es selbst der Architekt nicht wusste)?!

Vielleicht solltest Du die Aussage des Architekten nochmal genauer betrachten.
Dort ist die Rede, dass ein Einschlag einer 707 Schäden am Gebäude verursacht aber eine Einsturz des Gebäudes ausgeschlossen wird.
Die Parameter (Landegeschwindigkeit) hatte Darkkurt schon angeführt.

Selbst Du als Nicht-Architekt solltest doch soviel physikalisches Grundverständnis haben, dass beim Aufprall eines Körpers auf einen anderen Körper Energie fliesst.
Das ein Flugzeug nicht an der Aussenfassade des Gebäudes "abperlt" offenbart sich dabei selbstredend.

Wollte er das Gebäude offenbar gar nicht zerstören?! Er hätte noch Sprengstoff mit an Bord nehmen müssen um auf Nummer sicher zu gehen - hat er aber nicht. Wozu dann das Ganze?!

Das Videotape von Bin Laden liefert hier eindeutige Erkenntnisse.
Selbst die Attentäter waren nicht von einem kompletten Einsturz ausgegangen sondern haben lediglich auf einen Zusammenbruch der Stockwerke über der Einschlagstelle spekuliert.

Auch wenn ein Einsturz der oberen Stockwerke ausgeblieben wäre, wären die Schäden am Gebäude immens gewesen.

Man muss sie sie zumindest vor derartigen Angriffen abschirmen, wenn man sie schon nicht so stabil konstruieren kann.

Deine Logik erschliesst sich mir nicht.
Demnach müsste man alle Gebäude über 100m so felsenfest bauen, dass sie bis in alle Ewigkeit Flugzeugeinschlägen widerstehen?
Ich transferiere Deine Logik von Hochhäusern auf Staudämme, Brücken, Atomkraftwerke, Chemieanlagen usw. usw. usw.

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Lösung liegt näher als man denkt.
Dazu ein kurzer Ausflug in die Geschichte vor 9/11.

1993 Sprengstoffanschlag auf das WTC mit einem Transporter

Resultat daraus: Sicherheitsprüfungen für einfahrende Fahrzeuge mit Sprengstoffspürhunden etc.

1995 entdeckte Anschlagspläne in Manila - Terroristen wollten 11 Linienmaschinen entführen und über dem Atlantik explodieren lassen

Resultat daraus: Verbesserungen der Sprengstoffspürmechanismen an Flughäfen

2001 Anschlag auf WTC und Pentagon mit entführten Flugzeugen

Resultat daraus: spitze und scharfe Gegenstände sind im handgepäck verboten, Cockpittüren werden gegen Einbruch von aussen verstärkt

Im Projekt-Jargon nennt man sowas "lessons learned".

Warum sollte man tausende Gebäude, Staudämme, AKW usw. gegen Flugzeugangriffe "absichern" wenn man die Ursache (Flugzeugentführungen) durch effiziente Sicherungsmassnahmen verhindern kann.
Allein der Vergleich der entstehenden Kosten beider Szenarien sollte eindeutig sein.
Weiterhin stellt sich die Frage, was genau Du mit "absichern" meinst.
Raketen? Dickere Wände?
 
[...] Hier tauchen auch wieder Widersprüche auf: Woher wusste der Terrorist, dass man das Gebäude auf die Art empfindlich schädigen gar zum Einsturz bringen kann (wenn es selbst der Architekt nicht wusste)?! Wollte er das Gebäude offenbar gar nicht zerstören?!
Er wusste es nicht und wollte das Gebäude beschädigen. Ich gehe davon aus, dass man, nachdem man das WTC gegen jede Bedrohung von der Erde aus inzwischen abgeschirmt hat, nun zeigen wollte, dass das "stolze" Gebäude und Symbol amerikanischer Omnipotenz doch verwundbar ist.

Wäre man nur auf immense Opferzahlen aus gewesen, hätte man sonntags ein paar Maschinen in Footballstadien fliegen lassen. Am besten noch zum Superbowl, wenn es auf allen Fernsehstationen übertragen wird.

Er hätte noch Sprengstoff mit an Bord nehmen müssen um auf Nummer sicher zu gehen - hat er aber nicht. [...]
Hat er erst gar nicht versucht. Er wäre damit nie und nimmer an Bord gekommen und hätte sich auf unverschämtes Glück verlassen müssen. Ok, bei 20 Versuchen kommt mit viel Glück vielleicht einer durch. Es mussten aber mehrere Flugzeuge entführt werden, jeweils von einem oder mehreren Terroristen. Ist doch klar, dass man da nix riskiert.

Man muss sie sie zumindest vor derartigen Angriffen abschirmen, wenn man sie schon nicht so stabil konstruieren kann.
Und das macht man wie? Also ein Riesenschritt wäre ja schonmal getan, alle innerstädtischen Flughäfen zu schließen und sie in das Umland zu verlagern. Auf die Art kann man sehr schnell ein "verirrtes Flugzeug" ausmachen. Aber sonst sehe ich wie komerzhasi nur Verschärfung der Auflagen beim Bodenpersonal, nicht bei den Architekten oder der Luftwaffe.
 
Selbst Du als Nicht-Architekt solltest doch soviel physikalisches Grundverständnis haben, dass beim Aufprall eines Körpers auf einen anderen Körper Energie fliesst.
Das ein Flugzeug nicht an der Aussenfassade des Gebäudes "abperlt" offenbart sich dabei selbstredend.
So ein Flugzeug ist im Vergleich zu einer Stahlbetonkonstruktion nur ein Kinkerlitzchen. Auch bei etwas höherer Geschwindigkeit ist immer noch die Masse des Gebäudes im Vergleich zur Masse des Flugzeugs entscheidend.
Bildlich gesagt kann man sich also mit jeder Geschwindigkeit den Schädel an einer Betonmauer einrennen ohne dass es der Mauer was ausmacht.

Warum sollte man tausende Gebäude, Staudämme, AKW usw. gegen Flugzeugangriffe "absichern" wenn man die Ursache (Flugzeugentführungen) durch effiziente Sicherungsmassnahmen verhindern kann.
Allein der Vergleich der entstehenden Kosten beider Szenarien sollte eindeutig sein.
Weiterhin stellt sich die Frage, was genau Du mit "absichern" meinst.
Raketen? Dickere Wände?
Absichern kann man auf vielfältige Arten und ich habe damit die derezitige Situation gemeint, wie du sie ja auch beschrieben hast.

Und das macht man wie? Also ein Riesenschritt wäre ja schonmal getan, alle innerstädtischen Flughäfen zu schließen und sie in das Umland zu verlagern. Auf die Art kann man sehr schnell ein "verirrtes Flugzeug" ausmachen. Aber sonst sehe ich wie komerzhasi nur Verschärfung der Auflagen beim Bodenpersonal, nicht bei den Architekten oder der Luftwaffe.
Ich stimme komerzhasi auch zu, dass andere Maßnahmen wohl zu teuer wären. Man könnte auch noch bei jedem Flug mit geeigneten Waffen ausgestattetes Begleitpersonal einsetzen.
 
[...] Ich stimme komerzhasi auch zu, dass andere Maßnahmen wohl zu teuer wären. Man könnte auch noch bei jedem Flug mit geeigneten Waffen ausgestattetes Begleitpersonal einsetzen.
Das wäre eine Variante. Allerdings ist das auch nicht das Gelbe vom Ei. Aus mehreren Gründen:

Wenn Du bewaffentes Personal in einem Flugzeug einsetzt, befinden sich Waffen in der Maschine (logisch). Das bedeutet nichts anderes, als dass der Träger auch entwaffnet werden könnte und die Waffe gegen ihn und den Rest der Besatzung und Passagiere eingesetzt werden könnte. Das Risiko ist viel zu groß, schon deshalb abgelehnt.

Zweitens denke ich an mein örtliches Ordnungsamt. Wie wichtig und groß sich kleine Männer vorkommen, wenn sie von einem Tonfa und Pfefferspray beschützt werden. Da schießen sie gern schonmal über das Ziel hinaus. Da hilft nur noch ein Rottweiler, damit sie wieder wissen, was sie doch für nutzlose Gestalten sind. Projezieren wir dieses Beispiel jetzt auf Amerika, wo jeder kleine Texaner gern mal John Wayne wäre. Dort langen auch die Cops ganz gern mal zu und das sind sogar Staatsbedienstete. Ich will nicht daran denken, was wohl ein Hilfssheriff, der ja nur eine 20-Cent-Marke trägt und bei einer Sicherheitsfirma angestellt ist, alles veranstalten könnte.

Und drittens ist der Kostenfaktor sicherlich wesentlich geringer, als jedes Gebäude in und um Großstädte Boeing-sicher zu machen, keine Frage. Aber dennoch erheblich teurer, als einfach mal dem Bodenpersonal zu sagen, dass bitte zukünftig auch keine Nagelfeilen, Schälmesser, Feuerzeuge und dergleichen an Bord genommen werden dürfen. Notfalls eben auch kein Handgepäck mehr. Vielleicht reisen wir bald alle nackt - was sowohl sehr reizvoll, als auch sehr abstoßend sein kann - in jedem Fall aber um einiges sicherer ;)

DocTrax, sieh' es ein: Terrorismus kann man nicht verhindern. Niemals. Man kann es bestenfalls den Terroristen so schwer wie möglich machen, aber niemals verhindern. Der Preis für eine Nahezu-Verhinderung wäre die totale Überwachung, Kontrolle und Dokumentation Deines Lebens, dessen Züge weit über das Maß eines Polizeistaates hinaus gehen würden. Dagegen würde jede Diktatur der Vergangenheit wie die Große Freiheit #7 aussehen. Ehrlich, dann lebe ich lieber mit der Gefahr und frage mich, wie man Terrorismus an der Wurzel bekämpfen kann: Was veranlasst jemanden dazu, sich und andere zu töten und was kann man tun, damit der daran kein Interesse mehr hat? Was kann ich tun, was kann mein Land tun, was kann Europa tun? Und damit die Frage: Welches Ziel verfolgt der Terrorist / sein Club?
 
[..] Und drittens ist der Kostenfaktor sicherlich wesentlich geringer, als jedes Gebäude in und um Großstädte Boeing-sicher zu machen, keine Frage. Aber dennoch erheblich teurer, als einfach mal dem Bodenpersonal zu sagen, dass bitte zukünftig auch keine Nagelfeilen, Schälmesser, Feuerzeuge und dergleichen an Bord genommen werden dürfen. [..]
ack

Was veranlasst jemanden dazu, sich und andere zu töten und was kann man tun, damit der daran kein Interesse mehr hat? Was kann ich tun, was kann mein Land tun, was kann Europa tun? Und damit die Frage: Welches Ziel verfolgt der Terrorist / sein Club?
Ich denke dem Terrorist ging es nicht darum zu zeigen wie gross Gott ist, sondern eher wie klein die Menschen sind, auch wenn sie auch ein so grosses Gebäude bauen. Aber gezeigt hat er letzlich nur dass der Mensch so wie er bauen kann auch wieder zerstören kann. Ist aber nur wieder Spekulation.

Das WTC eine Stahlbetonkonstruktion??? 8O

Vielleicht beliest Du Dich nochmal und erkennst selbst die Absurdität dieses Ammenmärchens. ;)
Zwischen den Trägern waren doch Betonplatten geschalt?!
https://www.bauen-mit-stahl.de/presse/WTC/20010926_01.html
 
Zwischen den Trägern waren doch Betonplatten geschalt?!
https://www.bauen-mit-stahl.de/presse/WTC/20010926_01.html


Den Beitrag auch gelesen?

bauen-mit-stahl.de (sic!!!) schrieb:
Der Bau der Zwillingstürme erfolgt vom zentralen Gebäudekern mit den Maßen 41 m x 26 m aus (Bild 4). Der Gebäudekern besteht aus einer Stahlkonstruktion, deren größtes Stützenelement 11 m lang und 55 Mp schwer ist. Mit dem Gebäudekern, in dessen Ecken vier Kletterkrane installiert sind, wachsen die vier tragenden Außenwände mit einer Seitenlänge von 63,5 m empor. Die Außenwände setzen sich aus vorfabrizierten, sich versetzt ineinander fügenden Wandelementen zusammen. Ihre Stützen werden verschweißt und die horizontalen Randbalken miteinander verbunden. Die größten Außenwandelemente sind 22 Mp schwer, 3 m breit und 7,5 m bis 11 m hoch, das heißt, sie reichen über zwei bis drei Geschosse *2).

Mit dem Höherklimmen von Gebäudekern und Außenwänden werden die Deckenelemente jedes Geschosses versetzt. Es handelt sich dabei um vorfabrizierte Elemente von 18 m Länge, 5 m Breite und 0.8 m Höhe, die sich stützenfrei vom Kern zu den Außenwänden spannen. Tragende Konstruktion bilden stählerne Fachwerkträger (Bild 5). Diese sind oben mit einer verlorenen Stahlschalung versehen. Nach der Montage werden die Decken mit einer Ortbetonschicht und einem Bodenbelag, auf der Unterseite mit einer Deckenverkleidung versehen. Die Kanäle für die Klimatisierung und die elektrischen Installationen sind in den Elementen bereits eingebaut und die Anschlüsse ausgespart. Dank dieser stützenfreien Ausbildung ist eine größtmögliche Flexibilität der einzelnen Geschosse gewährleistet.

"Stahlkonstruktion und gegossene Decken" sind was anderes als Stahlbeton.
 
OK, der Beton und der Stahl waren nicht direkt verbunden - die Konstruktion müsste aber ähnliche Eigenschaften gehabt haben.
Der Turm hatte übrigends eine 1000fach höhere Masse als das Flugzeug.
Nein, hat er nicht. Warum macht man sich wohl die Arbeit, Tonnenweise Bewehrungsstahl zu verbinden, und dann Kubikmeterweise beton in eine Verschalung zu kippen, wenn man auch einfach Stahträger verschweißen und dann ein bisschen Beton 'draufschaufeln kann? :roll:

Und die Masse ist irrelevant, weil die Türme ja nicht vom Flugzeug "umgeworfen" wurde, sondern als Folge der strukturellen Schäden, die (in geringem Maß) durch den Aufprall und (in ungleich höherem Maß) durch den Brand verursacht wurden.

Die Statik der Türme war grob gesagt so, das der Kollaps EINES Stockwerks schon zu einem Einsturz führen konnte.