News Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen: Ärzte schicken Eltern Brief mit Infos

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 21.05.2011 um 15:07:00 Uhr veröffentlicht:
Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen: Ärzte schicken Eltern Brief mit Infos
Shortnews

Da der Alkoholmissbrauch von Jugendlichen immer mehr zunimmt, haben sich die Rettungsdienste im Landkreis Oldenburg nun eine besondere Maßnahme überlegt. Bei jedem Jugendlichen, der alkoholisiert mit dem Rettungsdienst in die Klinik gebracht werden muss, bekommen die Eltern einen Brief mit Informationen. Im Landkreis Oldenburg mussten im letzten Jahr 776 Minderjährige durch den Rettungsdienst behandelt werden, weil sie sich Vergiftungen zugezogen haben. Die meisten waren alkoholisiert. Viele Eltern verharmlosen das Trinken bei ihren Kindern. Außer Verhaltensmaßnahmen für die Eltern, listet der zukünftig mitgegebene Brief auch die Gefahren und die Kosten auf, die der Krankenkasse entstehen, wenn ein alkoholisierter Jugendlicher mit dem Rettungsdienst in Krankenhaus muss.
 
Also Brief "mitgeben" - der landet dann doch eh in der Tonne und kommt nicht an...
Ich würde statt die Kosten aufzulisten gleich noch eine Rechnung dazupacken. Dann sollen die Eltern für den "harmlosen" Mißbrauch bezahlen. Ist gleichzeitig wieder gut für das Gesundheitswesen!
 
Gleich vorweg: Mein Beitrag steht weder PRO, noch CONTA saufen!

@smailies: Das find ich eine dumme Idee, weil;
(Meine Meinung/erfahrungen dazu):
saufen ist in gewisser Weise eine Sache des Gruppenzwangs, b.z.w. Gruppenzusammengehörigkeit
und wenn dann einer sagt:"Nein, ich darf nicht trinken, weil sonst schimpfen meine Eltern
und müssen wieder so viel zahlen", ist er für die längste Zeit der Trottel und Ars*h in seinem Freundeskreis.

Ich denke Jugendlichen/Kindern kann man 100 mal sagen, tu dies nicht, tu das nicht...
Sie müssen und werden ihre eigenen Erfahrungen machen.
Ich denke, dass viele mittlerweile übersensibel mit dem Thema umgehen("Horrormeldungen" in Medien)
und sehr schnell die Rettung(Ö)/Notarzt(D) rufen.
Früher haben sich die Jugendlichen auch angesoffen,
dann hat's halt von den Eltern derbe schimpfer gegeben und wenn man sich so ansäuft,
dass es einem so richtig grottig schlecht geht, dann sollte man seine Lektion gelernt haben...
So schnell passiert das nicht mehr...

Aber in einem gebe ich smailies recht.
Der Brief ist Papierverschwendung.
Naja, vielleicht hilft er den Eltern beim argumentieren...

Abschließend nochmal: Mein Beitrag steht weder PRO, noch CONTA saufen!
 
Ich sag dazu nur "Kenn dein Limit"....Wenn sich Leute in meinem alter so krass die Kante geben wollen, dann tun die das auch, egal was die Eltern sagen. Meine Eltern sind auch sehr empfindlich was das Thema angeht. (Zitat meiner Mutter:"Ein Bier reicht, maximal 2") Klar trinke ich mehr und gab auch schon den ein oder anderen Abend wo es mir richtig schlecht ging, aber daraus habe ich (und sollten andere auch) gelernt. Man sollte spätestens nach solchen Abenden doch wissen, wie viel man trinken kann und trotzdem nicht im KH landet.

Und wie gesagt wenn die Saufen wollen, dann saufen die, da bringt so ein blöder Brief nichts.
 
Also Brief "mitgeben" - der landet dann doch eh in der Tonne und kommt nicht an...
Mehr wird aber nicht gehen.
Ich würde statt die Kosten aufzulisten gleich noch eine Rechnung dazupacken. Dann sollen die Eltern für den "harmlosen" Mißbrauch bezahlen.
Das wird nach geltendem Recht nicht gehen, weil Eltern nicht für Ihre Kinder haften.

Wieso sollte ich dafür haften, wenn mein 17-jähriger Sohn meint, mal Komasaufen probieren zu müssen?

Und müssen dann Eltern demnächst für jede andere Dummheit ihrer Kinder auch zahlen?

Marty
 
...
Wieso sollte ich dafür haften, wenn mein 17-jähriger Sohn meint, mal Komasaufen probieren zu müssen?

...

Naja, wieso soll aber dann ich - über meine KK-Beiträge - für die Dummheit deines Sohnes blechen?
Nein, es ist mir klar, dass das nicht in allen Fällen geht - aber eine gewisse Eigenbeteiligung der Kinder könnte m.E. schon verlangt werden - zumindest für diejenigen, die >14 Jahre alt sind.
 
Naja, wieso soll aber dann ich - über meine KK-Beiträge - für die Dummheit deines Sohnes blechen?
Nein, es ist mir klar, dass das nicht in allen Fällen geht - aber eine gewisse Eigenbeteiligung der Kinder könnte m.E. schon verlangt werden - zumindest für diejenigen, die >14 Jahre alt sind.

Das ist nicht gut überlegt von dir, finde ich,
Denn warum soll die KK zahlen wenn ich einen Motarradunfall hatte?
Schließlich weiß doch jeder, dass Motoradfahren gefährlich ist...
Das ist in etwa das gleich Argument.
JA - leben kann tödlich sein!
 
DMH, ich will Dir nicht wirklich widersprechen, nur ist die Zahl derer, die genau solche "Freunde" haben, leider viel zu groß. Mindestens genauso groß ist die Zahl der schlechten Vorbilder allerorten.

Lachende, berauschte Partygäste (das Ende der Party mit den 3 Reihernden aufm Klo kriegen die Kids nicht mit)

Ellis hängen öfter mal besoffen aufm Sofa vorm TV und lachen über Mario Barth und anderen Schwachsinn, den man nüchtern gar nicht angucken würde.

Werbung für so ziemlich jede Alk-Art mit der Aussage, der Alk gehöre nicht nur zum Leben sondern würde auch noch dessen Qualität verbessern. Ganz besonders schlimm finde ich, daß ne Bier-Sorte die Formel 1 im TV "präsentiert".
 
Also bei uns in der Schweiz kann man den ganzen Spass selber zahlen. Magen auspumpen sind ca. 80.- Fr (60€) dann wird man noch einen Tag im Krankenhaus behalten 300.- Fr abgeholt wird man von den Eltern am nächsten Tag. Den Krankenwagen krigt man glaub ich geschenkt aber der würde auch nochmal ca. 1000.- kosten.

Edit: Wenn man es langsam angeht kann man eine menge Geld sparen :p
 
Ich würde statt die Kosten aufzulisten gleich noch eine Rechnung dazupacken. Dann sollen die Eltern für den "harmlosen" Mißbrauch bezahlen.

und wenn dann einer sagt:"Nein, ich darf nicht trinken, weil sonst schimpfen meine Eltern
und müssen wieder so viel zahlen", ist er für die längste Zeit der Trottel und Ars*h in seinem Freundeskreis.

Oder stell dir vor, die "Freunde" wollen nicht, dass er Ärger bekommt und die Eltern oder er selbst das blechen muss und deshalb wird gar kein Krankenwagen gerufen und was Schlimmeres passiert. 8O

Obwohl ich auch vermute, dass häufig vielleicht Magenauspumpen nicht unbedingt nötig ist, sondern dass ein bisschen Kotzen und Schlafen alles wieder richten würde... :shifty:
(Aber eben nicht immer, daher ist sicher sicher.)
 
lachen über Mario Barth und anderen Schwachsinn, den man nüchtern gar nicht angucken würde.

Sehr differenziert... :ugly:

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Vertreter einer gewissen Humorgruppe zu dummen Idioten zu machen ist primitiv ;). Ich finde Piercings auch abartig, das macht deren Träger aber nicht zu Gefahren der Gesellschaft (wie Alkis).

Werbung für so ziemlich jede Alk-Art mit der Aussage, der Alk gehöre nicht nur zum Leben sondern würde auch noch dessen Qualität verbessern. Ganz besonders schlimm finde ich, daß ne Bier-Sorte die Formel 1 im TV "präsentiert".

Und da sieht man nie Personen, die sich besinnungslos saufen, Alkohol wird das, was er sollte, genossen. Alkohol gehört zum Leben und kann dieses für viele verbessern. Genauso wie Spargel oder Cola.
Die Dosis macht das Gift.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, wieso soll aber dann ich - über meine KK-Beiträge - für die Dummheit deines Sohnes blechen?
Weil eine Versicherung eben manchmal auch Dummheit abdeckt. Du zahlst ja auch über Deine Autoversicherung für Leute mit, die nicht Einparken können und andere Autos beschädigen. Der Solidaritätsgedanke ist nun mal auch für die Dummen da.

aber eine gewisse Eigenbeteiligung der Kinder könnte m.E. schon verlangt werden - zumindest für diejenigen, die >14 Jahre alt sind.
Natürlich, da hätte ich doch auch nichts gegen. Aber Du hast ja nicht geschrieben, dass die Kinder die Rechnung zahlen sollen, sondern die Eltern.

Ein 17 jähriger kann doch selber haften, wenn er die Rechnung heute nicht bezahlen kann, dann vielleicht in 5 Jahren, wenn er Arbeit hat.

Marty
 
Weil eine Versicherung eben manchmal auch Dummheit abdeckt. ...

Dummheit - sei Recht, damit habe ich kein Problem. Mutwillen? Nein, und da es sich bei einem solchen Besäufnis meist nicht ausschließlich um Dummheit handelt - spätestens bei der 2. Einlieferung...

Natürlich, da hätte ich doch auch nichts gegen. Aber Du hast ja nicht geschrieben, dass die Kinder die Rechnung zahlen sollen, sondern die Eltern.

Ein 17 jähriger kann doch selber haften, wenn er die Rechnung heute nicht bezahlen kann, dann vielleicht in 5 Jahren, wenn er Arbeit hat.

Das wird aber rechtlich noch problematischer, da re dann ja als Minderjähriger "Schulden" gemacht hätte. Ansonsten ist mir klar, dass das in D nicht /nicht einfach umzusetzen ist. Die KKV zahlt sicher trotzdem bei Zahlungsunfähigkeit der Eltern...
 
Dummheit - sei Recht, damit habe ich kein Problem. Mutwillen? Nein, und da es sich bei einem solchen Besäufnis meist nicht ausschließlich um Dummheit handelt - spätestens bei der 2. Einlieferung.
Du meinst, sie saufen vorsätzlich exakt so viel, dass sie ins Koma fallen? In der Regel meinen die doch, sie vertragen noch was... um dann festzustellen, dass es nicht so ist. Aber ich habe noch keinen kennengelernt, der Absicht gesoffen hat, damit der Arzt kommt.

Das wird aber rechtlich noch problematischer, da re dann ja als Minderjähriger "Schulden" gemacht hätte.
Wieso wird das problematisch? Rechtlich dürfen Jugendliche doch auch Schulden machen.

Marty
 
Du meinst, sie saufen vorsätzlich exakt so viel, dass sie ins Koma fallen? In der Regel meinen die doch, sie vertragen noch was... um dann festzustellen, dass es nicht so ist. Aber ich habe noch keinen kennengelernt, der Absicht gesoffen hat, damit der Arzt kommt.

Mag sein, dass du das nicht so mitbekommst, weil du schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hast als ich (Nich böse gemeint), aber ich kenne genügend Leute die das darauf anlegen, zumindest saufen die absichtlich so viel das die auch mal in der Ecke hocken und zu nix mehr zu gebrauchen sind.

Und das die denken, die Vertragen noch was kann ich ebensowenig verstehen. Ich geb zu auch ich hab 2 mal von zu viel Alk gekotzt, aber dadurch habe ich meine Grenzen kennengelernt und weiß wie viel ich vertrage. Alle die sich jedesmal zum kotzen bringen...naja kann ich wirklich nur sagen: Dumm! Wie gesagt:"Kenn Dein Limit!"

MfG
Eidechse
 
Mag sein, dass du das nicht so mitbekommst, weil du schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hast als ich (Nich böse gemeint)
Meistens sagen Eltern ja "Wir waren früher anders, bei uns gab es das nicht"... Ich kann das nicht bestätigen, vor 20-25 Jahren waren wir ganz genauso.

Auch Ende der Achtziger gab es schon ständig Diskussionen, ob man Karneval Alkohol an Jugendliche geben sollte, jedes Wochenende minderjährige Alkoholleichen etc. Und bei uns gab es auch noch andere Drogen.

Und es war wie heute: Manche haben genug Grips, um ihre Grenze kennenzulernen, ohne sie zu überschreiten. Und manche rennen selbst dann noch mit dem Kopf gegen die Wand, wenn sie sich den Schädel schon blutig geschlagen haben. Aber Mangel an Einsicht ist ja trotzdem kein Vorsatz.

Marty
 
Vorweg, ich finde Alkohol ist wie jede Droge, vor allem jede gesellschaftlich anerkannte Droge ein schwieriges Thema. Man kann Alkohol geniessen, in geringer Dosierung, vor allem bei Weinen, soll es sogar gesundheitsfördernd sein.
Andererseits ist und bleibt Alkohol immer noch eine Droge, ein Suchtmittel und ein Gift.
Gesellschaftlich gesehen finde ich den ein oder anderen Absturz nicht schlimm, man sollte es nicht übertreiben, aber mehr als 2 Bier hat man doch oftmals weg... Vor allem wenns einem von Erwachsenen vorgemacht wird und in der Werbung oftmals der Genuss, auch der übermäßige (namhafte Biermarke wirbt mit im Klartext ausdrückt: wer viel säuft rettet die Welt respektive den Regenwald).
Man sollte also dem Jugendlichen zugestehen ein- oder zweimal nen richtigen Vollsuff zu haben ohne mit irgendwelchen finanziellen oder rechtlichen Konsequenzen belastet zu werden (man verstehe mich nicht falsch, sofern andere gefährdet werden siehst anders aus, aber wenn nur der RTW/Notarzt gerufen wird, was solls, auch dafür sind die da)... Und wer sich nicht schon gänzlich alle Zellen weggesoffen hat und auf Intensiv aufgewacht ist (Leute, dort gibt es keine Toiletten, man bekommt also von vornherein nen beschissenen Katheder gelegt), wird es sich zweimal überlegen ob er das nächste mal wieder so viel und hemmungslos trinkt.

Alle die sich jedesmal zum kotzen bringen...naja kann ich wirklich nur sagen: Dumm! Wie gesagt:"Kenn Dein Limit!"

Naja, das mit dem Erbrechen ist so eine Sache, ich kann aus Erfahrung sagen, es kann eine Erscheinung der Alkoholvergiftung sein, aber eher ist es dass man sich erbricht, weil man vorm saufen was falsches gegessen hat oder beim saufen zu viel durcheinander getrunken hat.
Wenn man bei einer Sorte Getränk bleibt, ist es eher selten, dass man sich erbricht.
Ich hab auch durchaus schon gekotzt, während ich noch geradaus laufen konnte nur, nur weil ich 3, 4 verschieden Sorten Alkohol durcheinander getrunken hab. Letztens reichte es mir fast nen Bierchen und nen kurzen Rum zu trinken. Kommt also nicht auf die Promille an, sondern generell wie man damit umgeht.
Und ich hab auch schon Leute gesehen, die ne Flasche Vodka gekippt haben und noch normal wirkten und andere, die 2 Bier getrunken haben und danach komplett weg waren.

Wie oben schon gesagt, Alkohol ist ein schwieriges und komplexes Thema.
Und jeder sollte seine eigenen Grenzen kennen.
Und ich persönlich würde bei einem Volltrunkenen zwar nen RTW rufen, aber mehr an Erstversorgung würde ich auch nicht leisten, da ich mich dazu nicht verpflichtet fühle. Wer aus eigenem Antrieb in eine "Notsituation" gerät, sollte in der Regel auch aus eigenem Antrieb wieder herausfinden
 
Ich gebe zu, mit dem BEgriff "Vorsatz" - also keine Ahnung, ob das rechtlich zutrifft oder nicht.

Aber dann könnte man doch einen Stufenplan machen:

1x: Benachrichtigung der Eltern mit Kostenaufstellung und Androhung der in Rechnung Stellung
2x: Rechnung über beide Behandlungen
ab 3x: "Einfache" Rechnung (Evtl. können die Eltern bei Minderjährigen zusätzlich wegen Vernachlässigung Schutzbefohlener belangt werden.)
 
Das ist sicher richtig. Unsere Jugendzeit war auch nicht ohne möchte man heute aber lieber vergessen meine war so vor 10 Jahren zumindest die Höhepunkte.
Kiffen,saufen,Rauchen bis der Arzt kommt und noch ne bunte Tablette mit nem Smilie reinwerfen weils dann so richtig schön knallt.

Prävention gabs damals auch schon haben alle drauf gepfiffen. Einige meiner schulfreunde haben sich nach den weichen Drogen auch mit der Spritze angefreundet und wenn sie nicht nicht gestorben sind 3 sind es tatsächlich haben sie sich mit Krankheiten wie HIV,hepatitis und Co angesteckt.

von Harten Drogen hab ich die Pfoten gelassen mal gekifft aber auch nur ein Paar mal in 10 jahren kanns an einer hand abzählen. (ja wirklich).
Hab auch meinen Krankenwagen für mich alleine bekommen ,war nicht witzig einmal hat gerreicht.
Ab und an übernachte ich mal auf ner Parkbank wenn der heimweg zu lange wird.

Ein kumpel fuhr mit seinem Auto auch besoffen durch die Gegend.
Sicher vollkommen verantwortlungslos ist aber nie was passiert ,bis auf seiner Geburtstagsfeier.
Nachdem alle Gäste gegangen waren hat er mit seinem Auto eine Runde um den Block zurückgelegt.
Ergebniss keine Verletzte dafür 2 Autos totalschaden.
hat wohl insgesamt 25.000 euro gekostet mit 2 Promille.


Ich denke einige Leute müssen solche Erfahrungen sammeln vermutlich eher mehr die Minderheit aber das kommt in der BLÖD Zeitung dann nicht scharf genug rüber.