Wenn deine Stimme vorher eine von knapp 50 Millionen war und nun eine von 500 Millionen nimmt die Gewichtung der Interessen der Indididuen doch bereits ab und dadurch auch die Demokratie.
Das ist in einer Demokratie nunmal so. Auch in kleinen Gruppen. War man vorher zu dritt, wog die eigene Stimme 33%. Kommt einer dazu, nur noch 25%. So ist das nunmal. Trotzdem ist ja entscheidend, was die Mehrheit will. Und die Mehrheit (also >50%) von 50 Millionen ist bei 500 Millionen oder 5 Milliarden noch immer die Mehrheit :)

Allerdings wird es schwieriger, eine Mehrheit zu finden. Womöglich ist die Demokratie für solche großen Mengen an Menschen auch gar nicht mehr geeignet. Gut ist allerdings, dass es in einer (echten) Demokratie keine Bestechung geben kann, denn die Volksvertreter wären nur die Exekutive des Volkes. Und ein ganzes Volk zu bestechen wird nicht nur schwierig, sondern auch verdammt teuer.

Viel wichtiger wäre mir aber erstmal, dass uns hier nicht das gleiche Schicksal blüht, wie etwa Ägypten. Und dass wir nicht von hinten bis vorne überwacht werden wie etwa die Amerikaner oder Engländer. Dass wir nicht noch mehr Gesetze, Verordnungen und, meist damit einhergehend, Abgaben übergebraten bekommen. Und dass man vielleicht mal anfängt, die eigene Rolle in Europa zu überdenken.

Man wählt sich seine Vertreter immer selbst. Wenn niemand die Arschkriecher nach vorne bringen würde, dann würden diese auch nicht nach oben kommen. Dafür reicht aber wählen nicht aus. Wenn alle, die sich beschweren, sich politisch in Parteien engagieren würden, dann würden die Lackaffen auch alle nicht mehr hoch kommen.
Absolut richtig. Mir persönlich würde es allerdings als ersten Schritt völlig reichen, wenn die Leute nicht mehr (nur) nach Sympathien oder aus Tradition, sondern nach Programmen und Verstand wählen würden. Das könnte natürlich auch schnell zu Chaos führen, wenn eine Partei wie etwa die Piraten oder die AfD vo heute auf morgen die absolute Mehrheit bekämen und de facto gar nicht regierungsfähig wären. Aber für den Fall kann man sich ja in Italien anschauen, wie es geht.

Sprachen kann man ebenso wie Währungen abschaffen. Gibt da ein elegantes Mittel. Einfach das Volk übergehen und machen ;)
Also bei Währungen, Steuern, Gesetzen, ... geht das. Bei Sprachen und Traditionen nicht. Zumindest nicht so schnell. Die Kirche hat lange gebraucht, um das "Heidentum" auszurotten. Noch heute erleben wir in Europa im Grunde eine Mischform aus alten Bräuchen, Redensarten und der jüdischen/christlichen Religion. Und die Kirche ist da um einiges massiver und brutaler vorgegangen, als es heute möglich wäre.

Sprachen sind immer lebendig und verändern sich ständig. Aber das geht von denen aus, die eine Sprache sprechen und benutzen, nicht von irgendwelchen Kloppsköppen, die das so wollen. Wir erleben ja derzeit schon, dass die Unterschicht einen anderen Dialekt spricht, als der Mittelstand und die Oberschicht. Dieser vor allem türkisch geprägte Dialekt (es gibt dazu sogar schon ein, hoffentlich scherzhaft gemeintes, Wörterbuch) wird vom Pöbel dieser Tage bevorzugt gesprochen und ich schwöre Dir (nicht: "ich schwör, alda"), dass ich mir diese Scheiße nicht zu Eigen machen werde, auch nicht wenn die Grünen das als Gesetzesvorlage einbringen würden und es so beschlossen würde. Ebenso wird mich keiner mit Gewalt zu einem Christen, Muslim oder sonstwas machen. An wen oder was ich glauben möchte, bleibt meine Angelegenheit. Und wenn in Schulen kannakisch unterrichtet würde und meine Kinder am Islamunterricht zwangsweise teilnehmen müssten, dann würde ich dieses Land auf kürzestem Wege verlassen, denn dann habe ich hier nichts mehr zu schaffen. Und ich denke, ich wäre gar nicht allein.

Ein Großstaat wird niemals deinen Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit decken.
Am ehesten wohl ein großer Staat. Ein kleiner kann sich das gar nicht leisten.

[...] Die ärmeren Länder sind in Überzahl und werden dann immer dafür sorgen, dass die großen Länder schwächer werden um selbst stärker zu werden.
Das hängt ja in erster Linie davon ab, was die EU noch so veranstaltet. Erleichterter Handel, offene Grenzen und so weiter sind für mich Teil der EU. Deutschland als die Mutterbrust Europas hingegen nicht. Bilaterale Verträge, Zusammenarbeit in diversen Bereichen (auch bei Steuerflüchtlingen) sind für mich Teil der EU. ESM und Euro nicht.

Es ist eben die Frage, was man aus Europa macht.

Wahlen sind weniger wichtig als das direkte Einbringen in die Politik. Dein Ziel sollte eher sein dein unmittelbares Umfeld dazu zu bewegen ihre Region mitgestalten zu wollen und das nicht nur alle 4 Jahre durch eine einzelne Stimme, die immer weniger Wert hat.
Du weißt doch ganz genau, wie Politik in Deutschland gemacht wird. Um etwas zu verändern muss man eine eigene Partei gründen. Die muss sich über Jahrzehnte Vertrauen aufbauen. Und selbst dann ist es kein Garant dafür, dass sie jemals in die Regierungsverantwortung kommt.

Sich in einer großen Volkspartei zu engagieren bedeutet vor allem in Ärsche zu kriechen. Dort wird man nur was, wenn man "Everybody's Darling" ist und mehrheitlich gewählt wird. Ist man gegen etwas, bleibt man ein kleines Licht. Ist man gegen fundamentale Entscheidungen und Ziele, wird man sogar aus der Partei geschmissen. Dazu kommt, dass man nach einer gewissen Zeit in einer Partei betriebsblind und verbohrt wird, ja sogar realitätsfern. Weil man sich halt nur mit Leuten umgibt, die genauso ticken wie man selbst. Ein ganz schlimmer Fehler, aber den macht wohl jeder.

In einer echten Demokratie sind Parteien nicht nur überflüssig, sondern kontraproduktiv. Hier wären die Volksvertreter nur "Angestellte des Volkes", die unanbhängig von ihrer eigenen Überzeugung und Ansichten den Willen des Volkes durchzusetzen haben. Dafür werden sie auch bezahlt und sie selbst hätten selbst nur einen sehr geringen Ermessensspielraum. Aber dazu müssten sie sich erstmal als "Vertreter des Volkes" fühlen und nicht als Herren. Und das ist noch ein sehr langer Weg.
 
:LOL:
Aber auch das gehört zu einer Demokratie. Wenn die Mehrheit des Volkes das wünscht, muss meine Frau halt das Land verlassen. Natürlich würde ich dann mit gehen und mich anderenorts niederlassen. Zum Glück habe ich ja einen Beruf, den man überall auf der Welt dieser Tage braucht, daher mache ich mir da keine Gedanken weiter. Außerdem hätte ich dann wohl auch schlagartig keine Bindung mehr an dieses Land. Ich würde mich vielleicht heimatvertrieben fühlen, aber das haben schon andere vor mir durch machen müssen.

Erstmal wäre allerdings mein Ziel, das zu verhindern. Und dafür ist es nicht nötig, über die Nazis der NPD herzuziehen und sie im Fernsehen bei jeder nur passenden Gelegenheit zu verscheißern, sondern vor allem mal, mit den Leuten zu reden. Nicht mit Steinen und Molotovcocktails, wie es die bescheuerte Antifa zu tun pflegt, sondern Ihnen mal klar zu machen, dass sie mit ihrem Tun und ihrem Denken Deutschland schaden statt helfen. Wenn ihnen das egal ist, dann sind sie auch keine Patrioten, sondern einfach nur Rassisten. Und mit denen hat jedes Land der Welt zu kämpfen, allen voran die USA. Aber so lange die sich im Bundesdurchschnitt unter der 1%-Marke bewegen (bei 60 oder 70% Wahlbeteiligung!), sind die für mich kein Problem. Und auch nicht mehr für den Staat, denn man hat jetzt ja die Al Quaida für sich als Feindbild entdeckt (übrigens witzig, wie ausgerechnet jetzt, wo der NSA-Skandal noch immer frisch ist, plötzlich die Informationen über geplante Anschläge auf Züge in Deutschland und Europa von der NSA kommen, die sie durch Abhören von Telefonaten gesammelt haben wollen :D :D :D )
 
Und denkst du bei der AfD wird es anders sein? Die werden keine Skandale und "Leichen im Keller" haben? Vielleicht im Moment nicht, da sie noch relativ jung sind. Ein Keller ist vorhanden und der wird sich wie bei anderen Parteien auch füllen.
Wer wie die AfD mit Unterstützern wirbt, die das Abschaffen des passiven Wahlrechts von sozial Schwachen befürworten, oder die den Organhandel (an einer Börse) erleichtern wollen, damit - wer finanziell nicht so gut dasteht - seine Familie untersrützen kann; der hat zumindest schon Untote im Keller.
 
Die Angriffe linker Idioten auf die Afd häufen sich... Höhepunkt bisher war gestern der Angriff auf Bernd Lucke auf einer Parteiverantaltung... Wenn 20- 25 Neonazis die Wahlkampfveranstaltung der Linken gestürmt hätten und ein Mitglied mit einem Messer verletzt hätten und insgesamt 16 Verletzte zu beklagen wären (darunter 2 Kindern), dann will ich mal den Aufschrei in den Medien hören... So wird es aber in den Tagesthemen nicht einmal erwähnt... Nicht umsonst hat Peter Scholl Latour letzten Donnerstag bei Maybritt Illner gesagt, dass wir uns schon in einer postdemokratischen Phase befinden, weil die Medien zuviel Macht besitzen...

Naja, hier mal der Wahlwerbespot der AFD: https://www.youtube.com/watch?v=2cZ_ikZzhmg

Insgesamt wird die AFD in Wahlumfragen extrem benachteiligt... Man müsste eben auch mal das Geld verschwenden und (wie die anderen Parteien) selbst die Umfrageinstitute bezahlen... ^^

Hier dazu der Forsa-Chef, der seinen Zahlen selbst nicht traut: https://www.handelsblatt.com/politi...-bei-der-afd-ist-vieles-moeglich/8672248.html
 
Unser demokratisches System gewährt jeder nicht verbotenen Vereinigung die Möglichkeit, sich zur Wahl zu stellen. Wird sie gewählt, nimmt sie entweder als Beteiligung an der Regierung oder der Opposition am politischen Entscheidungsfindungsprozess teil.

Ende der 1980ern wurden in die Bremer Bürgerschaft sowohl Mitglieder der GAL (Grüne Alternative Liste) als auch der Neo-Nazis (NPD/DVU/Reps oder Ähnliches) gewählt. Beide Parteien traten durch gewalttätige und verfassungsrechtlich bedenkliche Aktionen in der Öffentlichkeit auf. Als die gewählten Neo-Nazi-Abgeordneten bei der ersten Sitzung der Bürgerschaft ihre Plätze einnehmen wollten, wurde ihnen der Zugang zum Sitzungssaal durch die GAL-Abgeordneten verwehrt.

Ich war damals Studentin in BaWü. In einer VWL Vorlesung wurde über die Wahl in Bremen und die Aktionen zur Eröffnungssitzung "diskutiert". Nach wie vor bin ich der Meinung, dass man einem gewählten Abgeordneten, egal wie umstritten er sein mag, den Zugang zum Sitzungssaal nicht verwehren darf. In der Vorlesung waren auch auch 2 GAL-Sympathisanten vertreten. Für sie war ich, da ich die Blockadeaktion der GAL für falsch hielt, ein Feind. "Schwarzbraun ist die Haselnuss" und Ähnliches, wann immer ich den beiden GALern auf dem Campus begegnete.

Wenn heute von gewalttätigen Aktionen der Grünen Linken in Bremen gegen den AfD berichtet wird, glaube ich das. Oder hat der ehemalige KPDler Jürgen Trittin etwa gegen das Verhalten der Grünen "Jugendorganisation" protestiert?
 
Es geht nicht darum, OB, sondern WAS genau passiert. Ich meine, es ist schon interessant, das die AfD hier offensichtlich versucht hat, Meinungen zu beeinflussen. Nicht gegen Linke, sondern für sich selbst. Na gut, sie haben auch noch Glück, das die "üblichen Verdächtigen" auch noch unreflektiert in ihrem Sinne berichten...
 
Es geht nicht darum, OB, sondern WAS genau passiert. Ich meine, es ist schon interessant, das die AfD hier offensichtlich versucht hat, Meinungen zu beeinflussen. Nicht gegen Linke, sondern für sich selbst. Na gut, sie haben auch noch Glück, das die "üblichen Verdächtigen" auch noch unreflektiert in ihrem Sinne berichten...

Und warum geht es genau um das was? Die Polizei meldet etwas, die Medien geben dies weiter. Fazit ist nun mal aber, dass der Wahlkampf aktiv gestört wurde. Und das sollte in einer Demokratie nicht geschehen.

P.s. Auf dem Video sieht man übrigens 6 vermummte. 2 auf der Bühne und 4 hinten Links im Hintergrund (https://www.youtube.com/watch?v=DqALImi0sh0 Bei 16 Sekunden kannst du pausieren), die den Weg frei halten. Ob noch mehr da waren kann man anhand des Videos gar nicht beurteilen, da da ja überall Leute zwischen sitzen und die Sicht versperrt ist. Und wenn du schon in einer ruhigen Minute den Sachverhalt nicht richtig deuten kannst, dann frag ich mich, wie das prompt sofort da vor Ort richtig gedeutet werden sollt?

Aber noch mal. Es sollte eigentlich egal sein ob 1, 2 oder mehr Leute. Es sollte egal sein, ob es hier die AfD war oder die Linkspartei oder irgendeine andere Partei. Gewalt ist nie der richtige Weg und der Wahlkampf darf niemals gestört werden.
 
....Aber das alles unterstreicht doch eigentlich nur das, was ich sage: Man kann Europa nicht "ungeschehen" machen. Auch ein AfD kann das nicht. Ginge es mit einem Knopfdruck, würde ich persönlich sogar lieber gestern als heute den Knopf drücken. Da es nicht geht, sucht man neue Wege zurück. Und diese Wege halte ich für falsch. Es gibt andere, die ich eher gehen würde. Im Augenblick ist der Weg, den ich präferieren würde jener, den Dirk Müller vorschlägt. Dieser Weg muss nicht der beste oder die einzige Alternative sein, aber er erscheint mir persönlich gangbar. Nur sagt da eben keiner, dass die Länder Europa verlassen sollen.

Und ich persönlich denke auch, dass der Euro scheitern wird, weil es nicht anders geht. Aber Europa als Wirtschaftskonstrukt erhält nach wie vor von mir das Prädikat "große Scheiße", aber dennoch kann man es nicht einfach wieder rückgängig machen...

Dirk Müller (Mr. Dax) sympathisiert übrigens mit der AfD, auch wenn er mit dem gesamten Wahlprogramm nicht konform geht...

https://www.youtube.com/watch?v=56DmZWmR1sc


Wer wie die AfD mit Unterstützern wirbt, die das Abschaffen des passiven Wahlrechts von sozial Schwachen befürworten, oder die den Organhandel (an einer Börse) erleichtern wollen, damit - wer finanziell nicht so gut dasteht - seine Familie untersrützen kann; der hat zumindest schon Untote im Keller.

Quellen?
 
Dirk Müller (Mr. Dax) sympathisiert übrigens mit der AfD, auch wenn er mit dem gesamten Wahlprogramm nicht konform geht...

https://www.youtube.com/watch?v=56DmZWmR1sc

Ich kenne ja die Meinung des Dirk Müller. Das, was er beschreibt, ist Gang und Gäbe in Deutschland. Aber nicht nur hier, sondern weltweit. Politisch unbequeme Leute werden mundtot gemacht oder weggesperrt. Das war schon immer so, ist nach wie vor so und wird immer so sein. Auch in dieser Übergangsgesellschaft, die wir fälschlicherweise "Demokratie" nennen. Die rechte Ecke und die Spinner-Ecke sind eben hierzulande die moderne Form der Inquisition. Das ist aber nicht neu und daher auch wenig überraschend. Insofern halte auch ich es für eine Sauerei, wenn man nun dem AfD bewusste Verbindungen zur rechten Szene andichtet, um schon am Anfang ihren Ruf zu versauen. Aber ich bin auch gegen Hexenverbrennung und gegen "Du sollst keine anderen Götter haben nebem mir". Deswegen bin ich nach wie vor auch gegen ein Verbot der NPD, auch wenn ein eventueller Wahlsieg dieser Partei mich zum sofortigen Verlassen meiner Heimat animieren würde. Aber das ist ein anderes Thema...

Dirk Müller sollte sich allerdings davor hüten, sich selbst in die Politik einzumischen. Er ist inzwischen zu einer Instanz geworden, was die Marktbeurteilung angeht. In dieser Funktion kann er gern vor den Gefahren warnen, die der Euro für Europa und die Menschen bringt. Er kann auch den Markt analysieren und Tipps geben, wie jeder das Gros seines Vermögens (groß oder vor allem auch klein) durch eine möglicherweise schon bald kommende Krise retten kann.

Natürlich kann er auch gern darüber reden, wie der Euro Europa spalten wird und wer vom Zusammenbruch Europas profitieren wird. Damit mischt er sich aber gezielt in die Politik ein. Das verärgert natürlich die Herren der Länder, die davon profitieren (die Griechen, Iren und Portugiesen wohl eher nicht). In der Folge muss er eben auch damit rechnen, diffarmiert zu werden - wie eigentlich jeder, der berechtigte Kritik an ihnen übt. Übe ich Kritik an der Politik, interessiert es keine Sau. Aber ein Dirk Müller ist nunmal durch seine Popularität auch mächtiger als ich. Auch der schwule Lucke. Und da versucht man natürlich von allen Seiten, gerade auch vor dem Wahlkampf, schmutzige Wäsche zu waschen.

Ich selbst gebe absolut nichts darauf, wenn jetzt vor dem Wahlkampf der AfD mit der rechten Szene in Verbindung gebracht wird. Ich würde auch völlig überhören, wenn man jetzt auf einmal hören würde, dass der Lucke in irgendwelchen zwielichtigen Geschäften verstrickt wäre oder sonstwas, was den Ruf einer Person/Partei ruinieren soll. Aber ich mache mir durchaus Gedanken darum, was die Konsequenz dessen wäre, wenn der AfD bekommt, was er will. Und ich frage mich, ob der AfD überhaupt in der Lage wäre, das durchzusetzen. Die absolute Mehrheit werden sie nicht bekommen, was angesichts ihrer Personalien auch nicht zu wünschen wäre. Als Opposition stehen sie weitestgehend allein da.

Was sie aus meiner Sicht machen sollten ist, einen Verein zu gründen. Es wird genug Wähler anderer Parteien geben, die auch berechtigte Zweifel am Euro haben werden und die die Meinung des AfD teilen, sie aber deswegen noch lange nicht wählen würden. Auch Nichtwähler haben Angst vor einer Krise und ihr Hab und Gut zu verlieren. Der AfD wird nie und nimmer genug Stimmen bekommen, um einen nennenswerten Einfluss auf die Politik zu haben. Aber sie können Einfluss nehmen, indem sie sich um die Menschen kümmern. Darüber würden sie auch eine gewisse Macht erlangen und bei entsprechend hoher Mitgliederzahl (und Vermögen) auch Einfluss auf die Politik nehmen können.

Ich habe ja leider nur eine Stimme und die möchte ich nicht verschenken. Aber ich würde vielleicht sogar Mitglied eines AfD.e.V. werden, wenn sie mir einen Mehrwert bieten können.
 
Und warum geht es genau um das was? Die Polizei meldet etwas, die Medien geben dies weiter.

Die Polizei hat das gemeldet, was die AfD zu Protokoll gegeben hat. Und das entsprach, offensichtlich, nicht den objektiven Tatsachen.

Damit relativiere ich diesen Übergriff aber nicht.
Es geht mir darum, das eine Partei, die sich selbst als Gralshüter der wirtschaftlichen Wahrheit geriert, auch bei anderen Dingen tunlichst bei den Fakten bleiben sollte, ansonsten wird man schnell unglaubwürdig...

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-09/afd-angriff-bremen-polizei
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Polizei hat das gemeldet, was die AfD zu Protokoll gegeben hat. Und das entsprach, offensichtlich, nicht den objektiven Tatsachen.

Vorletzte Abschnitt deiner Quelle.
Deren Sprecher Passade bestreitet, dass sich die Polizei allein auf AfD-Angaben verlassen habe. So gehe die zunächst genannte Störerzahl auf Beobachtungen von Beamten zurück.

Es geht mir darum, das eine Partei, die sich selbst als Gralshüter der wirtschaftlichen Wahrheit geriert, auch bei anderen Dingen tunlichst bei den Fakten bleiben sollte, ansonsten wird man schnell unglaubwürdig...

O.k. teste du das mal. Lasse zwischen 5 und 10 Bekannte von dir deine Wohnung stürmen und Pfefferspray versprühen. Ich bin gespannt, wie schnell du alles wahr nimmst. Nach einem Überfall werden Zeugenaussagen vernommen, diese Schildern nun mal das Geschehen so, wie sie es wahr genommen haben. Die Polizei gibt diese Meldung bei öffentlichem Interesse scheinabr weiter. Sollen die AfD'ler sich nun weigern erste Eindrücke zu schildern, weil dies nur Eindrücke sind, die noch nicht verifiziert sind? Wäre sehr unüblich oder nicht?

Und wie gesagt. Du hast nur 2 Leute gesehen und konntest in Ruhe von Außen alles verfolgen. Ich denke du hast bei Sekunde 16 mittlerweile die weiteren Personen gesehen.
 
Ich habe dazu mal was gefunden:

TAZ (auch wenn ich sonst kein Fan dieser Quelle bin)

Was den freien Organhandel angeht - das geht auf den Peter Oberender zurück. Die Gefahr: Sobald der freie Organhandel etabliert wurde, kann und wird der Staat nicht nur das Barvermögen (einschließlich von Aktien, Lebensversicherungen und so weiter) zur Anrechnung bringen, sondern den Körper des Betroffenen selbst.

Nun muss man unsere Volksvertreter für abartig genug halten, damit die das beschließen. Mich fragt man besser nicht danach, ob ich es für möglich und denkbar halte.

Von der Abschaffung des Wahlrechtes für sozial Schwache habe ich noch nichts gehört, halte ich für Propaganda gegen die AfD. Das geht wohl darauf zurück, dass die AfD eher den Markt in das Zentrum der Politik stellt, statt den Menschen. So könnte man jedenfalls ihr Wahlprogramm interpretieren. Könnte man das der Union allerdings auch und das ganz problemlos.

Die AfD leidet darunter, dass sie Unterstützer und Mitglieder haben, die keinen astreinen Lebenslauf vorweisen können und zum Teil ganz schön krude (wenn nicht sogar feudalistische) Ansichten zum Besten geben. Das haben andere Parteien auch, aber die verstecken die Leute besser oder schmeißen sie gleich ganz raus.

Außerdem ist gerade Wahlkampf; seit neuestem kramt man da sogar noch uralte Geschichten hervor und erpresst die Spitzenkandidaten. Irgendwie witzig, wir scheinen uns tatsächlich gesellschaftlich zurückzuentwickeln.
 
wir sind doch keine Haftungsunion (siehe Vertrag von Maastricht) und den Südstaaten durch die harten Sparmaßnahmen in ihrer Lebensqualität zu diktieren, führt unweigerlich zu Bürgerkriegen.
Was ist denn die Alternative? Die Staaten pleite gehen lassen (was sie ja letztendlich schon sind)? Dann würde die Pleite statt der Sparmaßnahmen die Lebensqualität "diktieren" und unweigerlich zu Bürgerkrieg führen. Damit gewinnen die Menschen da und auch wir nichts.