News 61-Jähriger missbrauchte Neunjährige jeden Morgen im Schulbus

@tH: Erwachsene nehmen in der Regel den Bus, der kommt. Oder bleibst du an der Haltestelle stehen, wenn zu viele Schulkinder im Bus sitzen?
 
@tH: Erwachsene nehmen in der Regel den Bus, der kommt.
Sagt ja keiner das Gegenteil. Ich sag nur, dass die Kiddies alle hinten sind und die Erwachsenen lieber vorne stehen, als sich hinter ins Gedränge zu begeben und da auf (erfolglose) Sitzplatzsuche gehen.
Oder bleibst du an der Haltestelle stehen, wenn zu viele Schulkinder im Bus sitzen?
Wenn ich Spiel hab - und ich fahr immer so, dass ich mindestens 2 Verbindungen verpassen oder mir wegen Unfähigkeit der VAG/EStW Anschlüsse davonfahren können -, dann lass ich auch mal einen Bus fahren, wenn es wirklich extremst is.
 
Sagt ja keiner das Gegenteil. Ich sag nur, dass die Kiddies alle hinten sind und die Erwachsenen lieber vorne stehen, als sich hinter ins Gedränge zu begeben und da auf (erfolglose) Sitzplatzsuche gehen.
Und genau dann muß es doch auffallen, wenn zwischen den ganzen Kindern ein alter Mann sitzt!
 
Womit wir wieder bei der Frage wären, ob man den Mann nun beobachten muss (sollte), weil er zwischen den Kindern sitzt.
 
Und genau dann muß es doch auffallen, wenn zwischen den ganzen Kindern ein alter Mann sitzt!
Yep, zum Beispiel: Hach, da schafft der Opa seine Enkelin jeden Tag zur Schule....

Natürlich kann einem so was auffallen, die Frage ist doch aber, ob man dann an Kindesmißbrauch denkt. Wenn ja, finde ich das nicht normal (zumindest bis man von diesem Vorfall gehört hat).
 
Nur verstehe ich den Vergleich in diesem Fall nicht wirklich.
Und jetzt?

Ist es nicht ein Unterschied ob man sich in einem Streit bei Jugendlichen oder ähnliches einmischt oder einem älteren Mann anspricht?
Nee, was sollte das für einen Unterschied machen?! Machts für Dich einen?

Nochmal zum Mitschreiben: Ich denke viele haben es gesehen und keiner hat was getan aus Angst irgendwie in Verlegenheit zu kommen. Dafür spricht, dass das Mädchen sich nicht beklagt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Ordnung. Dann dürfte Dir vielleicht so etwas auffallen. Aber müssen, oder sollten das denn alle Fahrgäste tun? Also auch die, die ein Buch spannender finden als andere Mitfahrgäste?

Ist es nicht das was eigtl. immer gewollt ist, das wir Menschen Acht auf andere Menschen nehmen. Wir sehen es ja immer wieder, Menschen die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen wollen. Es ist ja nicht nötig jemanden anzustarren, aber ein wenig mit offenen Augen durch die Welt gehen muss schon sein.
 
Wenn ich es tatsächlich sehe, stimme ich Dir vollkommen zu.

Nur ist es aus meiner Sicht noch nicht verdächtig, wenn ein älterer Herr neben einem kleinen Mädchen sitzt.

Insofern weiß ich nicht, warum ich nicht weiterhin meine Bücher im Bus lesen soll. (und dementsprechend von den Handlungen nichts mehr mitbekomme)
 
Ganz im Ernst, ich lebe sehr viel lieber in einer Welt, in der nicht jeder jeden ahndungsvoll anschaut, und sei es noch so kurz, nur um im Falle des Falles eingreifen zu können...ich finde es sehr viel angenehmer, wenn sich jeder primär nur um sich kümmert...
 
Im geschilderten Fall bin ich, wie Du gemerkt haben dürftest, Deiner Meinung.

Deinen letzten Satz (Halbsatz) mag ich aber trotzdem nicht unterschreiben.
 
Ganz im Ernst, ich lebe sehr viel lieber in einer Welt, in der nicht jeder jeden ahndungsvoll anschaut, und sei es noch so kurz, nur um im Falle des Falles eingreifen zu können
Die Augen offen zu halten ist noch meilenweit weg von Misstrauen.
ich finde es sehr viel angenehmer, wenn sich jeder primär nur um sich kümmert...
... und die, die sich nicht wehren können, warten vergeblich auf Hilfe.
 
Was genau bedeutet denn Deiner Ansicht nach "Augen offen halten"?
Auf kleine Hinweise achten, die es immer gibt - (gilt vor allem für Leute, die regelmäßig im selben Bus fahren). Unterhalten sich die beiden? Wirken sie miteinander vertraut? Scheint sich das Kind wohl zu fühlen? Wie verabschieden sie sich von einander? Das sind Kleinigkeiten, klar. Und keiner wird auf den ersten Blick einen Missbrauch erkennen. Aber das über Monate niemand was gemerkt haben will, kann ich nicht nachvollziehen.
Wir reden über einen öffentlichen Ort, der einer großen Zahl von Personen zugänglich ist. Und ein Teil von Zivilcourage ist eben, seine Umwelt wahr zu nehmen - auch, ohne zu schnüffeln.
 
Aber diese Kleinigkeiten, wie Du sie ja selbst nennst, kann ich doch nur erkennen, wenn ich mir die beiden jeden Tag angucke, oder liege ich da falsch?

Es sei denn natürlich ich mache mir direkt Gedanken über das Thema, wenn ich einen älteren Mann (Wann genau beginnt das eigentlich) neben einem kleinen Mädchen (Wann genau hört das eigentlich auf) sitzen sehe...
 
Auf kleine Hinweise achten, die es immer gibt - (gilt vor allem für Leute, die regelmäßig im selben Bus fahren). Unterhalten sich die beiden? Wirken sie miteinander vertraut? Scheint sich das Kind wohl zu fühlen? Wie verabschieden sie sich von einander? Das sind Kleinigkeiten, klar. Und keiner wird auf den ersten Blick einen Missbrauch erkennen.

Wem fällt was auf?

Und ein Teil von Zivilcourage ist eben, seine Umwelt wahr zu nehmen - auch, ohne zu schnüffeln.

Also entschuldige mal. Aber ohne zu "schnüffeln" fallen dir die oben beschriebenen Kleinigkeiten bestimmt nicht auf.

Außerdem ist eben wirklich das enorm große Problem: Sie hat sich nicht gewehrt. Daran sollte man arbeiten. Zivilcourage hier zu fordern ist meiner Meinung nach Schwachsinn. Oder soll ich jede ältere Person, die mi einem Kind läuft, wobei das Kind zu führen scheint, fragen, ob sie sich gerade an dem Kind vergeht? Oder vorher 2 Sunden hinterher laufen?

Ich seh hier das Hauptproblem (neben der Tat natürlich) in 2 Punkten:
1. Sie hat sich nicht gewehrt. Leider häufig unter Kindern, glücklicherweise wird da aber auch langsam eingegriffen und zum Wehren erzogen.
2. Wieso sitzt ein Mädchen so oft alleine, sprich überhaupt angreifbar? Ich würde rein logisch sagen, dass sich ein Mädchen doch neben jemand anderen setzt, wenn sie sonst soetwas fürchten muss.

Was man auch nicht vergessen darf: Man hätte wirklich auf frischer Tat ertappen müssen, damit man zumindest mal eine Vermutung haben könnte. 2 Leute die jeden Morgen mit dem Bus fahren sind nichts besonderes. Das diese sich früher oder später nebeneinandersetzen auch nicht. Und den eventuell sogar nur kurzen Moment zu sehen. Das ist schon enormes Glück oder gaffen.

Mal abgesehen davon, dass man sowas auch superleicht "unsichtbar" machen kann. Kind sitzt am Fenster, Mann am Gang. Man nimmt eine größere Tasche auf den Schoß und schwub kann man das Mädchen fast nichtmal mehr sehen.

Die Aussage, der Mann habe sie "überall" berührt würde ich auch mit Vorsicht genießen. Das klingt für mich eher so als könne oder wolle das Mädchen keine bestimmten Punkte nennen. Ums mal überspitzt zu formulieren: Am Zeh hat er sie ja sicherlich nicht berührt.
 
Stellt Euch das bitte nicht so einfach vor! Wer Mißbrauch sicher erkennen will, muß sich sehr gründlich mit dem Thema beschäftigt haben. Dabei muß er/sie gewaltig aufpassen, daß sein/ihr Interesse nicht mißgedeutet wird und er/sie sich verdächtig macht.

Man kann nicht einfach zur Polizei oder zum Jugendamt gehen und da seinen vagen Verdacht schildern. Falsche Verdächtigungen sind mit hohen Strafen bedroht. https://dejure.org/gesetze/StGB/164.html Die Formulierung "wider besseres Wissen" kann einem dabei schnell zum Verhängnis werden, denn man hat zu wissen, daß man nichts weiß. Zumal bei einem vagen Verdacht sich Polizei und Jugendamt nicht gerade aufgefordert fühlen, wirklich tätig zu werden. Einen konkreten Beweis wird der Laie aber kaum finden.

Ich beschäftige mich in meiner Freizeit seit 11 Jahren mit Mißbrauchsopfern und habe im Laufe der Zeit einen Blick dafür entwickelt, wer davon betroffen sein könnte. Trotzdem gibt es keine absolute Sicherheit im Erkennen von Mißbrauchsopfern. Zu unterschiedlich sind die Signale, die Opfer aussenden, als daß man sie eindeutig zuordnen könnte.

Klar, Mißbrauch kommt viel häufiger vor, als es in den Medien erwähnt wird. Dort wird meistens nur der Fremdtäter - auch dieser 61-jährige ist so einer, der das Opfer eben nur aus der Mißbrauchssituation kennt - erwähnt. Die weitaus meisten Mißbrauchsfälle finden aber im häuslichen/familiären Umfeld statt. Die Täter sind Eltern, Stiefeltern, Großeltern, andere Verwandte und Bekannte der Familie. Ich verzichte bewußt darauf, nur Männer als Täter zu nennen, denn es gibt sehr wohl eine gewisse Anzahl von weiblichen Tätern, wenn sie wohl auch eine Minderheit stellen.

Selbst habe ich vor ca. einem halben Jahr einen Mißbrauchsfall aufgedeckt, weil ich Signale eines Kindes richtig gedeutet habe, bei bestimmten Personen nachgefragt habe, um meinen Verdacht zu erhärten, und dann die richtigen Stellen informiert habe. Ich war schon darauf vorbereitet, wieder mal ein Opfer durch die Polizei- und Justizmühlen zu begleiten, damit es nicht noch mehr leidet als ohnehin schon in den letzten Jahren, als ich erfuhr, daß es kein Gerichtsverfahren gegen den Täter geben wird, weil dieser sich nach seiner Inhaftierung das Leben genommen hat.

Und jetzt halte sich sich die schadenfrohe "Rübe runter"-Fraktion mal schön zurück! Der Täter war der Großvater des betroffenen Kindes. Natürlich litt das Kind unter dem Mißbrauch, es leidet aber auch unter dem Tod seines Großvaters. Zwei Monate Aufenthalt in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Fachklinik waren nötig, um dem Kind seine Schuldgefühle, die es wg. des Todes seines Großvaters hatte, zu nehmen. Die ambulante Psychotherapie, die jetzt läuft, wird von der behandelnden Psychologin auf ca. 2 Jahre veranschlagt. Dabei geht es aber natürlich nicht nur um die Schuldgefühle des Kindes sondern auch darum, dem Kind alle Last der Hilflosigkeit von der Seele zu ehmen und ihm quasi den "aufrechten Gang" wiederzugeben.

Der Täter lebte mit dem Kind und dessen Eltern im selben Haus. Der Mißbrauch fand regelmäßig vier Jahre lang statt. Dennoch haben die Eltern des Kindes nichts davon gemerkt, was ich ihnen absolut glaube.

Wenn jedes Mißbrauchsopfer eine Kerze anzünden würde, könnten wir allerorts das elektrische Licht ausschalten. Jeder von uns hat Mißbrauchsopfer in seiner unmittelbaren Umgebung, da bin ich absolut sicher. Die Opfer von den Nicht-Opfern zu unterscheiden ist aber alles andere als einfach. Der Grat des gesunden Interesses - zwischen wegsehen und schnüffeln - ist schmal.
 
Wem fällt was auf?
Du hast schon mitbekommen, das sich die Geschichte über Monate hinzog?

Also entschuldige mal. Aber ohne zu "schnüffeln" fallen dir die oben beschriebenen Kleinigkeiten bestimmt nicht auf.
Doch.

Außerdem ist eben wirklich das enorm große Problem: Sie hat sich nicht gewehrt. Daran sollte man arbeiten. Zivilcourage hier zu fordern ist meiner Meinung nach Schwachsinn. Oder soll ich jede ältere Person, die mi einem Kind läuft, wobei das Kind zu führen scheint, fragen, ob sie sich gerade an dem Kind vergeht? Oder vorher 2 Sunden hinterher laufen?
Ich glaube, du hast noch keine Kinder, oder? Es besteht ein Himmelweiter Unterschied zwischen dem Umgang mit dem eigenen Opa und einem "Bekannten".
Ich seh hier das Hauptproblem (neben der Tat natürlich) in 2 Punkten:
1. Sie hat sich nicht gewehrt. Leider häufig unter Kindern, glücklicherweise wird da aber auch langsam eingegriffen und zum Wehren erzogen.
2. Wieso sitzt ein Mädchen so oft alleine, sprich überhaupt angreifbar? Ich würde rein logisch sagen, dass sich ein Mädchen doch neben jemand anderen setzt, wenn sie sonst soetwas fürchten muss.
Mir drängt sich ein Schluss auf, den du hoffentlich nicht auch hattest, aber das klingt ein bisschen wie "Die dumme Göre ist doch selber Schuld..."
 
Mir drängt sich ein Schluss auf, den du hoffentlich nicht auch hattest, aber das klingt ein bisschen wie "Die dumme Göre ist doch selber Schuld..."

Ich denke er meint: Der Fehler liegt auch in der Erziehung. Meine Mutter hat uns eigentlich immer so erzogen, dass wir das angefasstwerden von fremden Personen misstrauisch sehen und zur Not auch mal schreien. Hat geholfen bei meiner Schwester...
 
Du hast schon mitbekommen, das sich die Geschichte über Monate hinzog?

Und dadurch werden die Kleinigkeiten plötzlich groß? ;)


Mir drängt sich ein Schluss auf, den du hoffentlich nicht auch hattest, aber das klingt ein bisschen wie "Die dumme Göre ist doch selber Schuld..."

:yawn:
Find ich lustig... damit kommen die "das muss doch jeder verhindern" Leute irgendwie immer... langsam wirds langweilig. Aber da mit du da nicht weiter drauf rumreitest: Nein ist sie nicht.
Genauso gedacht müsste ich dir auch vorwerfen, dass die anderen Menschen, die es nicht gesehen haben schuld sind.
Sind sie auch nicht.