Innerhalb der Familie zumindest kann man ja miteinander reden, den Umgang miteinander noch beeinflußen, also ich meine damit, da kann man aufeinander eigehen, Probleme besprechen und Lösungen finden , also es ist überschaubar, umsetzbar.

In den Schulklassen aber ist es heutzutage schwierig bis fast unmöglich für den Lehrer, auf jeden Einzelnen einzugehen oder "Problemkinder" zu erkennen, weil die meisten Klassen einfach zu groß sind.Da gehen viele Dinge regelrecht unter, bleiben auf der Strecke.

In der Klasse meiner Tochter ist zur Zeit ein Austauschschüler aus Australien, der in seiner Klasse dort nur 14 Schüler hatte. Als er hier in die Klasse kam, war das für ihn ganz seltsam, dass da so viele Schüler in einer Klasse sind. (32)

Er hat dann nach einer Weile erzählt, dass er das nicht gut findet und dass er festgestellt hat, dass hier viel weniger auf spezielle Angelegenheiten oder Schüler im Einzelnen eingegangen wird.

Mir persönlich geht es auch gar nicht nur um diesen Amoklauf (und die anderen zuvor), sondern ganz allgemein um das Thema Gewalt. Gewalt unter Jugendlichen, Gewalt an Schulen allgemein. Mobbing geht teilweise auch so weit, dass Schüler nicht mehr in die Schule wollen, schon panische Angst haben, wenn sie nur daran denken, in die Schule gehen zu müssen, psychisch krank werden usw.

Und wenn wir Eltern (oder überhaupt wer) nicht wollen, dass man nur mal drüber redet und dann gerät es in Vergessenheit, können wir doch was dagegen tun oder nicht? :think:

Die Eltern können sich ja auch "zusammentun" und das Thema wieder aufgreifen bzw. "am Ball bleiben". Von mir aus jeden Elternabend aufs Neue. Oder einfach so immer wieder mal.

Wenn man das wirklich will, kann man doch in die Schule gehen und genau DAS ansprechen und sagen, dass man weiterhin die Schüler dafür sensibilisieren will, weiterhin diese Themen besprechen sollte.
Es sind doch nicht einfach nur die Lehrer oder Schulen dann allein daran Schuld, wenn nicht mehr darüber gesprochen und daran gearbeitet wird. :roll:
 
Fakt: Es wird wie die Jahre zuvor in Vergessenheit geraten und keiner findet eine Lösung oder versucht es.

Fakt 2: Lehrer sind überfordert

Fakt 3: Einige Eltern haben auf diese Elterngespräche keinen Bock.

Fakt 4: Politiker reden heisse Luft.

In meinen Augen ist es einfach so das es hätte nicht verhindert werden können, da eben die Gründe dafür sprechen.
Wenn sich was ändern würde hiesse das aber auch nicht das die Wahrscheinlichkeit wegfallen würde.
 
Fakt 2: Lehrer sind überfordert
Fakt 3: Einige Eltern haben auf diese Elterngespräche keinen Bock.
Fakt 4: Politiker reden heisse Luft.
FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN!

Fakt ist auch, daß dies nie anders war; eigentlich sogar "schlimmer". Die Frage lautet nun: Warum gibt es heute so was wie Amokläufe (auch wenn sie immer noch verhältnismäßg selten vorkommen)?
 
Natürlich kommen sie eben sehr selten vor und wenn ich kleinkariert wäre dann würde ich auch meinen das in Afrika weitaus mehr Menschen sterben. Es ist einfach eben so grotesk. Du gehst morgens in die Schule und dann öffnet einer den Klassenraum und schiesst um sich und du sieht wie Deine Mitschüler, welche Du schon Jahre kennst vor Deinen Augen auf dem Boden fallen und überall Blut spritzt. Einige schreien und Du hörst Schüsse. Mit so etwas rechnet eben keiner und deswegen ist es auf einer grausamen Art eben ein "Famous Theme".
 
Ich finde, dass sich nichts ändern muss... Warum auch? Sollen irgenwelche Amokläufer jetzt Auswirkungen auf Millionen von Menschen haben... Meiner Meinung nach nicht...

Und genau dieses Schulterzucken finde ich zum Kotzen!
Ich finde schon, dass sich was ändern muss. Nur hab ich kein Allheilmittel.
Wenn es nur ein mal ein paar Minuten sind, die jeder von uns darüber nachdenkt, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht, dann ist doch schon etwas geschehen.

Und ja, jeder Mord, jeder Amoklauf und jedes Durchdrehen, jede Tierquälerei und jede Vergewaltigung und jede Folter sollte Auswirkungen auf uns alle Milliarden und Millionen von Menschen haben. Weil wir Menschen die grausamsten sind. Wir töten nicht wegen Hunger, wir töten aus Spaß, Geldgier oder Selbstbefriedigung. Und das sollte uns alle zum Nachdenken anregen.



Du prangerst etwas an, was noch nie anders war... Der größte Druck ist doch von der Menschheit genommen worden in den letzten Jahren... Wenn wir aus unserer Höhle gehen, müssen wir keine Angst mehr haben gefressen zu werden... Das nenne ich Stress... Alles andere ist meiner Meinung nach halb so schlimm.... 8)

Oh wahnsinn. Soll ich mich jetzt glücklich schätzen, weil ich jetzt lebe und nicht vor xMillionen Jahren? Vielleicht wäre ich damals glücklicher gewesen, trotz tödlicher Bedrohung durch Tiere. :roll:
 
Es ist geschehen und es ist sehr traurig. Ich muss zugeben das ich einfach wegdrücken musste, da ich mich einfach nicht mit so etwas belasten will, da es für die Psyche eine Qual ist. Ich habe im Leben genug getrauert und ich sehe es als ein gutes Beispiel, wie grausam doch die heutige Zeit ist. Drachenjenny hat Recht, denn es ist so und das ist sehr weise von Ihr.

Wer ist Schuld?

1. Der Junge?
2. Die Norm der Industriestaaten?
3. Die Schule?
4. Die Eltern?
5. Die Schüler?

Ich denke das alles doch eine Rolle spielt und dazu beiträgt. Da sieht man wieder mal wie schnell ein Leben vorbei sein kann. Nur, wieso wird nicht gemacht?
 
Und zum Thema Mobbing: Das gab es schon immer, damals lief es nur unter dem Begriff Hänselei. Es gab schon immer Gruppenbildungen in Klassen, es gab immer Außenseiter. Und es gab schon immer Jugendliche, die sich unverstanden fühlten und sich im Leben nicht zurecht fanden. Das nennt sich Pubertät. So viel zum Thema "Früher war alles besser"...

Ja früher war es besser.:
Da hat man es einzeln ausgetragen und fertig.
Heute:
Videoaufzeichnung von Schlägereien die gleich mal an alle möglichen weitergeschickt werden und in Inet findet man sich als gemobbter auch wieder.
Warum wird einer zum Aussenseiter?
Weil seine Eltern nicht genug verdienen um seinem Jungen/Tochter immer alles zu kaufen was gerade *cool* angesagt ist ?
Weil man nicht bei allem *ja und amen* sagt was die Mitschüler machen?

Zurück zum eigentlichen Thema:
Ich habe es zwar nur über Össysender verfolgt aber keiner der hier befragten Psychologen hat ne unmittelbare Verbindung von Ballerspielen zu dieser schrecklichen Tat hergestellt.Eigentlich war Ihre Meinungen , das dies lange geplant und durch den Fehler der Vaters ermöglicht wurde.
Nachdem der Täter tot ist wird niemand die Tatsachen die zu dieser grausigen Tat führten je erklären können.

gruß
Bacardiman
 
Also ehrlich gesagt mache ich mir mittlerweile sehr viele Gedanken zu dem Thema. Ich habe viel hin- und herüberlegt, was die wahre Ursache eines Amoklaufs ist und komme immer wieder zu dem gleichen Ergebnis: MOBBING!

Hier kam irgendwo die Frage, wie wird einer zum Außenseiter? Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, daß es dafür sehr viele Möglichkeiten gibt. Ja, auch ich wurde damals in der Schule gemobbt, habe aber mit der Zeit gelernt, vieles einfach zu ignorieren. Nur leider funktioniert das nicht bei jedem so.

So wird man sehr schnell zum Außenseiter:

Man braucht nur...
...andere Interessen als die anderen Schüler haben
...anderes Aussehen, also falsche Kleidung oder auch Frisur, die in der Schule nicht "in" ist
...ein Handicap haben (sei es nur eine Brille, Hörgerät oder Gehhilfen)
...eine krumme Nase, Narbe oder Pickel im Gesicht haben
...etwas dicker sein wie die anderen
...für die Schule lernen und bessere Leistungen bringen

So, mehr fällt mir jetzt nicht ein, die Liste ist aber erweiterbar.
Aber mal ganz ehrlich, sind das Gründe, einen Menschen fertig zu machen? Muß deshalb jemand laufend beschimpft, geschlagen und/oder auch anders gedemütigt werden? Ich sage da ganz klar NEIN!

Aber um das zu erreichen, muß das Thema meiner Meinung nach schon im Kindergarten behandelt werden. Den Kindern muß klar gemacht werden, was es für Folgen haben kann, wenn man jemanden hänselt. Und was ganz wichtig ist, die Erwachsenen müssen mit gutem Beispiel voran gehen!

Noch was zu den Killerspielen. Die haben mit Sicherheit keine Schuld an einem Amoklauf. Ich denke mal eher, daß die Killerspiele zum Frustabbau verwendet werden. Nur kommt irgendwann der Punkt, an dem die Spiele nicht mehr ausreichen... tja und dann knallt es. :(
 
Oh mann wenn ich diese Doppelmoral hier teilweise lese, kommt mir das Omelett von heute Mittag hoch.

Killerspiele? Verbieten! Waffen? Verbieten!
Sicherheits und CCTV-Systeme in Schulen, Taschenkontrollen usw... gehts noch? :ugly:

"Wer die Freiheit aufgrund der Sicherheit aufgibt verliert beides." sagte ein weiser Mann einmal, dem pflichte ich zu.

Nur weil EIN Typ ausgerastet ist alles verbieten? Am besten gleich in Watte packen?

Täglich sterben Menschen. Da macht es kein Unterschied ob nun in Afrika weil sie nix zu Essen haben oder hier weil ein missverstandener junger Mann Amok läuft, weil er das Mobbing und den Leistungdruck nicht aushält.

Und wer jetzt kommt mit "Afrika kann man nicht mit Deutschland vergleichen!"

O,rly? Sind Afrikaner jetzt Menschen zweiter Klasse, or what? Mensch ist Mensch und wer da Unterscheidet, der hat ganz klar die Objektivität verloren oder ist schon so verblendet, das er den Mist glaubt der da teilweise gesagt wird.

Bild dir deine Meinung! :ugly: :ugly:

:mrgreen:
 
Täglich sterben Menschen.

Das hast Du allerdings Recht. Wenn man mal im Hinterkopf behält daß in Deutschland jeden Tag etwa die gleiche Anzahl an Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen wie durch diese Tat wird klar daß das - so tragisch der Einzelfall auch ist - Gesamtgesellschaftlich wirklich nicht das größte Problem ist.
Allerdings ist sowas natürlich sehr Medienwirksamm, was dann auch wieder zu Massendiskussionen wie hier führt (was dann wiederum dafür sorgt daß solche Leute eine schöne große *Bühne* haben und damit Andere zum Nachahmen anstachelt), und für alle möglichen Parteien und Interessengruppen ist sowas auch immer ein gefundenes Fressen um ihre eigene Doktrin voranzubringen - was man auch daran sieht daß jedesmal aus einem politischen Lager der Ruf nach dem Waffenverbot, aus dem anderen der nach dem Killerspielverbot kommt, und das auch jedesmall sehr schnell.
 
Warum wird einer zum Aussenseiter?
Weil seine Eltern nicht genug verdienen um seinem Jungen/Tochter immer alles zu kaufen was gerade *cool* angesagt ist ?
Weil man nicht bei allem *ja und amen* sagt was die Mitschüler machen?
Diese Fälle sind die seltensten. Aus meiner Sicht gibt es im Wesentlichen zwei Situationen, wann jemand schnell zum Außenseiter wird:

1. Wer äußerlich anders ist als die meisten Schüler und dazu kein oder zu wenig Selbstvertrauen hat, wird von Mitschülern ausgegrenzt. Das kann eine körperliche Behinderung sein, eine ungewöhnliche Frisur, ein zu außergewöhnlicher Kleidungsstil.

2. Wer ein anderes Verhalten an den Tag legt. Entweder jemand der wirklich nur Blödsinn im Kopf hat, sich an keine Regeln hält und auf Mitschüler nur störend wirkt, oder jemand der den ganzen Tag still in einer Ecke sitzt und sich in eine Gemeinschaft nicht einbringt.

Teilweise ist es so, dass Kinder einfach nichts dafür können, dass sie anders sind. Zum Beispiel wenn sie eine Behinderung haben. Manchmal, und das habe ich selber in meiner Schullaufbahn ein paar Mal erlebt, befördern sich die Leute aber auch selber ins Abseits, einige sogar, so kommt es mir vor, bewusst.

Um eine Gemeinschaft zu bilden muss sich jeder ein bisschen anpassen, damit am Ende alles zusammenpasst. Man muss sich nicht mit jedem super verstehen, aber man muss anpassungsfähig sein. Wer das nicht ist wird nach kurzer Zeit zum Außenseiter.

Die Schilderung der konkreten Fälle lasse ich jetzt mal, das kann ich ja bei Bedarf noch nachholen.

Den Kindern muß klar gemacht werden, was es für Folgen haben kann, wenn man jemanden hänselt. Und was ganz wichtig ist, die Erwachsenen müssen mit gutem Beispiel voran gehen!
Das wird nahezu unmöglich sein. Es geht doch schon im Kindergarten los. Wie schnell ist dort ein Kind bei den anderen unten durch!? Und dann mach mal einem 4-jährigen klar, wie schlimm es ist, von anderen ausgegrenzt zu werden.

----------

Zum eigentlichen Thema noch kurz:

Was hier wie mir scheint schon wieder häufig nicht berücksichtigt wurde: Der Täter von Winnenden (@ DrachenJenny: nicht Winningen) war schon seit einigen Monaten nicht mehr auf der Schule. Und kein Schulpsychologe, kein Lehrer und kein ehemaliger Mitschüler kann auf jemanden in seinem weiteren Leben "aufpassen", der in der Schule keinen so großen Rückhalt hatte wie andere.
 
@Taliesyn: Danke für die ausführliche Antwort. So wie du das diesmal geschrieben (erklärt;-) hast, kam das nun für mich ganz anders rüber als vorher. Komisch. :ugly:

Bitte. :mrgreen: Vielleicht sollte ich in Zukunft weniger polemisch schreiben....:think:


Ich finde, dass sich nichts ändern muss... Warum auch? Sollen irgenwelche Amokläufer jetzt Auswirkungen auf Millionen von Menschen haben... Meiner Meinung nach nicht...

Zustimmung! Wenngleich auch wahrscheinlich aus etwas anderen Motiven. Aber es bleibt dabei: es ist schlicht nicht möglich, etwas zu ändern (oder sollen wir uns alle einer Gehirnwäsche unterziehen?)!

Du prangerst etwas an, was noch nie anders war... Der größte Druck ist doch von der Menschheit genommen worden in den letzten Jahren... Wenn wir aus unserer Höhle gehen, müssen wir keine Angst mehr haben gefressen zu werden... Das nenne ich Stress... Alles andere ist meiner Meinung nach halb so schlimm.... 8)

Der Druck hat sich nur verlagert: vom unmittelbaren Überleben (Nahrungssuche, Schutzsuche) hin zu abstrakteren Größen wie Karriere, Beliebtheit, Konformismus. Und weil eben diese Bereiche so wenig greifbar sind, kaum spürbaren Erfolg liefern, ist der Druck im Grunde sogar größer, da man kein Erfolgsgefühl bekommen kann, dass mit dem früherer Tage vergleichbar wäre.

Der Mensch ist eben Mensch und keine Biene, die sich für andere außerhalb der Familie aufopfert... Biologisch (genetische Weitergabe) sinnvoll... :mrgreen:

Biologisch gesehen ist der Mensch ein Herdentier.


Und genau dieses Schulterzucken finde ich zum Kotzen!
Ich finde schon, dass sich was ändern muss. Nur hab ich kein Allheilmittel.
Wenn es nur ein mal ein paar Minuten sind, die jeder von uns darüber nachdenkt, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht, dann ist doch schon etwas geschehen.

Ich zucke auch mit den Schultern - weil's in meiner Natur liegt. Die Welt wird davon nicht schlechter, als sie ohnehin zu sein scheint.

Und ja, jeder Mord, jeder Amoklauf und jedes Durchdrehen, jede Tierquälerei und jede Vergewaltigung und jede Folter sollte Auswirkungen auf uns alle Milliarden und Millionen von Menschen haben. Weil wir Menschen die grausamsten sind. Wir töten nicht wegen Hunger, wir töten aus Spaß, Geldgier oder Selbstbefriedigung. Und das sollte uns alle zum Nachdenken anregen.

Wieso sollte es jemanden zum Nachdenken anregen, wenn tausende Kilometer, hunderte Kilometer, im Haus nebenan, jemand einen sinnlosen Tod stirbt? Welche Auswirkung soll es auf jemanden haben, dass anderswo "aus Spaß" getötet wird? Der Mensch tut eben solche Dinge, es ist augenscheinlich eine natürliche Verhaltensweise im gesellschaftlichen Leben, und als solche gilt es sie zu akzeptieren!


Um eine Gemeinschaft zu bilden muss sich jeder ein bisschen anpassen, damit am Ende alles zusammenpasst. Man muss sich nicht mit jedem super verstehen, aber man muss anpassungsfähig sein. Wer das nicht ist wird nach kurzer Zeit zum Außenseiter.

Das erfordert, dass alle die Gemeinschaft wollen. Und der, der sie nicht will? Der wird bestraft, weil er die Vereinigung verhindert? Das Gören das tun, okay, die sind dumm und grausam, aber später?
 
Das wird nahezu unmöglich sein. Es geht doch schon im Kindergarten los. Wie schnell ist dort ein Kind bei den anderen unten durch!? Und dann mach mal einem 4-jährigen klar, wie schlimm es ist, von anderen ausgegrenzt zu werden.

Doch, das geht schon. Man muß es denen natürlich altersgerecht erklären. Spätestens, wenn man mitbekommt, daß ein Kind immer wieder von den anderen abgewiesen wird, sollte man eingreifen. Nicht gleich mit den Kindern schimpfen, sondern nachfragen, warum der eine nicht mitmachen darf. Sollte das z.B. aufgrund einer Behinderung dieses einen sein (und sei es nur die Brille), kann es schon ausreichen, wenn man den Kindern dann die Behinderung erklärt. Das müssen die Erzieher und dann natürlich auch die Eltern zuhause machen.
 
Das erfordert, dass alle die Gemeinschaft wollen. Und der, der sie nicht will? Der wird bestraft, weil er die Vereinigung verhindert?
Wer die Gemeinschaft nicht will schließt sich halt nicht an. Logisch, dass es auch Einzelgänger gibt, die von Gemeinschaft sowieso nichts halten.

So jemand ist aber auch nicht frustriert wenn er weniger Anschluss bekommt. Ist ja auch okay, wenn jemand lieber sein Leben mit weniger Kontakten leben will.

Doch, das geht schon. Man muß es denen natürlich altersgerecht erklären. Spätestens, wenn man mitbekommt, daß ein Kind immer wieder von den anderen abgewiesen wird, sollte man eingreifen.
Welche Maßnahmen da die besten sind weiß ich leider nicht, pädagogisch bin ich nicht so bewandert.
 
Das hast Du allerdings Recht. Wenn man mal im Hinterkopf behält daß in Deutschland jeden Tag etwa die gleiche Anzahl an Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen wie durch diese Tat wird klar daß das - so tragisch der Einzelfall auch ist - Gesamtgesellschaftlich wirklich nicht das größte Problem ist.
Und wieviele Gesetze hat man in den letzten 30 Jahren erlassen, um die Anzahl der Verkehrstoten zu reduzieren? Hunderte! Und die Industrie macht alles mögliche, um die Anzahl der Toten zu reduzieren.

Oder bist Du der Meinung, alles überflüssig, das ist ja "Freiheit aufgeben für Sicherheit"?

Und warum sollte man hier nicht zumindest einmal darüber nachdenken, ob man durch Änderungen etwas bewirkt.

Eine rein fiktive Frage: Wenn sicher feststellbar wäre, dass das Spielen von Ballerspielen solche Amokläufe auslöst, wärest Du dann für ein Verbot dieser Spiele? Oder würdest Du für Dein Recht auf das Spielen 16 Tote als fairen Tausch bezeichnen?

Marty
 
Wer die Gemeinschaft nicht will schließt sich halt nicht an. Logisch, dass es auch Einzelgänger gibt, die von Gemeinschaft sowieso nichts halten.

So jemand ist aber auch nicht frustriert wenn er weniger Anschluss bekommt. Ist ja auch okay, wenn jemand lieber sein Leben mit weniger Kontakten leben will.

So jemand ist aber vielleicht doch frustriert, weil er denkt, dass die anderen ihn anders behandelten, wenn es keine Gemeinschaft gäbe, oder weil er denkt, dass es ohne jedwede Gemeinschaft sich besser leben ließe, etc...
 
Eine rein fiktive Frage: Wenn sicher feststellbar wäre, dass das Spielen von Ballerspielen solche Amokläufe auslöst, wärest Du dann für ein Verbot dieser Spiele? Oder würdest Du für Dein Recht auf das Spielen 16 Tote als fairen Tausch bezeichnen?

Marty

Die gleiche Frage müsste man aber auch bei Alkohol stellen. Wieviele Leute gibt es, die der Meinung sind unter Alkoholeinfluss noch Autofahren zu müssen und verursachen Tödliche Verkehrsunfälle, die vermieden hätten können.

In beiden Fällen, kein Fairer Tausch. Oder?
 
Amoklauf bleibt Amoklauf.
Ob nun an einer Schule, in einer Einkaufspassage oder einer Privatwohnung.

Verhindern kann man solche Aktionen in letzter Konsequenz nicht. Man kann es aber dem Täter extrem schwer machen, überhaupt an Waffen und Munition zu kommen.

Im aktuellen Fall trägt für mich der Vater die Hauptschuld, da er die Verantwortung hatte, Waffen und Munition verschlossen und sicher aufzubewahren. Egal was den Täter angetrieben hat - die Wahrscheinlichkeit des Amoklaufs war trotzdem gegeben. Jedoch bin ich fest davon überzeugt, dass die Anzahl an Opfern (Toten) weit aus geringer ausgefallen wäre, hätte er statt einer Pistole "nur" ein Messer und keine "Distanzwaffe" gehabt.