Ich meinte eigentlich das Argument, daß er dadurch ein überdurchschnittliches Abi geschafft hat, nur weil seine Mama den ganzen Tag zu Hause war.

In alle anderen Dingen stimme ich dir doch, wie man unschwer an meinen Postings erkennen kann, uneingeschränkt zu,
 
Ich meinte eigentlich das Argument, daß er dadurch ein überdurchschnittliches Abi geschafft hat, nur weil seine Mama den ganzen Tag zu Hause war.

es ist auf jeden Fall ein Aspekt der die Bildungschancen verbessert (zumindest die Mutter kümmert sich dann auch entsprechend ) und 3 Kinder haben + Halbtagsjob iss doch nun auch wirklich genug
 
Für die ich doch aber auch mitbezahle als "Ossi".
Deshalb bekommst Du als Ossi ja auch mal Rente.

wenn jemand viele Jahre damit verbracht hat Kinder auf nen vernünftigen Weg zu bringen, dabei erfolgreich war und die Kinder nun gutes Einkommen haben und daher selbst eifrig in die Rentenkasse einzahlen hat derjenige wohl mehr getan als jemand Anderes der in der selben Zeit ein paar K Euros (mehr) in die Kasse gezahlt hat
Völlig richtig, Frage ist, wer macht denn da die Erfolgskontrolle? Ich meine, was ist dann mit Müttern, die Kinder nur in Massen bekommen um viel Geld vom Staat zu bekommen, sich aber nicht um ihre Kinder kümmern und die Kinder werden mal eher Leistungsempfänger als Leistungserbringer?

eigentlich sollte jeder Mitglied (ja auch Beamte+Selbständige, wirklich jeder ) in der Rentenkasse sein und mittels Punktesystem
Ansprüche dran erwerben durch Beiträge, durch Kinder und auch durch bezahlte Steuern
Sehr schön, dass Du meinen Vorschlag von vor 100 Beiträgen wieder aufgreifst.

Um mich meinem Vorposter mal anzuschließen würde ich fordern: allgemein höhere Rentensätze für Eltern. Warum? Es geht Arbeitszeit verloren und außedem wird nur durch Kinder unser Sozialsystem aufrecht erhalten.
Ich kenne Kinder, die heute schon das Sozialsystem belasten und niemals auch nur einen Cent zurückzahlen, was ist mit denen? Soll man da die Eltern auch belohnen?

Ich bin grundsätzlich dagegen, Kinderkriegen zu "belohnen". Klar freue auch ich mich über einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld, Steuererleichterungen, Anrechnung von Erziehungszeiten, Elterngeld usw. Aber ein Kind zu kriegen soll eine persönliche Entscheidung sein und keine finanzielle Entscheidung.

Wir haben für unseren Sohn alleine 22.000 Euro Elterngeld bekommen, während wir nicht gearbeitet haben, meine Frau ist während des Erziehungsurlaub weiterhin krankneversichert, sie bekommt die Erziehungszeiten angerechnet, wir bekommen ungefähr 1.800 Euro Kindergeld. Ich finde das schon übertrieben als "Belohnung".

Marty
 
Völlig richtig, Frage ist, wer macht denn da die Erfolgskontrolle? Ich meine, was ist dann mit Müttern, die Kinder nur in Massen bekommen um viel Geld vom Staat zu bekommen, sich aber nicht um ihre Kinder kümmern und die Kinder werden mal eher Leistungsempfänger als Leistungserbringer?

den "Erfolg" könnte man an den Rentenpunkten der Kinder messen ....

Sehr schön, dass Du meinen Vorschlag von vor 100 Beiträgen wieder aufgreifst.

also das ich den Vorschlag von Dir habe ist mir wirklich neu :mrgreen:
 
Meine Mutter bekommt ein ganzes Jahr entschädigung dafür, dass sie auf mich und meine beiden Schwestern während der Schulzeit nachmittags aufgepasst hat und uns weitergeholfen hat in der Schule(wir haben alle ein überdurchschnittliches Abitur erreicht).

Du solltest aufmerksam lesen! ;)
Für jedes Kind wird die Zeit angerechnet. Weiterhin gibt es die "Berücksichtigungszeiten" bis zu 10 Jahren.

Meine Mutter hat bis zu meinem 16. Lebensjahr eben aus diesem Grund nur halbtags arbeiten können. Außerdem war sie insgesamt 4 Jahre im Mutterschutz. Von daher finde ich die niedrigen Rückgaben lächerlich.

Dazu braucht man wohl nix weiter sagen. :ugly:
Hätte Deine Mutter ihre Prioritäten anders gesetzt, wäre sie jeweils nach einem Jahr arbeiten gegangen. Aber ihr war es wichtiger sich um die Kinder zu kümmern. Und ausgerechnet Du regst Dich jetzt darüber auf, wie schlecht Deine Mutter vom Staat behandelt wird? :biggrin::biggrin::biggrin:

wichtiger find ich eher das jemand der/die 3 Kinder groß gezogen und im Rest des Arbeitslebens 2 Mio Euro Steuern als Selbständiger gezahlt hat absolut nix von der Rentenkasse erwarten kann - obwohl er/sie ja indirekt weit über Durchschnitt eingezahlt hat

Wir wollen doch nicht anfangen und den "Steuertopf" mit dem "Rententopf" verwechseln [auch wenn aus dem Steuertopf ein Grossteil der Rente bezahlt wird]?
 
den "Erfolg" könnte man an den Rentenpunkten der Kinder messen
Dann ist es aber zu spät für die Berechnung der Rente der Eltern. Wenn mein Sohn z.B. studieren geht und promoviert, dann ist er evtl. 35, bevor er überhaupt Rentenpunkte macht. ich bin dann schon 71, wie hoch soll meine Rente dann bis dahin sein?

also das ich den Vorschlag von Dir habe ist mir wirklich neu :mrgreen:
Das habe ich mit meinem Satz auch nicht ausgesagt.

Marty
 
Dann ist es aber zu spät für die Berechnung der Rente der Eltern. Wenn mein Sohn z.B. studieren geht und promoviert, dann ist er evtl. 35, bevor er überhaupt Rentenpunkte macht. ich bin dann schon 71, wie hoch soll meine Rente dann bis dahin sein?

dann bekommste halt paar Basispunkte für seine bestandenen Abschlüsse aber wirklich Kohle gibts erst wenn er selber verdient ---> dann bleibt auch Deine Motivation erhalten ihn zu motvieren zackig sein Studium + Promotion durchzubringen ;)
 
Folgende News wurde am 10.03.2010 um 07:26:00 Uhr veröffentlicht:
Forscher: Rente erst mit 74 Jahren - Nur so kann man das Rentensystem retten
Shortnews

Herwig Birg, bekannter Bevölkerungsforscher, ist der Ansicht, dass man das deutsche Rentensystem in der bestehenden Form nicht retten kann. Man sollte das Rentenalter schrittweise hoch setzen auf 74 Jahre, bis zum Jahr 2045. Schuld an der Rentenmisere sind die wenigen Kinder, die in Deutschland geboren werden. Nur wenn man die Arbeitslosigkeit in Deutschland einschränken kann, hat man die Möglichkeit, das bestehende Rentensystem aufrecht zu erhalten, da man dann mehr Beitragszahler für die Rentenkasse hat.
 
Hallo,

ich hoffe, der gute Mann hat auch an die Maurer, Dachdecker, Altenpfleger usw. gedacht, die nicht gemütlich am Schreibtisch sitzen! Nicht in jedem Beruf kann man auf Altersteilzeit gehen.

Und was ist mit denen, die mit Mitte Vierzig oder Anfang Fünfzig keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, weil die Chefs Jüngere bevorzugen - bei gleichzeitigem Gemeckere, dass die Jungen nicht die Erfahrung der Älteren mitbringen?

Schönen Tag noch.
Marlene
 
Vielleicht sollte man endlich mal den Mut haben, das Rentensystem auf einen staatlich garantierten Sockelbetrag mit geringeren Beitragssätzen und privater als auch betrieblicher Altersvorsorge umzustellen.

Verlierer wird es immer geben. Nur muss man die Karre ja nicht noch 20 Jahre weiter sehenden Auges in den Dreck rasen lassen.
 
Hallo,

sicher wäre das ein guter Gedanke. Nur - wie durchführen. Der Durchschnittsbürger ist derzeit mit Kita-Gebühren, Schulbus-und sonstigen Bildungskosten, der eigenen beruflichen Weiterbildung, der Sorge für die Alten (denk nur mal an so relativ Billiges wie Tagespflege) belastet. Viele haben doch schon jetzt nicht mehr das Geld für die eigene private - zusätzliche - Altersvorsorge.

Vollzeitarbeit bei geringer staatlicher Rente, weil zuviel für alles andere draufgeht, kann doch auch nicht die Lösung sein.

Liebe Grüße
Marlene
 
...

Wenn die ganzen Fremdleistungen, die durch Kohlsche Wundertaten in den 90ern der Rentenkasse aufgebürdet wurden, wieder dem Staatshaushalt und damit dem Steuerzahler aufgedrückt würden, wäre auch schon eine größere Nummer bewegt!
 
Zusätzlich zur goldenen Armbanduhr nach 25 Dienstjahren, bekommt man dann noch einen Sarg nach 50 Arbeitsjahren.
 
Zusätzlich zur goldenen Armbanduhr nach 25 Dienstjahren, bekommt man dann noch einen Sarg nach 50 Arbeitsjahren.

ach wer 25 Jahre in der selben Firma aushält kann eh nicht mehr sonderlich lebendig sein :mrgreen:

Vollzeitarbeit bei geringer staatlicher Rente, weil zuviel für alles andere draufgeht, kann doch auch nicht die Lösung sein.
Wenn man einfach mal 1+1 zusammenzählt ist das aber genau das wo die Reise hingeht für alle bis zur Mitte der Mittelschicht. Das einzige was man persönlich tun kann ist umdenken, soviel Geld wie möglich verdienen und dann selbst Vermögen aufbauen. Für die breite Masse wird es aber leider keine Lösung geben- dafür sind einfach zuviele offene Hände da die bedient werden :roll:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab es vor Jahren schon mal beschrieben ...

Wer erinnert sich eigentlich noch an die "Reform" der Rente bei Erwerbsunfähigkeit per Stichtag zum 01.01.2001? Niemand?
Nicht verwunderlich denn an die Rente im Alter denkt man ab und an einmal.
An eine Erwerbsunfähigkeit nicht.

Hier wurde gravierend in bestehende Sicherungen eingegriffen und keinen hat es interessiert. Ausser vielleicht die privaten Versicherungen, die seit 2000 jedem eine private BU-Versicherung empfehlen (zu Recht).

Warum schafft man nicht bei der Altersrente eine ähnliche Stichtagslösung?
Bspw. wird zum Stichtag 01.01.2011 festgelegt, jeder der vor dem 01.01.2020 das 65. Lebensjahr vollendet hat bekommt die Rente weiterhin nach der bisherigen Berechnung.
Alle anderen bekommen (für die Übergangszeit bis 2020 in 5 Stufen gestaffelt nach der bisherigen Beitragsdauer) pauschal einen Betrag X an Grundrente vom Staat. Der niedrigste Satz, der nach der Übergangszeit dann der Grundrenten-Regelsatz ist, orientiert sich an der heutigen Grundsicherung bzw. dem ALG2-Regelsatz.
Gleichzeitig sinken die Beiträge zur RV zum 01.01.2011 auf 16% und danach jedes Jahr bis 2020 um weitere 0.75%.
Im gleichen Zuge entfällt die Bemessungsgrenze zur RV - das heisst, jeder zahlt 8,5% seines Bruttolohns in die RV, egal ob Bankvorstand oder Putzfrau.
Unternehmen erhalten ebenfalls Steuerbefreiungen für existierende [!!! nicht fiktive !] Rückstellungen für betriebliche Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter.

Durch die Senkung der Beiträge steht jedem Arbeitnehmer mehr Netto zur Verfügung, das wiederum in private Vorsorge fliessen kann.

Ergo - jeder weiss ab 2020, was er vom Staat an Rente zu erwarten hat und kann für sich selbst entscheiden, ob er zusätzlich vorsorgt oder im Alter von der staatlichen Grundrente leben kann und möchte.
 
Vielleicht sollte man endlich mal den Mut haben, das Rentensystem auf einen staatlich garantierten Sockelbetrag mit geringeren Beitragssätzen und privater als auch betrieblicher Altersvorsorge umzustellen.

Naja, mal abgesehen davon, dass es nix daran ändert, dass man bei steigender Lebenserwartung länger für seine Rente arbeiten muss, glaube ich nicht, dass dieser Vorschlag auf breite Zustimmung stößt, obwohl im Prinzip sinnvoll.

Ich habe gestern meine VL in ne Riesterrente gepackt.
Monatlich 27 € Beitrag über fast 37 Jahre ergeben eine garantierte Rente von 49 €.
Inflationsbereinigt sind die 49 € nicht mal mehr das wert, was die 27 € heute wert sind.
Bei angenommenen 2% Verzinsung jährlich sind das 76 € monatliche Rente.

Wenn ich ne konservative Rechnung mit den 2% aufmache, müsste man ca. 2/3 seines monatlichen Finanzbedarfs in eine Altersvorsorge investieren, damit man das Geld als Rente hat.

Rechnen wir da mal, dass die Hälfte die durch die Grundrente und BAV gedeckt wird,bleibt immer noch ein Drittel, was zu stemmen wäre.

Und das erkläre mal nem Berufsanfänger, der mit 25 anfangen soll, monatlich 400 € wegzulegen. :mrgreen:

gruss kelle!
 
Und das erkläre mal nem Berufsanfänger, der mit 25 anfangen soll, monatlich 400 € wegzulegen. :mrgreen:

wenn der rechnen kann und noch nen bissl was anders vor hat, als im Leben als im Hamsterrad zu treten, sieht der auch ein das das auf jeden Fall nötig ist ;)

aber dann kommt hinzu das man eigentlich lieber möchte, das die 25 Jährigen (genau wie alle anderen) Ihr Geld doch lieber über den Konsum zurück in die Wirtschaft tragen möchten, anstatt ihre Unabhängigkeit vom System zu erhöhen
 
Vielleicht sollte man endlich mal den Mut haben, das Rentensystem auf einen staatlich garantierten Sockelbetrag mit geringeren Beitragssätzen und privater als auch betrieblicher Altersvorsorge umzustellen.
Das IST die einzige Lösung. Alternativ gäbe es noch die Abschaffung der gesetzlichen Rente, das wäre die einfachste Möglichkeit. Grundsicherung gibt es auch heute schon für jeden, egal ob er vorher gearbeitet hat.

sicher wäre das ein guter Gedanke. Nur - wie durchführen. Der Durchschnittsbürger ist derzeit mit Kita-Gebühren, Schulbus-und sonstigen Bildungskosten, der eigenen beruflichen Weiterbildung, der Sorge für die Alten (denk nur mal an so relativ Billiges wie Tagespflege) belastet.
Wenn der Beitrag zur Rentenversicherung halbiert ist, ist auch wieder Geld da...

Inflationsbereinigt sind die 49 € nicht mal mehr das wert, was die 27 € heute wert sind.
Bei angenommenen 2% Verzinsung jährlich sind das 76 € monatliche Rente.
Die Inflation nimmst Du aus historischen Gründen höher als 2% an? OK, das akzeptiere ich. Aber dann nimm auch historische Zahlen zur Verzinsung. Und die liegen bei 6%, nicht bei 2%.

Aktuelle gibt es 2% Zinsen bei 0% Inflation.

Wenn ich ne konservative Rechnung mit den 2% aufmache, müsste man ca. 2/3 seines monatlichen Finanzbedarfs in eine Altersvorsorge investieren, damit man das Geld als Rente hat.
Nein, in den letzten 40 Jahren hätten ungefähr 10% vom Netto gereicht und Du hättest heute einen goldenen Ruhestand. Aber: Vergangenheitswerte...

Und das erkläre mal nem Berufsanfänger, der mit 25 anfangen soll, monatlich 400 € wegzulegen. :mrgreen:
Je früher, desto besser. Und 400 Euro müssen es nicht sein.

Marty
 
Je früher, desto besser. Und 400 Euro müssen es nicht sein.

Naja, ich habe mit 25 angefangen, die ersten Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Angefangen habe ich mit 60 € monatlich, was sich jährlich um 10 % erhöht.

Bei der Rechnung mit den 6% komme ich inflationsbereingt auf eine Summe, die gerade mal für 40 Monate reicht, wenn ich meinen heutigen Standard halten will.

Muss ich damit die Hälfte meiner Rente finanzieren, komme ich 7 Jahre weit.

Gut vielleicht müssen es nicht unbedingt 400 € sein, aber es wird auf alle Fälle ein heftiger Betrag, den man zurücklegen muss.

gruss kelle!