komerzhasi
Krieg & Krawall
- 24 April 2006
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So sinnvoll eine kapitalgedeckte Rente auch ist: Aber wie soll sie eingeführt werden ohne Doppelbelastung? Diejenigen die später einmal davon profitieren werden sollen, müssen während der Einzahlphase sowohl die laufenden Renten per Umlageverfahren bezahlen, als auch ihre eigene kapitalgedeckte Rente ansparen.
Das Problem gab es schon einmal 2001 bei der Berufsunfähigkeitsrente, wurde aber von den Bürgern nicht als solches wahrgenommen - nach dem Motto: wen betrifft schon eine Berufsunfähigkeit.
Hier wurden auf einen Schlag Leistungen gestrichen bzw. die Bewertungskriterien geändert. Alles wurde an einem Stichtag (Geburtstag) festgemacht.
Diese Form der Umstellung würde in gewisser Weise auch bei der Rentenversicherung funktionieren.
Bspw. könnte man festlegen, dass alle Beitragszahler, die zum 31.12.2015 das 65. Lebensjahr vollendet haben weiterhin ihre Rentenansprüche behalten. Alle anderen Beitragszahler bekommen zum Renteneintritt die staatliche Grundsicherung plus anteilige Zusatzleistungen aufgrund ihrer Beitragszeiten bis zum Stichtag.
Gleichzeitig würden zum Stichtag die Beiträge zur Rentenversicherung auf 15%, 2020 auf 12% und 2025 auf 10% sinken.
Damit können die Einsparungen der Beiträge in private Vorsorgeleistungen fliessen.
