QuelleInternetnutzer in Deutschland müssen auf der Videoseite Youtube künftig auf professionelle Musikvideos verzichten, darunter auch die Videos der drei großen Musikkonzerne Universal, EMI und Sony. Die Google-Tochtergesellschaft Youtube hat sich nicht mit der Verwertungsgesellschaft Gema über die weitere Vergütung für die Urheberrechte der von der Gema vertretenen Musik-Labels nach dem 31. März einigen können. „Die von der Gema geforderte Vergütung für Musikstreams ist ungefähr 50 mal höher als die Vergütung, die vom britischen Gema-Pendant PRS gefordert wird“, sagte Patrick Walker, Youtube-Direktor für Videopartnerschaften in Europa. Diese Forderung sei so unrealistisch, dass sie nur den einen Zweck verfolgen könnten, Internetunternehmen in ein Schiedsgerichtsverfahren zu zwingen, sagte Walker. Aufgrund der Rechtslage sei es Youtube nicht möglich, in dieser Zeit sein Musikvideoangebot aufrecht zu erhalten, da das Verfahren mehrere Jahre dauern könne. Walker kritisiert auch die Weigerung der Gema, genau mitzuteilen, welches Musikrepertoire sie noch vertrete. „Gema repräsentiert nicht mehr 100 Prozent des Repertoires in Deutschland. Obwohl wir die Gema wiederholt gebeten haben, uns ihr aktuelles Repertoire mitzuteilen, hat die Gema dies bisher nicht getan. Damit erwartet die Gema, dass Youtube für etwas zahlt, ohne dies genau zu kennen. Daher haben wir keine Wahl als den Zugriff auf die Musik dieser Labels für deutsche Youtube-Nutzer zu sperren“, sagte Walker. Bereits im Jahr 2007 hatte es Streit zwischen Youtube und der Gema über die Vergügung für die Urheberrechte an den Musikvideos gegeben. Daher hatte sich der Deutschland-Start von Youtube verzögert. Nach einigen Monaten hatten sich Youtube und die Gema dann doch auf einen Vertrag geeinigt, der am heutigen 31. März ausgelaufen ist.
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