Streik gegen das Schulsystem

Ja aber das ist ja nur eine Halbwahrheit. Du musst halt angeben wenn du ihnen was gibst, damit eventuell Gelder gestrichen werden können. Denn die Gelder kommen ja nicht aus dem nichts, sondern von arbeitenden Menschen und wenn ein Familienmitglied diese Gelder auftreiben kann, ist es doch nur fair, dass dies nicht als zusätzlicher Luxus genutzt werden können, sondern aber als Ersatzleistung.
 
Ja und genau darum geht es ja. Warum sollte ich die Aufgaben von denen übernehmen ich möchte sie ja nur etwas aus der Schuldenfalle holen. Und das ist mir nicht möglich. Sprich sie müssen indirekt weiter auf Dispo leben. Finde ich so net so dolle. Aber ok.

Es ist ja nicht so dass sie jetzt in Saus und Braus leben würden/könnten wenn ich denen das Konto auf 0 stellen würde.
 
Nein aber du könntest dein Geld auch dafür verwenden das sie sich besser fühlen, da andere nicht für sie arbeiten müssen. Mit der Dispoauflösung hilfst du nur der Bank und ganz minimal deiner Familie (denn viel mehr haben die dadurch auch nicht). Zahlst du aber einen Teil ihrer Gelder, dann haben sie vielleicht weniger das Gefühl anderen auf der tasche zu liegen (viele Arbeitslose sollen dieses Gefühl ja haben) und sie fühlen sich besser. Denn von jemanden dem man auch geholfen hat Geld zu nehmen ist sicherlich leichter
 
Warum soll ich die Schule Deines Kindes bezahlen?
Machst Du nicht. Du bezahlst (nachträglich) Deinen eigenen Schulbesuch, oder warst Du nie auf einer Schule?

Warum soll ich deinen Krankenhausaufenthalt zahlen, falls du mal so krank wirst, dass die Behandlung mehrere tausend Euro kostet?
Das musst Du ja gar nicht. Das ist eine Versicherung.

Warum soll ich dir deine Rente finanzieren?
Das musst Du ebenfalls nicht, das ist auch eine Versicherung.

Weil wir ein Sozialstaat sind. Das haben nur einige leider vergessen.
Und "Sozialstaat" bedeutet, dass der einzelne sich nicht an den Kosten seiner eigenen Ausbildung stärker beteiligen soll als die Gemeinschaft?

Zumal diese Bildung uns später weiter bringen wird. Deutschlands Chancen liegen in der Hightechbranche. Wir brauchen Topleute für Topjobs.
Unterschreibst Du dafür vor dem Studium, dass Du Dein Wissen ausschliesslich im deutschen Sozialstaat verkaufen wirst und auch in Deutschland an den Sozialsystemen teilnimmst? Ich kenne einige, die haben nett kostenlos studiert und sind dann ins Ausland gegangen, weil dort mehr zu verdienen ist und ihnen der Sozialstaat zu teuer war.

Wenn du mir ein Studium bezahlst besteht die große Chance das ich später auch mal jemand anderem über Steuern ein Studium finanzieren kann und mich mehr als gut selbst ernähren kann.
Das kannst Du auch, wenn Du eine Ausbildung machst. Was hat denn die steuerzahlende Friseuse davon, wenn Du später viel Geld verdienst und sie deshalb bei den Lebensmitteln sparen muss?

Ich möchte ja auch gar nicht, dass der einzelne Student sein Studium komplett selber finanziert. Aber wenn hier jemand jammert, weil er 166 Euro pro Semester für seine Uni zahlen soll, dann würde ich den gerne mal auf ein Microsoft Seminar zum MCSE schicken. Da werden hochqualifizierte IT-Fachleute ausgebildet. Und das kostet denjenigen mal schnell 3000 Euro pro WOCHE. Wie war das: Bildung sollte kostenlos sein?

Marty
 
Die Dispoauflösung, hilft doch nicht der Bank, die sind doch froh wenn sie horrende Zinsen abknöpfen können. Ich finde es nur schade, dass das was meine Mutter am Monatsende sparen könnte sie als Zinsen wieder ausgibt und das hätte ich gerne unterbinden wollen. Das geht nicht. Zumindest nicht offiziell.
Natürlich ist es was anderes wenn ich ihr Geld gebe als wenn sie das Geld von der ARGE bekommt. Nur geht eventuell das Gefühl weg, von der Stütze zu leben als von wildfremden Menschen die hart dafür arbeiten müssen, jedoch kommt das neue Gefühl abhängig von den Kindern zu sein. Ich denke das ist auch nicht besonders rosiger.
Ich finde es nur nicht schön dass das komplette Geld was ich ihr gerne offiziell gebe würde angerechnet wird. Eine 50:50 Alternative wäre da eine Überlegung werd, die jedoch reglementiert sein sollte. Aber ich werde doch nicht die Miete etc. für meine Mutter übernehmen wenn die ARGE dafür zu sorgen hat. Etwas Unterstützung sollte da auch vom Staat kommen. Somit sehe ich selbst nicht wirklich ein, die Unterstützung 100% zu tragen.
 
Ich möchte ja auch gar nicht, dass der einzelne Student sein Studium komplett selber finanziert. Aber wenn hier jemand jammert, weil er 166 Euro pro Semester für seine Uni zahlen soll, dann würde ich den gerne mal auf ein Microsoft Seminar zum MCSE schicken. Da werden hochqualifizierte IT-Fachleute ausgebildet. Und das kostet denjenigen mal schnell 3000 Euro pro WOCHE. Wie war das: Bildung sollte kostenlos sein?

Marty

Was du vergisst ist das die 166€ zusätzlich zu den Kosten anfallen die man sowieso schon hat. Sprich Miete, Wasser, Strom, Lebensmittel etc. Klar sind da 166€ vergleichsweise wenig. Aber für mich ist das im Moment sehr viel Geld. Teure Zusatzveranstaltungen wie Exkursionen ins Ausland gibts bei uns auch. Daran nimmt aber auch nur ein kleiner Prozentsatz teil.

Dein Microsoft-Seminar ist sicher nicht im normalen Studienplan enthalten, sondern wohl eher eine (freiwillige?) weiterbildende Maßnahme um sich mit einer Zusatzqualifikation noch weiter von der Masse abzusetzen. Um im IT-Bereich ne Anstellung zu bekommen brauch man die aber sicher nicht zwingend. Da ist man mit nem ordentlichen Dipl.-Ing. und/oder viel Berufserfahrung und/oder Vitamin-B schon gut dabei.

Was den Nebenjob angeht funktioniert das nur bedingt. Wer Glück hat und einen mit recht flexiblen Arbeitszeiten findet hats gut. Ich hätte nur im Grundstudium nebenbei arbeiten können ohne das das Studium drunter leidet, im Hauptstudium hat man kaum eine freie Minute.
In den Semesterfreien ? Ha! Auch die sind vollgeknallt mit Pflichtpraktika, Klausuren oder Hausarbeiten. Dazu kommt das wir uns während des Studiums auch schon kleine Berufserfahrungen machen müssen in Form von Praktika in Betrieben. Wenn man also mal Zeit zum Arbeiten findet erledigt man die. Geld gibts dafür aber in 99% der Fälle nicht. Diejendigen die bei uns keine andere Wahl hatten weil das Bafög so knapp ist OBWOHL wir nur 166€ bezahlen müssen haben mit viel Willen nicht mehr als 20h/Monat geschafft.

@Red: Du kannst ihnen doch kleinere Summen zustecken so das Sie weniger von ihrem Konto holen müssen um z.B. Lebensmittel einzukaufen. Auf lange sicht sollte sich da der Kontostand doch auch erholen.

Und danke für den anonymen, unkommentierten Rot-Popel. Ist eh alles off-topic, damit bin ich raus aus diesem Thread.
 
@Red: Du kannst ihnen doch kleinere Summen zustecken so das Sie weniger von ihrem Konto holen müssen um z.B. Lebensmittel einzukaufen. Auf lange sicht sollte sich da der Kontostand doch auch erholen.
*hust *hust :LOL:
Dauert aber wesentlich länger als wenn man einmal komplett helfen würde.
 
Ich war bei keinder der Demos, aber ich glaube die sollten sich eher darum kümmern wie sie das Schulsystem besser und kompetitiver machen können;)
 
Dein Microsoft-Seminar ist sicher nicht im normalen Studienplan enthalten, sondern wohl eher eine (freiwillige?) weiterbildende Maßnahme um sich mit einer Zusatzqualifikation noch weiter von der Masse abzusetzen. Um im IT-Bereich ne Anstellung zu bekommen brauch man die aber sicher nicht zwingend. Da ist man mit nem ordentlichen Dipl.-Ing. und/oder viel Berufserfahrung und/oder Vitamin-B schon gut dabei.

Und ein Studium ist? Eine weiterführende Qualifikation um sich von der Masse abzusetzen und mehr Geld zu verdienen. Das Ziel ist immer das selbe. Nur zahle ich als voll Arbeitender Mensch für mein Studium 360 € im Monat, für Zusatzqualifikationen, wie den von Marty angesprochene, mehrere Tausend Euro. Neben der Tatsache, dass mich das ganze sehr teuer kommt muss ich voll arbeiten und habe dadurch doppelten Stress wenn ich es packen möchte (und bei den Preisen die ich zahle will ich es auch wirklich packen!!!). Erstaunlicherweise sind die erfolgreichen Absolventen prozentual bei Studiengängen neben der Arbeitszeit wesentlich höher als bei einer Universität. Also irgendwie muss es ja gehen die Arschbacken mal 3 Jahre zusammenzukneifen und sich in den Arsch zu treten auch neben dem Studium arbeiten zu können ;)
 
Was du vergisst ist das die 166€ zusätzlich zu den Kosten anfallen die man sowieso schon hat. Sprich Miete, Wasser, Strom, Lebensmittel etc.
Du tust ja so, als müsste der Steuerzahler das nicht auch zusätzlich zu DEINER Ausbildung für sich zahlen.

Aber für mich ist das im Moment sehr viel Geld.
Das mag sein. Und meinst Du nicht, für den Arbeitnehmer ist es auch "sehr viel Geld", wenn er Dein Studium finanziert?

Dein Microsoft-Seminar ist sicher nicht im normalen Studienplan enthalten, sondern wohl eher eine (freiwillige?) weiterbildende Maßnahme um sich mit einer Zusatzqualifikation noch weiter von der Masse abzusetzen.
Entschuldige, ich habe nicht studiert. Ich bin aber als IT-ler quasi verpflichtet, mich ständig weiterzubilden. Und das teilweise auf eigene Kosten. Und diese Kosten kann ich zwar steuerlich geltend machen, bekomme sie aber nicht komplett erstattet. Und jetzt sag mir, wieso ich meine Bildung zu knapp 80% selber zahlen muss, Du aber Deine Bildung kostenlos erhalten sollst, nur weil es ein Vollzeitstudium ist?

Um im IT-Bereich ne Anstellung zu bekommen brauch man die aber sicher nicht zwingend.
Du kannst Dir ja mal beliebige Stellenanzeigen als Systemadministrator anschauen.

Ich hätte nur im Grundstudium nebenbei arbeiten können ohne das das Studium drunter leidet, im Hauptstudium hat man kaum eine freie Minute.
Ich arbeite zur Zeit 40 Stunden pro Woche, habe eine Familie mit Kind und lerne nebenbei. Das Lernen dauert dadurch halt ein paar Jahre länger. Aber leider finanziert mir niemand meine Ausbildung.

Klar hätte ich auch studieren können. Das hätte aber nichts an meiner Meinung zu den Kosten des Studiums geändert.

Ich wäre grundsätzlich für ein nachfinanziertes Studium. Jeder, der studiert, zahlt später eine Art Studiensteuer ab einer bestimmten Einkommensgrenze. Dadurch liessen sich alle Unis sofort finanzieren.

In den USA macht man das mit Stipendien. Die bekommt man aber nur, wenn man entweder was im Kopf hat oder eine sonstige Qualifikation, die einer Uni nützt. In Deutschland darf jeder studieren und die Allgemeinheit soll es bezahlen.

Marty
 
In Deutschland darf jeder studieren und die Allgemeinheit soll es bezahlen.

Marty

ja und nen fertig ausgebildeter Arzt kostet dem Steuerzahler insgesamt 1 Mio Euro (kompletter Weg vom Kindergarten an) , weil der aber im Ausland leicht mal mehr wesentlich mehr verdient als hier haut der Mio Euro Arzt gern ab in andere Länder und nützt nur noch dem Gesundheitssystem dort etwas


logischer Weg wäre : z.B. Arzthonorare um 2-3 K Euro Brutto monatlich erhöhen und die in seinen ersten 10 Berufsjahren abschöpfen um damit das Bildungssystem zu refinanzieren, natürlich auch abschöpfen falls er ins Ausland geht ;)

Folge: Motivation auszuwandern sinkt, die Mio Euro die in den Kopf investiert wurde bleibt wahrscheinlich im Land
 
ja und nen fertig ausgebildeter Arzt kostet dem Steuerzahler insgesamt 1 Mio Euro (kompletter Weg vom Kindergarten an) , weil der aber im Ausland leicht mal mehr wesentlich mehr verdient als hier haut der Mio Euro Arzt gern ab in andere Länder und nützt nur noch dem Gesundheitssystem dort etwas


logischer Weg wäre : z.B. Arzthonorare um 2-3 K Euro Brutto monatlich erhöhen und die in seinen ersten 10 Berufsjahren abschöpfen um damit das Bildungssystem zu refinanzieren, natürlich auch abschöpfen falls er ins Ausland geht ;)

Folge: Motivation auszuwandern sinkt, die Mio Euro die in den Kopf investiert wurde bleibt wahrscheinlich im Land
Finde ich nicht so pralle, ich selbst bin ebenfalls so ein "Flüchtling". Aber Deutschland hat es nicht anders verdient. Ich wollte gerne eine Promotion machen, die Chance dies mit einem Fachhochschulabschluß (Dipl.) zu bekommen, tendiert gegen 0. Weil einfach die Kriterien meines Erachtens falsch gesetzt sind. Klar soll nicht auch noch jeder nen Doktor hinterher geschmissen bekommen. Aber die Chance für FH-Leute fast komplett zu streichen finde ich nicht Pralle. Somit Job indirekt im Ausland gesucht (Arbeitgeber ist innerhalb meiner ersten 3 Monate ins Ausland gegangen, Schweiz um dort Entwicklung und Produktion an einem Ort zu haben) und gefunden. Effektiv ca. 25-35% mehr Gehalt, warum sollte man das nicht annehmen. Solange Deutschland sich weiter in einen Niedriglohnsektor entwickelt wird sich das auch nicht ändern sondern eher noch verschärfen. Dann dies noch mit "Strafen" ausgleichen zu wollen, wird erst recht schief gehen, denn dann werden alle direkt im Ausland beginnen zu studieren. Viel Spaß...
 
Finde ich nicht so pralle, ich selbst bin ebenfalls so ein "Flüchtling". Effektiv ca. 25-35% mehr Gehalt, warum sollte man das nicht annehmen.
Weil die 25%-35% mehr Gehalt daraus resultieren, dass hier dieses Geld genommen wird, um Leuten wie Dir ein kostenloses Studium zu verschaffen.

Studier doch das nächste mal bitte direkt in der Schweiz auf Schweizer Kosten und nicht auf meine.

Marty
 
Das musst Du ja gar nicht. Das ist eine Versicherung.

Stimmt, hab ich vergessen, Versicherungen drucken ja ihr Geld. Oh ne, die kriegen es von den Versicherten und das funktionierte nach dem... wie hieß das gleich nochmal? Achja, Generationenmodell. Das wurde doch vor die Wand gefahren, wenn ich mich richtig erinnere. Aber ist ja egal, denn wenn das Geld nicht reicht, springt der Staat ein. Und der druckt sein Geld. Ne auch nicht. Der kriegt es von den Steuerzahlern. Also auch von mir.

In Deutschland darf jeder studieren
Das ist mir neu.
 
Stimmt, hab ich vergessen, Versicherungen drucken ja ihr Geld. Oh ne, die kriegen es von den Versicherten und das funktionierte nach dem... wie hieß das gleich nochmal? Achja, Generationenmodell.
Nur leider muss man daran nicht teilnehmen. Und soll ich Dir was sagen: Gerade alle Studierten, die nachher über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, sind diejenigen, die sich als Erstes aus diesem Solidarpakt ausklinken.

Wem es noch besser geht, der macht sich selbstständig und hält sich auch völlig aus diesem Modell raus. Nur der Geringverdiener wird gezwungen zu diesem Modell. Und diese geringverdiener dürfen vorher noch den Solidarflüchtlingen das Studium finanzieren.

Frag doch mal, wieviele Topverdiener in Deutschland gesetzlich krankenversichert und rentenversichert sind. Aber studieren auf meine Kosten, das konnten sie.

Man lernt halt nie aus.

Marty
 
Man lernt halt nie aus.

Sorry, das die Rhetorik an dir vorbeigegangen ist. Ich meinte natürlich: Das stimmt nicht. Aber wenn dem so wäre, warum studierst du dann nicht einfach? Dann brauchst du dir über diese ganzen Sachen gar nicht erst den Kopf zerbrechen. Dann kannste dich auch schön auf Kosten anderer durchschmarotzen und gehst danach ins Ausland. Ist doch super und total einfach, so wie du das schreibst.
 
Sorry, das die Rhetorik an dir vorbeigegangen ist. Ich meinte natürlich: Das stimmt nicht.
Wieso sollte das nicht stimmen. Das ein Studium an eine Vorqualifikation gebunden ist, bedeutet doch nicht, dass es nicht grundsätzlich jedem zugänglich wäre.

Oder würdest Du auch sagen: In Deutschland darf nicht jeder ins Kino, weil man vorher eine Eintrittskarte kaufen muss?

Aber wenn dem so wäre, warum studierst du dann nicht einfach?
Weil ich 36 bin und eine Familie zu ernähren habe. Und die ernährt sich leider nicht bei einem Studium. Die Qualifikation dafür könnte ich nachweisen.

Dann brauchst du dir über diese ganzen Sachen gar nicht erst den Kopf zerbrechen.
Ach so, Du meinst, ich bin neidisch. Ich kann Dich beruhigen, ich bin es nicht. Ich würde vermutlich auch, wenn ich selber studieren würde, dafür plädieren, dass sich Studenten mit einem (minimalen) Anteil an den Bildungskosten beteiligen.

Dann kannste dich auch schön auf Kosten anderer durchschmarotzen und gehst danach ins Ausland. Ist doch super und total einfach, so wie du das schreibst.
Ja, aber das würde doch das Problem nicht ändern.

Marty