Demnach würde sich der "Skandal" lediglich aus der Höhe der Honorare ableiten.
Ja.

Ist es jetzt grundsätzlich falsch, dass jemand bezahlte Vorträge hält
Wenn dieser jemand ein Abgeordneter ist, dann tendiere ich zu ja. Ausnahmen sehe ich hier, wenn derjenige ein ausgewiesener Experte in einem Fachgebiet ist. Kann ich bei Steinbrück nicht beurteilen.

Ich finde es bedenklich, wenn wir die moralische/rechtliche Schuld jetzt in € messen und so Skandale konstruieren.
Ist nicht dein Ernst, oder!? Jetzt?!!??! Gerade im Politzirkus spielte die Höhe des geflossenen Gerldes eine entscheidende Rolle. Man muss sich da nur mal das Thema Spenden in der jüngeren und älteren Vergangenheit anschauen.
Und auch in der Rechtssprechung spielt die Höhe des Geldes natürlich eine Rolle; sei es bei Bestechung, Steuerhinterziehung oder angerichteten Sachschaden.

Es macht keinen Sinn, aus der Höhe der Nebeneinnahmen einen Skandal zu konstruieren.
Generell macht es keinen Sinn, aus irgendetwas einen Skandal zu konstruieren.

Ich erwarte in diesem Punkt in erster Linie Offenheit - und die hat Steinbrück geliefert. Jetzt interessieren mich andere Bundestagsabgeordnete, vor allem die aus meinem Wahlkreis...
Transparenz/Offenheit der Tranzparenz/Offenheit wegen. Oder anders formuliert: Du willst eine Information, die dich aber nicht interessiert, weil sie keine Rolle für dich spielt. DAS macht keinen Sinn.
 
Wenn dieser jemand ein Abgeordneter ist, dann tendiere ich zu ja. Ausnahmen sehe ich hier, wenn derjenige ein ausgewiesener Experte in einem Fachgebiet ist. Kann ich bei Steinbrück nicht beurteilen.
Bei wem könntest du es denn beurteilen? Der Mann war immerhin 4 Jahre Finanzminister...

Ist nicht dein Ernst, oder!? Jetzt?!!??! Gerade im Politzirkus spielte die Höhe des geflossenen Gerldes eine entscheidende Rolle. Man muss sich da nur mal das Thema Spenden in der jüngeren und älteren Vergangenheit anschauen.
Und auch in der Rechtssprechung spielt die Höhe des Geldes natürlich eine Rolle; sei es bei Bestechung, Steuerhinterziehung oder angerichteten Sachschaden.
Sorry, aber das ist quatsch. Bei Bestechungen heißt die Frage nicht, wie viel, sondern nur ob. Und solange Nebeneinnahmen nicht ausdrücklich verboten sind, ist es unlauter, daraus eine Einflussnahme des Bezahlers herzuleiten. Demnach bleibt lediglich die Frage, Wie oft man seinem Nebenerwerb nachgeht und, welche inhalte man dort vertritt, wie hier ganz richtig angemerkt wurde. Und da sind für mich Fakten, die verschwiegen werden, deutlich interessanter...

Generell macht es keinen Sinn, aus irgendetwas einen Skandal zu konstruieren.
Gut - warum machst du es? Bzw - warum wirfst du Steinbrück etwas vor, was andere im Bundestag ebenso tun - und keine Einzelheiten zur Höhe und Anzahl ihrer Nebenbeschäftigungen angeben?

Transparenz/Offenheit der Tranzparenz/Offenheit wegen. Oder anders formuliert: Du willst eine Information, die dich aber nicht interessiert, weil sie keine Rolle für dich spielt. DAS macht keinen Sinn.
Woher willst du das wissen? :-?
 
Lassen wir uns doch erstmal überraschen, ob die FDP-Spitzen ihre Zahlen jetzt auch mal offenlegen. Allen voran vielleicht der Vizekanzler oder der Aussenminister? Die CSU-Spitzen wären auch interessant.

PS: Bill Clinton kassiert bis zu 500.000 Dollar für solch eine Rede.

Marty
 
Und auch in der Rechtssprechung spielt die Höhe des Geldes natürlich eine Rolle; sei es bei Bestechung, Steuerhinterziehung oder angerichteten Sachschaden.

Leg der Debatte einen Straftatbestand zugrunde und wir können gerne weiterreden. Fehlen Kontrollmechanismen dafür? Darüber können wir auch gerne reden.

So lange mit dem Finger auf jemanden zeigen, bis er zurücktritt: Da bin ich raus. Das ist ekelhaft.
 
Bei wem könntest du es denn beurteilen?
Ich würd sagen, wenn ich bei einigen Vorträgen anwesend war und ich mich mit der Materie auskenne. Ansonsten bin ich auf Beurteilungen anderer angewiesen.

Sorry, aber das ist quatsch. Bei Bestechungen heißt die Frage nicht, wie viel, sondern nur ob.
Das heißt also, bei der Festlegung des Strafmaßes spielt die Höhe des geflossenen Geldes keine Rolle?

Und solange Nebeneinnahmen nicht ausdrücklich verboten sind, ist es unlauter, daraus eine Einflussnahme des Bezahlers herzuleiten.
Unlauter!? Meinste nicht, dass du da nicht ein bisschen sehr auf die Kacke haust? Mal davon abgesehen, dass ich diese Herleitung überhaupt nicht getroffen habe, ist doch bei der Beurteilung von Politikern nicht allein entscheidend, ob etwas verboten ist oder nicht. Es mag dich ehren, wenn du solche Fälle wie diesen oder z.B. FDP und Mövenpick sachlich angehst, aber deine aufgeregt-entrüstete Wortwahl ist übertrieben.


Demnach bleibt lediglich die Frage, Wie oft man seinem Nebenerwerb nachgeht und, welche inhalte man dort vertritt, wie hier ganz richtig angemerkt wurde. Und da sind für mich Fakten, die verschwiegen werden, deutlich interessanter...
Das sind 2 Fragen. :mrgreen:
In deinem ersten Beitrag hier klang das aber noch anders. Da hast du das "Wie oft" indirekt als fadenscheinig bezeichnet. Aber egal. Ich finde deinen Standpunkt aber immer noch nicht schlüssig. Du interessierst dich für die Nebeneinkünfte deiner Abgeordneten, die Höhe spielt für dich aber keine Rolle. Veröffentlichen sie diese, ist für dich alles ok, wenn nicht...!?
Übrigens, welche Inhalte Steinrück - und andere Abgeordnete - bei seinen Nebentätigkeiten vetritt, verschweigt er auch. Verschwiegene Fakten findest du ja deutlich interessanter.

Um's abschließend klarzustellen: Ich unterstelle Steinbrück weder Bestechlichkeit, noch mache ich im generell seine Nebentätigkeiten zum Vorwurf, noch will ich einen Skandal konstruieren. Ich wollte nur meine Irritation über das Verhältnis zwischen Haupt- und Nebeneinkommen darlegen und ich bezweile mit seinem Verhalten die Glaubwürdigkeit gegenüber seiner Zielgruppe (zu der ich mich nicht zähle).

Alles in allem kann man Steinbrück und/oder seinen Beratern gratulieren, wie sie mit der Wahlkampfattacke umgegangen sind. Statt die Vorwürfe zu leugnen und sie nur nach und nach zu bestätigen - wie die Pappnasen Wulff und Guttenberg -, hat er alles offengelegt und gleichzeitig den politischen Gegner unter Druck gesetzt. So führt man Wahlkampf in diesem Geschäft!
 
Das heißt also, bei der Festlegung des Strafmaßes spielt die Höhe des geflossenen Geldes keine Rolle?
Strafmaß? Welches Strafmaß? Steinbrück hat nichts verbotenes gemacht. Und um da ein evtentuell aufkommendes Mißverständnis auszuräumen - ich meinete die Unmittelbaren Folgen (Rücktritt, Rausschmiss), nicht die gerichtlichen... ;)

Unlauter!? Meinste nicht, dass du da nicht ein bisschen sehr auf die Kacke haust?
Gut, setze das Synonym "scheinheilig", wenn Dir das lieber ist...

In deinem ersten Beitrag hier klang das aber noch anders. Da hast du das "Wie oft" indirekt als fadenscheinig bezeichnet. Aber egal. Ich finde deinen Standpunkt aber immer noch nicht schlüssig. Du interessierst dich für die Nebeneinkünfte deiner Abgeordneten, die Höhe spielt für dich aber keine Rolle. Veröffentlichen sie diese, ist für dich alles ok, wenn nicht...!?
Irrtum! Ich habe es als fadenscheinig bezeichnet, aus einer großen Anzahl von Nebenerwerbs-aktionen darauf zu schließen, das man seinen Aufgaben als Abgeordneter nicht mehr nachkommen könnte. Aber hängt in erster Linie davon ab, welche Aufgaben dieser Abgeordnete in seiner Fraktion den Ausschüssen etc. hat. Pauschal geht hier nichts.
Und was die Höhe der Nebeneinkünfte angeht - so ist sie durchaus interessant, nur ziehe ich keine automatischen Schlüsse daraus. Eine Nichtveröffentlichung finde ich per se kritischer, weil mir eher der Verdacht der Einflussnahme kommt.

Übrigens, welche Inhalte Steinrück - und andere Abgeordnete - bei seinen Nebentätigkeiten vetritt, verschweigt er auch. Verschwiegene Fakten findest du ja deutlich interessanter.
Nur weil er offener ist als andere, muss er ja nicht perfekt sein. Aber ja - die Themen interessieren mich tatsächlich...

Alles in allem kann man Steinbrück und/oder seinen Beratern gratulieren, wie sie mit der Wahlkampfattacke umgegangen sind. Statt die Vorwürfe zu leugnen und sie nur nach und nach zu bestätigen - wie die Pappnasen Wulff und Guttenberg -, hat er alles offengelegt und gleichzeitig den politischen Gegner unter Druck gesetzt. So führt man Wahlkampf in diesem Geschäft!
So sehe ich es auch. Hat was von politischem Judo... ;)
 
Gut, setze das Synonym "scheinheilig", wenn Dir das lieber ist...

Ist es nicht auch scheinheilig, dass man ihn nur deswegen in Schutz nimmt, weil er in der SPD ist? Ist ja schon auffällig, dass ihn hier primär Menschen in Schutz nehmen, die aus anderen Threads dafür bekannt sind, dass sie eher SPD wählen oder noch linker...

Ich finde auch nicht, dass es um die Höhe der Honorare geht. Hat ja auch so der Vertreter vom Bund der Steuerzahler in einer Talkrunde gesagt. Steinbrück hat ja neben den bezahlten Vorträgen weitere 235 Vorträge ohne Bezahlung gehalten. Selbst wenn ein anderer diese Reden alle schreibt muss er sich sicherlich ein wenig darauf vorbereiten. Auch die Reisen von Vortragsort zu Vortragsort kosten natürlich Zeit.

Nun hört man aber immer wieder in der Eurokrise, dass die Abgeordneten sich überfordert fühlen bei den Abstimmungen, weil es schwierig ist den gesamten Sachverhalt der Krise zu begreifen. Wenn ich aber Hauptberuflich so stark in Reden halten eingebunden bin wie ein Herr Steinbrück, dann wundert mich diese Überforderung natürlich nicht. Hierbei geht es eigentlich auch nicht nur um Herrn Steinbrück. Herr Kubicki macht ja momentan auch immer wieder auf sich aufmerksam mit der Ansicht, dass er Hauptberuflich Anwalt ist und nichts von Paralmentarieren hält, die sich die Zeit nehmen sich mit der Materie zu beschäftigen über die sie später mit abstimmen. Nur ist ein Herr Kubicki in der Bedeutung natürlich wesentlich unwichtiger als ein aktueller Kanzlerkandidat, von dem man natürlich noch mehr erwartet sich um die Interessen der Bürger zu kümmern.

Von daher empfinde ich es nicht als künstlichen Skandal. Ich denke zwar auch, dass man nicht nur auf Steinbrück gucken sollte, sondern auch auf andere Abgeordnete, da er aber nun mal Kanzlerkandidat ist hat er momentan natürlich eine bedeutenere Rolle.
 
Strafmaß? Welches Strafmaß? Steinbrück hat nichts verbotenes gemacht. Und um da ein evtentuell aufkommendes Mißverständnis auszuräumen - ich meinete die Unmittelbaren Folgen (Rücktritt, Rausschmiss), nicht die gerichtlichen... ;)
Und um mit dem bereits entstandenen Mißverständnis aufzuräumen - Es geht (mir) nicht um den konkreten Fall Steinbrück, sondern allgemein um das Delikt "Bestechung". Ich bezog mich auf eine Äußerung von aessitt, der es bedenklich findet, wenn die rechtliche Schuld in € gemessen wird.

Gut, setze das Synonym "scheinheilig", wenn Dir das lieber ist...
Politik bzw. politische Diskussion eben. Wie so oft können die Vorwürfe sicherlich auch an andere Politiker gerichtet werden; quer durchs gesamte Parteieinspektrum. Ich will damit aber jetzt nicht gegen "die da oben" wettern, schließlich sind "die da unten" auch nicht groß anders; bewegen sich nur auf einen anderem Niveau.
Übrigens, die Aufregung über scheinheilige oder gar unlautere Äußerungen finde ich eben scheinheilig oder gar unlauter. Ich will hier wieder das Bespiel der FDP und Mövenpick bringen. Da war die allgemeine Stimmungslage anders, eindeutiger. Dabei war die Schwesterwelle-Partei sogar von anfang an transparent. :mrgreen:

Irrtum! Ich habe es als fadenscheinig bezeichnet, aus einer großen Anzahl von Nebenerwerbs-aktionen darauf zu schließen, das man seinen Aufgaben als Abgeordneter nicht mehr nachkommen könnte. Aber hängt in erster Linie davon ab, welche Aufgaben dieser Abgeordnete in seiner Fraktion den Ausschüssen etc. hat. Pauschal geht hier nichts.
Und, wie schätzt du die Situation bei Steinbrück ein?

Und was die Höhe der Nebeneinkünfte angeht - so ist sie durchaus interessant, nur ziehe ich keine automatischen Schlüsse daraus.
Und, welche Schlüsse ziehst du bei Steinbrück?
 
Ich denke zur wesentlichen Arbeit eines Politikers gehört es, sich mit vielen Menschen zu unterhalten um so "auf dem Laufenden" zu bleiben, aber natürlich auch um sich selbst im Gespräch zu halten. Bei den offenbar vielen Anlässen bei denen Steinbrück Reden hält, kann er dieser Aufgabe sicher gut nachkommen. Vielleicht sogar wesentlich besser, als wenn er in seinem Abgeordneten- oder Wahlkreisbüro sitzt.

Man sollte auch nicht vergessen, dass er zwischen seiner Ministertätigkeit und der Bekanntgabe seiner Kandidatur nicht unbedingt eine erste Geige in Partei und Fraktion gespielt hat.

Anrüchig wird die Geschichte doch erst dann, wenn tatsächlich besondere Nähe zu einzelnen Interessenvertretern besteht oder seine Arbeit als Abgeordneter offenkundig leidet. Von beiden Vorwürfen habe ich bislang nichts konkretes gelesen, in Bezug auf letzteres allenfalls als pauschale Anschuldigung.

Darüber hinaus halte ich die aus diesem Fall entstandene Transparenzdiskussion für wünschenswert und den Umgang Steinbrücks mit der Kritik für professionell und gelungen.
 
Ich will hier wieder das Bespiel der FDP und Mövenpick bringen. Da war die allgemeine Stimmungslage anders, eindeutiger. Dabei war die Schwesterwelle-Partei sogar von anfang an transparent. :mrgreen:
Die Mövenpick-Affäre hatte einen etwas anderen Beigeschmack weil sie mit der Gewährung eines konkreten Vorteils verknüpft war, was eben die Grundvorraussetzung für "Bestechung" im rechtlichen Sinn ist und dementsprechend anders gewürzt war. ;)
 
Anrüchig wird die Geschichte doch erst dann, wenn tatsächlich besondere Nähe zu einzelnen Interessenvertretern besteht oder seine Arbeit als Abgeordneter offenkundig leidet. Von beiden Vorwürfen habe ich bislang nichts konkretes gelesen, in Bezug auf letzteres allenfalls als pauschale Anschuldigung.

Naja 2010 gab es einen großen Artikel über ihn, weil er 12 von 19 namentliche Abstimmunge im Bundestag geschwänzt hat. Aufgrund des Skandals damals ist das Schwänzen weniger geworden. Dennoch hat er nicht wrklich mit Präsenz danach geglänzt. Schlimmer ist übrigens noch Gauweiler mit der Fehlquote. Zumindest aktuell. Auf 12 von 19 kommt er auch nicht. Nicht das hier gemeint wird, dass nur auf der SPD rumgehackt wird. Wobei Präsens alleine ja nichts bringt, wenn man vor und nach der Abstimmung keine Zeit hat sich über die Sachverhalte zu informieren über die man abstimmen muss, da man sich ja um seinen eigentlichen Hauptjob kümmern muss. Politiker ist man ja nur um gute Posten zu bekommen oder Geld zu verdienen. Steinbrück wird ja nun auch (wo er einen anderen Posten in Aussicht hat) auf ein mal nachdenklich und meint, dass er nun keine Reden mehr halten wird. Entweder sind Reden o.k. und man kann sie immernoch halten oder man wirkt einfach nur so, als wenn man sich durch das neue Amt mehr verspricht als durch die Reden. Und wenn man sich nicht mehr Geld verspricht, dann halt mehr macht. Das bedeutet einigen Menschen ja auch sehr viel...
 
Die Mövenpick-Affäre hatte einen etwas anderen Beigeschmack weil sie mit der Gewährung eines konkreten Vorteils verknüpft war, was eben die Grundvorraussetzung für "Bestechung" im rechtlichen Sinn ist und dementsprechend anders gewürzt war. ;)
Den Beweis erbring erstmal! Also der, dass die Spende mit einem konkreten Vorteil verknüpft war. Nur zur Erinnerung: Es waren Spenden an eine Partei in der Opposition (ganz im Gegensatz zur CSU) und die Spenden wurden veröffentlicht (und die FDP ist mit der Senkung der "Hotelsteuer" sogar in den Wahlkampf gegangen). Erst als die FDP in der Regierung war, wurde daraus ein Skandal (konstruiert).

Übrigens: Im Bundestag hat Steinbrück im selben Zeitraum 10 Reden gehalten. ;););)
 
Den Beweis erbring erstmal!
Das ist weder meine Aufgabe, noch die der BamS, SZ und Co. Man darf das bei solchen Diskussionen nur nicht vergessen, wozu wir (als Volk insgesamt) aber imo immer häufiger oder zumindest mit gewisser Regelmäßigkeit neigen und Urteile fällen. ;)
 
Naja 2010 gab es einen großen Artikel über ihn, weil er 12 von 19 namentliche Abstimmunge im Bundestag geschwänzt hat. Aufgrund des Skandals damals ist das Schwänzen weniger geworden. Dennoch hat er nicht wrklich mit Präsenz danach geglänzt. [...]

Nach meiner Quelle räumt Steinbrück ein, an 7 Sitzungstagen in zwei Jahren "geschwänzt" zu haben (was Deinen Angaben ja nicht widersprechen muss, wenn mehrere Abstimmungen an einem Tag stattgefunden haben ;)).

Ich kann da noch keine eklatante Vernachlässigung seiner Abgeordnetenpflichten erkennen, selbst wenn andere nicht so oft fehlen sollten. Darüber hinaus ist, mir jedenfalls, nicht bekannt welche Gründe das jeweilige Fernbleiben hatte.

Auch die Realitäten im Bundestag sollte man nicht aus den Augen verlieren. Wenn klar ist, dass eine Abstimmung verloren gehen wird, dann ist eine Stimme von Steinbrück nicht zwingend erforderlich. Die Koalitionsparteien müssen dagegen schon eher Disziplin aufbringen, jedenfalls wenn sie nur eine knappe Mehrheit stellen können.

[...] Wobei Präsens alleine ja nichts bringt, wenn man vor und nach der Abstimmung keine Zeit hat sich über die Sachverhalte zu informieren über die man abstimmen muss, da man sich ja um seinen eigentlichen Hauptjob kümmern muss. [...]

Womit dann die konkreten Vorwürfe aufhören und man sich wieder auf Vermutungen stützt. Weil er 3-4 Mal im Jahr nicht an einer Sitzung teilnimmt, bedeutet das doch nicht automatisch, dass er sich nicht informiert?

[...] Entweder sind Reden o.k. und man kann sie immernoch halten oder man wirkt einfach nur so, als wenn man sich durch das neue Amt mehr verspricht als durch die Reden [...]

Man könnte auch einfach zur Kenntnis nehmen, dass man als Kanzlerkandidat eine ganz andere Position innerhalb der Partei aber auch vor der Öffentlichkeit einnimmt und dabei sicher auch sehr viele (unentgeltliche) Reden halten muss. Vielleicht bleibt da auch nicht mehr viel Zeit für "Nebentätigkeiten"?
 
Ich kann da noch keine eklatante Vernachlässigung seiner Abgeordnetenpflichten erkennen, selbst wenn andere nicht so oft fehlen sollten. Darüber hinaus ist, mir jedenfalls, nicht bekannt welche Gründe das jeweilige Fernbleiben hatte.

Dann bist du einfach einer anderen Meinung wie ich. Ich persönlich hätte nicht die Zeit alle Sachverhalte in meinem Beruf zu verstehen, wenn ich so viel Zeit wie er in eine andere Arbeit stecken würde. Und ich denke ein Abgeordneter muss wesentlich komplexere Sachverhalte analysieren über die er Abstimmen muss.
 
Sparkassendirektor: "Bekomme weniger als die Hälfte des Kanzlergehalts"

Folgende News wurde am 30.12.2012 um 18:08:36 Uhr veröffentlicht:
Sparkassendirektor: "Bekomme weniger als die Hälfte des Kanzlergehalts"
Top-Themen

Bonn (dts) - Werner Hümmrich, Direktor bei der Sparkasse Köln-Bonn und FDP-Fraktionsvorsitzender im Bonner Stadtrat, bekommt nach eigenen Angaben deutlich weniger als die Hälfte des Gehalts der Kanzlerin. Das sagte Hümmrich am Sonntag dem "Deutschlandfunk". In sofern sei die Klage des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdiene mehr als die Kanzlerin, schlicht falsch."Damit meint er vielleicht die Vorstände, die verdienen natürlich mehr als ein Sparkassendirektor", so Hümmrich. Im Prinzip habe er nichts gegen eine Diskussion über die Bezahlung von Politikern, man müsse sich nur fragen, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt sei. Zudem sei zu betonen, dass die Demokratie vom Ehrenamt lebe. Wenn es nicht die vielen Menschen gebe, die sich in den Kommunalparlamenten engagierten, würde die Demokratie gar nicht funktionieren."Das ist Idealismus, man will etwas für seine Stadt und seine Kommune tun", so Hümmrich, der bereits seit Jahrzehnten auf kommunaler Ebene ehrenamtlich politisch aktiv ist.
 
Zudem sei zu betonen, dass die Demokratie vom Ehrenamt lebe.
Die ganze Gesellschaft lebt mittlerweile von dummen Ehrenämtlern, die sich unentgeltlich die Fresse vollhauen lassen :evil: und ich schimpf da auch über mich selbst, denn ich nehm für meine Opferhilfe keinen einzigen Cent. Aber manchmal muß ein Mann nunmal tun, was ein Mann eben tun muß.
 
Er muss es wissen: Gerhard Schröder meldet sich zum "Kanzler-Gehalt" zu Wort

Folgende News wurde am 30.12.2012 um 21:02:00 Uhr veröffentlicht:
Er muss es wissen: Gerhard Schröder meldet sich zum "Kanzler-Gehalt" zu Wort
Shortnews

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erklärte vor Kurzem, dass die Bundeskanzlerin viel zu wenig verdienen würde. Diesbezüglich erntete Steinbrück Hohn und Spott (ShortNews berichtete). Jetzt meldete sich jemand zu Wort, der das sehr gut beurteilen kann. Es handelt sich um den Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. In einem Interview erklärte er, dass er den Worten von Steinbrück nicht beipflichten kann. Gerhard Schröder erklärte, dass "die Politiker in Deutschland angemessen bezahlt" werden."Und wem die Bezahlung als Politiker zu gering ist, der kann sich ja um einen anderen Beruf bemühen", ergänzte er am Ende.
 
Gut zu wissen, dass man als Bundeskanzler der Bundesrepublick Deutschland nicht hungern muss!;)

Viel Glueck Herr Steinbrück fuer die kommenden Bundestagswahlen!:roll:
 
Viele Sparkassen-Chefs verdienen tatsächlich mehr als die Kanzlerin

Folgende News wurde am 31.12.2012 um 13:05:55 Uhr veröffentlicht:
Viele Sparkassen-Chefs verdienen tatsächlich mehr als die Kanzlerin
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Düsseldorf (dpa) - «Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin» - für diesen Spruch hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück viel Schelte bekommen. Viele Sparkassen weisen die Vorstandsgehälter in ihren Geschäftsberichten nur pauschal aus, einige jedoch namentlich. Ein Blick auf einige zufällig ausgewählte Sparkassen in NRW für 2011 gibt Steinbrück Recht: Selbst kleinere Sparkassen zahlen nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur ihrem Vorstandsvorsitzenden tatsächlich mehr als die Kanzlerin verdient. Merkel kommt mit Kanzlerbesoldung und Abgeordnetenbezügen auf knapp 300 000 Euro im Jahr. Der Chef der Sparkasse KölnBonn dagegen kassierte im Jahr 2011 eine Vergütung von insgesamt 578 000 Euro, die «einfachen» Vorstandsmitglieder erhielten 407 000 bis 442 000 Euro. Mit einer Bilanzsumme von rund 30 Milliarden Euro ist KölnBonn aber auch eine der größten Sparkassen in Deutschland. Zu den größeren in NRW zählt auch die Sparkasse Münsterland-Ost mit einer Bilanzsumme von 8,3 Milliarden Euro. Vergütung des Vorstandsvorsitzenden: 593 000 Euro. Aber auch in kleineren Häusern werden die Chefs ordentlich bezahlt: So in Paderborn, wo die Sparkasse bei einer Bilanzsumme von 3,4 Milliarden Euro ihrem Chef 388 000 Euro zahlt. Die Sparkasse am Niederrhein mit Sitz in Moers - Bilanzsumme 3 Milliarden Euro - entlohnt ihren Vorstandschef mit 312 000 Euro. Etwas bescheidener als die Kanzlerin muss dagegen der Sparkassenchef im westfälischen Gronau leben: Sein Haus, mit einer Bilanzsumme von 464 Millionen Euro eine der ganz kleinen Sparkassen, gibt ihm eine Gesamtvergütung von 215 000 Euro.