Mutmaßlicher Giftgaseinsatz in Syrien

Natürlich zieht die Kolonie der Amis mit in den Krieg. Wann wacht ihr eigentlich mal auf und erkennt was hier wirklich abgeht.
 
@Katzee: Sag nicht MIR das... :biggrin: Hier ist jemand anderes, der behauptet, dass die Amis nichts lieber machen als in Syrien einzufallen... :p

Öhm, das ist definitiv so.
Auch wenn ich Manaeggs Proklamationen ebenso für etwas arg eindimensional halte. Aber daran, dass die USA diesen Einsatz wollen, und das nicht erst seit gestern, besteht aus meiner Sicht garkein Zweifel.
Wer tatsächlich der Ansicht ist, die USA würde sich aus irgendwelchen humanitären Gründen gezwungen fühlen dies zu tun oder sich genötigt fühlt Vergeltung für humanitäres Unrecht verüben zu müssen muss schon ziemlich naiv sein.
Man kann sich jetzt gerne darüber streiten obs geostrategische Gründe oder Wirtschaftliche Gründe hat... oder beides. Aber um das öffentliche Schauspiel zu glauben muss man schon extrem naiv sein oder das Erinnerungsvermögen eines Goldfisches haben.
Naja... oder man glaubt den Amis bis heute, dass z.B. Irak und Afghanistan "humanitäre Eingriffe im Namen der Demonkratie" waren oder aber der irakische Giftgasangriff auf den Iran 1988 mit CSI Unterstützung ebenso humanitären Zwecken diente. Aber wer das tatsächlich so sieht dem ist wohl nicht mehr zu helfen...
 
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Wie schon erwähnt - Obama hatte die "Steilvorlage" schon im Frühjahr - und da ging es den Amis wirtschaftlich noch mieser. Und ich denke, die Amis können sich besseres vorstellen, als Russland zu vergrätzen und eine nationalistischen Iran zu kitzeln, der sich grade wieder langsam in eine liberalere Richtung bewegt und ggf. mit atomaren Waffen droht. Hinzu kommt ein Staat Israel, dessen Reflexe im Hinblick auf Selbstverteidigung extrem flink sind - Das sind so viele unbekannte in der Gleichung, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass Obama da mit dem Streichholz an die Tanke spielen gehen will - er ist ja nicht Bush.

Ich glaube, er hat sich einen dicken diplomatischen Lapsus geleistet, den er jetzt ausbaden muss.
 
Wie schon erwähnt - Obama hatte die "Steilvorlage" schon im Frühjahr - und da ging es den Amis wirtschaftlich noch mieser. Und ich denke, die Amis können sich besseres vorstellen, als Russland zu vergrätzen und eine nationalistischen Iran zu kitzeln, der sich grade wieder langsam in eine liberalere Richtung bewegt und ggf. mit atomaren Waffen droht. Hinzu kommt ein Staat Israel, dessen Reflexe im Hinblick auf Selbstverteidigung extrem flink sind - Das sind so viele unbekannte in der Gleichung, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass Obama da mit dem Streichholz an die Tanke spielen gehen will - er ist ja nicht Bush.

Ich glaube, er hat sich einen dicken diplomatischen Lapsus geleistet, den er jetzt ausbaden muss.

Naja, da wir alle nicht drinstecken ist es im Endeffekt in der Tat eine Glaubensfrage. Ich für meinen Teil halt es für extrem unwahrscheinlich, dass die Amis da einrennen wenn es ihnen keinen geostrategischen oder wirtschaftlichen Vorteil verschaffen würde. Die "Humanitäre Menschenrechtspolizei- Geschichte" halte ich dagegen für ausgesprochen unglaubwürdig. Wäre ganz nebenbei auch das erste Mal;)
 
DAs problem ist für die Amis, dass es ums Prinzip "Das Wort des Präsidenten steht" geht. Dass sie den Krieg nicht beenden wollen, haben sie schon angekündigt und humanitär müssten sie in Jordanien, der Türkei und dem Libanon weniger mit Bomben denn mit Hilfslieferungen eingreifen.

Aber der POTUS hat eine "Rote Linie" gezogen, und das ist für die Amis ein Dogma, in etwa so wie eine Päpstliche Bulle... :ugly:
 
Also sollten morgen die Bomben fallen, da beginnt der Kollaps des Finanzsystem am 6. September. So steht es derweile in dem Drehbuch was ich bekommen habe und bisher hat sich alles bewahrheitet was darin stand. Nach dem Angriff kollabiert das Finanzsystem und das wird man syrischen Hackern in die Schuhe schieben. Damit keine Aufmerksamkeit auf die Banken und dieses Scheißsystem gelenkt wird. Die Amis sind im Arsch und das wissen sie. Wenn ich mich irre Schande über mein Haupt.
 
Ohne jemandem auf die Schlappen treten zu wollen muss ich ja mal kurz ein halbes Offtopic einwerfen.
Oft treffe ich in Foren zwei verschiedene Arten von Leuten an.
Die Einen glauben grundsätzlich keine substantielle Nachricht die öffentlich transportiert wird, sondern grundsätzlich den Gegendarstellungen verschiedenster Alternativquellen, deren Ansichten quasi dogmatisch und verzweifelt vertreten werden.
Die anderen glauben grundsätzlich alles was öffentlich transportiert wird und bekommen scheinbar eine Art Lach- und Beißreflex wenn auch nur jemand auf die Idee kommt eine alternative Theorie oder auch nur zusätzlich Aspekte in Betracht zu ziehen.
Ich persönlich halte beide Denkweisen für identisch "suboptimal", da sie nicht nur das eigene Denken blockieren, sondern auch jede Diskussion sinnfrei machen. Für ein "Diskussionforum" ist das irgendwie schade. Nur ganz wenige scheinen sich dem entziehen zu können und in der Lage zu sein sowas wie eine Diskussion überhaupt im Ansatz zuzulassen. Hier bei Klamm fällt das besonders stark auf.
 
Obama: Entscheidung über Militärschlag noch nicht gefallen

Folgende News wurde am 29.08.2013 um 10:53:31 Uhr veröffentlicht:
Obama: Entscheidung über Militärschlag noch nicht gefallen
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Wien (dpa) - Die UN-Inspekteure in Syrien werden nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Land am Samstagmorgen verlassen. Am Freitag sollten die Untersuchungen noch weiter laufen, sagte Ban am Donnerstag im Wiener Rathaus.
Unterdessen zögern die USA, Großbritannien und Frankreich noch mit einem Militärschlag gegen Syrien. Sie wollen zuerst von den UN-Inspekteuren Beweise für die Schuld des Regimes von Präsident Baschar al-Assad an einem Giftgasangriff mit Hunderten Toten sehen.
Die Entscheidung, ob und wie sein Land eingreifen werde, sei noch nicht gefallen, sagte US-Präsident Barack Obama dem TV-Sender PBS. Klar sei jedoch, dass es «internationale Konsequenzen» geben müsse. Der Iran, ein enger Verbündeter des Assad-Regimes, warnte vor einer Spirale der Gewalt und mehr Terrorismus weltweit.
In London stimmt das Parlament an diesem Donnerstag über eine Vorlage der Regierung ab. Diese verurteilt den Einsatz von Chemiewaffen und billigt nötigenfalls militärische Maßnahmen, um weitere Giftgaseinsätze zu verhindern. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der UN-Inspekteure soll allerdings erneut abgestimmt werden, wie es in der Vorlage heißt.
Die drei westlichen Vetomächte im Weltsicherheitsrat haben deutlich gemacht, dass sie auch ohne UN-Mandat handeln könnten. In dem seit mehr als zwei Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg mit über 100 000 Toten hatte Obama einen Giftgaseinsatz als «rote Linie» bezeichnet.
Die Vorbereitungen für einen Militärschlag laufen auf Hochtouren. Solange sich die UN-Inspekteure noch in Syrien befinden, gilt eine Intervention aber als wenig wahrscheinlich. Die Chemiewaffenexperten suchen bei Damaskus weiter nach Spuren des vermuteten Giftgasangriffs vom Mittwoch vergangener Woche. Das Team braucht nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vier Tage für die Untersuchung, zwei hat es hinter sich.
Obama sagte weiter, die USA seien zu dem Schluss gekommen, das Assad-Regime sei für den Einsatz chemischer Waffen verantwortlich. Die Opposition hätte die Angriffe nicht ausführen können. Mehrere ranghohe US-Regierungsmitglieder hatten bereits zuvor klar gemacht, dass für sie das syrische Regime schuld an dem Angriff ist.
Noch in dieser Woche sollten Erkenntnisse der US-Geheimdienste offengelegt werden. Regierungsmitarbeiter dämpften laut einem Bericht der «New York Times» allerdings die Erwartungen. Es gebe keine unwiderlegbaren Beweise, die Assad direkt mit der Attacke in Verbindung bringen würden, hieß es. Anthony H. Cordesman vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington sprach in dem Blatt dennoch von dem «wichtigsten Einzeldokument eines ganzen Jahrzehnts».
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält eine internationale Reaktion für «unabdingbar». Sie sprach am Mittwochabend am Telefon mit dem britischen Premierminister David Cameron über die Lage in Syrien. Beide seien sich einig gewesen: «Dieser Giftgasangriff ist eine Zäsur in dem schon lange andauernden internen Konflikt», erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Merkel hat immer wieder betont, dass sie auf eine politische Lösung hofft.
Krisenstäbe berieten am Mittwoch parallel in Washington, London und Paris über eine Strafaktion unter US-Führung. Eine mit Spannung erwartete Sitzung des UN-Sicherheitsrats endete ohne Beratungen über eine Resolution. Die fünf vetoberechtigten Mitglieder des Gremiums - Großbritannien, Frankreich, China, Russland und die USA - hatten sich auf Einladung der Briten vor der Sitzung getroffen. Dabei habe Russland seine ablehnende Haltung betont, hieß es. Moskau ist einer der engsten Verbündeten des Assad-Regimes.
Nach Einschätzung Teherans löst ein Militärschlag mehr Terrorismus weltweit aus. «Ein Krieg in Syrien würde nur zu einer Spirale der Gewalt, mehr Extremismus und besonders mehr Terrorismus weltweit führen», sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif laut der Nachrichtenagentur Isna am Donnerstag. Syrien ist Teherans engster Verbündeter im Kampf gegen den Erzfeind Israel.
 
Steht schon längst fest. Spätestens bei den letzten Totenkultfeiern im Bohemian Grove ist es von diesen Bastarden beschlossen worden.:evil:

Vorsicht: Könnte die vollkommene Wahrheit beinhalten. :ugly:
 
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@ Gandist
Versuche mal bei Shortnews eine sinnvolle Diskussion zu führen. 8) Dagegen ist Klamm ein Intellektuellen-Forum.
 
Ich sehe die ganze Sache recht zwiespältig.

Wie schon einmal geschrieben, sind die USA finanziell eigentlich nicht in der Lage, einen weiteren Krieg mit unberechenbarem Ausgang zu führen. Das dürfte besonders Präsident Obama genau wissen, da er sich seit Beginn seiner ersten Amtszeit mit Haushaltsfragen herumschlagen darf und ständig an der Staatspleite herum balanciert. G. W. Bush und seine kriegerischen "Abenteuern" sei Dank.

Aber: Im Hintergrund ziehen die gleichen Leute die Strippen, die schon Bill Clinton in einen Irak-Krieg treiben wollten. Bei ihm sind sie auf Granit gestossen, mit G. W. Bush haben sie einen willigen Helfer eingekauft.

Wenn man sich die Regierungsprogramme von G. W. Bush und Barack Obama durchliest, so ist der Grundfaden in beiden der gleiche: Die USA wollen die Welt nach ihren Vorstellung umgestalten und allen "Freiheit und Demokratie" - natürlich wieder nach us-amerikanischem Vorbild - bringen. Bei G. W. Bush war das noch drastischer formuliert als bei Obama, denn in Bushs Strategieverlautbarung wurde noch extra darauf hingewiesen, dass die USA dafür keine Partner brauchten und alles auch allein mit militärischer Stärke durchsetzen könnten. Nun ja, der Irak hat bewiesen, wie schnell mit mit solchem Grössenwahn auf die Nase fliegen kann.

Im Grunde läuft momentan das gleiche Szenario ab wie vor dem Irak-Krieg: Da wird behauptet, es lägen Beweise vor, die der US-Geheimdienst gesammelt hat (und die selbst nach eigenen Aussagen durchaus nicht stichhaltig sind), und verschiedene US-Politiker sind natürlich felsenfest davon überzeugt zu wissen, wer der Bösewicht ist und drängen daher auf einen schnellen Militärschlag.

Wie bereits gesagt, bei Clinton sind diese "wir-mache-uns-die-Welt-wie-sie-uns-gefällt-Strategen" auf Granit gebissen, G. W. Bush hat freudig "hurra" geschrieen und Obama versucht momentan verzweifelt zu verhindern, dass ihm die Entscheidung aus den Händen gerissen wird, weil er nicht genügend Rückgrad zu haben scheint, um sich den Strippenziehern zu widersetzen. Ob er damit am Ende durchkommt ist fraglich. Die Leute, die hinter den Plänen für eine "Pax Americana" stehen, sind sowohl mächtig als auch skrupellos, und der Rückschlag Irak scheint sie nicht zur Vernunft gebracht zu haben.
 
Bester Beitrag, den ich bislang zum Syrien-Konflikt gelesen habe:

" Sofortmaßnahmen für Syrien

Die Marschbefehle sind gegeben und die Truppen der Koalition der Willigen in Bereitschaft. In wenigen Tagen oder Stunden werden noch mehr Menschen sterben. Politiker sprechen von „roten Linien“ und „Alternativlosigkeit“. Generäle werden Bilder von „Präzisions-Luftschlägen“ zeigen und menschenverachtend von bedauernswerten „Kollateralschäden“ sprechen. Der Krieg in Syrien wird bewusst eskaliert und ist ein einziges Verbrechen. Wieder einmal geht es um Geostrategie, Machtpolitik und Ressourcen. Um diese zu erbeuten, werden Menschen mittels Religion und Propaganda gegeneinander aufgehetzt. Cui bono? Krieg dient immer nur wenigen Profiteuren, die im Falle von Syrien meist außerhalb des Landes sitzen werden.

Die Lage ist vielschichtig und unübersichtlich. In diesem Krieg bekämpfen sich verschiedene Akteure. Die syrische Regierung verfügt sowohl über Bürgerwehren als auch über ihre reguläre Armee – gemeinsam mit der Hisbollah und wahrscheinlich iranischen Freiwilligen erringt sie zurzeit Erfolge. Die sich untereinander bekämpfenden Aufständischen sind Verbände mit unterschiedlicher Ausrichtung und Ideologie. Die eher gemäßigten Truppen werden von westlichen Staaten unterstützt und ausgebildet. Die radikaleren sunnitischen Kampfverbände werden durch arabische Staaten gefördert. Die Kurden im Nordosten haben ihre eigenen Milizen aufgestellt, werden von Assad teilautonom geduldet und von Radikalen angegriffen. Kurdische Freiwillige aus dem Irak unterstützen die Verteidigung der kurdischen Siedlungen in Syrien..."

Mehr/Quelle: https://is.gd/wDgl2d
 
@Katzee

Mag sein, ein paar Leute gibts ja zum Glück auch hier mit denen diskutieren Sinn und Spaß macht.

@dungeonlight

Der Text ist nicht schlecht. Leider aber haben Texte die von Parteien veröffentlicht werden immer ein gewisses "Unglaubwürdigkeitsstigma", so dass in der öffentlichen Wahrnehmung dadurch allenfalls der Eindruck entsteht die Partei wolle damit bei einer bestimmten Gruppe Punkten. Auf Inhalte wird in solchen Fällen leider wenig geachtet.
Ich persönlich würde mir da eher mehr "freie" (schwer zu definieren, ich weiß) Journalisten wünschen die für große Medien arbeiten die den Mumm haben das Kind beim Namen zu nennen. Leider gibt es da nur ganz wenige Lichtblicke. Obwohl ich von n-tv eigentlich wenig halte fallen mir aber dort z.B. häufiger die Kommentare von Manfred Bleskin positiv auf. Wie z.B. hier
https://www.n-tv.de/politik/politik...s-angekuendigten-Krieges-article11248191.html
zum gegenständigen Thema. Er scheint einer der wenigen intelligenten Journalisten zu sein der sich traut (trauen darf) solche kritische Texte zu schreiben. Ich bin zwar natürlich auch nicht immer seiner Ansicht, aber er ist einer der wenigen Lichtblicke die nicht nur Worthülsen nachplappern sondern selbständig denken und schreiben (dürfen).
Kennt jemand noch andere solcher Positivbeispiele die für große Medien schreiben dürfen?
 
Aktuell ist dieser Kommentar wieder obsolet, weil man den UN-Inspekteuren wohl mehr Zeit geben will. Merkwürdig nur, weil gestern (ausgerechnet) ein abgehörtes Telefongespräch der Beweis sein sollte, von dem heute nicht mehr viele Sprechen...

Ich gehe mal davon aus, dass es keinerlei Probleme geben wird, den Einsatz von Chemischen Kampfstoffen objektiv zu beweisen. Das Problem wird eher sein, den Verantwortlichen dafür zu finden. Gut, wenn man sich vorher festlegt, ist das natürlich kein Problem...
 
Aktuell ist dieser Kommentar wieder obsolet, weil man den UN-Inspekteuren wohl mehr Zeit geben will.
Diese Inspektion nützt auch nichts, selbst wenn man Giftgas finden sollte, weiß man noch lange nicht wer es eingesetzt hat.
Bisher weiß man nur aus einer Quelle, dass es Patienten mit Vergiftungserscheinungen gab - mehr nicht!
Wenn das von schlechtem Wasser kommt ist das leichter zu finden als Giftgas.
Es sieht schon so aus, als wenn es ein abgekartetes Spiel wäre.
 
Knappe Mehrheit der Deutschen für militärisches Eingreifen in Syrien

Folgende News wurde am 30.08.2013 um 10:31:00 Uhr veröffentlicht:
Knappe Mehrheit der Deutschen für militärisches Eingreifen in Syrien
Shortnews

Eine knappe Mehrheit von 42 Prozent der Deutschen spricht sich laut ARD-"Deutschlandtrend Extra" für ein militärisches Eingreifen im Syrien-Konflikt aus, wenn es dafür ein UN-Mandat gibt, während 41 Prozent dieses kategorisch ausschließen. Während sich für einen Militärschlag ausgesprochen wird, ist die Mehrheit mit 62 Prozent indes dagegen, dass sich deutsche Soldaten daran beteiligen. Nur 31 Prozent sprechen sich für eine Beteiligung Deutschlands mit UN-Mandat aus, fünf Prozent sind auch ohne Mandat dafür. Im Zuge der aktuellen Entwicklungen verkündete der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow, dass man im UN-Sicherheitsrat gegen ein Mandat stimmen werde, und man generell eine Anwendung von Gewalt ablehne. Noch ist unklar, ob die USA auch ohne Mandat in den Konflikt eingreifen werden.
 
Um aus dieser Statistik diese Überschrift zu zaubern muss man wohl wirklich Journalismus studiert haben. Die Statistik besagt, dass 42 % für einen Einsatz sind WENN es ein UN Mandat gibt, 41% dagegen auch wenn es ein Mandat gibt. Was nichts anderes heißt, als dass 42% der Leute dem UN Mandat vertrauen schenken, demnach 83 % gegen einen Einsatz sind wenn die UN ihren Segen nicht erteilen. In der Tat befürworten (zum Glück) laut dieser Statistik lediglich 12% einen Einsatz ohne UN Mandat.
Daraus eine Überschrift zu zaubern die impliziert, dass eine Mehrheit der deutschen für den Krieg sind ist meiner Ansicht mit "verzerrt" noch wohlwollend ausgedrückt.
 
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Russland lehnt jede UN-Resolution für Militäreinsatz in Syrien ab

Folgende News wurde am 30.08.2013 um 12:48:13 Uhr veröffentlicht:
Russland lehnt jede UN-Resolution für Militäreinsatz in Syrien ab
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Moskau (dpa) - Russland will mit seinem Vetorecht im Weltsicherheitsrat jede UN-Resolution für einen Militäreinsatz in Syrien verhindern.
«Russland lehnt jeden Beschluss des Weltsicherheitsrates ab, der die Möglichkeit einer Gewaltanwendung vorsieht», sagte Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Freitag der Agentur Itar-Tass. Der Kreml kündigte erstmals an, Syrien werde sicher am Rande des G20-Gipfels in St. Petersburg ein Thema sein.
Syrien stehe zwar nicht auf der Tagesordnung des Gipfels, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow. «Aber diese Frage muss und wird besprochen werden.» Russland als enger Partner des syrischen Regimes warnt vor einem Flächenbrand im Nahen Osten und Nordafrika, falls Präsident Baschar al-Assad von ausländischen Kräften gestürzt werden sollte.
Uschakow schloss ein Treffen Putins mit US-Präsident Barack Obama nicht mehr aus. «Putin wird Obama im Kreis der Kollegen begrüßen und ihm die Hand geben, und dann sehen wir weiter», sagte er. Derzeit sei ein Vier-Augen-Gespräch zwar nicht geplant. «Aber während des Gipfels wird es viele Möglichkeiten zum Gespräch geben.» Aus Ärger über das Asyl des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden hatte Obama ein geplantes bilaterales Treffen mit Putin in Moskau vor dem Gipfel abgesagt.
Zugleich kritisierte Uschakow die für diesen Samstag geplante Abreise der UN-Chemiewaffeninspekteure aus Syrien. Es gebe noch viele Fragen zum Giftgaseinsatz. Unverständlich sei, warum die Experten nur den Zwischenfall vom 21. August untersuchten und nicht frühere Angriffe mit Chemiewaffen. So macht Russland die syrischen Rebellen für eine Giftgasattacke mit mindestens 26 Toten im März verantwortlich. Das hätten russische Analysen ergeben.
 
Auch wenn ich meine, dass das Veto-Recht in der UN abgeschafft werden muß, um die UN als Intitution in Zukunft handlungsfähiger machen zu können, bin ich diesmla über das Veto Russlands und Chinas dankbar, denn ein Militärschlag gegen Syrien, so wie ihn sich die USA und GB vorstellen, würde absolut nichts bringen. Erst gestern wurde gesagt, dass ein Militärschlag Assad lediglich klar machen soll, dass er zukünftig keine Chemiewaffen mehr einsetzen darf. Ein Machtwechsel solle aber nicht erreicht werden.

Also: Was soll das? Bomben als erhobener Zeigefinger und sonst bleibt alles beim Alten? Das ist doch Blödsinn. Ausserdem würde selbst die Absetzung Assads in Syrien keinen Frieden bringen. Hier stehen sich nicht die Truppen eines Diktators und die armen Rebellen, die nur ihre Freiheit haben wollen, gegenüber sondern die "Rebellen" bestehen aus mehreren unterschiedlichen Gruppierungen. Da gibt es zum einen wirklich die Syrer, die den Dikator los werden wollen, dann gibt es die ausländischen Islamisten, die für einen weiteren islamistischen Gottesstaat kämpfen sowie reine Al-Kaida-Terroristen. Selbst wenn Assad fort wäre, käme das Land kaum zur Ruhe. Es wäre eher ein Bürgerkrieg ähnlich wie im Irak zu befürchten, was für die Zivilbevölkerung noch schlimmer wäre, denn dann hiesse es wohl jeder gegen jeden und keiner wäre mehr auch nur ansatzweise sicher.

Bitte fragt jetzt nicht, was denn nun meiner Meinung nach getan werden müßte. Ich weiß es nicht. Nur einseitige sinnlose Militärschläge sind keine Lösung (siehe auch Somalia: Infrastruktur von den US-Streitkräften kaputt gebombt und dann das Land im Chaos zurück gelassen). Hier ist die UN gefragt - auch wenn eine UN-Lösung dauern kann.