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@Katzee: Sag nicht MIR das...Hier ist jemand anderes, der behauptet, dass die Amis nichts lieber machen als in Syrien einzufallen...
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Wie schon erwähnt - Obama hatte die "Steilvorlage" schon im Frühjahr - und da ging es den Amis wirtschaftlich noch mieser. Und ich denke, die Amis können sich besseres vorstellen, als Russland zu vergrätzen und eine nationalistischen Iran zu kitzeln, der sich grade wieder langsam in eine liberalere Richtung bewegt und ggf. mit atomaren Waffen droht. Hinzu kommt ein Staat Israel, dessen Reflexe im Hinblick auf Selbstverteidigung extrem flink sind - Das sind so viele unbekannte in der Gleichung, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass Obama da mit dem Streichholz an die Tanke spielen gehen will - er ist ja nicht Bush.
Ich glaube, er hat sich einen dicken diplomatischen Lapsus geleistet, den er jetzt ausbaden muss.

Wien (dpa) - Die UN-Inspekteure in Syrien werden nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Land am Samstagmorgen verlassen. Am Freitag sollten die Untersuchungen noch weiter laufen, sagte Ban am Donnerstag im Wiener Rathaus.
Unterdessen zögern die USA, Großbritannien und Frankreich noch mit einem Militärschlag gegen Syrien. Sie wollen zuerst von den UN-Inspekteuren Beweise für die Schuld des Regimes von Präsident Baschar al-Assad an einem Giftgasangriff mit Hunderten Toten sehen.
Die Entscheidung, ob und wie sein Land eingreifen werde, sei noch nicht gefallen, sagte US-Präsident Barack Obama dem TV-Sender PBS. Klar sei jedoch, dass es «internationale Konsequenzen» geben müsse. Der Iran, ein enger Verbündeter des Assad-Regimes, warnte vor einer Spirale der Gewalt und mehr Terrorismus weltweit.
In London stimmt das Parlament an diesem Donnerstag über eine Vorlage der Regierung ab. Diese verurteilt den Einsatz von Chemiewaffen und billigt nötigenfalls militärische Maßnahmen, um weitere Giftgaseinsätze zu verhindern. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der UN-Inspekteure soll allerdings erneut abgestimmt werden, wie es in der Vorlage heißt.
Die drei westlichen Vetomächte im Weltsicherheitsrat haben deutlich gemacht, dass sie auch ohne UN-Mandat handeln könnten. In dem seit mehr als zwei Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg mit über 100 000 Toten hatte Obama einen Giftgaseinsatz als «rote Linie» bezeichnet.
Die Vorbereitungen für einen Militärschlag laufen auf Hochtouren. Solange sich die UN-Inspekteure noch in Syrien befinden, gilt eine Intervention aber als wenig wahrscheinlich. Die Chemiewaffenexperten suchen bei Damaskus weiter nach Spuren des vermuteten Giftgasangriffs vom Mittwoch vergangener Woche. Das Team braucht nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vier Tage für die Untersuchung, zwei hat es hinter sich.
Obama sagte weiter, die USA seien zu dem Schluss gekommen, das Assad-Regime sei für den Einsatz chemischer Waffen verantwortlich. Die Opposition hätte die Angriffe nicht ausführen können. Mehrere ranghohe US-Regierungsmitglieder hatten bereits zuvor klar gemacht, dass für sie das syrische Regime schuld an dem Angriff ist.
Noch in dieser Woche sollten Erkenntnisse der US-Geheimdienste offengelegt werden. Regierungsmitarbeiter dämpften laut einem Bericht der «New York Times» allerdings die Erwartungen. Es gebe keine unwiderlegbaren Beweise, die Assad direkt mit der Attacke in Verbindung bringen würden, hieß es. Anthony H. Cordesman vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington sprach in dem Blatt dennoch von dem «wichtigsten Einzeldokument eines ganzen Jahrzehnts».
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält eine internationale Reaktion für «unabdingbar». Sie sprach am Mittwochabend am Telefon mit dem britischen Premierminister David Cameron über die Lage in Syrien. Beide seien sich einig gewesen: «Dieser Giftgasangriff ist eine Zäsur in dem schon lange andauernden internen Konflikt», erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Merkel hat immer wieder betont, dass sie auf eine politische Lösung hofft.
Krisenstäbe berieten am Mittwoch parallel in Washington, London und Paris über eine Strafaktion unter US-Führung. Eine mit Spannung erwartete Sitzung des UN-Sicherheitsrats endete ohne Beratungen über eine Resolution. Die fünf vetoberechtigten Mitglieder des Gremiums - Großbritannien, Frankreich, China, Russland und die USA - hatten sich auf Einladung der Briten vor der Sitzung getroffen. Dabei habe Russland seine ablehnende Haltung betont, hieß es. Moskau ist einer der engsten Verbündeten des Assad-Regimes.
Nach Einschätzung Teherans löst ein Militärschlag mehr Terrorismus weltweit aus. «Ein Krieg in Syrien würde nur zu einer Spirale der Gewalt, mehr Extremismus und besonders mehr Terrorismus weltweit führen», sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif laut der Nachrichtenagentur Isna am Donnerstag. Syrien ist Teherans engster Verbündeter im Kampf gegen den Erzfeind Israel.

Diese Inspektion nützt auch nichts, selbst wenn man Giftgas finden sollte, weiß man noch lange nicht wer es eingesetzt hat.Aktuell ist dieser Kommentar wieder obsolet, weil man den UN-Inspekteuren wohl mehr Zeit geben will.
Eine knappe Mehrheit von 42 Prozent der Deutschen spricht sich laut ARD-"Deutschlandtrend Extra" für ein militärisches Eingreifen im Syrien-Konflikt aus, wenn es dafür ein UN-Mandat gibt, während 41 Prozent dieses kategorisch ausschließen. Während sich für einen Militärschlag ausgesprochen wird, ist die Mehrheit mit 62 Prozent indes dagegen, dass sich deutsche Soldaten daran beteiligen. Nur 31 Prozent sprechen sich für eine Beteiligung Deutschlands mit UN-Mandat aus, fünf Prozent sind auch ohne Mandat dafür. Im Zuge der aktuellen Entwicklungen verkündete der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow, dass man im UN-Sicherheitsrat gegen ein Mandat stimmen werde, und man generell eine Anwendung von Gewalt ablehne. Noch ist unklar, ob die USA auch ohne Mandat in den Konflikt eingreifen werden.
Moskau (dpa) - Russland will mit seinem Vetorecht im Weltsicherheitsrat jede UN-Resolution für einen Militäreinsatz in Syrien verhindern.
«Russland lehnt jeden Beschluss des Weltsicherheitsrates ab, der die Möglichkeit einer Gewaltanwendung vorsieht», sagte Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Freitag der Agentur Itar-Tass. Der Kreml kündigte erstmals an, Syrien werde sicher am Rande des G20-Gipfels in St. Petersburg ein Thema sein.
Syrien stehe zwar nicht auf der Tagesordnung des Gipfels, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow. «Aber diese Frage muss und wird besprochen werden.» Russland als enger Partner des syrischen Regimes warnt vor einem Flächenbrand im Nahen Osten und Nordafrika, falls Präsident Baschar al-Assad von ausländischen Kräften gestürzt werden sollte.
Uschakow schloss ein Treffen Putins mit US-Präsident Barack Obama nicht mehr aus. «Putin wird Obama im Kreis der Kollegen begrüßen und ihm die Hand geben, und dann sehen wir weiter», sagte er. Derzeit sei ein Vier-Augen-Gespräch zwar nicht geplant. «Aber während des Gipfels wird es viele Möglichkeiten zum Gespräch geben.» Aus Ärger über das Asyl des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden hatte Obama ein geplantes bilaterales Treffen mit Putin in Moskau vor dem Gipfel abgesagt.
Zugleich kritisierte Uschakow die für diesen Samstag geplante Abreise der UN-Chemiewaffeninspekteure aus Syrien. Es gebe noch viele Fragen zum Giftgaseinsatz. Unverständlich sei, warum die Experten nur den Zwischenfall vom 21. August untersuchten und nicht frühere Angriffe mit Chemiewaffen. So macht Russland die syrischen Rebellen für eine Giftgasattacke mit mindestens 26 Toten im März verantwortlich. Das hätten russische Analysen ergeben.