Was daran moralisch Verwerflich ist, habe ich jetzt schon mehr als einmal herausgestellt. Ich vermute, dass du derweil dieser Diskussion absent warst und daher die Argumentation nicht kennst.
Prinzipiell ist es so, dass Lukas den Losen keinen festen Wert garantiert. Als Währung haben sie dennoch einen Wert. Lukas hat nun Lose generiert, um Euros zu verdienen. Um dies zu tun, hat er mehrmals die Unwahrheit sagen müssen. Darüber hinaus ist es völlig offensichtlich, wie bigot sein Verhalten hier ist: Lose verkaufen, um Euros zu verdienen, und bei Beschwerden darauf verweisen, dass Lose doch wertlos sind! Es ist demnach nicht unfair (etc.) weil "wir" nichts abbekommen haben, sondern weil Lukas gewissermaßen seine Stellung in mehrfacher Hinsicht zugunsten eines finanziellen Vorteils ausgenutzt hat, den es nicht gegeben hätte, wenn er die Wahrheit darüber gesagt hätte. Dieses Verhalten mussten effektiv die Spekulierer und Anleger (dazu zählen selbsverständlich Seitenbetreiber) bezahlen. Im Allgemeinen herrscht in Deutschland ein Konsens darüber, dass solche arglistigen Täuschungen zum eigenen Vorteil moralisch verwerflich sind, denn nur so kann ein produktiver Geschäftsbetrieb funktionieren.
LG TA
 
Nicht gerade Marktwirtschaftlich clever, oder?

Das mit den EFs ist natuerlich ein Problem. Aber der Gedanke an Regulationen als marktwirtschaflich unclever abzustempeln, finde ich nicht ueberzeugend. Denn seit jeher basiert das Geldsystem auf Regulation - dafuer gibt es ja die Notenbanken.

Ich glaube alle hier pochen auf einen hoeheren Losepreis, oder einen Halt der Inflation. Ich denke, dass es in Richtung Regulationen (es muessen ja nicht zwingend Quoten sein) diverse Moeglichkeiten gaebe, dies umzusetzen. Die Frage ist meines Erachtens eher, ob die User dazu bereit sind oder nicht.

Ich mache mir zentral folgende Ueberlegung:

Was hat den Preis erst recht in den Keller getrieben? Das fehlende Vertrauen. Nehmen wir mal an, dass effektiv keine Lose mehr generiert werden (die Losegesamtmenge bleibt konstant). Nun glauben das die User aber nicht. Dann ist das doch ein Textbuchfall von Marktversagen (asymetrische Information), der ein autoritaeres Einschreiten verlangt, um den (sich selbst erfuellenden) Teufelskreis zu schliessen. Entweder wird das Vertrauen wieder hergestellt (sehr schwierig), oder - wie Netzdukaten es schreibt, der "Herr der Lose" muss mit mehr Autoritaet eingreifen. Nur ist der Markt dann nicht mehr frei im eigentlichen Sinn, aber anders funktioniert das Geldsystem heutzutage auch nicht.

Die Investoren analysieren jedes einzelne Wort der Notenbanken, weil diese die noetige Autoritaet haben. Ab und zu ist es sogar nur heisse Luft, veraendert aber trotzdem die Maerkte. Anders bei Lukas, auch wenn er etwas sagt, wird man es nicht fuer bare Muenze nehmen. Klar wurde das Notenbankprinzip hier schon einige Male durchgekaut, ich wollte es nur als Beispiel nehmen um die fehlende Autoritaet hier zu kritisieren.
 
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Das Angebot wird derzeit alleine durch die User bestimmt (wenn wir Lukas Glauben schenken). Und wie er bereits gesagt hatte, gibt es diverse User, die den Losemarkt fluten, mit dem Ziel den Losepreis weiter nach unten zu treiben. Und das muesste ja nicht sein - eine koordinierte Bunkeraktion an sich koennte Fruechte tragen. Das wuerde die Transaktionen verkleinern.

Im besten Fall verschiebt die Bunkerei das Problem nach hinten, löst es aber nicht. Jetzt Platzt halt wieder eine "zu viele Lose irgendwo gebunden"-Blase. Und es wird wieder und wieder und wieder passieren.

Bunkern hat all die Jahre nichts gebracht und das Ausmaß vielleicht sogar verschlimmert (bzw. wurde dadurch zu spät bemerkt), wenn man sich Lukes Ansichten über aktive/inaktive Lose/Umlaufmenge auf der Zunge zergehen lässt. Es gibt einen, der von dieser künstlichen Verknappung ganz besonders profitiert (hat).

Wer immernoch Bunkern und zusehen will, wie sich sein Kapital ständig halbiert, den werde ich nicht aufhalten. Lernen durch Schmerz.
Für alle anderen gilt sich entweder mit dem realen Angebot anzufreunden oder sich das Drama vom trockenen Ufer aus anzugucken.
 
Es hat doch niemand behauptet, dass regulationen allgemein als grundsätzlich negativ zu sehen wären. Aber eine beschränkung auf ein gewisses maximales handelsvolumen macht eben einfach wirklich keinen sinn. Erstens würde damit nicht nur das angebot sondern ebenso die nachfrage zurückgehen und zweitens würde es jeglicher produktivität entgegenwirken. Warum sollte z.B. Ein dienstleister jeden monat so viel arbeiten, dass er 5000 euro verdient, wenn er monatlich nur 3000 ausgeben darf? Er würde dementsprechend einfach weniger arbeiten und seine kunden könnten weniger dienstleistungen kaufen mit der folge dass sie weniger geld ausgeben können und ebenfalls die produktivität runterfahren. Volkswirtschaftlich gesehen würde eine solche begrenzung einen enormen wohlfahrtsverlust für die allgemeinheit bedeuten. Deshalb wäre eine solche regelung für den geldmarkt undenkbar und auch für den losemarkt absolut kontaproduktiv


Edit: bezieht sich auf den beitrag von strombolini
 
Aber eine beschränkung auf ein gewisses maximales handelsvolumen macht eben einfach wirklich keinen sinn.

Du musst meinen Beitrag besser lesen. Ich bestehe nicht auf eine Quote, es war nur ein Beispiel einer Regulation. Es geht hier doch nicht darum, jeden Vorschlag von hinten bis vorne zu kritisieren (und keine Alternative zu liefern), da schiesst ihr euch selbst ins Bein. Wenn die User sich mal auf etwas einigen koennten, wuerde sich Lukas das eher zu Herzen nehmen, aber aufgrund dieser ewigen Rumkritisiererei (die daraus resultiert, dass ihr die Beitraege nicht richtig lest) wuerde ich, wenn ich ihn waere, hier auch schon lange nicht mehr mitlesen. Konstruktiv, bitte!

Edit: Versteh mich nicht falsch, Deine Kritik ist an sich sehr gut, aber mir fehlt hier die Konstruktivitaet! Und zudem koennte man nun argumentieren, dass es bei einer Rationierung auf per-User Basis darauf ankommt, wieviele Verkaeufer und Kaeufer (als Individuen) existieren, und wofuer sie die Ware nachfragen. Deine Ueberlegung ist zu simpel: Wenn Du 10 Kaeufer (die die Lose verspielen wollen) auf 1 Verkaeufer hast, ist nur das Angebot rationiert, nicht aber die Nachfrage. Es wollen weiterhin alle 10 Kaeufer die volle taegliche Ration fuer sich. Aber ich habe es doch schon geschrieben: Es geht mir nur um das Stichwort Regulation, also bringt uns alles weitere Rumdiskutieren um eine Transaktions-Begrenzung nichts.
 
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Für mich gibt es gar kein Problem, das ist eigentlich ganz leicht. Aber dazu muss man halt weiter als einen Satz lesen.

"Selber Schuld wenn ihr den Dingern einen Wert zuweist" hättest Du aber auch in einem Satz zusammenfassen können ansonsten steht in dem Rest ja auch nichts was dem Thema dienlich wäre.

Und klar sind viele auch selber Schuld (ich z.B.) deshalb ist das was Lukas getan hat aber kein bisschen besser.
 
"Selber Schuld wenn ihr den Dingern einen Wert zuweist" hättest Du aber auch in einem Satz zusammenfassen können ansonsten steht in dem Rest ja auch nichts was dem Thema dienlich wäre.

Und klar sind viele auch selber Schuld (ich z.B.) deshalb ist das was Lukas getan hat aber kein bisschen besser.

Lukas gibt den Losen ja mittlerweile auch einen Wert durch seine Wechselstube. Und damit kann er sich nicht mehr auf seine AGB stützen, wo drinne steht, dass sie wertlos seien. Dann will ich an der Tankstelle auch mein Benzin in Tröpfchen haben ;-)
 
Deine Ueberlegung ist zu simpel: Wenn Du 10 Kaeufer (die die Lose verspielen wollen) auf 1 Verkaeufer hast, ist nur das Angebot rationiert, nicht aber die Nachfrage. Es wollen weiterhin alle 10 Kaeufer die volle taegliche Ration fuer sich. Aber ich habe es doch schon geschrieben: Es geht mir nur um das Stichwort Regulation, also bringt uns alles weitere Rumdiskutieren um eine Transaktions-Begrenzung nichts.

Sorry, da muss ich nochmal kurz drauf eingehen. Denn imo ist eher deine Überlegung zu simpel. Was denkst du wo der eine Verkäufer seine Lose her hat? Wenn es sich nicht um Lukas persönlich handelt, dann entstehen die Lose nicht einfach so auf seinem Account, sondern er hat sie entweder gekauft, oder verdient, z.B. mit einer Loseseite.
Wenn er nun deutlich weniger Lose verkaufen darf, dann hat das dementsprechend je nachdem wo er die Lose, die er verkauft, her hat eine der folgenden Auswirkungen:
1.) Er kauft weniger Lose ein --> Nachfrage sinkt. Undzwar um genau so viel wie auch durch den Wenigerverkauf das Angebot sinkt.
2.) Er macht seine Seite zu (bzw. bemüht sich weniger um neue User), weil es sich nicht mehr lohnt, wenn er auf den Losen eh sitzen bleibt. --> Losenachfrage auf Seite der Spieler sinkt.

Wie man es dreht und wendet, eine limitierung des täglichen Umsatzes läuft bestenfalls auf 0 aus. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass sie negative Konsequenzen hätte.

Konstruktiv, bitte!
Eine Lösung des Losepreisproblems ist meiner Meinung nach durch Regulationen allein auf keinen fall möglich. Um beim Vergleich mit der realen Wirtschaft zu bleiben: Wenn man einfach so Billionen von Euros generieren könnte und dann durch Regulationen den Markt wieder normalisieren könnte, dann hätte die Bundesregierung das schon längst auch so gemacht. Einfach fix einen Haufen Euros gedruckt, alle Schulden damit abbezahlt, vielleicht noch ein kleines Häuschen gekauft für jeden Abgeordneten und dann mal schnell durch ein paar neue Gesetze alles wieder ins Lot gebracht... Dürfte wohl nicht sehr aussichtsreich sein..
Die einzige Möglichkeit, dass der Losepreis jemals wieder steigen kann bzw. aufhört zu sinken ist, dass in beträchtlichem Ausmaß Lose vernichtet werden.
Dazu müsste entweder Lukas einen großen Teil der Lose, die er generiert hat von seinem eigenen Geld wieder zurückkaufen und vernichten (was er verständlicherweise sicherlich nicht tun wird) oder er müsste Möglichkeiten schaffen, die User dazu zu bringen ihre Lose an klamm "freiwillig zurückzugeben". Z.B. über Möglichkeiten wie den hier schon mal erwähnten Klammeigenen Slot, von dem der Gewinn direkt in den Shredder wandert, über attraktivere Gewinnspiele mit Loseeinsatz, o.ä.

Das sind die einzigen Möglichkeiten, die meiner Meinung nach echte Erfolgsaussichten hätten..
 
Eine Lösung des Losepreisproblems ist meiner Meinung nach durch Regulationen allein auf keinen fall möglich.

:roll: habe ich es mir doch gedacht! Du verwendest in deinem davorigen Post Begriffe wie Wohlfahrt etc., aber Signaltheorie sagt Dir nichts. Dein Vorschlag ist

1) Unoriginell: Dein Ansatz mag auf der Hand liegen, aber die Reduktion der Gesamtlosemenge funktioniert nicht bei Marktversagen wie etwa durch Vertrauensverlust und imperfekte Informationen
2) Niemals durchsetzbar, sagst Du ja selbst.

In Anbetracht dessen - und vor allem alleine schon aufgrund Punkt 2 - frage ich mich, wieso Du denn hier ueberhaupt postest :yawn: Soviel zu Deiner Konstruktivitaet.

Und eine kleine, aber wichtige Information zum Schluss: Die Bundesregierung hat keine Souverenitaet in der Geldpolitik wie du schreibst, das macht noch immer die EZB, und obwohl diese vor allem von Deutschen kontrolliert wird, ist sie de facto zu hohem Grade politisch unabhaengig. Dass ein Schweizer als EU-Aussenseiter einem Deutschen dies noch erklaeren muss, ist doch schon sehr bedenklich ;)
 
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1) Unoriginell: Dein Ansatz mag auf der Hand liegen, aber die Reduktion der Gesamtlosemenge funktioniert nicht bei Marktversagen wie etwa durch Vertrauensverlust und imperfekte Informationen

Würde eine reale, sichtbare Reduktion der Menge nicht das Vertrauen steigern?
Sollte die Losemenge nun wirklich konstant sein, ist das ja schonmal nen Anfang. Aber solange man den Eindruck hat, dass sich Luke nun zurücklehnt, den ganzen Tag auf die Schulter klopft und sich am Status quo nichts ändert, bleibt auch die Skepsis.

Irgendwo vermisse ich eine gewisse Bereitschaft zur Wiedergutmachung und den Elan die Attraktivität der Lose, die man zuvor ruiniert hat, wieder herzustellen.
Die Wechselstube schrittweise zu drosseln, indem man 30/50/90% aller Loseeinnahmen unwiederbringlich schreddert sobald der "Notanker" groß genug wird, wäre z.B. mal ein erster interessanter Schritt.
Weiterhin müssen auf klamm.de neue Funktionen für Lose geschaffen werden. Vielleicht User vs. User-Games. Dame, Mühle, 4-Gewinnt, monatliche Knockout-Turniere x% BG für den Flasher, bis vereinbarte Summe X erreicht wurde. Danach für den Topf.
In 1 oder 2 Jahren könnte es vielleicht spürbar werden und Goldgräber anlocken.

Aber vielleicht ist uns allen (inklusive Lukas) ja mit "aufräumen" und "Dinge streichen" mehr geholfen, wer weiß.

So sehr ich die sachlichen Diskussionen hier immer geschätzt und interessiert verfolgt habe, aber irgendwo vergeht einem die Lust hier untereinander, ohne Lukas immer die selben Ideen durchzukauen und dabei konstruktiv zu bleiben.

Es ist eigentlich Lukes Job uns hier bei der Stange zu halten und sich was einfallen zu lassen.
Insofern sind seine Möglichkeiten durch Autorität regulierend einzugreifen sehr begrenzt. Denn im Gegensatz zum Geld gibt es zu Losen nämlich sehr gute Alternativen. Zum Beispiel: Geld!
 
Würde eine reale, sichtbare Reduktion der Menge nicht das Vertrauen steigern?
Sollte die Losemenge nun wirklich konstant sein, ist das ja schonmal nen Anfang. Aber solange man den Eindruck hat, dass sich Luke nun zurücklehnt, den ganzen Tag auf die Schulter klopft und sich am Status quo nichts ändert, bleibt auch die Skepsis.

Stimmt, ja. Das Vertrauen verbessert sich durch das Schweigen nicht. Aber auch eine Statistik hilft nicht, die kann man mit einer Code-Zeile manipulieren:

$Anzeige=$Total - Generierte_Lose;

Und falls eine Anzeige kommen sollte, wird man obiges hier dann immer wieder hoeren. Das Vertrauen ist eine schwierige Sache.

Lukas liest ja ab und zu mal mit (er hatte mich vor zwei Wochen sogar zitiert :LOL:), mich wuerde es vor allem interessieren, wie er es sieht mit der Zukunft der Lose, und naemlich ob er aktiver eingreifen wird oder es einfach weiterhin duempeln laesst. Nicht alle verlangen, dass er die generierten Lose zurueck kauft, es gibt ja auch andere Wege. Aber mehr Engagement ist sicherlich ein Anfang.

Wenn alle User immer schreien "kauf die Lose zurueck", "unfair", "Luegner" etc., dann wird sowieso nichts geschehen, moralische Argumente in allen Ehren, aber Rueckkauf bricht Klamm das Genick.

Und zum (Bar)-Geld gibt es auch sehr gute Alternativen. CDs, Devisen, Rohstoffe, Futures, Optionen, Wertpapiere, die alle in "anderem" Geld nominiert sein koennen. Lose erfuellen in ihrem Mikrokosmos alle vier Funktionen, die den Begriff "Geld" definieren:

Money is a matter of functions of four: medium, measure, standard and store.

Nun wird man sagen: Mit Losen kann man bei Edeka und Lidl nicht einkaufen. Kann man mit japanischen Yen auch nicht, aber der japanische Yen hat einen durch sogenannte Cross Rates (ueber den Dollar) im Geldmarkt definierten Gegenwert in Euro. Entsprechend haben Lose einen primaer in Euro definierten Wert auf dem Warenmarkt, erweitert man das haben die Lose einen durch Cross Rates definierten Gegenwert auf den Devisenmaerkten. Das einzige, was den Losen also fehlt im Vergleich zum heutig gaengigem Geld ist die Jurisdiktion, in welcher sie als Zahlungsmittel angenommen werden MUESSEN. Das ist aber nicht ein Teil der Definition von Geld. Das hier ist also eine primitive Volkswirtschaft, und primitiv will jetzt nicht heissen, das man hier nur Angebot und Nachfrage betrachten muss, keineswegs! Es gilt zu analysieren, welche Faktoren Angebot und Nachfrage beeinflussen, und wieso diese so volatil sind.
 
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...

Ich versteh das Problem eigentlich schon. Lose wurden von Lukas verkauft. Wenn jetzt jemand der Meinung ist, er müsse diesem "Gegenstand" einen Wert zumessen, dann ist das halt so. :ugly:
...
Im Endeffekt ist das nach der ersten Lüge aber nichts Überraschendes, womit man nicht rechnen konnte.
...
Da die Größe der Datenbank nicht begrenzt ist ... braucht man hier auch nicht mit Wirtschaftstheorien versuchen, auch nur ansatzweise irgendetwas schönzureden.

Die Einzigen die hier so enttäuscht sind, sind doch die, die jetzt erst begreifen, dass sie jahrelang Geld für Lukas und seinen Startseitenvergütungshumbug ausgegeben haben.
...

Wenn sich hier Lukas verschuldet, dann ist das auch weniger das Problem von jemand anderem als von Lukas, der nicht in der Lage ist mit seinem Geld zu wirtschaften.

Erst recht wenn die Schulden dann mal dezent die 100.000 EUR Grenze überschreiten. Wenn jemand gebissen wurde, zeigt man ja auch nicht mit dem Finger auf den, der "Fass gerufen hat", sondern sucht das Problem beim Hund.

Musste mal wieder etwas ein bisschen korrigieren.
 

Ich bin jetzt mal so frei und ziehe mal Wikipedia heran zum Thema Geldfunktionen. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Geld#Geldfunktionen )

- Geld hat Zahlungsmittelfunktion.
---> ist erfüllt.
- Geld ist ein Wertaufbewahrungsmittel. Um diesen Zweck erfüllen zu können, muss es seinen Wert dauerhaft behalten können.
---> ich würde mal sagen, ist in keinster Weise erfüllt.
- Geld ist Wertmaßstab und Recheneinheit. Der Wert einer Geldeinheit wird als Kaufkraft bezeichnet.
---> Recheneinheit, ja; Wertmaßstab, nein -> stattdessen: stetiger Kaufkraftverlust.

Und dieser Wertverfall und Kaufkraftverlust kommt natürlich zu 100 % und ganz allein von den bösen Loseverkäufern, die ihre Lose verkaufen und nicht bunkern. Genau. Punkt.

Wer Ironie findet, darf sich seinen Teil dazu denken.
 

Dann war also die Deutsche Mark kein Geld waehrend der Hyperinflation 8O? Wikipedia fuehrt oft zu Trugschluessen. Bei einer angenommenen jaehrlichen Teuerung von 2% ist also auch der Euro kein Geld :ugly:? Wichtiger Denkanstoss: Geht es hier um reale oder nominale Werte?

Lose erfuellen die Funktionen von Geld gemaess der Definition genau so wie das der Euro und der Dollar und der Yen auch tun, Inflation hin oder her. Um aber zum Punkt zurueck zu kommen: es geht doch darum, Methoden zu finden, welche den Equilibriumspreis im Losemarkt veraendern. Bis jetzt hat man nur immer davon gesprochen, das Angebot durch Losevernichtung zu verkleinern. Immer geht es nur um effektives Angebot / effektive Nachfrage, aber wie diese determiniert werden, wird hier sehr einseitig betrachtet. Und man vergisst immer, dass - nach meiner Ueberzeugung - hier noch ein Marktversagen hinzukommt, darum mein Argument fuer ein Eingreifen von Lukas. Ideen, irgendjemand?
 
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Dann war also die Deutsche Mark kein Geld waehrend der Hyperinflation 8O? Wikipedia fuehrt oft zu Trugschluessen. Bei einer angenommenen jaehrlichen Teuerung von 2% ist also auch der Euro kein Geld :ugly:? Geht es hier um reale oder nominale Werte?

Lose erfuellen die Funktionen genau so wie das der Euro und der Dollar und der Yen auch tun.

Streng genommen sind alle FIAT-Währungen auf der Welt kein Geld. Eben genau durch die Inflation. Das einzig wahre Geld ist Gold und Silber. Aber das ist ein anderes Thema.

Fakt ist, dass Lose viel zu schnell inflationieren, um damit rechnen zu können, oder damit zu Sparen und zu investieren. Das wirst auch du nicht wegreden können.

Laut losepreis.de haben wir von Januar 2011 bis Januar 2012 53 % Wertverlust ca. beim Briefkurs. Beim Geldkurs ähnlich (52,5 %).
Im Jahr davor warens 45 %. Und davor wars mal ein Jahr bisschen konstant. Das war genau da, wos Klammgeil gab und alle wie wild Lose gekauft haben, um dort anzulegen. Ist schon komisch, dass selbst dort bei dieser hohen Nachfrage der Kurs aufs Jahr gesehen nur in etwa konstant war.

Alles in allem sind diese Zahlen doch erschreckend. :(

So, das wars jetzt wieder von mir. Ich gebe nur ein paar Anregungen. 1 und 1 muss dann jeder für sich selbst zusammenzählen, bzw. sich seine Meinung bilden.
 
Lose erfuellen in ihrem Mikrokosmos alle vier Funktionen, die den Begriff "Geld" definieren:
Für mich sind Lose in erster Linie Lukas Produkt und wenn mir das nicht mehr gefällt, konsumiere ich was anderes. Ich bin von diesem Mikrokosmos nicht abhängig, von allgemein anerkannten Zahlungsmitteln schon.

Ich will darauf hinaus, dass Autoriät in einer fragilen Unternehmer-Kunden-Beziehung destruktiver sein kann, als in einer soliden Volkswirtschaft. ;)

mich wuerde es vor allem interessieren, wie er es sieht mit der Zukunft der Lose
Und davon hängt es maßgeblich ab. Bringt doch nichts, wenn die Visionäre alle vor dem falschen Monitor sitzen. ;)
 
:roll: habe ich es mir doch gedacht! Du verwendest in deinem davorigen Post Begriffe wie Wohlfahrt etc., aber Signaltheorie sagt Dir nichts. Dein Vorschlag ist

1) Unoriginell: Dein Ansatz mag auf der Hand liegen, aber die Reduktion der Gesamtlosemenge funktioniert nicht bei Marktversagen wie etwa durch Vertrauensverlust und imperfekte Informationen
2) Niemals durchsetzbar, sagst Du ja selbst.

In Anbetracht dessen - und vor allem alleine schon aufgrund Punkt 2 - frage ich mich, wieso Du denn hier ueberhaupt postest :yawn: Soviel zu Deiner Konstruktivitaet.
Wollen wir uns hier messen wer mehr Fremdwörter kennt und wer origineller ist oder ein sinnvolle Diskussion führen? Oder anders gesagt: Hälst du es für sinnvoll hier am laufenden Band Leute schlecht zu machen und ihnen fehlende Konstruktivität vorzuwerfen und dabei selbst alles andere als konstruktiv zu sein?
Du hast einen Vorschlag gemacht und verteidigst ihn nun krampfhaft, da du dich von jeglicher Kritik persönlich angegriffen fühlst und dich in deiner unendlichen Weisheit untergraben fühlst. Und das obwohl du selbst schon längst begriffen hast, dass der Vorschlag nicht sinnvoll war. Unkonstruktuver geht es kaum
Und nur weil du mal irgendwo aufgeschnappt hast, dass Marktversagen staatliches Eingreifen erfordert heißt das noch lange nicht, dass a) in diesem Fall ein sinnvolles Eingreifen möglich ist und b) eine Gesamtlosemengenreduktion deswegen keinen Erfolg bringen kann.

Und eine kleine, aber wichtige Information zum Schluss: Die Bundesregierung hat keine Souverenitaet in der Geldpolitik wie du schreibst, das macht noch immer die EZB, und obwohl diese vor allem von Deutschen kontrolliert wird, ist sie de facto zu hohem Grade politisch unabhaengig.
Das mag sein, nur ändert das nichts an der Tatsache, dass man eine durch Ausgabe riesiger Mengen an Geld entstandene Inflation nicht einfach mal durch ein paar Regulationsmaßnahmen ungeschehen machen kann.
 
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Du hast einen Vorschlag gemacht und verteidigst ihn nun krampfhaft, da du dich von jeglicher Kritik persönlich angegriffen fühlst und dich in deiner unendlichen Weisheit untergraben fühlst. Und das obwohl du selbst schon längst begriffen hast, dass der Vorschlag nicht sinnvoll war. Unkonstruktuver geht es kaum

Du verstehst es schon wieder falsch und liest meine Beitraege nicht richtig. Das hingegen frustriert. Ich fuehle mich in keinster Weise angegriffen, habe ich Deine Ansichten nicht etwa als gut betitelt? Oder hast Du das schon wieder ueberlesen, und fuehlst etwa Du Dich angegriffen, weil du die von mir erwaehnten, elementaren Theorien nicht verstehst? Noch einmal im Klartext: Worum es mir geht, ist lediglich, dass die Angelegenheit hier komplizierter ist, als Du sie darzustellen versuchst. Deine Loesungsansaetze sind - wie Du selbst schreibst - nicht umsetzbar. Es gibt Alternativen. Zudem gehst Du auf das, was ich schreibe, nicht ein.

Es geht hier nicht um Fremdwoerter, auch das hast Du falsch verstanden, sondern um wirtschaftswissenschaftliche Theorien. Dass diese fuer Dich Fremdwoerter sind, kann ich natuerlich verstehen - dass Du deswegen aber betuepft sein musst, nicht.

Ich will hier dazu anregen, etwas analytischer zu denken. Aber mit Dir wird das nicht klappen, was doch schoen illustriert, wieso nicht jeder Durchschnittskonsument Notenbankchef werden kann, geschweige denn irgend ein Mitspracherecht erhalten soll. Und dass Du nicht einmal die EZB kennst, setzt dem Ganzen noch das Puenktchen aufs i :LOL:.

Ich habe beim Marktversagen nie von Gesamtlosemenge-Reduktion gesprochen. Ist mein Deutsch so schlecht, dass Du mein Argument nicht verstehst? Oder denkst Du nicht ausserhalb der Box? Oder verstehst Du nicht, was ich mit Marktversagen meine?

Das mag sein, nur ändert das nichts an der Tatsache, dass man eine durch Ausgabe riesiger Mengen an Geld entstandene Inflation nicht einfach mal durch ein paar Regulationsmaßnahmen ungeschehen machen kann.

Nur ein Beispiel hierfuer: Amerikanische Wirtschaftsgeschichte, Anfang 80er Jahre. Hohe Inflation, man rechnet damit, dass die Leitzinsen steigen. Da Anleihepreise ein negatives Verhaeltnis zu den darauf gezahlten Zinssaetzen haben, steigt die Nachfrage nach Spekulationskapital (Liquiditaetspreferenz). Ohne effektives monetaerpolitisches Eingreifen wird die Geldnachfrage beeinflusst und der Preislevel sinkt (neoklassisches Model). Oder noch eines: die Einfuehrung von NOW in den 70ern und deren Auswirkung auf Liquiditaet. Soviel zu den Regulationen. Wie Du siehst: es gibt Alternativen und die Sache hat mehrere Dimensionen. Und komm mir jetzt nicht mit "laesst sich nicht vergleichen da Hyperinflation" bevor Du reale und nominale Aspekte beruecksichtigst ;)
 
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Ich steige durch eure Wortgewaltigen Beiträge nicht mehr durch. Liegt vielleicht daran das ich nur auf einer Hauptschule war und (noch) nicht studiert habe. Könnte mir jemand mal in 3 einfachen Sätzen erklären worüber ihr redet?
 
Die einzige Möglichkeit, dass der Losepreis jemals wieder steigen kann bzw. aufhört zu sinken ist, dass in beträchtlichem Ausmaß Lose vernichtet werden.
[...] Z.B. über Möglichkeiten wie den hier schon mal erwähnten Klammeigenen Slot, von dem der Gewinn direkt in den Shredder wandert, über attraktivere Gewinnspiele mit Loseeinsatz, o.ä.

Ich denke dass das nach wie vor der einzige Weg ist um was zu ändern.

Und obwohl ich Lukas sofort glaube das Klamm.de ein Fulltime Job ist, und es auch nebenbei noch was zu tun gibt, war seine Antwort auf diese Vorschläge:

Neben der "Vereinfachung" von klamm (div. Dinge streichen, aufräumen, übersichtlicher machen) arbeite ich aktuell an der Conversion neuer Mitglieder. Also dass wir von den xx.000 Reflinks täglich mehr als nur 50 User abgreifen können. Denn neue User erzeugen auch wieder Nachfrage am Losemarkt. Und das ist m.E. aktuell wichtiger, als einen Slot auf klamm zu integrieren.

Vielleicht fasse ich das auch falsch auf. Aber für mich steht da:
Es ist aktuell überhaupt nicht gewollt, die Losemenge zu reduzieren
(Und/Oder die Meinung/Glücklichkeit der alten User interessiert nicht).

Und was das bedeutet kann sich jeder selbst denken.