Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
@thelematiker, 1000 KWh im Jahr höhrt sich gut an, leider fehlt die Info wieviele Pers. in dem Haushalt leben.
Ich lag letztes Jahr unter 1000 KWh mit 3 Pers.
Aber ich habe dafür auch in ein Balkonkraftwerk investiert..

Ich bin bei 1000 KWh, sprich einer alleine. Um auf deins zu kommen müsste ich, äh, nix mehr nutzen was der Unterhaltung dient. Respekt.
Sind die 1000 KWh denn inkl. oder exkl. des Kraftwerks? Sprich wurde das verrechnet?

Allerdings ist es selbst bei Verrechnung nen richtiger Schritt, je weniger Strom durch fossile Brennstoffe (Uran zählt da für mich bei) erzeugt werden muss, desto besser.

Wie ich aber schon gesagt hab: Ich hab nicht sehr große Änderungen vorgenommen, hier und da nen neues E-Gerät. Ansonsten halt geguckt, dass das was gerade nicht genutzt wird, eben auch nicht an ist. Sparlampen und LEDs tun dann ihr übriges.

Mir gehts ja wie gesagt nicht darum, dass wir anfangen wie in der Steinzeit zu leben, sondern dass wir unsere Energie die wir nutzen, effizienter nutzen. Sprich effizientere Geräte nutzen und auch wie und wann wir die Geräte nutzen.

Nen TV muss nicht an sein, wenn man nicht hinguckt.
Nen PC muss nicht an sein, wenn man TV guckt (da muss ich gelegentlich noch dran arbeiten :oops:)
Nen Gefrierschrank ist überflüssig, wenn der in der Regel nur zu nem drittel gefüllt ist.
Nen Trockner ist überflüssig, wenn man genug Platz zum Wäsche aufhängen hat.
Ne Lampe muss net an sein, wenn es draußen hell genug ist. Ansonsten reicht oft auch die Hälfte der Beleuchtung aus.

Damit hab ich mittlerweile knapp 500-600 KWh einsparen können. Unglaublich was ich da an Energie verschwendet hab, nur weil ich stellenweise schlicht und einfach zu faul war.
Das gesparte Geld kann man dann wieder investieren, um sich dann wieder nen effizienteres Gerät zu kaufen.

Blockheizkraftwerke, die mit Erdgas, Flüssiggas, Biogas oder Diesel betrieben werden können, gibt es reichlich. Wenn ich mal an meinen Arbeitgeber denke, dann heizt der mit Gas ganz viele Maschinen auf. Wenn er statt der normalen Gasturbinen BHKWs nehmen würde, dann könnte er gleichzeitig den komplett im Unternehmen nötigen Strom erzeugen. Da arbeitet unser Energiemanager gerade dran.

Sowas hatte ich gemeint, von wegen dass die Poltik mal ne Initiative ins Leben rufen soll, zwecks Energieverschwendung. In einigen Dörfern wird da mittlerweile auch schon dran gearbeitet.
Es ist ja nicht nur, dass wir Geräte in Betrieb haben, die eigentlich gar nicht in Betrieb sein müssten, sondern auch dass es mittlerweile Möglichkeiten gibt, dass Energie die bislang "verloren" ging, anderweitig genutzt wird.

Wenn man alle Möglichkeiten mal zusammenpackt, ist das gar nicht so unwahrscheinlich, dass wir keine AKWs, Gas und Kohlekraftwerke mehr benötigen. Selbst wenn vielleicht noch nen paar der Dinger laufen würden, ist das immer noch besser als das, was wir im Moment machen.
 
Fazit: Graben wir lieber weiter tiefe Löcher in die Felder um Braunkohle zu fördern und bauen die landschaftlich wunderschön gestalteten Braunkohlekraftwerke weiter. Wie wunderschön dadurch die Landschaft wird, kann man im Dreieck Köln-Düsseldorf-Aachen sehen...

Ja das ist auch ein Teil der Energiewende -> neue Kohlekraftwerke die uns noch für 50 Jahre begleiten werden. Da wären mir neue Akw's lieber.

Zum Thema Nachtstrom, das war meine erste Wohung und da hatte ich mir den Tarif vom Grundversorger andrehen lassen und deswegen war's nicht wirklich billiger als Tagstrom.
 
Ich sehe genau das als Nachteil.

Große Kraftwerke können leichter Sabotiert bzw. angegriffen werden als viele kleine.
Wenn Großkraftwerke ausfallen "fehlt" jede menge Strom im Netz.
Und ausfallen tuen die ja ab und zu, auch wenn keine Sabotage vorliegt ;)
Auserdem können Großkraftwerke nicht schnell geregelt werden.
Und genau die schnelle Regelung wird benötigt.
Das mag ja alles stimmen. Aber es bleibt doch Fakt, dass die bewohnbare Fläche der Erde nicht mit dem Energiehunger mitwächst. Der Wirkungsgrad von kleinen Anlagen muss schlicht eher steigen, als die eines großen Kraftwerks. Schon allein deswegen, weil ein Kraftwerk wesentlich mehr produziert als benötigt wird. Vieles geht beim Transport verloren, vieles wird schlicht nicht benötigt. Schon deshalb sind dezentrale Anlagen wesentlich besser. Aber die müssen erstmal bezahlbar sein und mehr leisten, dass eben auch ein Hochhaus von einem solchen Mini-Kraftwerk versorgt werden kann (oder in der "Cloud" von einem größeren).

Blockheizkraftwerke, die mit Erdgas, Flüssiggas, Biogas oder Diesel betrieben werden können, gibt es reichlich. Wenn ich mal an meinen Arbeitgeber denke, dann heizt der mit Gas ganz viele Maschinen auf. Wenn er statt der normalen Gasturbinen BHKWs nehmen würde, dann könnte er gleichzeitig den komplett im Unternehmen nötigen Strom erzeugen. Da arbeitet unser Energiemanager gerade dran.[...]
Find ich gut!

Ist dem wirklich so? Also zumindest von der Autobahn sieht man da nicht gerade viele. Da ist die Situation in manch anderen Bundesländern ganz anders.
Ist vermutlich eine Frage, was man persönlich unter "viel" versteht. Von Berlin nach Hamburg sehe ich schon reichlich - bis zum Horizont. Mag sein, dass es irgendwo noch schlimmer ist, aber ich finde es schon dramatisch viel.

Verstehe ich nicht. Warum geht der Nutzen von Solar- und Windkraftanlagen in einer Großstadt gegen Null? Was ist denn da so gänzlich anders als in Kleinstädten und ländlichen Region?
Na weil die Solarzellen auf einem Einfamilienhaus nunmal nur zur Deckung des Strombedarfs einer Familie Strom erzeugen müssen. Wenn man sich so eine Dachfläche anschaut (selbst wenn sie nicht direkt nach Süden ausgerichtet ist), kann ich mir schon vorstellen, dass das locker reicht. Vielleicht noch ein kleines Windrad im Garten, dann reicht es allemal.

Ganz anders das Verhältnis bei Hochhäusern. Die Fläche, die man mit Solarzellen voll stellen könnte steht in keinem Verhältnis zu den darunter lebenden Verbrauchern. Das reicht hinten und vorne nicht.

Ich kenne ja auch aus dem Fernsehen solche modernen Bauten, die sich komplett autark mit Strom versorgen können. Wenn man genügend Geld hat, ist ja auch so einiges möglich. Ich denke auch, dass zukünftig auch von Architekten und Ingeneuren andere Sachen verlangt werden, als noch vor 100 Jahren. Häuser der Zukunft werden auf jeden Fall einen wesentlich stärkeren Focus auf Energiegewinnung und -nutzung haben.

Aber immer mal davon ausgehend, dass uns nicht der dritte Weltkrieg ins Haus steht, der der Welt platt macht, müssen wir uns ja um bestehende Bauten erstmal vorrangig kümmern. Und da sehe ich es viel komplizierter. Ein Wohnblock mit maximal 5 Etagen mag vielleicht sogar noch mit Windturbinen und Solarzellen auf dem Dach versorgbar sein (ohne Daten bei der Hand zu haben, ist nur eine Vermutung). Aber ein 10-, 20- oder noch mehr-stöckiges Gebäude hat ja schon Probleme eine halbwegs vernünftige USV hin zu bekommen, die auch mal für 2+ Stunden einspringen kann. Autarke Energieversorgung läuft dann meist nur über Dieselgeneratoren, die ja nun noch schlimmer sind, als jedes Kraftwerk. Und solche Hochhäuser finden sich eben gerade in Großstädten auf recht engem Raum konzentriert. Wenn man jetzt noch davon ausgeht, dass sich zukünftig Elektroautos durchsetzen werden, dann können wir gleich noch ein paar AKWs bauen...

[...] Und auch wenn Deutschland dicht besiedelt ist, einen Mangel an Agraflächen bezweifle ich, wenn ich mir die ganzen Brachflächen (gerade im Osten) anschaue, die früher mal (LPG-)Felder waren.
Das mag ja für jetzt und heute stimmen, keine Ahnung. Aber der Mensch wird aufgrund seinem ungezieferähnlich starkem Wachstum eher früher als später diese Flächen benötigen. Und wenn ich mir anschaue, wieviel Strom derzeit 1qm Solarzellen liefern kann, dann habe ich lieber 1 Sack Kartoffeln.

Ein Bereich so groß wie ein AKW mit Solarzellen, Windturbinen oder sonstwas voll gestellt schafft nunmal nicht im Ansatz die gleiche Leistung. Und darin liegt das Problem, wie ich finde. Zumindest für Großstädte. Aber gerade die wachsen, während Dörfer mehr und mehr aussterben. Leider.
 
Sind die 1000 KWh denn inkl. oder exkl. des Kraftwerks? Sprich wurde das verrechnet?



Nen TV muss nicht an sein, wenn man nicht hinguckt.
Nen PC muss nicht an sein, wenn man TV guckt (da muss ich gelegentlich noch dran arbeiten :oops:)
Nen Gefrierschrank ist überflüssig, wenn der in der Regel nur zu nem drittel gefüllt ist.
Nen Trockner ist überflüssig, wenn man genug Platz zum Wäsche aufhängen hat.
Ne Lampe muss net an sein, wenn es draußen hell genug ist.

Damit hab ich mittlerweile knapp 500-600 KWh einsparen können.

... ist das immer noch besser als das, was wir im Moment machen.

zu 1, Nein, die ca. 500 KWh die mir meine Solarteile bringen waren da nicht mit einberechnet.

zu 2 , diese sachen sehe ich genauso

zu 3, Ich hatte mal einen Verbrauch von knapp 6000 KWh im Jahr ( schande über mich )

Zu 4, endlich mal jemand der mich versteht
 
@Photon, BHKW-S gibt es in unterschiedlichen Größen, es gibt kleine für Einfamilienhäuser und Große die ganze Hochhausschluchten versorgen können.

Sicherlich, die sind teurer als ne Ölheizung, aber am ende rechnet es sich, gerade weil die nicht nur Hitze erzeugen sondern auch Strom der entweder selbst genutzt werden kann oder verkauft wird.
 
@Photon, BHKW-S gibt es in unterschiedlichen Größen, es gibt kleine für Einfamilienhäuser und Große die ganze Hochhausschluchten versorgen können.

Sicherlich, die sind teurer als ne Ölheizung, aber am ende rechnet es sich, gerade weil die nicht nur Hitze erzeugen sondern auch Strom der entweder selbst genutzt werden kann oder verkauft wird.
Das mag ja stimmen, aber gerade Hochhäuser werden ja meist von Gesellschaften betrieben. Die rechnen ganz anders als ein Eigenheimbesitzer.

Ein Eigenheimbesitzer rechnet sich ganz genau aus, wann sich seine Solaranlage auf dem Dach amortisiert hat. Genauso bei Wärmedämmung, neuen Fenstern und allem anderen, was seine laufenden Kosten irgendwie senken kann. Da wird sich auch schonmal eine kleinere Mülltonne bestellt und dann lieber etwas mehr im Wald oder an Autobahnraststätten abgeladen ;)

Für die Besitzer der Großstadtwohnkomplexe (meist Gesellschaften), muss es vor allem billig sein und mehr Geld als vorher in die Kassen spülen. Aber mit jedem Gerät, das man sich anschafft, holt man sich auch Aufwände an den Hals. Die Dinger müssen gewartet, notfalls auch innerhalb kürzester Zeit repariert werden. Und aus einem Vermieter wird dann auch noch ein Energielieferant mit allem drum und dran. Vielen Vermietern ist schon ein Concierge-Service zu viel und beim Hausmeister wartet man nicht selten einige Tage, bis der sich mal bequemt, einen Schaden zu begutachten. Dann ruft der eine Firma an, die zu den "arbeitsüblichen" Zeiten vorbei schaut - so zwischen 10 und 16 Uhr (damit man da auch ja einen Urlaubstag nehmen muss!).

Ich stelle mir das mal vor, wenn beispielsweise in meinem Haus so ein Blockheizkraftwerk stünde, das dann irgendwann auch mal ausfällt. Dann ein paar Tage ohne Strom? Ganz ehrlich - dann lieber nach wie vor von Vattenfall, Eon oder wie sie alle heißen.

Will sagen: Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Vielleicht ein Gesetz, nachdem die Stromversorgung nicht länger als 1 Stunde pro Quartal ausfallen darf, sonst gibt es Mietminderung. Oder sonstwas. Abgesehen davon, dass es für Computer den Tod bedeuten kann, wenn sie ohne USV einfach mal den Saft abgestellt bekommen. Und ohne Not von Gesetzesseite wird keine Wohnungsbaugesellschaft die Mehrkosten für eine dezentrale Energieversorgung aufbringen und ihr Geschäftsfeld um den Stromverkauf an die Mieter erweitern. Insofern werden wir noch sehr lange Kraftwerke in Deutschland benötigen, so schön es auch anders wäre.
 
Ich stelle mir das mal vor, wenn beispielsweise in meinem Haus so ein Blockheizkraftwerk stünde, das dann irgendwann auch mal ausfällt. Dann ein paar Tage ohne Strom? Ganz ehrlich - dann lieber nach wie vor von Vattenfall, Eon oder wie sie alle heißen.

Es sagt ja keiner das der Anschluss zum öffentlichen Netz getrennt wird. Der bleibt ja bestehen um Strom einzuspeißen und wenn das BHK ausfällt wird man halt darüber versorgt.
 
Es sagt ja keiner das der Anschluss zum öffentlichen Netz getrennt wird. Der bleibt ja bestehen um Strom einzuspeißen und wenn das BHK ausfällt wird man halt darüber versorgt.
Ok, dann reden wir aber von einer Kostenexplosion, die wir in der Form vielleicht in der letzten Hyperinflation erlebt haben.

Wenn die Energieerzeuger ihren Strom nicht mehr abgenommen bekommen, müssen sie abbauen - Arbeitsstellen, Kraftwerke und so weiter. Viele Stromtrassen sind dann völlig überdimensioniert, müssen aber trotzdem instand gehalten oder abgebaut werden. Und letztlich muss sich das Geschäft für die Energieerzeuger auch noch irgendwie lohnen, weil man ja eben kein Kraftwerk so einfach schrumpfen lassen kann. Also wird dann die Kilowattstunde ... 23 Euro kosten? Unter diesen Umständen würde sich natürlich jedes dezentrale Kraftwerk rechnen. Da könnten die Hersteller dieser Kraftwerke sogar den Preis verdoppeln und wären noch immer billig. Vor allem aber werden die Preise auf diejenigen abgewälzt, die keine Möglichkeit haben, ihren eigenen Strom zu erzeugen - wie ich etwa.

Dass die Zukunft nicht in der derzeit gängigen zentralen Energieversorgung liegen wird, ist mir durchaus klar. Aber der Weg zur dezentralen Versorgung von Städten ist verdammt steinig und verdammt teuer. Als Eigenheimbesitzer wäre ich längst autark, besonders dann, wenn ich mir ein neues Haus bauen würde. Aber bis das flächendeckend Realität wird, sind meine Urenkel alte Leute.
 
Das mag ja stimmen, aber gerade Hochhäuser werden ja meist von Gesellschaften betrieben. Die rechnen ganz anders als ein Eigenheimbesitzer.

Da wird sich auch schonmal eine kleinere Mülltonne bestellt und dann lieber etwas mehr im Wald oder an Autobahnraststätten abgeladen ;)

Wenn die Energieerzeuger ihren Strom nicht mehr abgenommen bekommen, müssen sie abbauen ....

Dass die Zukunft nicht in der derzeit gängigen zentralen Energieversorgung liegen wird, ist mir durchaus klar. Aber der Weg zur dezentralen Versorgung von Städten ist verdammt steinig und verdammt teuer.

Als Eigenheimbesitzer wäre ich längst autark, besonders dann, wenn ich mir ein neues Haus bauen würde. Aber bis das flächendeckend Realität wird, sind meine Urenkel alte Leute.

zu 1, die können die Kosten als Modernisierung auf die Mieter umlegen, pro Jahr 11 %.

zu 2, ginge in unserer Gemeinde garnicht, hier bekommst Du nach Pers. anzahl die Tonnen hingestellt, egal ob die benötigt werden oder nicht.

zu 3, Das stimmt, und wenn Du als Endkunde einsparen willst erhöhen die dir deinen Grundtarif ( wurde mir schon von e-wie Einfach am Telefon gesagt, gefolgt von den Worten "wir bekommen schon ihr Geld" )

zu 4, stimmt, es ist NICHT die Zukunft, viele Gemeinden möchten schon heute Ihr Stromnetz wieder in die eigene Hand nehmen, zumindenst hier in der Gegend aber die jetzigen "Eigner" verlangen für die veralterte Netze unsummen.

zu 5, wäre ich hier Eigentümer würde ich alles dafür tun das auch ein Altbau so autark wie möglich wäre und zwar nicht irgendwann sondern sofort.
Aber selbst Mieter könnten was tun wenn die Regierung das denn wollte !
Dazu sage ich nur: Wiederzulassung von Geräten z.B. Soladin 600
 
Für die Besitzer der Großstadtwohnkomplexe (meist Gesellschaften), muss es vor allem billig sein und mehr Geld als vorher in die Kassen spülen. Aber mit jedem Gerät, das man sich anschafft, holt man sich auch Aufwände an den Hals. Die Dinger müssen gewartet, notfalls auch innerhalb kürzester Zeit repariert werden. Und aus einem Vermieter wird dann auch noch ein Energielieferant mit allem drum und dran.
Dazu nutzt man als wirtschaftlich denkender Vermieter dann Anbieter wie Lichtblick, Senertec oder andere, denen man den Stellplatz vermietet und die übernehmen den Aufbau, Betrieb, Wartung etc... Oder man mietet die Systeme mit Wartungsvertrag. Das ist gar nicht so aufwändig, gerade grosse Gesellschaften sollten das eigentlich verstehen, der kleine Rentner als Vermieter braucht da vermutlich länger.

Wenn die Energieerzeuger ihren Strom nicht mehr abgenommen bekommen, müssen sie abbauen - Arbeitsstellen, Kraftwerke und so weiter.
Das ist eigentlich immer so, wenn Monopole (hier Oligopole) abgeschaft werden. Aber dann müssten wir heute auch noch die staatliche Telekom haben und die staatliche Post. Beide Fälle zeigen aber, dass das nicht zu Preissteigerungen geführt hat.

Und wer verbietet eigentlich RWE etc. selber in diesen Markt einzusteigen? Können die nur Grosskraftwerk?

Viele Stromtrassen sind dann völlig überdimensioniert, müssen aber trotzdem instand gehalten oder abgebaut werden.
Es wird uns doch gerade immer erzählt, es müssten Milliarden für neue Trassen bezahlt werden, weil die zu klein sind. Dann können die doch nicht auf einmal völlig überdimensioniert sein?

Und letztlich muss sich das Geschäft für die Energieerzeuger auch noch irgendwie lohnen, weil man ja eben kein Kraftwerk so einfach schrumpfen lassen kann. Also wird dann die Kilowattstunde ... 23 Euro kosten? Unter diesen Umständen würde sich natürlich jedes dezentrale Kraftwerk rechnen.

Ein BHKW mit 90% Nutzungsgrad erzeugt aus einem Kubikmeter Erdgas 3 kWh Strom und 6 kWh Wärme. Kannst ja mal den Netto-Preis von Erdgas als Grundlage nehmen und ausrechnen, wie hoch die variablen Kosten bezogen auf den Brennstoff sind. Dazu rechnest Du dann 25.000 Euro für die Anlage selber und eine Lebensdauer von 20 Jahren. Dann kannst Du Dir je nach jährlicher Laufzeit der Anlage schnell ausrechnen, wie teuer die kw/h am Ende wird... Du wirst überrascht sein, dass das weniger ist als Du derzeit für Deinen Strom zahlst.

Aber der Weg zur dezentralen Versorgung von Städten ist verdammt steinig und verdammt teuer. /quote]Die Aussage triffst Du, ich verstehe aber nicht, wie Du darauf kommst?

Als Eigenheimbesitzer wäre ich längst autark, besonders dann, wenn ich mir ein neues Haus bauen würde.
Ich habe ein Eigenheim, autark versorgen ist der aber mehr Wunsch als tatsächliche Möglichkeit.

Marty
 
Wieso das denn? Steht Dein Haus so ungünstig?
Das hat mit ungünstig nichts zu tun. "Autark" bedeutet aber unabhängig von einem öffentlichen Stromnetz. Und da habe ich einfach Probleme, wo soll im Winter den die benötigte Wärme und der Strom herkommen?

Wärmepumpen für die Unabhängigkeit bei der Wärmeerzeugung brauchen enorm viel Strom, bei mir kommt dazu, dass nur ineffeziente Luftwärmepumpen möglich wären, Erdwärme darf ich nicht nutzen.

Und Strom kann/könnte ich nur per Solarenenergie erzeugen. Und welche Fläche brauche ich da, um im Winter im schlimmsten Fall alleine 60 kw/h nur für die Heizung erzeugen zu können? So gross ist weder mein Dach, noch mein Grundstück.

Was hast Du denn schon alles getan um Deine Energie selbst zu "erzeugen" ?
Kaum etwas. Ich nutze Solarthermie, um Warmwasser zu erzeugen. Durch die Dämmung im Neubau brauch ich so im Sommer keinerlei Wärmeenergie zuzuführen. Heizung ist eine Gastherme, ich hatte beim Kauf keine wirkliche Wahl, Wärmepumpe war zu ineffezient.

Ansonsten sehe ich zu, dass ich vom Lieferanten 100% erneuerbaren Strom kaufe und möglichst schon E-Gas eingespeist wird für das Gas, welches ich verbrauche. Die Photovoltaikanlagen sind nicht bei mir auf dem Dach, der Strom wird eingespeist.

Ich arbeite dann auch eher an der Verbrauchsseite. 2.500 kw/h pro Jahr für 4 Personen, von denen 2 ganztags zu Hause sind und 160 m² Wohnfläche halte ich für recht gering.

Langfristig werde ich einen Kamin einbauen mit Wasserführung, der soll dafür sorgen, dass auch im Winter möglichst oft mit Holz geheizt werden kann. Anfragen bei der Stadt, ob ich ein kleines Wasserrad im Bach auf dem Grundstück nutzen darf, werden einsilbig abgelehnt... Das wäre wirklich mal was Interessantes.

Marty
 
@Marty, richtig Autark zu werden ist extrem schwierig, bis zu 90% ist kein problem, die restlichen 10 sind aber so teuer das es sich NIEMALS rechnen würde.

Wieo darfst Du keine Erdwärme benutzen ?

Wo stehen denn Deine Photovoltaikanlagen ?

Wird alles eingespeist oder benutzt Du von dem Strom selbst etwas?

Je nach Datum der Inbetriebnahme rechnet es sich durchaus auch den "gewonnenen" Strom selbst zu verbrauchen.

Hast Du noch platz auf dem Dach?

2.500 kw/h pro Jahr für 4 Personen.......

Das ist doch absolut OK !


Wieso Kamin? wäre ein micro Bhkw nicht sinnvoller und effektiver?

Du hast einen Bach auf dem Grundstück?

Wer hat denn die Wasserrechte, meist sind das die Alteigentümer des Grundstückes und nicht die Gemeinden.

Wenns tatsächlich der Gemeinde gehöhrt und die Nein sagen ist das LEIDER Pech.
 
Wieo darfst Du keine Erdwärme benutzen ?
Wasserschutzgebiet.

Wo stehen denn Deine Photovoltaikanlagen ?
In der Nähe von Aachen.

Wird alles eingespeist oder benutzt Du von dem Strom selbst etwas?
Ich persönlich nicht, Familie und Mieter.

Je nach Datum der Inbetriebnahme rechnet es sich durchaus auch den "gewonnenen" Strom selbst zu verbrauchen.
Das weiß ich alles :D

[@uote]Hast Du noch platz auf dem Dach?[/quote]Ja, aber kein Geld mehr :-?

Wieso Kamin? wäre ein micro Bhkw nicht sinnvoller und effektiver?
Natürlich, aber was mache ich mit der fast neuen Brennwerttherme? Bei Ebay will die wohl niemand.

Du hast einen Bach auf dem Grundstück?
Er ist quasi die Grenze des Grundstücks und gehört bis zur Mitte uns.

Wer hat denn die Wasserrechte, meist sind das die Alteigentümer des Grundstückes und nicht die Gemeinden.
Es geht da eher darum, dass es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Aber da ist das letzte Wort nicht gesprochen, immerhin dürfen mehrere Firmen Wasser entnehmen laut Grundbuch.

Marty
 
[...] Das ist eigentlich immer so, wenn Monopole (hier Oligopole) abgeschaft werden. Aber dann müssten wir heute auch noch die staatliche Telekom haben und die staatliche Post. Beide Fälle zeigen aber, dass das nicht zu Preissteigerungen geführt hat.
[teuer, steinig] Die Aussage triffst Du, ich verstehe aber nicht, wie Du darauf kommst?
Aus meinem Verständnis heraus verhalten sich aber die Fälle der Telekom und Post etwas anders.

Die Telekom konnte und musste ihre Leitungen und Schaltstationen vermieten. Stell' Dir mal vor, sie hätte es nicht tun müssen und nicht getan. Bis sich eine nennenswerte Konkurrenz zur Telekom hätte entwickeln können, wären Jahrzehnte ins Land gegangen. Und von "billiger", wenn jeder andere Anbieter erstmal Kabel verlegen und Schaltstationen bauen müsste, wäre wohl erst in 200 Jahren die Rede gewesen (wenn überhaupt jemals - ich wäre in das Geschäft nicht eingestiegen).

Bei der Post ist es so, dass sie ja noch immer das Quasi-Monopol haben. Günstiger können jetzt nur noch Firmen sein, deren Mitarbeiter unter zum Teil beschämenden Bedingungen und unterbezahlt arbeiten müssen, wie etwa der PIN-AG. Selbst wenn nicht, dann wäre es wohl viel einfacher, ein paar Postautos zu verkaufen, hier und da eine Filiale zu schließen (wie reichlich geschehen) und ein weniger Briefträger einzusetzen, ... als ein AKW an den Mann zu bringen.

Stromanbieter können nunmal nicht ein paar Kraftwerke verkaufen. Höchstens Stromtrassen dem Altmetall zuführen, aber das wird wohl ziemlich unrentabel sein. Sie können Kraftwerke abschalten und später abreißen, das war's dann. Im Gegenzug müssen neue dezentrale Kraftwerke gebaut werden, die wohl mit jedem Kleintransporter von A nach B gebracht werden können, also potenzielle Baumarktware. Die einmal vom Fachmann installiert, geprüft und abgenommen, verharren sie dann auf ihrem Platz für ein paar Jahrzehnte. Aber das kostet erstmal Geld -> teuer. Häuser müssten (gerade in Großstädten) umgebaut werden, neue Leitungen verlegt werden (um die einzelnen Mini-Kraftwerke zu clustern) -> steinig.

Und 23 Euro/kWh waren auf den zukünftigen Strompreis bezogen, den die Konzerne dann wohl bei mir veranschlagen, wenn kaum noch jemand deren Strom abkauft, ich aber auf deren Strom angewiesen bin...

Und wer verbietet eigentlich RWE etc. selber in diesen Markt einzusteigen? Können die nur Grosskraftwerk?
Naja, es ist eben ein ganz anderes Geschäftsfeld. Ein Großkraftwerk zu bauen und zu betreiben, nebst ein paar Elektrikern, die ab und an mal einen Zähler wechseln ist eben was anderes als eben komplett auf das Geschäft mit Vertrieb und Wartung von Mini-Kraftwerken vor Ort. In dem Fall braucht man auch eine ganz andere Infrastruktur im Unternehmen. So einfach ist das nicht zu machen, denke ich.

Es wird uns doch gerade immer erzählt, es müssten Milliarden für neue Trassen bezahlt werden, weil die zu klein sind. Dann können die doch nicht auf einmal völlig überdimensioniert sein?
Wenn sie jetzt zu klein sind, weil immer mehr Menschen immer mehr Strom wollen, können sie doch trotzdem zu groß sein, wenn niemand mehr von diesen Anbietern Strom bezieht, weil jeder sich selbst versorgen kann?!


Ich habe ein Eigenheim, autark versorgen ist der aber mehr Wunsch als tatsächliche Möglichkeit.
[...]
Das hat mit ungünstig nichts zu tun. "Autark" bedeutet aber unabhängig von einem öffentlichen Stromnetz. Und da habe ich einfach Probleme, wo soll im Winter den die benötigte Wärme und der Strom herkommen?
Du nutzt doch schon Solarthermie, wie Du schreibst. Dazu noch etwas Strom, um auch im Winter das Wasser auf ein schönes lauwarm zu bringen, sollte möglich sein, oder?

Neben Wärme können ähnliche Anlagen auch gleichzeitig noch Strom erzeugen. Kosten aber natürlich ein paar Groschen mehr. Dazu gibt es, sofern noch etwas Platz im Garten ist, vertikale Windräder. Die Dinger werden mit der Zeit auch immer besser und effektiver, Platz nehmen sie kaum weg. Notfalls kann man sich die Teile sogar auf das Dach dübeln. Die haben zwar wohl (ich bin da nicht übermäßig gut belesen, aber etwas Info habe ich ja trotzdem) einen geringeren Wirkungsgrad als ihre horizontal verbauten Kollegen, nehmen aber dafür auch kaum Platz weg, müssen sich nicht in den Wind ausrichten und man kann mehrere von denen auf der gleichen Fläche betreiben, die ein horizontal verbautes benötigt.

Das sollte für den Durchschnittsbürger locker reichen. Wer mehr Strom braucht, der kann sich ja noch ein Mini-Mikro-Nano-Kraftwerk irgendwo in den Keller oder sonstwo verbauen, um Spitzen abzufangen. Will sagen: Ich denke, dass es schon heute durchaus möglich wäre, sich komplett autark zu versorgen, wenn man es denn möchte - als Eigenheimbesitzer.

Ich wohne aber in einem Hochhaus. Bin schon froh, dass ich auf meinem Balkon ein paar Primeln haben darf. Sat-Schüsseln sind verboten. Irgendwas anbohren: Verboten. Da frage ich wegen eines Windrades oder Solarzellen anstelle einer Markise (die ich nicht habe, weil verboten) erst gar nicht... Heißt, ich habe nicht mal die Möglichkeit, egal wie grün ich mich auch immer fühle. Alle anderen Kraftwerksformen kommen für mich auch nicht in Frage. Darf ja nicht mal brennbare Flüssigkeiten über 10 Liter (ich glaube es waren 10 Liter, vielleicht auch nur 5) lagern. Holz darf ich auch nicht verbrennen in der Wohnung, ...

Ich bin auf Gedeih und Verderb den Energiekonzernen ausgeliefert und kann nicht das Geringste daran ändern. Und mein Vermieter wird kein Interesse daran haben, die ohnehin schon sehr beschränkten Kellerräume dafür zu nutzen, dort ein Kraftwerk zu betreiben. Zumal dazu sicherlich auch wieder Standards geschaffen werden müssen, dass so ein Teil nicht das ganze Haus im Falle des Falles in die Luft jagt. Und das wird wieder... teuer.
 
@Marty, bei euch dürfen im Naturschutzgebiet Häuser gebaut werden ?

Geld für Photovoltaikanlagen geben die Banken doch gerne, zumindenst mal hier in der Gegend, selbst wenn man keinen Cent in der Tasche hat.
Die wollen als sicherheit halt die Anlage und die Erträge.

Setze Deine Brennwerttherme doch mal bei Ebay KLEINANZEIGEN rein, das kostet nichts ;)

Ich drücke Dir die Daumen das Du erfolg beim Wasser hast.
 
Und 23 Euro/kWh waren auf den zukünftigen Strompreis bezogen, den die Konzerne dann wohl bei mir veranschlagen, wenn kaum noch jemand deren Strom abkauft, ich aber auf deren Strom angewiesen bin...
Der Zusammenhang erschliesst sich mir auch nicht. Auch da, wo Du wohnst, kann ein BHKW hingestellt werden. Ich kann mir nur ganz wenige Standorte vorstellen, wo das nicht gehen sollte.

Naja, es ist eben ein ganz anderes Geschäftsfeld. Ein Großkraftwerk zu bauen und zu betreiben, nebst ein paar Elektrikern, die ab und an mal einen Zähler wechseln ist eben was anderes als eben komplett auf das Geschäft mit Vertrieb und Wartung von Mini-Kraftwerken vor Ort. In dem Fall braucht man auch eine ganz andere Infrastruktur im Unternehmen. So einfach ist das nicht zu machen, denke ich.
Soweit mir bekannt, bieten alle diese Anbieter auch schon Hausanschlüsse für Strom und Gas an und haben die enstprechenden Fachleute zur Wartung und Fehlerbehebung, auch als Notdienst. Sie kennen also eigentlich das Geschäft.

Wenn sie jetzt zu klein sind, weil immer mehr Menschen immer mehr Strom wollen, können sie doch trotzdem zu groß sein, wenn niemand mehr von diesen Anbietern Strom bezieht, weil jeder sich selbst versorgen kann?!
Ich rede ja nicht von autarker Versorgung, sondern von dezentraler Versorgung. Dann muss Strom trotzdem noch transportiert werden, aber eben nicht mehr sternfömig.

Du nutzt doch schon Solarthermie, wie Du schreibst. Dazu noch etwas Strom, um auch im Winter das Wasser auf ein schönes lauwarm zu bringen, sollte möglich sein, oder?
Und wie bekomme ich bei -20% und Schnee meine Heizung warm? Mit "ein bisschen Strom" sicher nicht. Und Solarthermie ist dafür im Winter auch nur ansatzweise unterstützend möglich.

Will sagen: Ich denke, dass es schon heute durchaus möglich wäre, sich komplett autark zu versorgen, wenn man es denn möchte - als Eigenheimbesitzer.
Meine Heizung hat bei -20 Grad an einem Tag 12m³ Gas vebraucht, das sind laut Rechnung ca. 130 kw/h. Um das mit Solarenergie zu schaffen im Winter, müsste ich ein Fussballfeld pflastern. Vertikale Windräder schaffen selbst bei der Grundfläche einer Garage und Rotorgrösse von 1,8x2,0 Metern nur knapp 1 kw maximalleistung. Davon müsste ich mri geschätzt 10 Stück auf die Wiese setzen.

Du unterschätzt, glaube ich, den Energiegehalt von Gas und überschätzt die Leistung der Solar- und Windenergie.

Ich wohne aber in einem Hochhaus.
Ideal für ein BHKW. Und das Methangas dafür wird dann in Bayern per Solarenergie oder an der Nordsee per Windenergie erzeugt und durch die bestehenden Netze geleitet. Regenerativ, sauber und gar nicht so teuer, wie man denkt.

Und mein Vermieter wird kein Interesse daran haben, die ohnehin schon sehr beschränkten Kellerräume dafür zu nutzen, dort ein Kraftwerk zu betreiben. Zumal dazu sicherlich auch wieder Standards geschaffen werden müssen, dass so ein Teil nicht das ganze Haus im Falle des Falles in die Luft jagt. Und das wird wieder... teuer.
Ich würde eine Kiste Bier verwetten, dass ein modernes Mini-BHKW für ein Hochhaus in seiner Grösse weniger Platz wegnimmt als die derzeit vermutlich installierte Gasheizung. Und mit Gas läuft beides, warum ein BHKW da mehr Risiko darstellen soll, musst Du erläutern.

@Marty, bei euch dürfen im Naturschutzgebiet Häuser gebaut werden ?
Nein. Aber der Platz, wo das Haus steht, gehört ja auch nicht dazu.

Geld für Photovoltaikanlagen geben die Banken doch gerne, zumindenst mal hier in der Gegend, selbst wenn man keinen Cent in der Tasche hat.
Ich hoffe, Du wirst verstehen, dass auch mir irgendwann mal mulmig wird, wenn man mehr Schulden hat, als in 10 Jahren mit Arbeit reinkommt. Da muss ich nicht unbedingt noch was drauflegen.

Marty
 
[...] Du unterschätzt, glaube ich, den Energiegehalt von Gas und überschätzt die Leistung der Solar- und Windenergie.
Ich glaube auch, dass ich diesen Windrädern und den Solarzellen (inzwischen) mehr zutraue, als sie leisten können. Wird auch einen guten Grund haben, warum sich nichts davon bis heute wirklich durchgesetzt hat. Scheinbar hat sich in den letzten Jahren diesbezüglich nichts dramatisches weiter entwickelt.

[...]
Ich würde eine Kiste Bier verwetten, dass ein modernes Mini-BHKW für ein Hochhaus in seiner Grösse weniger Platz wegnimmt als die derzeit vermutlich installierte Gasheizung. Und mit Gas läuft beides, warum ein BHKW da mehr Risiko darstellen soll, musst Du erläutern.
Fernwärme. Allerdings weiß ich nicht, wo das Wasser warm gemacht wird und wo das Wasser der Heizung. Hat mich bis jetzt auch nicht interessiert - der Vorteil eines Mieters :D Zumindest habe ich in meinen Kellerräumen noch keinen Kessel oder sonstwas gesehen, was daran erinnern würde.

Ob nun so ein Blockheizdingsbums kleiner als die derzeitige Anlage ist, weiß ich nicht. Aber in jedem Fall teurer, denn die bisherige Anlage funktioniert nach wie vor und ist sicherlich schon von den Mietern doppelt und dreißigfach abgezahlt.

Aber ist ja auch wurscht. Ich müsste mir wohl eher wünschen, dass hier kein solches Kraftwerk rein kommt, weil das bestimmt wieder als irgendeine Modernisierung gilt, die wieder zu 100% auf die Meite umgelegt werden kann (und dann in jedem Fall auch wird).
 
Ich glaube auch, dass ich diesen Windrädern und den Solarzellen (inzwischen) mehr zutraue, als sie leisten können.
So ein Solarmodul schafft bei einer Fläche von 1,5m² maximal so um die 250 Watt. Allerdings ist das wirklich der Maximalwert bei idealer Sonneneinstrahlung.

Du kannst Dir also ausrechnen, wieviel Module man braucht, um einen Haushalt zu versorgen.

Fernwärme. Allerdings weiß ich nicht, wo das Wasser warm gemacht wird und wo das Wasser der Heizung.
Vermutlich wird das dann in einem Kraftwerk passieren. Typischerweise ist das das heisse Kühlwasser von Müllverbrennern oder anderen Kraftwerken, die Strom erzeugen.

Ob nun so ein Blockheizdingsbums kleiner als die derzeitige Anlage ist, weiß ich nicht. Aber in jedem Fall teurer, denn die bisherige Anlage funktioniert nach wie vor und ist sicherlich schon von den Mietern doppelt und dreißigfach abgezahlt.
Nein, die zahlt ihr über die Nebenkosten laufend mit. Der Fernwärme-Preis ist deshalb wesentlich höher... Ihr zahlt damit dauerhaft die Leitungen zu dem Haus, die Wartung, die Abschreibung vom Kraftwerk etc. mit.

Aber ist ja auch wurscht. Ich müsste mir wohl eher wünschen, dass hier kein solches Kraftwerk qrein kommt, weil das bestimmt wieder als irgendeine Modernisierung gilt, die wieder zu 100% auf die Meite umgelegt werden kann (und dann in jedem Fall auch wird).
Dann musst Du aber für Atomkraft eintreten, die alten Kraftwerke sind ja schon bezahlt und dort wird ganz billig Strom hergestellt. Ich dachte, die Kostendiskussion spielt dabei nicht die primäre Rolle?

Marty
 
[...] Dann musst Du aber für Atomkraft eintreten, die alten Kraftwerke sind ja schon bezahlt und dort wird ganz billig Strom hergestellt. Ich dachte, die Kostendiskussion spielt dabei nicht die primäre Rolle?
In meiner Argumentation spielt sie durchaus die primäre Rolle. In jeder Forsa-Umfrage gebe ich auch stets an, dass ich sehr wohl ein Fan erneuerbarer Energien bin, ich aber nicht willens bin, dafür einen extrem erhöhten Preis zu zahlen.

Ich wähle auch nicht (mehr) die Grünen. Wer viel verdient und sich um die Resterhaltung der Natur sorgt, soll sie wählen. Ich habe ein mittleres Einkommen, das für 2 Personen reichen muss. Ich kann mir die Grünen-Politik schlicht nicht leisten. Hätte ich die Wahl zwischen Strom aus Wind, Wasser und Sonne zum gleichen Preis wie für Strom aus Uran, dann wählte ich selbstverständlich den "grünen Strom". Aber da das nicht der Fall ist, muss es mir egal sein, woher der Strom kommt, Hauptsache billig.

Ähnlich sähe es aus, hätte ich ein Eigenheim. Da würde ich zwar die Möglichkeiten prüfen, die mir der Markt bietet (Blockheizdingbums, Photovoltaik, Windenergie, Holzpellets, was-ganz-neues, ...). Aber nicht weil ich einen sonderlich grünen Daumen habe, sondern weil ich davon ausgehe, dass er Energiepreis rapide steigen wird und ich daher schon mittelfristig als Selbstversorger besser bedient sein werde.

Häusle hab ich nicht, Wohnung hat nur eine Zuleitung, also wähle ich den für meinen Verbrauch günstigsten Stromanbieter. Und unter dieser Prämisse muss es mir egal sein, ob der Strom aus Uran, Hamsterlaufrädern oder der Sonne kommt. Deswegen bin ich von Anfang an gegen die (überstürzte) Abschaltung der AKWs. Dass wir irgendwann davon weg müssen, bevor ich in meinem Keller noch den über einige tausend Jahre verstrahlten Restmüll bunkern muss, ist mir völlig klar. Aber die Entwicklung alternativer Technologien muss gefördert werden, sodass man Strom eventuell sogar noch billiger erzeugen kann, als mit einem AKW. Wobei "dezentral" ein Schritt in die richtige Richtung ist, weil man eben weniger Verlust durch den Transport hat und schon dadurch Kosten spart.