Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Premiere bei Ökostrom: Erstmals 100-Prozent-Deckung an Ostern möglich

Folgende News wurde am 30.03.2013 um 19:33:00 Uhr veröffentlicht:
Premiere bei Ökostrom: Erstmals 100-Prozent-Deckung an Ostern möglich
Shortnews

An diesen Ostertagen könnte es bezüglich des Ökostroms in Deutschland eine absolute Premiere geben."Bei sonnigem und windigem Wetter kann es an Pfingsten, möglicherweise aber auch schon an Ostern zum ersten Mal in Deutschland Stunden geben, an denen rechnerisch der komplette Strombedarf durch erneuerbare Energie gedeckt ist", erklärt Rainer Baake der Lobbyorganisation "Agora Energiewende". Erneuerbare Energien kommen momentan auf eine maximal mögliche Leistung von 70 Gigawatt, wobei Wind- und Photovoltaik-Anlagen jeweils 32 Gigawatt leisten können. Damit der Strom an Ostern 100-prozentig durch Ökostrom gedeckt wird, müssen viele Geschäfte jedoch geschlossen bleiben.
 
Gibt es eigentlich einen virtuellen Öko-Stromzähler den man sich im Internet ansehen kann? Ich meine soetwas ähnliches wie die Schuldenuhr auf der Bund der Steuerzahler Website.
 
Gabriel: CDU soll Bürger bei Energiekosten entlasten

Folgende News wurde am 01.04.2013 um 15:20:47 Uhr veröffentlicht:
Gabriel: CDU soll Bürger bei Energiekosten entlasten
Top-Themen

Berlin (dpa) - Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die CDU aufgefordert, sich bei der Senkung der Stromsteuer einen Ruck zu geben und die Bürger bei den Energiekosten zu entlasten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse den Streit hierüber in der Bundesregierung beenden, verlangte er am Montag.
«Ebenso wie die SPD schlagen inzwischen auch die CSU und Teile der FDP eine Senkung der Stromsteuer vor, um die Bürger und die Wirtschaft von steigenden Strompreisen zu entlasten.» Nur wegen der unklaren Haltung in der CDU gebe es kein Vorankommen. «Parteipolitische Taktik muss jetzt aber zurückstehen, wenn wir den Bürgern helfen wollen», verlangte Gabriel.
CSU-Chef Horst Seehofer hatte sich vor einer Woche im «Spiegel» der Forderung von SPD und Grünen angeschlossen, die Stromsteuer zu senken. Er sehe sonst keine Möglichkeit, dem befürchteten Ansteigen der Strompreise entgegenzuwirken, sagte er und ging damit auf Konfrontationskurs zu Merkel. Diese blieb jedoch bei ihrer ablehnenden Haltung. Sie sehe im Etat für 2014 keine Spielräume für eine Senkung, stellte Regierungssprecher Steffen Seibert klar.
Gabriel betonte jetzt, die von der SPD vorgeschlagene Senkung der Stromsteuer sei der einfachste Weg, um die Verbraucher schnell zu entlasten. «Der Staat könnte sich das leisten, weil er über die Mehrwertsteuer, die auch auf die steigende Ökostrom-Umlage erhoben wird, Milliarden-Gewinne erzielt. Alle anderen Modelle wären mit Eingriffen in bestehende Verträge verbunden und würden Investoren massiv verunsichern», hieß es in einer Mitteilung Gabriels.
Bund und Länder streiten weiter über die Umsetzung der Energiewende. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hielt den*Ländern vor, sie interessierten sich in erster Linie für die Anliegen ihrer Unternehmen. «Erst in zweiter Linie fragen sie, wie das alles zu einem Gesamtkonzept passt», sagte der CDU-Politiker der «Welt». Nötig sei ein nationaler Konsens. «Die Bundesländer müssen bereit sein, Abstriche an ihren Wünschen zu machen, damit die Energiewende gelingt. Der letzte Energiegipfel hat gezeigt, dass viele noch nicht so weit sind. Wir müssen dringend zu einer Gesamtlösung kommen.»
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) konterte: «Das größte Hindernis bei der Energiewende ist die Bundesregierung.» Er räumte in der «Welt» zwar unterschiedliche Interessen der Länder ein. Allerdings hätten sie sich im Dezember auf
gemeinsame Ziele verständigt, denen sich die Bundesregierung
angeschlossen habe. Sellering forderte, die Befreiungen von der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien abzubauen. «Wir brauchen aber auch eine Senkung der Stromsteuer.» Altmaier vertrat jedoch die Auffassung, das Kostenproblem sei mit der Stromsteuer allein nicht zu lösen.
 
Man will mit der Stromsteuer eine Steuer senken,

* die ca. 8% des Strompreises ausmacht,
* von der "reiner" Ökostrom befreit ist,
* von der bestimmte Unternehmen befreit sind oder nur einen reduzierten Satz zu zahlen haben,
* die ein gänzlich unbrauchbares Mittel ist, Preisanstiege beim Strom zu verhindern,
* und die laut wiki ggf. dafür genutzt wird, den Arbeitgeberanteil an den Rentenversicherungsbeitragssätzen gering zu halten.

Soviel zu dieser "Debatte".
 
Der Staat ist der Preistreiber. Weil er den einzig richtigen Weg der Energiewende leider nur rückwärts und mit Krücken beschreitet. Aber die Lobbyisten sitzen werden halt nicht nur von RWE und E.ON losgeschickt, sondern auch von Solarworld und Konsorten.

Ergebnis: Statt uns zu freuen, dass unsere Energieversorgung immer mehr von erneuerbaren Energien erzeugt wird, ärgern wir uns über steigende Strompreise. Dabei werden die gar nicht von der Erzeugung der Energie verursacht, sondern von der hirnrissigen Förderpolitik des Staates.

Also: Schimpf nicht auf die Solarbranche, schimpfe auf die konservativen Regierungsmitglieder, die diese Förderung am Leben erhalten.
 
Der Staat ist der Preistreiber. Weil er den einzig richtigen Weg der Energiewende leider nur rückwärts und mit Krücken beschreitet. Aber die Lobbyisten sitzen werden halt nicht nur von RWE und E.ON losgeschickt, sondern auch von Solarworld und Konsorten.

Ergebnis: Statt uns zu freuen, dass unsere Energieversorgung immer mehr von erneuerbaren Energien erzeugt wird, ärgern wir uns über steigende Strompreise. Dabei werden die gar nicht von der Erzeugung der Energie verursacht, sondern von der hirnrissigen Förderpolitik des Staates.

Also: Schimpf nicht auf die Solarbranche, schimpfe auf die konservativen Regierungsmitglieder, die diese Förderung am Leben erhalten.

Richtig. Problem ist das Geflecht von Wirtschaft und Politik. Die Subvention in die Solarbranche war zu 99% incentiviert durch private und nicht-private Investoren, die sich schön die Taschen vollgemacht haben. Dank nie gesehener Subventionshöhen, waren die Renditen für ein Investment in den wachsenden Bereich Solar so hoch, dass ein kurzfristiges Invest zum Standardmodell der Branche wurde.

Klar, kleine Unternehmen und KMUs haben profitiert, aber nur kurzfristig. Wer kennt heute kein KMU, das wegen zu langer Reaktionszeiten auf das AUS der Subventionen Pleite ging? Gab es ähnliche Fälle auf Seiten der privaten Investoren? Nein. Und warum? Weil Informationsvorsprung Macht ist und die Infos kommen im Lobby-Bereich nunmal direkt von der Quelle: betrunkene Politiker.

Was mich allerdings noch mehr ärgert als diese offensichtlichen Absprachen zur Bereicherung einiger auf Kosten hart arbeitender Menschen, ist die Engsichtigkeit der Meisten, die sich darüber aufregen, dass der Strompreis steigt um die EEG Richtlinien zu unterstützen.

Die Idee hinter der EU Richtlinie ist nur schwer durch Lobby-Ansätze zu erklären und eine der besten und nachhaltigsten seit langem. Dass die Preise jetzt kontinuierlich steigen war schon abzusehen, als Solarstrom noch billig war. Hier gilt klar: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer hohe Strompreise boykotiert, setzt sich ein für die unwiderrufliche Zerstörung dieser Welt durch Raubbau, Verschmutzung und die Förderung eines Konsumverhaltens ein, das mittelfristig nur scheitern kann.

Der Schrei nach billiger, billiger, billiger ist eine Einstellung, die mit einer Meinung die Umwelt zu schützen und nachhaltig zu wirtschaften niemals einhergehen kann. Und DAS steht im krassen Gegensatz zu 90% der Beiträge oben. Wenn gemeckert wird, seid euch bitte im Klaren darüber, wofür ihr eintreten wollt.
 
Die Subvention in die Solarbranche war zu 99% incentiviert durch private und nicht-private Investoren, die sich schön die Taschen vollgemacht haben. Dank nie gesehener Subventionshöhen, waren die Renditen für ein Investment in den wachsenden Bereich Solar so hoch, dass ein kurzfristiges Invest zum Standardmodell der Branche wurde.
Ich bin sogar der Meinung, dass die Subventionen als Anschub für erste Investitionen richtig waren. Um neue, teure Technologien zu verbreiten und durch höhere Verbreitung niedrigere Einstandskosten zu erzielen, dafür sind Subventionen richtig und gut. Sonst hätte nie eine Privatperson in Solarenergie investiert.

Man hat nur verpasst, die Subvention dem Markt anzupassen. So, wie die Modul- und Anlagenpreise sinken, so muss auch die Subvention sinken. Und das ist nicht rechtzeitig geschehen. Man hat Subventionen zu hoch und für viel zu lange Zeit genehmigt.

Marty
 
Also: Schimpf nicht auf die Solarbranche, schimpfe auf die konservativen Regierungsmitglieder, die diese Förderung am Leben erhalten.

Das ist geil, wenn's um Kernkraft geht wird immer auf den Konzernen rumgehackt obwohl dort das gleiche ist.

Politiker sind halt keine Experten und entscheidne trotzdem über Dinge von denen se keine Ahnung haben.
 
Brüderle fordert Sofortstopp aller Ökostrom-Subventionen

Folgende News wurde am 17.06.2013 um 08:07:53 Uhr veröffentlicht:
Brüderle fordert Sofortstopp aller Ökostrom-Subventionen
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Berlin (dts) - FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat sich für einen Sofortstopp aller Subventionen für Ökostrom ausgesprochen."Das Erneuerbare-Energien-Gesetz gehört grundlegend reformiert. Und bis dahin sollten ab sofort keine neuen Windräder und Solaranlagen mehr ans Netz gelassen werden", sagte Brüderle der "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Die schwarz-gelbe Strompreisbremse werde von Rot-Grün im Bundesrat blockiert."Wie bei der Kalten Progression verweigern die Herren Trittin und Gabriel den Familien und Arbeitnehmern damit spürbare Entlastungen bei der Stromrechnung", sagte Brüderle. Gleichzeitig seien besonders rot-grüne Länder "mit zum Teil irrwitzigen Ausbauplänen dafür verantwortlich, dass jeden Tag neue Subventionsanlagen ans Netz gehen, ohne die nötigen Netzkapazitäten und ohne die notwendige Speichertechnologie", so Brüderle."Das ist ökonomischer und ökologischer Unsinn, der die Strompreise nach oben treibt. Es ist Zeit, die Reißleine zu ziehen." Eine grundlegende EEG-Reform müsse eine der ersten Maßnahmen einer wiedergewählten christlich-liberalen Koalition sein, so Brüderle.
 
Brüderle und seine ganze (bitte beliebiges Schimpfwort einfügen) Partei ist einfach nicht ernstzunehmen. Als wenn es die paar Cent Ökostromzulage wären, die den Kuchen fett machen oder die Subventionen, über welche Atomstromunternehmen nur lachen können. Mal ein paar Jahre in die Zukunft blicken, in der Kohle knapp wird und Atomkatastrophen drohen, kann er auch nicht. Die Ökostrombranche ist wohl noch nicht groß genug, um der FDP genügend Parteispenden zu bringen...pro Energiewende!
 
Wie hoch ist denn derzeit die Förderung, die der Stromkunde im Strompreis für Atomstrom zahlt?

Marty

Siehe : https://www.heise.de/tp/artikel/37/37513/1.html

Man darf aber nicht vergessen das da die folgekosten des Atommülls nicht dabei sind, diese Kosten werden letztendlich auch die Bürger tragen müssen.

Von einem Gau ganz zu schweigen.

Für diesen Fall "entschädigt" die Regierung mit sage und schreibe den Bürger mit 2500 Euro.

Ich auf jeden Fall bin froh das ein paar AKW-S vom Netz sind und hoffe das wir irgendwann mal AKW frei sind.
 
Aber welcher Anteil vom derzeitigen Strompreis ist direkte Subvention für den Atomstrom?

Marty
Dazu habe ich nur das gefunden:

2010 erstellte das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace eine umfangreiche Studie: „Staatliche Förderungen der Atomenenergie“ (2010).[48] Diese ermittelte eine Gesamtsumme der realen Fördermittel von 203,7 Milliarden Euro für den Zeitraum von 1950 bis 2010, was 4,3 ct/kWh entspricht. (quelle=wikipedia)

Das aber sind NUR die direkten Subventionen, die versteckten sind nicht dabei!