Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
... für die es nur eine Wahrheit gibt (die aus den Medien).

Das ist schon echt schlimm :biggrin:
In "Deiner" Wahrheit ist Transmutation schon vollumfänglich im industriellen Einsatz, AKWs werden durch ColdFusion-Anlagen abgelöst und Phip baut sich aus alten Castorbehältern ein vollisoliertes Eigenheim. :ugly:

"Lasst Fakten sprechen" lautet mein Grundsatz ;) Und mit denen hast Du es eindeutig nicht so.
 
8% Zinsen im sechsten Jahr in Folge

Geld aus dem Nichts!! JUHU! Gut für die Umwelt, gut für den Investor, gut für alle!!

Beschäftige Dich vielleicht erstmal mit dem Geschäftsmodell von Prokon, mal ganz kurz:

Prokon verdient am Betreiben der Windparks selbst keine 6%/Jahr (beim letzten mal als ich mich informiert hatte 5,7%). Die anderen 2,3% müssen sie ständig durch das Erstellen neuer Windparks hereinholen, wodurch das Ganze zu einer Art Pyramidensystem wird.

Erschwerend hinzu kommt das komplizierte Firmengeflecht und das die Besonderheit bei Genussrechten auch darin liegt das man die Ausschüttung einfach mal ausfallen lassen kann, sofern man ansonsten Verlust machen würde.

Die sind nicht umsonst so sehr hinter dem Kleinanleger her, es kann ganz schnell sein das Du die Kohle einfach los bist ;)
 
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...ein Thread voller Experten die soviel Ahnung haben aber selber nix tun (jaja "Öko"Stromtarif buchen zählt nich dazu).
Mich kannst Du damit nicht meinen, ich selbst rede nicht nur sondern tue auch tatsächlich etwas.
Zum einen habe ich die Strommenge die mein Versorger mir liefert gesenkt
( trotz der Androhung mir dank des energiesparensden Grundpreis kräftig zu erhöhen )

Zum anderen habe ich meine Versuchsinselanlage deutlich erweitert.
Die hat nun das maximum erreicht was ich als Mieter installieren konnte.
 


... warum wohl wurde dieser Passus im letzten Jahr verabschiedet?
Damit man von Klagen verschont bleibt. ;)

Und zu dem von Dir angeschnittenen Thema "Geld aus dem Nichts" empfehle ich Dir diesen Beitrag. So einfach ist es für die Netzbetreiber aus "Nichts" richtig Geld zu scheffeln - Dank der "völlig unsinnigen" Photovoltaik. :ugly:
 
Warum investieren die großen Konzerne in einer Größenordnung knapp über dem Gefrierpunkt in Erneuerbare, wenn's doch die Lizenz zum Gelddrucken ist? Würden sie sich so ins Zeug legen, wie sie es bei der Laufzeitverlängerung von KKWs getan haben oder beim Neubau von Kohlestinkern, dann hätten wir wahrscheinlich einen Anteil von 80% erneuerbare, und die Dividende müsste astronomisch sein...
Der Unterschied ist:
a) Es sind keine Mammutanlagen (Und Mammutkonzerne dieer Art können nur Mammutanlagen)
b) KKWs sind immer noch lukrativer - Kohle wird ja mindestens genauso massiv gefördert wie Fotovoltaik. Das läuft aber auch aus (zumindest Steinkohle. Dafür gibts billig Kohle aus China, gefördert unter chinesischen Bedingungen. Und Braunkohle wird wieder aufgemacht, weil der Preis so angetiegen ist - ob das also wirklich noch in 10 Jahren lukrativ ist... wenn nicht, kreigen die Konzerne aber wieder Subventionen. Hängen ja tausende Arbeitsplätze dran! (Und politisch ist es einfacher und Stimmeneffektiver, 1x10.000 Leute zu subventionieren als 10.000 x2 Leute zum selben Preis.)

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von Prokon würd ich auch die Finger lassen. Schon, als es "nur" 6% waren, gab es massiv Beschwerden von Leuten, die nichts bekommen haben (mag stimmen oder nicht), und die Verbraucherzentralen warnen auch vor deren Genussrechten (stimmt).

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Was "Geld aus dem Nichts" betrifft: Schon mal was von Banken gehört? Insbesondere die "Tender" über insgesamt 2 Bio € der EZB gerade erst? (=Gesamtverschuldung aller öffentlichen Haushalte in D, nebenbei bemerkt)
 
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Das Ökostrom-Gesetz ist verfassungswidrig

Machen die Regensburger Juristen doch mal was... ^^

Fazit des Ganzen wäre doch eine Umlagerung vom verbrauchsabhängigen Aufschlag zur puren Subventionierung gleichmäßig durch alle Steuerzahler (also wie beim Atomstrom) und das trotz der Ausnahmeregelungen fürs stromverbrauchsintensive Gewerbe ... vom fehlenden Nebeneffekt des Anreizes zum Stromsparen abgesehen auch so irgendwie unsinnig - aber Hauptsache geklagt, um das Wort "verfassungswidrig" ins Spiel zu bringen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich? Mir wäre es jetzt am liebsten, diese ganze Subventionen würden gestrichen. Das Einzige, was Leute wie phip doch vorbringen können als Argument sind diese überhöhten Subventionen.

Ich hasse es, dass ich mir von Leuten vorwerfen lassen muss, dass es Subventionen gibt für Solarstrom. Dadurch wird doch die Art der Stromerzeugung nicht schlechter.

Diese Subventionen könnten doch jederzeit von den Konservativen des Landes abgeschafft werden. Warum machen sie das nicht endlich? Anscheinend sind die Subventionen ja auch viel zu hoch, wenn ich mir die Renditen der privat erbauten Anlagen anschaue.

Also: Abschaffen, um den atomaren Betonköpfen den Wind aus den Segeln zu nehmen, andere Argumente haben sie ja nicht.

Und das RWE, E.on etc. nicht in den Markt einsteigen, sondern lieber teure Lobbyarbeit finanzieren, ist doch klar. Die verdienen doch nur an zentral, teuer erzeugtem Strom, der dann noch über die eigenen Netze transportiert wird und halten den Verbraucher abhängig. Die BHKWs in Kellern von MFHs sind doch der grösste Schrecken, den die kennen.

Marty
 
Aber dann auch bitte alle! auch die der Atomindustrie!
Auch deren Sonderbehandlungen müssten wegfallen!

Ja!! Jedes AKW muss mind. für 10 000 Fantastilliarden versichert werden... Und der Atommüll muss mindestens für 100 000 Jahre gelagert werden!!

Ganz ehrlich? Mir wäre es jetzt am liebsten, diese ganze Subventionen würden gestrichen

Tja... Dann wären die ganzen grünen Profiteure die ersten, die keine Solaranlagen mehr auf ihre Dächer installieren würden.
 
Ja!! Jedes AKW muss mind. für 10 000 Fantastilliarden versichert werden...

... es würde schon ausreichen wenn Schäden versichert würden, wie sie von den Versicherungen für den mehrfachen SuperGAU von Fukushima ermittelt werden. Das ist transparent und vor allem praktisch für jeden nachvollziehbar.

Momentan liegen die vorsichtigen Schätzungen bei >350 Milliarden Euro für Abriss, Dekontaminierung und Entschädigungszahlungen bzw. Zwangsenteignungen von Grund und Boden.
Momentan gibt es eine Haftungsobergrenze in Deutschland von 2,5 Milliarden.

Allein die Haftungsobergrenze auf ein Schadenereignis wie Fukushima anzuheben bedeutet für den Strompreis (100% Atomstrom) eine Verteuerung der Versicherungsrückstellung um das 140fache.
Nehmen wir konservativ an, dass 0,1Cent pro kWh Atomstrom zurückgestellt werden, kostet der Atomstrom in der Erzeugung [!] mindestens 14 Cent mehr. Das prozentuale Verhältnis zum derzeit propagierten Erzeugerpreis einer kWh-Atomstrom möge sich jeder selbst ausrechnen. ;)

Tja... Dann wären die ganzen grünen Profiteure die ersten, die keine Solaranlagen mehr auf ihre Dächer installieren würden.

Ich glaub da irrst Du gewaltig. Angesichts nicht bezahlbarer Strompreise aus herkömmlichen Energiequellen dreht sich das Rad viel schneller.
 
Ja!! Jedes AKW muss mind. für 10 000 Fantastilliarden versichert werden... Und der Atommüll muss mindestens für 100 000 Jahre gelagert werden!!
Ach nee, muss doch gar nicht. Mir reicht es, wenn die Betreiber für evtl. Schäden einfach haften und dafür Rückstellungen bilden müssen. Und für die Endlagersuche und Transporte selber aufkommen und sorgen.

Das wirtschaftliche Risiko im Betrieb eines AKW wäre dann eben zwangsläufig die Insolvenz. Eine Versicherung wird sich ja gar nicht finden lassen. Und ob die Aktionäre von RWE so glücklich wären, dauerhaft mit dem Risiko der jederzeitigen Insolvenz leben zu müssen...

Tja... Dann wären die ganzen grünen Profiteure die ersten, die keine Solaranlagen mehr auf ihre Dächer installieren würden.
Das ist eine Annahme von Dir, so wie vieles andere hier im Thread.

Aber das Schöne ist ja, dass Dir das Gegenteil niemand zeigen kann. Die Konservativen lassen die Förderung laufen, damit sie ein Argument haben gegen Solarstrom. Fordert jemand die Abschaffung der Förderung, wird der schwarze Peter direkt zurückgeschoben, weil dann ja niemand mehr Solarstromanlagen baut. Ist doch schön, Du befindest Dich argumentativ da doch in toller Gesellschaft.

Marty
 
Laut Spiegel hat die arme Firma RWE nur noch 1,8 Mrd. Euro Gewinn! Auch die ENBW hat um ein sattes Drittel weniger Gewinn als im Vorjahr - laut Radio. Aber was machen die Konzerne mit diesen - Gesamt - 4,3 Mrd. Euro?!? Werden die Reinvestiert?!?
 
Laut Spiegel hat die arme Firma RWE nur noch 1,8 Mrd. Euro Gewinn! Aber was machen die Konzerne mit diesen - Gesamt - 4,3 Mrd. Euro?!? Werden die Reinvestiert?!?

Bei RWE kann man das quasi ausschliessen. Die Ankündigung und Erwartung von knapp 2 Euro Dividende pro Aktie bei ungefähr 575 Mio. Aktien wird ergeben, das fast der gesamte Gewinne an die Aktionäre gezahlt wird.

Aber das ist ja auch egal. Eine Investition kann ja nicht nur aus den Gewinnen erfolgen, im Gegenteil investiert RWE ja nun vorher Geld (was dann Kosten ergibt) und nur der Rest ist Gewinn.

Wenn eine Firma weniger Gewinn macht, bedeutet das nicht, dass es ihr schlechter geht. Dafür müsste man auch die Entwicklung der Investitionen sehen.

Marty
 
Ich finde es nur erstaunlich, dass dann in der ZEitung gejammert wird, dass der Ausbau der Stromnetze bis zu JAhr 2020 "ca. 10 Mrd Euro verschlingen" wird --- Wenn man das gegenrechnet, dann könnten die beiden genannten Firmen den Ausbau mit den Gewinnen von 3 Jahren zahlen - und da sind ja nur Vattenfall und Eon noch nicht mit berücksichtigt!
 
10 Mrd Euro sind auch nur 120 Euro pro Stromkunden, also ohne irgendwelche Abzinsungen rund 15 Euro pro Nase und Jahr. Unternehmen noch nicht mal mitgerechnet.

Das muss wahrscheinlich niemand von seinen Gewinnen der nächsten 8 Jahren abtreten, man wird sich sicher einig das an den Endkunden weiterzureichen.
 
E.ON hat 2009 vor Steuern 11,5 Mrd. Euro Gewinn gemacht und ein EBITDA von 17,7 Mrd... Die sind also wirklich alle ganz arm dran, wie Du siehst.

Marty