Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Mal eine andere Frage: Warum pocht niemand darauf Chemiewerke sicher vor abstürzenden Flugzeugen zu machen?
Gute Frage, weiß ich nicht.

Ich fordere hiermit, Chemiewerke sicher gegen Flugzeugabstürze zu machen. Und Ölraffinerien gleich dazu.

Darf ich jetzt auch weiter die Sicherheit von Atomkraftwerken anprangern? Oder weshalb hast Du diesen Beitrag geschrieben? Darf man das Eine nur, wenn man auch das andere macht?

Marty
 
Darf man das Eine nur, wenn man auch das andere macht?

Marty
Konsequenter wäre es, denn auch ein solcher Angriff könnte Landstriche jahrzehntelang unbewohnbar machen (die Chemieindustrie liegt meist an Flüssen... Insofern könnten dann Chemikalien ins Grundwasser eindringen)

Weiterhin finde ich es komisch, dass es eine solche Atompanik gibt und wenn in der Nachbarschaft von Frankfurt giftigste Chemikalien hergestellt werden interessiert das niemanden... Irgendwo sollte man sich auch abstrakten Gefahren ausliefern und sich lieber darum kümmern nicht vom nächsten Bus erfasst zu werden (was 1 Mio.-fach realistischer ist).
 
Mal eine andere Frage: Warum pocht niemand darauf Chemiewerke sicher vor abstürzenden Flugzeugen zu machen?! Bei Bhopalsind auch (zehn)tausende getötet worden und ne halbe Million verletzt... Das Gebiet ist immer noch verseucht...

Weil in Deutschland kaum einer weiß was Atomkraft bedeutet und vor dem wo man nicht weiß wie's funktioniert hat man Angst.Is außerdem sehr Medientauglich das ganze.
 
Weiterhin finde ich es komisch, dass es eine solche Atompanik gibt und wenn in der Nachbarschaft von Frankfurt giftigste Chemikalien hergestellt werden interessiert das niemanden.
Doch, wenn irgendwo ein Chemiewerk hochgeht, dann wird das genau so akut auf der Tagesordnung sein wie jetzt die Atomkraft. Seveso hat das doch schon vor Jahrzehnten gezeigt.

Marty
 
@phip so bald die grünen kein atom thema mehr haben, werden sie auch für die Schließungen der Chemiebuden sorgen da mach ich mir kein kopf drum.
 
@phip so bald die grünen kein atom thema mehr haben, werden sie auch für die Schließungen der Chemiebuden sorgen da mach ich mir kein kopf drum.

ich lese kritik, aber ich weiß nicht, was du jetzt kritisierst?

Das ist eben deren Profil. Das Profil der Grünen ist nicht "Atomausstieg" sondern... naja, grün eben. Pro Natura.

Und auch dass sie jetzt Prioritäten setzen halte ich nicht für einen Kritikpunkt. Ich würde es als "normal" bezeichnen.
 
Das ist eben deren Profil. Das Profil der Grünen ist nicht "Atomausstieg" sondern... naja, grün eben. Pro Natura.

Das bezweifel ich ganz stark. Sie waren lange mit an der regierung, besonders in landesregierungen (nrw) zum beispiel, aber auch im bund. Wirklich umweltwirksame sachen haben sie nie gemacht.immer nur das medienwirksamste... Die grünen sind eine bonzenpartei und haben mehr reiche als klientel als die ftp.
 
Das bezweifel ich ganz stark. Sie waren lange mit an der regierung, besonders in landesregierungen (nrw) zum beispiel, aber auch im bund. Wirklich umweltwirksame sachen haben sie nie gemacht.immer nur das medienwirksamste... Die grünen sind eine bonzenpartei und haben mehr reiche als klientel als die ftp.
Wie war das noch mal mit der Polemik? :roll:
 
Meint "Atomkraftgegner wie Stéphane Lhomme". :roll:
Ja gut, Atomkraftbefürworter sagen dann 50%, und? Beides viel zu hoch.

Woher nimmst du die Info, dass Franzosen schneller auf die Straße gehen als Deutsche? Nur weil über Vorstadtkrawalle berichtet wird?
Wie wärs einfach mit den Statistiken dafür, die das deutlich zeigen?
Da auch wieder interessant, wenn es hier dann heißt: Jeder Streiktag kostet 0,2% Wirtschaftswachstum!
Wenn das wahr wäre, müsste Frankreich beständig im Minus sein. Ist wie mit den Feier- und Urlaubstagen. Japaner arbeiten nicht nur 20 Tage mehr im Jahr, sondern auch noch 200 Stunden mehr obendrauf. Dennoch stagniert deren Wirtschaft mehr oder weniger seit einem ganzen Jahrzehnt, statt knapp unter zweistellig zu wachsen.

wo sich die Medien nicht schämen über 100 japanische AKW-Demonstranten zu berichten
Das ist eben der Seltenheitswert. Demonstranten allgemein sind in Japan sowas von selten, dass jede Demo Aufsehen erregt. Und dann etwas, wo sich die Leute früher sowenig Gedanken drüber gemacht haben, wie die Deutschen z.B. über die Brutgebiete der Spreitzwinkelchneelaus (bevor wer sucht: erfunden ;)). Aber das hatten wir glaube schon mal.


Ich habe den Eindruck, dass bei uns auch nicht gerade sehr sachlich berichtet werden... In einem Süddeutschen-Beitrag letzte Woche in der Zeitung wurden insgesamt 10 Experten zum Atomaustieg befragt. Alle! 10 waren dafür und stritten nur über das Wann... Sowas kann man nicht ernsthaft als ausgewogene Berichterstattung bezeichnen.
Das ist ein äußerst interessantes Thema.
In den USA macht man gerne 1:1 - ein Befürworter und ein Gegner. Das Ergebnis: Wenn von 10.000 Wissenschaftlern 9.999 ja sagen, und einer nein, wird so der Eindruck erweckt, dass die Fachwelt total uneinig ist und somit ein Handeln unmöglich gemacht wird.
So geschehen z.B. beim Klimawandel.
Was ist jetzt besser?

Naja, die Huffington Post ist ja doch eher eine linksliberale Online-Zeitung... (Und es kommt mir so vor als würden auch viele Deutsche dort ihre Meinung verkünden) Auf CNN liest man andere (653) Meinungen: https://edition.cnn.com/2011/WORLD/europe/03/15/germany.nuclear.protests/
Ja, vor allem der zweite ist gleich der Brüller:
Only the Japanese could be such morons so as to build nuclear plants in a known seismic area with hardly any safeguards
Nur falls nicht gleich die Glocken klingeln: Das Fukushima-AKW ist eine Kopie des Baues, der nahe der San-Andreas-Verwerfung steht, wo es das schwerste Erdbeben der US-Geschichte gab und ein mindestens so schweres erwartet wird. (Also fast eine 100% gleiche Sitation. Das Ding steht glaube ich sogar direkt am Meer - ohne Tsunami-Schutzwall)
 
Frage: Warum sind Prognosen, dass bis im Jahr 2050 Deutschland mit regenerativen Energien versorgt werden kann nicht genauso unseriös wie Prognosen, dass Deutschland im Jahre 2050 größtenteils muslimisch ist?!


Wenn das wahr wäre, müsste Frankreich beständig im Minus sein. Ist wie mit den Feier- und Urlaubstagen. Japaner arbeiten nicht nur 20 Tage mehr im Jahr, sondern auch noch 200 Stunden mehr obendrauf. Dennoch stagniert deren Wirtschaft mehr oder weniger seit einem ganzen Jahrzehnt, statt knapp unter zweistellig zu wachsen.
Warum sollten sie denn deshalb wachsen? Wenn jetzt die Franzosen weniger streiken und mehr arbeiten, dann würde die Wirtschaft wachsen... Warum aber ein Status quo in Japan zu Wachstum führen sollte erschließt sich mir nicht.

Das ist eben der Seltenheitswert. Demonstranten allgemein sind in Japan sowas von selten, dass jede Demo Aufsehen erregt.
Für mich ist eher das beeindruckende, dass kaum gg. Atomkraft demonstriert wird, obwohl Japan eine freie Gesellschaft ist. Und die Japaner hätten ja mal wirklich einen Grund wütend auf den Staat und Tepco zu sein bei den vielen Vertuschungen und Pannen.
So geschehen z.B. beim Klimawandel.
Was ist jetzt besser?
Es wäre schon sinnvoll eine Minderheitenmeinung (die aber höchstwahrscheinlich auch über 20 Prozent der Bevölkerung repräsentiert) mit mindestens 20 Prozent zu Wort kommen zu lassen. Außerdem gibt es doch für Minderheiten sonst auch immer irgendwelche Sonderrechte... ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage: Warum sind Prognosen, dass bis im Jahr 2050 Deutschland mit regenerativen Energien versorgt werden kann nicht genauso unseriös wie Prognosen, dass Deutschland im Jahre 2050 größtenteils muslimisch ist?!
Weil da eine mathematisch-technisch ist, das andere sozial.

Warum sollten sie denn deshalb wachsen? Wenn jetzt die Franzosen weniger streiken und mehr arbeiten, dann würde die Wirtschaft wachsen...
Genau, laut diesen Aussagen müsste Frankreich dann im letzten Jahrzehnt ungefähr das dreifache Wachstum aller anderen EU-Länder haben. Realistisch betrachtet ist das einfach Unsinn.
Und für die Japaner kannst du es auch rumdrehen, wenn du möchtest, die müssten dann bei deutschen Arbeitszeiten 10% Minus machen im Jahr. Auch nicht sonderlich realistisch, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ahja... Bei "guten" Absichten darf man 40 Jahre in die Zukunft philosophieren... Beim Prognostizieren einer Zukunft eines Landes mit 10 000enden Minaretten hört es sich dann aber auf... ^^

hab jetzt vorher nichts gelesen, aber mir sind auch 100.000 Minarette lieber als ein einziges Atomkraftwerk.
 
Ahja... Bei "guten" Absichten darf man 40 Jahre in die Zukunft philosophieren
Kommt immer auf's Thema an, wenn's z.B. um Atomkraft geht dann darf man's nur mit der Absicht sie abzuschaffen. Zu sagen das sie bis dahin viel sicherer ist und unproblematischer in der Entsorgung darf man hingegen nicht ohne dabei als bekloppter hingestellt zu werden.