Islamismus... Oder "Der dritte Weltkrieg"

Ok, da habe ich mich ganz sicher (aufgrund Tippfaulheit) falsch und mißverständlich ausgedrückt. Nur muss ich Dir dann wieder vorhalten, dass Du den Thread selbst in die falsche Richtung gelenkt hast:

"Kann der Westen gegen die islamistische Welt gewinnen?" ist eine Aussage von Dir. Laut Deinem Wikipedia-Link gibt es eine islamistische Welt aber nicht - es wäre genau so, als würdest Du von einer neonazistischen Welt sprechen, wenn Du von den Rechtsextremen in Deutschland sprichst.

Und da habe ich es (was ich grad noch gesucht habe):

Der islamische Fundamentalismus ist eine Reaktion auf den Identitätsverlust, den viele arabische Länder durch die Kolonisierung erlebten, und auf eine durch den Westen dominierte Globalisierung, die westliche Werte wie Individualismus oder Säkularismus absolut setze und traditionelle orientalische Werte, wie Gemeinschaftssinn und Familie, verdrängen wolle.

Und genau das war doch mein Einstieg in diesen Thread (mein zweites Posting):

Es ist doch völlig normal, dass sich ein Volk, eine Glaubensgemeinschaft, oder was auch immer Du als Grundlage für Deine Überlegung ansetzten willst, gegen aufgezwungene Werte widersetzt.

Natürlich kann ich die Mittel, welche "extreme" Gruppen anwenden, nicht gutheissen.

Aber ich glaube, ich komme wieder vom Thema ab.

@darkkurt: Denke zwei Jahre zurück. Ein "öffentlicher Krieg" im (Werbe-)Fernsehen. Und genau deswegen auch dieses Bespiel gewählt.

Klar kann es das geben, aber merkwürdig ist es schon, wenn Islamisten Uwe Voigt zujubeln, der sie lieber heute als morgen ausweisen würde...
Gut, und wie erklärst Du Dir das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Agglomerationsvorteile/Fühlungsvorteile in der Politik... :-?
Klar kann es das geben, aber merkwürdig ist es schon, wenn Islamisten Uwe Voigt zujubeln, der sie lieber heute als morgen ausweisen würde...

Ach, daß machen bestimmt nicht alle. Im Gegensatz bidert sich aber der braune Bodensatz in einigen Islamforen an.
 
In England scheint man schon langsam "aufzuwachen"...

https://www.telegraph.co.uk/news/ma...F4AVCBQUIV0?xml=/news/2006/08/25/nislam25.xml
Most strikingly, there has been a substantial increase over the past five years in the numbers who appear to subscribe to a belief in a clash of civilisations. When YouGov asked in 2001 whether people felt threatened by Islam, as distinct from fundamentalist Islamists, only 32 per cent said they did. That figure has risen to 53 per cent.
 
In England scheint man schon langsam "aufzuwachen"...

Die einen nennen es aufwachen - die anderen reinfallen auf Propaganda!

Nochmal langsam zum mitmeißeln...

In Deutschland gibt es jährlich soviele Verkehrstote wie am 11.09.01 in NY.
Krankheiten wie AIDS raffen jährlich hunderte Menschen in Deutschland dahin.

Es braucht keinen Propheten oder keinen Mathematik Professor um festzustellen, dass das Risiko beim Terroranschlag umzukommen weitaus geringer ist, als im normalen Alltagsleben.

Und solange dem so ist, ist alles andere nur Panikmache!

gruss kelle!
 
Die einen nennen es aufwachen - die anderen reinfallen auf Propaganda!

Nochmal langsam zum mitmeißeln...

In Deutschland gibt es jährlich soviele Verkehrstote wie am 11.09.01 in NY.
Krankheiten wie AIDS raffen jährlich hunderte Menschen in Deutschland dahin.

Es braucht keinen Propheten oder keinen Mathematik Professor um festzustellen, dass das Risiko beim Terroranschlag umzukommen weitaus geringer ist, als im normalen Alltagsleben.

Und solange dem so ist, ist alles andere nur Panikmache!

gruss kelle!

Bin genau Deiner Meinung... Wobei es gerade ihn England doch immer schlimmer wird...
 
Hm, inwiefern? Wer kann schon sagen, wie es bei uns in 10 Jahren aussieht...

Wie Frankreich: Ex-Kolonialmacht dadurch hoher Migrationszahlen aus den Ex-Kolonien.

Selbst in 10 Jahren wird es bei uns nicht so aussehen: Danke Willem Zwos verlorenem Weltkrieg, der aufgabe der Kolonien und der beharrlichen Weigerung der konservativen, Deutschland zu dem zu machen, was es real schon lange ist: ein Einwanderungsland.

Wir werden uns auch die nächsten 10 Jahre mit der Einbürgerungspraxis so durchlavieren. Das mag zwar die Zuwanderungszahlen kleiner halten, das Integrationsproblem wird dadurch sicherlich nicht gelöst.
 
Naja, Deutschland hat aber mehr Ausländer (8 Mio.) insgesamt als Frankreich (ca. 3,3 Mio.) und GB (auch ca. 3 Mio.) zusammen... Und bei diesen Zahlen sind die 3,4 Mio. Aussiedler (die ja Deutsche sind) natürlich nicht dabei!

Ich gebe ja zu, dass diese Zahlen relativ polarisierend sind und wegen unterschiedlicher Praxis z.b. mit Einbürgerungen (in GB ging das ja bis mitte der Sechziger sehr schnell) nicht unbedingt 1:1 vergleichbar sind... Aber trotzdem finde ich, dass man nur aufgrund der Tatsache, dass Deutschland weniger Kolonien hatte als F und GB, nicht davon ausgehen, dass Zustände wie in den beiden anderen Ländern nicht zu erwarten sind...

Und gerade GB zeigt doch, dass ein britischer Pass noch lange keine Garantie für eine erfolgreiche Integration darstellt...
 
Naja, Deutschland hat aber mehr Ausländer (8 Mio.) insgesamt als Frankreich (ca. 3,3 Mio.) und GB (auch ca. 3 Mio.) zusammen... Und bei diesen Zahlen sind die 3,4 Mio. Aussiedler (die ja Deutsche sind) natürlich nicht dabei!

Ich gebe ja zu, dass diese Zahlen relativ polarisierend sind und wegen unterschiedlicher Praxis z.b. mit Einbürgerungen (in GB ging das ja bis mitte der Sechziger sehr schnell) nicht unbedingt 1:1 vergleichbar sind... Aber trotzdem finde ich, dass man nur aufgrund der Tatsache, dass Deutschland weniger Kolonien hatte als F und GB, nicht davon ausgehen, dass Zustände wie in den beiden anderen Ländern nicht zu erwarten sind...

Und gerade GB zeigt doch, dass ein britischer Pass noch lange keine Garantie für eine erfolgreiche Integration darstellt...

Tja jetzt vermischst du wohl 2 Dinge: Die "Problemfälle" in Frankreich und Groß Britannien haben zu einem großen Teil die entsprechende Staatsbürgerschaft - sind also eher mit den "Aussiedlern" zu vergleichen.

Und das der Pass allein nicht die Integration ausmacht, ist mir auch klar - und in Franklreich und England spätestens seit den Anschlägen von London und den Unruhen in Frankreich auch klar.

Was mich in Deutschland stört, ist die Tatsache, dass das Fehlen von Konkreten Einwanderungregularien der Integrationsdebatte eine wichtige Grundlage entzieht - Warum soll sich jemand intergrieren, der allenfalls "geduldet" wird?
 
Wie Frankreich: Ex-Kolonialmacht dadurch hoher Migrationszahlen aus den Ex-Kolonien. [...]
Naja, was Frankreich angeht leben dort gefühlte 50% Schwarze (reale Zahlen habe ich nicht, aber wer mal in Paris und umliegende Ortschaften besucht hat, wird mir wohl recht geben). Klar, alles Migraten aus Ex-Kolonien. Aber die kann man beim besten Willen nicht mal im Ansatz mit "unseren" Zuwanderern vergleichen.

Zur Kolonialisierung in Afrika zählte sowohl die Missionierung, als auch die Versklavung. Folglich ist so ziemlich jeder Ex-Kolonialer ein streng katholischer Mensch mit französischer Muttersprache. Wenigstens hat man damit die Grundvorraussetzungen für eine halbwegs erfolgreiche Immigration.

Würde ich mich darüber auslassen, wie es in Deutschland dagegen aussieht, kämen wir zu weit vom Thema ab und es würde wieder einen nicht enden wollenden Flamewar von Rechts versus Links geben. Aber ich glaube, jeder weiß genau was ich meine...

Gruß,
Photon
 
Zur Kolonialisierung in Afrika zählte sowohl die Missionierung, als auch die Versklavung. Folglich ist so ziemlich jeder Ex-Kolonialer ein streng katholischer Mensch mit französischer Muttersprache. Wenigstens hat man damit die Grundvorraussetzungen für eine halbwegs erfolgreiche Immigration.

Nana, nicht ganz so pauschal, ich meine das trifft eher auf die Afroamerikaner in den Staaten zu...

Und guck Dir mal Zidane an...
Der ist obwohl aus ner Kolonie alles andere als katholisch.

gruss kelle!
 
Nana, nicht ganz so pauschal, ich meine das trifft eher auf die Afroamerikaner in den Staaten zu...

Und guck Dir mal Zidane an...
Der ist obwohl aus ner Kolonie alles andere als katholisch.
Ja, nun ist es ja kein Naturgesetz. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber es sind doch die meisten so. In Afrika selbst wird auch viel französisch gesprochen, da gibt es von der Seite schonmal keine größeren Probleme, wenn diese Menschen einreisen.

Wir haben allerdings kaum Zulauf aus unseren ehemaligen Kolonien, obgleich im Süden Afrikas auch noch oft deutsch gesprochen und verstanden wird. Wir bekommen Nachschub von ganz woanders, wo es neben der sprachlichen auch noch eine riesige kulturelle Barriere gibt. Insofern nicht mit Frankreich zu vergleichen, meinte ich.

Gruß,
Photon
 
Rumsfeld spricht das aus, was auch ich denke:
Er verglich die Situation heute mit den dreißiger Jahren, als die Vereinigten Staaten die Möglichkeit gehabt hätten, die Nationalsozialisten in Deutschland zu stoppen, aber viel zu spät eingegriffen hätten. Eine Zeit, in der sich laut Rumsfeld "Zynismus und eine moralische Konfusion" in den westlichen Demokratien verbreitet hätten. Politiker, die den Krieg vorausgesehen und vor H****r gewarnt hätten, seien damals einfach ignoriert worden.

"Ich wiederhole diese Geschichte, weil wir wieder einmal vor ähnlichen Herausforderungen stehen, mit unseren Bemühungen, den Aufstieg eines neuen Typs von Faschismus zu verhindern", sagte Rumsfeld und fragte gleich darauf: "Können wir wirklich davon ausgehen, dass bösartige Extremisten sich beschwichtigen lassen?" Ohne bestimmte Kritiker zu nennen, betonte er: "Es fällt auf, dass viele nicht aus den historischen Lektionen gelernt haben."
https://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,434342,00.html
 
Allein schon der folgende Satz zeigt die Unvergleichbarkeit der Zustände:

Er verglich die Situation heute mit den dreißiger Jahren, als die Vereinigten Staaten die Möglichkeit gehabt hätten, die Nationalsozialisten in Deutschland zu stoppen, aber viel zu spät eingegriffen hätten.

Damals handelte es sich um ein diktatorisches System in einem Land - und heute?

Ganz "normaler" Terror von Machtgierigen, wie es ihn immer und überall in der Welt gab, gibt und geben wird.

gruss kelle!
 

Der von Dir, phip, zitierte Artikel ist wirklich so aufschlußreich, dass ich ihn hier wörtlich zitiere:

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat islamistischen Terror als "neuen Typ von Faschismus" bezeichnet. Eindringlich warnte er davor, den gleichen Fehler zu machen wie gegenüber den Nazis. Auch in den dreißiger Jahren sei die Beschwichtigungspolitik gescheitert.

Zitat Ende.

Bitte korrigiere mich, phip, wenn ich mich hier irre: Der us-amerikanische Verteidigunsminister Donald Rumsfeld warnt davor, die Gewalttaten eines Regimes gegen eine Bevölkerungsgruppe des eigenen Landes als unbedeutend herunter zu spielen wie es in den 30er Jahren des 20. Jhds. von den USA gegenüber dem Verhalten Deutschlands gegenüber Juden und generell anders Denkenden erfolgt ist? In den 30er und 40er Jahren des 20. Jhds. haben sich die USA geweigert, jüdischen Flüchtlingen aus Europa in den USA Asyl zu gewähren - es sei denn, sie verfügten über ein Vermögen, welches der damaligen US-Regierung dienlich sein konnte.

Millionen von Menschen jüdischen Glaubens starben in deutschen Konzentrationslagern, weil sie zu arm waren, um der US-Regierung dienlich sein zu können - nicht, weil die damalige US-Regierung nicht wußte, dass diese Menschen in Auschwitz, Dachau, Bergen-Belsen u.a. zu Tode gefoltert wurden.
 
Millionen von Menschen jüdischen Glaubens starben in deutschen Konzentrationslagern, weil sie zu arm waren, um der US-Regierung dienlich sein zu können - nicht, weil die damalige US-Regierung nicht wußte, dass diese Menschen in Auschwitz, Dachau, Bergen-Belsen u.a. zu Tode gefoltert wurden.
-.- das ist natürlich knüppeldick, solangsam glaub ich der mehlwurm ist hier voll eingeschlagen... kommt ja in mode die usa für alles böse auf der welt verantwortlich zu machen :evil:
 
Jetzt sind die Amerikaner schon am Holocaust schuld... Tja, man lernt nicht aus...:LOL:
[...]Der us-amerikanische Verteidigunsminister Donald Rumsfeld warnt davor, die Gewalttaten eines Regimes gegen eine Bevölkerungsgruppe des eigenen Landes als unbedeutend herunter zu spielen wie es in den 30er Jahren des 20. Jhds. von den USA gegenüber dem Verhalten Deutschlands gegenüber Juden und generell anders Denkenden erfolgt ist?[...]
Das ergibt wohl auch nur auf deinem Heimatplaneten Sinn...

Umbringen natürlich.
Alles andere ist doch viel zu kompliziert.
[...]

Vor allem wäre alles andere falsch... Aber umbringen ist ein zu hartes Wort: Wie wäre es mit einer education-Maßnahme auf der bei nicht bestehen der Tod als Belohung steht (So, in unserer Welt bist du nicht willkommen... Jetzt ab zu den Jungfrauen)... (Oh, muss man ja sagen: Ironie)
 
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