Mag sein. Vi9elleicht werde ich auch langsam "radikal", auch wen ich es nicht so empfinde. Denn wie heißt es so schön - wie es in den Wald reinschalt...
 
Die Frage ist doch eigentlich:
Gibt es diese Ausschreitungen eher dann wenn man die zugrunde liegende Problematik mit Gewalt unter dem Teppich kehrt und alles was sich politisch unkorrekt anhört ablehnt, totschlägt, ignoriert?
Oder gibt es die Ausschreitungen dann wenn man offen darüber reden kann und auch die "intolerante" Gegenseite ihre Sorgen und Nöte vortragen lässt und darauf eingeht?

Wenn man über irgendwas nicht reden kann, wird sich der angestaute Druck immer irgendwann mit Gewalt entladen...

Eines unserer obersten Grundrechte heißt: "die Würde des Menschen ist unantastbar",
dazu gehört für mich nicht, dass jemand als "Pack/Terrorist" öffentlich beschimpft werden darf, nur weil man sein Verhalten nicht verstehen kann

und dass man dick und fett "na und" schreibt, wenn grundsätzliche Menschenrechte mit Füßen getreten werden und das fängt offensichtlich schon da an, wo "Volk" das für rechtens hält, weil z.B. jemand nach einem Hausbrand oder nach einen Wasserschaden nicht von jetzt auf gleich eine Wohnung findet und vor die Wahl gestellt wird: "gib deine Grundrechte an der Tür ab oder bleib draußen..."

Man braucht nicht immer physische Waffen, man kann durchaus auch mit Worten schlimm verletzen,
weshalb ich das eben auch nicht als erlaubte Meinungsäußerung verstehe, sondern als verbale Entgliesung.
Ja, man kann eine andere Meinung haben,
aber nein, nicht jede würdelose Äußerung ist es wert sich mit ihr auseinanderzusetzen
 
So klingt es aber schon und das liegt wohl hauptsächlich an Deinem Tonfall ihm gegenüber. Das er das nicht besser macht ist schon klar, aber es ihm vorzuwerfen und es dann selbst nicht wirklich besser zu machen passt auch nicht so richtig ;)
Und ich dachte schon, nur ich empfinde es so.

Terroristen? Ich darf dich grad mal zittieren
Wer mit Gewalt eine Forderung versucht durchzudrücken, ist ein Terrorist. Schon nach Definition.

In diesem Sinne ist für mich jeder Entführer und Lösegelderpresser ebenfalls ein Terrorist. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob sein Handeln politisch motiviert ist oder aus Habsucht bzw. sonstwas. Auch die Wahl der Mittel ist erstmal zweitrangig. Insofern zähle ich auch die Antifa, die Hells Angels und den NSU zu den terroristischen Vereinigungen, auch wenn sie sich nicht selbst in Luft sprengen (was man bedauern kann oder auch nicht) und obwohl die Wahl der Mittel sich hier auch unterscheiden. Gemein ist ihnen, dass sie mit Gewalt versuchen, ihre Ziele zu erreichen und damit Feinde des Rechtsstaates sind.

Keiner dieser Typen hat - gemordet, -in die Luft gesprengt, -sich assozial verhalten. Gegen Gesetze Verstoßen - ja. Unanständige Forderungen gestellt - ja. Gastfreundschaft mißbraucht - wenn man in dem Zusammenhang davon Sprechen will - auch.
Genau. Und sie dem Winter zu übereignen ist, nachdem man ihnen Obdach, Speis, Trank und Kleidung anbot, eine angemessene Reaktion. Und da sie sich wie Pack verhalten, werden sie als solches auch von mir betitelt. "Pack" zu sein ist kein Geburtsrecht, diesen Weg wählt man sich selbst.

Aber das macht keinen von ihnen zu einem Kapitalverbrecher. Wenn ein Ausländer gegen Sozialgesetze verstößt hat das das selbe Gewicht, als wenn ein Deutscher es tut. Also ist auch kein besonders reaktionäres Vorgehen gegen sie gefragt, sondern, ganz normale rechtsstaatliche Werkzeuge. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Mehr verlange ich ja auch nicht. Ich wollte zu keinem Zeitpunkt jemanden aufknüpfen.


Eines unserer obersten Grundrechte heißt: "die Würde des Menschen ist unantastbar",
Ich kann Dir ein Dutzend Fälle aus meinem Freundes- udn Bekanntenkreis nennen, da diese Würde durch staatliche Organe verletzt wurde. Bei Deutschen. Das Grundgesetz ist leider nich für alle in vollem Umfang gültig.

Ebenso andere Passagen aus dem Grundgesetz, die leider nicht mehr sind als Schall und Rauch. Wie auch das Recht auf Meinungsfreiheit und andere. Lass' Dich von diesen schönen Worten im Grundgesetz nicht zu sehr beeindrucken. Sie sind eher als Ziel zu verstehen, wohin sich Deutschland irgendwann mal entwickeln will, aber da sind wir noch nicht.

Und wie sich unsere Volksvertreter für uns stark gemacht haben, als das mit der NSA bekannt wurde und de facto von Tausenden die Würde verletzt wurde...

und dass man dick und fett "na und" schreibt, wenn grundsätzliche Menschenrechte mit Füßen getreten werden und das fängt offensichtlich schon da an, wo "Volk" das für rechtens hält, weil z.B. jemand nach einem Hausbrand oder nach einen Wasserschaden nicht von jetzt auf gleich eine Wohnung findet und vor die Wahl gestellt wird: "gib deine Grundrechte an der Tür ab oder bleib draußen..."
Also hier wirfst Du aber mehrere Sachen zusammen, die gar nicht zusammen gehören.

Erstens reden wir hier von Leuten, die selbst nichts leisten, aber Forderungen stellen. Ob sie nun Deutsche sind, Bulgaren oder Eskimos ist ja erstmal egal. Sie sind nix, haben nix, wollen aber. Man versucht, das durch kriminelles Verhalten zu erlangen: Hausbesetzung (evtl in Verbindung mit Einbruch), Betrug, Körperverletzung. Unter diesen Umständen prallt erstmal jede Form von Mitleid an mir völlig ab. Und so leid es mir auch tut, aber ein besseres Wort als "Pack" fällt mir nicht ein. Zumindest keins, das nicht noch schlimmer klingen würde.

Zweitens hat der Staat (also die Stadt Berlin), sofern ich es richtig gelesen habe, ihre Hotelrechnung in Höhe von 4000 Euro beglichen und bislang das Geld nicht zurück gefordert (wäre wohl auch sinnlos). Ma bot ihnen eine beheizte Unterkunft an, weil es ja in den Wintermonaten doch etwas frisch an der Nase werden kann. Dazu Essen und Kleidung. Alles kostenlos. Sie lehnen ab und bevorzugen es, zu pöbeln, Leute anzugreifen und zu terrorisieren. Also ich finde "Pack" noch fast verniedlichend in diesem Zusammenhang.

Drittens verstehe ich nicht, was Du mit dem Wohnungsbrandbeispiel willst. Warten diese Leute etwa auf eine größere Summe Bargeld (die nicht aus deutschem Steuergeld kommt)? Etwa aus einer Versicherungsleistung, eines Hausverkaufs oder sowas, hm? So weit ich es verstanden habe, besitzen sie nichts, haben (derzeit) auch keine Möglichkeit, sich was zu schaffen (sie haben ja auch keine Zeit zum Arbeiten, müssen ja demonstrieren), aber haben klare Vorstellungen, wie ihr Leben auszusehen hat. Na, wenn das nix ist. Ich glaube auch kaum, dass das Angebot "Obdachlosenasyl" als dauerhafte Lösung gedacht ist. Nur würde sich bei mir auch so gar kein Finger rühren, wenn der Bittsteller erstmal mit großer Fresse fordert. So lange die Leute nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, sind sie nunmal Bittsteller und sollten auch als solche auftreten.

Und nun zum letzten Punkt. Du hast geschrieben (ich zitiere nochmal):
naturschonen schrieb:
Abgesehen davon muss man in vielen "Notunterkünften" schriftlich zustimmen, dass man rechtlicher und finanzieller staatlicher Betreuung zustimmt, was bedeutet, ein Betreuer entscheidet dein komplettes Leben, ärztliche Atteste werden außer Kraft gesetzt ebenso wie richterliche Urteile, sonst ist mal eben kein Platz in solchen Häusern frei - aber das ist ein andres Thema...
Ich kenne keine einzige Notunterkunft, wo man sein Leben an der Tür abgeben muss und fortan einen Vormund bekommt. Was richtig ist: Es gibt ein Aufnahmeverfahren. Dort wird geprüft, ob man mindestens 18 Jahre alt ist, die finanzielle Lage, teilweise bekommt man auch eine ärtzliche Untersuchung, wo auch festgestellt ist, ob man an einer Sucht leidet, ansteckende Krankheiten hat und dergleichen. Und auch, ob man sich mit anderen Mitmenschen verträgt. Mann will da ja auch kein Mord und Totschlag haben. Wenn jemand starker Alkoholiker ist, ja dann bekommt er auch einen Betreuer, das ist richtig. Viele der Obdachlosen können sich nicht mal mehr allein den Arsch abwischen, weil sie einfach zu krank sind oder das auch schon seit Monaten nicht mehr gemacht haben.

Dann bekommt man ein Bett in einem Mehrbett- (meist wohl 2-Bett) Zimmer. Kein Luxus, nur ein Bett und ein Schrank mit Gemeinschaftstisch. Deutscher Knaststandard halt. Nicht schön, aber warm und trocken. Dann hat man dort einen Gemeinschaftsraum und eine Gemeinschaftsdusche. Das alles ist sicherlich kein Luxus, aber es ist eine akzeptable temporäre Lösung. Viele Deutsche mussten und müssen das nach einer Zwangsräumung auch auf sich nehmen. Mehrmals schon im Fernsehen gesehen, was nach einer Zwangsräumung passiert, wenn der betreffende keine Möglichkeit hat, irgendwo zu wohnen. Keiner von denen hat einen Betreuer bekommen, der so weitreichende Befugnisse hätte, dass er schon quasi ein Vormund wäre. Ich glaube, das wirst Du wohl irgendwo falsch aufgeschnappt haben.

Aber unter dem Strich bleibt es doch dabei: Die Leute sind nix, haben nix und stellen Forderungen. Angebote lehnen sie ab, weil sie ihnen nicht luxuriös genug sind. Habe ich kein Verständnis dafür und ich halte an meiner Formulierung daher fest.
 
Wer mit Gewalt eine Forderung versucht durchzudrücken, ist ein Terrorist. Schon nach Definition.
Wessen?
Unter Terrorismus (lat. terror „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen. Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie. Terroristen streben zwar nach Veränderungen der bestehenden Ordnung, doch greifen sie nicht militärisch nach Raum (wie z. B. der Guerillero), sondern wollen das Denken besetzen und dadurch Veränderungsprozesse erzwingen.

Quelle: Wikipedia

In diesem Sinne ist für mich jeder Entführer und Lösegelderpresser ebenfalls ein Terrorist. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob sein Handeln politisch motiviert ist oder aus Habsucht bzw. sonstwas.
Nein, das sind Verbrecher ausser ihr Handeln ist politisch Motiviert.
Auch die Wahl der Mittel ist erstmal zweitrangig. Insofern zähle ich auch die Antifa, die Hells Angels und den NSU zu den terroristischen Vereinigungen, auch wenn sie sich nicht selbst in Luft sprengen (was man bedauern kann oder auch nicht) und obwohl die Wahl der Mittel sich hier auch unterscheiden.
Hells Angels sind organisiertes Verbrechen. :roll:
Gemein ist ihnen, dass sie mit Gewalt versuchen, ihre Ziele zu erreichen und damit Feinde des Rechtsstaates sind.
jeder Terrorist ist ein Verbrecher, aber nicht jeder Verbrecher Terrorist. Das kannst du Dir nicht hinbiegen, wie du es willst. Das ist nunmal definiert, und deine in meinen Augen willkürliche Definition entweder erwünschte Manipulation oder bewusste Provokation. Letzteres fände ich albern, erstes gefährlich

Genau. Und sie dem Winter zu übereignen ist, nachdem man ihnen Obdach, Speis, Trank und Kleidung anbot, eine angemessene Reaktion.
Radikal, stimmt. Aber radikale Anwendung deutschen Rechts? Wo findet man dieses Strafmaß?
Und da sie sich wie Pack verhalten, werden sie als solches auch von mir betitelt. "Pack" zu sein ist kein Geburtsrecht, diesen Weg wählt man sich selbst.
Und wer Termini geistiger Brandstifter nutzt?

Mehr verlange ich ja auch nicht. Ich wollte zu keinem Zeitpunkt jemanden aufknüpfen.
"Dem Winter übereignen" - deine Worte...
 
Nein, das sind Verbrecher ausser ihr Handeln ist politisch Motiviert.
Ok. Also bittstellende Verbrecher. Mit großer Fresse.

Radikal, stimmt. Aber radikale Anwendung deutschen Rechts? Wo findet man dieses Strafmaß?
Dir geht es darum, dass das Wort "radikal" negativ konnotiert ist? Schön, sagen wir "rückhaltlos und mit voller Härte".

Und wer Termini geistiger Brandstifter nutzt?
Das träfe auf jeden rhetorisch halbwegs begabten Politiker zu, egal welcher Coleur. Und folglich geht es Dir doch nur um eine politisch und definitionsgemäß korrekte Wortwahl? Also gut. Da weder "Pack", noch "Gelumpe" irgendwo endgültig definiert zu sein scheint, sagen wir "asoziales kriminelles Gesindel". Das wäre jetzt nach Definition völlig treffend.

Wenn man jemanden gegenüber eine begründbare ablehnende Haltung hat, dann empfinde ich es nicht als falsch, diese auch genau so zu äußern. Schon meine Großeltern haben zwar versucht mir beizubringen, dass wenn ich nichts gutes über (einen) Menschen sagen kann, besser gar nichts zu sagen. Aber ich konnte es bis heute nicht lernen. Vielleicht lerne ich es irgendwann nochmal. Tut mir leid, dass es bis zu dieser News-Meldung nicht geklappt hat.

"Dem Winter übereignen" - deine Worte...
Das ist ja nun noch was anderes als hinrichten. So manchem hat es schon den Geist gewandelt, wenn sein Arsch fest fror. Und wir wollen hoffen, dass es auch bei diesem Gesindel funktioniert bevor ihr Arsch fest friert. Ich habe nicht verlangt, sie mit Wasser zu übergießen und am Pfahl festzubinden, falls Du jetzt wieder Vergleiche von vor anno-dutz hervor zaubern möchtest. Ich sage nur, dass man sie ziehen lassen sollte, wenn sie keine Almosen wünschen; mit oder ohne Transparente in ihren Händen. Wohin auch immer, auch im Winter. Wenn sie irgendwo Einlass finden sollten, gut. Wenn sie wieder zu Verstand gekommen sind und doch in die Notunterkunft gehen wollen, auch gut. Wenn sie es vorziehen, irgendwo zu Eis zu erstarren, soll es mir auch recht sein. Nicht meine Entscheidung und mir auch völlig egal.

Aber der Form halber sollte man ihnen in unserem Rechtsstaat die Hotelzimmer in Rechnung stellen und die Räumungskosten, nebst Schmerzensgeld und Strafe für die Beleidigung, wie man es auch bei jedem Bundesbürger tun würde, auch wenn man dieses Geld vermutlich nie bekommt. Aber egal, so wäre es jedenfalls rechtens.

Wenn sie es nicht zahlen können, müssen sie zunächst in die Privatinsolvenz gehen, was allerdings bei dieser Summe ausgeschlossen sein dürfte. Also wird man ihnen diese Summe wohl erstmal stunden, weil hier wohl auch keine Zinsen zu holen sein düften. Aber das macht nichts, geht anderen auch nicht anders.
 
Ich kann Dir ein Dutzend Fälle aus meinem Freundes- udn Bekanntenkreis nennen, da diese Würde durch staatliche Organe verletzt wurde. Bei Deutschen. Das Grundgesetz ist leider nich für alle in vollem Umfang gültig.

Ebenso andere Passagen aus dem Grundgesetz, die leider nicht mehr sind als Schall und Rauch. Wie auch das Recht auf Meinungsfreiheit und andere. Lass' Dich von diesen schönen Worten im Grundgesetz nicht zu sehr beeindrucken. Sie sind eher als Ziel zu verstehen, wohin sich Deutschland irgendwann mal entwickeln will, aber da sind wir noch nicht.

Das Grundgesetz ist geltendes Recht, nur leider lassen wir uns -aus Angst, Obrigkeitshörigkeit oder welchen Motiven auch immer - viel zu viel gefallen, nur deshalb sind diese Verstöße möglich. Ich kann dir drei Dutzend Fälle nennen, die ich persönlich kenne, aber die lassen sich nicht mehr alles gefallen, weil da eine Gruppe Gleichgesinnter entstanden ist. Wir haben allerdings andere Mittel gewählt als die 23 Bulgaren, trotzdem finde ich es gut, dass Menschen auf die Barrikaden gehen, wenn ihre Grundrechte gefährdet sind.

Also hier wirfst Du aber mehrere Sachen zusammen, die gar nicht zusammen gehören.
Erstens reden wir hier von Leuten, die selbst nichts leisten, aber Forderungen stellen. Ob sie nun Deutsche sind, Bulgaren oder Eskimos ist ja erstmal egal. Sie sind nix, haben nix, wollen aber. Man versucht, das durch kriminelles Verhalten zu erlangen: Hausbesetzung (evtl in Verbindung mit Einbruch), Betrug, Körperverletzung. Unter diesen Umständen prallt erstmal jede Form von Mitleid an mir völlig ab. Und so leid es mir auch tut, aber ein besseres Wort als "Pack" fällt mir nicht ein. Zumindest keins, das nicht noch schlimmer klingen würde.

Zweitens hat der Staat (also die Stadt Berlin), sofern ich es richtig gelesen habe, ihre Hotelrechnung in Höhe von 4000 Euro beglichen und bislang das Geld nicht zurück gefordert (wäre wohl auch sinnlos). Ma bot ihnen eine beheizte Unterkunft an, weil es ja in den Wintermonaten doch etwas frisch an der Nase werden kann. Dazu Essen und Kleidung. Alles kostenlos. Sie lehnen ab und bevorzugen es, zu pöbeln, Leute anzugreifen und zu terrorisieren. Also ich finde "Pack" noch fast verniedlichend in diesem Zusammenhang.

Drittens verstehe ich nicht, was Du mit dem Wohnungsbrandbeispiel willst. Warten diese Leute etwa auf eine größere Summe Bargeld (die nicht aus deutschem Steuergeld kommt)? Etwa aus einer Versicherungsleistung, eines Hausverkaufs oder sowas, hm? So weit ich es verstanden habe, besitzen sie nichts, haben (derzeit) auch keine Möglichkeit, sich was zu schaffen (sie haben ja auch keine Zeit zum Arbeiten, müssen ja demonstrieren), aber haben klare Vorstellungen, wie ihr Leben auszusehen hat. Na, wenn das nix ist. Ich glaube auch kaum, dass das Angebot "Obdachlosenasyl" als dauerhafte Lösung gedacht ist. Nur würde sich bei mir auch so gar kein Finger rühren, wenn der Bittsteller erstmal mit großer Fresse fordert. So lange die Leute nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, sind sie nunmal Bittsteller und sollten auch als solche auftreten.

Ich hatte bereits selbst geschrieben, dass es eigentlich ein anderes Thema ist, aber ich habe eben die ein oder andere Verknüpfung aus eigenem Erleben eingeworfen.
Es klingt ziemlich anmaßend, wenn du schreibst, dass diese Menschen nichts haben und nichts tun und nichts sind, das ist ein Urteil, was man über keinen Menschen fällen sollte, jeder Mensch hat seinen Wert. Es reicht völlig, dass sich der Staat anmaßt, Menschen in wertvoll und weniger wertvoll einzustufen und sich dieses Urteil eine Menge kosten läßt, indem er einen sündteuren Apparat bezahlt, der das umsetzt.
Zum anderen werden auch Lösungswege im Keim erstickt, weil wir uns eben zu viel gefallen lassen.
Ich habe ein zwei Jahre rechtskräftiges Urteil, dass die Verhinderung meiner Geschäftsgründung als rechtswidrig eingestuft hat, immerhin hatte ich Aufträge für 9 Mitarbeiter und zur gleichen Zeit lief eine Ausschreibung für weitere 60 Arbeitsplätze plus zig Aufträge für Trainingsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose. Man stelle sich mal vor, ein MA des Jobcenters hat in einem öffentlichen Gerichtssaal gesagt, er hätte vom Chef des Hauses die Anweisung bekommen, weil ich es nicht besser verdient habe...der MA ist im Vorruhestand, der Vorgesetzte schon zwei mal befördert worden...

Kannst du nachvollziehen, warum ich da hin und wieder mal klasse finde, wenn ein paar Leute sich laut Gehör verschaffen??? Auch wenn ich die Ziele nicht gutheiße, aber vielleicht muss man Unmögliches verlangen, um wenigstens das Mögliche zu erreichen....keine Ahnung, manchmal ist es einfach einen Gedanken wert...

Und nun zum letzten Punkt. Du hast geschrieben (ich zitiere nochmal):

Ich kenne keine einzige Notunterkunft, wo man sein Leben an der Tür abgeben muss und fortan einen Vormund bekommt. Was richtig ist: Es gibt ein Aufnahmeverfahren. Dort wird geprüft, ob man mindestens 18 Jahre alt ist, die finanzielle Lage, teilweise bekommt man auch eine ärtzliche Untersuchung, wo auch festgestellt ist, ob man an einer Sucht leidet, ansteckende Krankheiten hat und dergleichen. Und auch, ob man sich mit anderen Mitmenschen verträgt. Mann will da ja auch kein Mord und Totschlag haben. Wenn jemand starker Alkoholiker ist, ja dann bekommt er auch einen Betreuer, das ist richtig. Viele der Obdachlosen können sich nicht mal mehr allein den Arsch abwischen, weil sie einfach zu krank sind oder das auch schon seit Monaten nicht mehr gemacht haben.

Dann bekommt man ein Bett in einem Mehrbett- (meist wohl 2-Bett) Zimmer. Kein Luxus, nur ein Bett und ein Schrank mit Gemeinschaftstisch. Deutscher Knaststandard halt. Nicht schön, aber warm und trocken. Dann hat man dort einen Gemeinschaftsraum und eine Gemeinschaftsdusche. Das alles ist sicherlich kein Luxus, aber es ist eine akzeptable temporäre Lösung. Viele Deutsche mussten und müssen das nach einer Zwangsräumung auch auf sich nehmen. Mehrmals schon im Fernsehen gesehen, was nach einer Zwangsräumung passiert, wenn der betreffende keine Möglichkeit hat, irgendwo zu wohnen. Keiner von denen hat einen Betreuer bekommen, der so weitreichende Befugnisse hätte, dass er schon quasi ein Vormund wäre. Ich glaube, das wirst Du wohl irgendwo falsch aufgeschnappt haben.

Ich war bis letztes Jahr der gleichen Meinung, habe aber etwas anderes selbst erlebt. Normalerweise sind die Städte verpflichtet, eigene Notunterkünfte einzurichten, in Regie der Stadt. In Mainz sind diese einfach abgerissen worden mit dem Erfolg, dass jetzt nur noch "betreutes Wohnen" angeboten wird. Heißt: eine der ersten Fragen ist, ob man "freiwillig" rechtlicher Betreuung zustimmt, eine weitere Bedingung...man tritt das gesamte Einkommen ab und bekommt täglich kostenloses Frühstück zwischen halb sieben und halb acht, dann täglich 3,30€ ausgezahlt, davon kann man für 1 € Mittagessen, wenn man will und mit dem Rest kannst dann frei entscheiden, ob du essen oder vielleicht rauchen willst....

In den ersten 12 Tagen darfst du erst abends 20:30 in die Unterkunft - wenn ein Bett frei ist - und mußt nach dem Frühstück wieder raus.

Ich habe das Glück einer Allergie, für mich hätte man kostenaufwändig extra kochen müssen, deshalb hatte ich das Glück, dass ich in einer Familienunterkunft einziehen durfte, bis ich meine Wohnung bekommen habe, wo ich jetzt lebe, wie viele andere auch. Ob ich was leiste? Ob ich was bin oder habe? Na ja, ehrenamtliche Arbeit gibt ein gutes Gefühl, Dienstleistung (Trainings etc.) möchte man am liebsten für lau - was ich nicht mehr mache - aber wenn die Behörde dagegen arbeitet, bekommt man die Unterstützung eben von anderer Seite, alles ist o.k.
Ich meine einfach nur, dass uns andere Mentalitäten eine Menge beibringen können, was bei uns scheinbar verschüttet ist - Zivilcourage, Leichtigkeit, Gastfreundschaft, Lebensfreude.....
 
Das Grundgesetz ist geltendes Recht, nur leider lassen wir uns -aus Angst, Obrigkeitshörigkeit oder welchen Motiven auch immer - viel zu viel gefallen, nur deshalb sind diese Verstöße möglich. [...]
Volle Zustimmung. Aber das ändert sich vielleicht auch nochmal, wenn es den Menschen flächendeckend schlechter geht. Noch geht es den allermeisten schlicht zu gut.

Wir haben allerdings andere Mittel gewählt als die 23 Bulgaren, trotzdem finde ich es gut, dass Menschen auf die Barrikaden gehen, wenn ihre Grundrechte gefährdet sind.
Sei mir nicht böse, aber nichts zu leisten und der Gemeinschaft geben, stattdessen aber Forderungen stellen, hat einen äußerst negativen Beigeschmack für mich. Die Leute sind nicht behindert, flüchten nicht vor Krieg und Hunger, gar nichts. Sie sind einfach nur dreist, stellen unberechtigte Forderungen und versuchen die mit kriminellen Mitteln durchzusetzen.

Es klingt ziemlich anmaßend, wenn du schreibst, dass diese Menschen nichts haben und nichts tun und nichts sind, das ist ein Urteil, was man über keinen Menschen fällen sollte, jeder Mensch hat seinen Wert.
Mich interessiert doch gar nicht, ob die Leute herzensgute Menschen, tolle Eltern oder sonstige Eigenschaften besitzen, die sie als Mensch wertvoll machen oder nicht. Sie wollen Geld und eine besondere Unterkunft ihrer Wahl. Alles weltliche, materielle Dinge. Also frage ich im Gegenzug, was sie der Gesellschaft zurück geben (wollen). Auf der Seite der Waage liegt aber nix, außer halt das Forderungenpaket.

Ich würde mir ja auch wünschen, dass ich ein Haus gebaut bekomme auf geschenktem Land, weil der Staat eingesehen hat, dass ich ein toller Typ bin. Aber mir passiert das auch nicht. Soll ich jetzt auch mal demonstrieren und vom Kanzleramt die Scheiben einschmeißen, bis ich am Wannsee meine Villa bekomme?

Kannst du nachvollziehen, warum ich da hin und wieder mal klasse finde, wenn ein paar Leute sich laut Gehör verschaffen???
Absolut! Geht mir nicht anders. Aber es immer die Frage, wer sich weswegen wie Gehör verschafft. Um mein Beispiel von eben aufzuführen: Wie würdest Du es denn finden, wenn ich den Reichstag gewaltsam besetzen würde um meiner Forderung nach einer Villa in Berlin mit Ententeich Nachdruck zu verschaffen? Gut, ich würde vermutlich nicht lange genug da sein, als dass auch nur ein Reporter davon Notiz nähme. Aber nehmen wir einfach mal an. Wäre das jetzt eine tolle Aktion von mir oder hätte ich einfach nur einen an der Klarinette?

Ich war bis letztes Jahr der gleichen Meinung, habe aber etwas anderes selbst erlebt.
Also wenn dem so ist, dann gehe ich davon aus, dass Deine Erfahrung ein Einzelfall ist. Ich habe zwar nicht so viel mit Obdachlosen zu tun, aber ein paar Freunde und Bekannte arbeiten bei sozialen Einrichtungen und/oder gemeinnützigen Vereinen. Niemandem ist etwas in der Form bekannt, wie von Dir beschrieben, sondern nur so, wie ich geschrieben habe. So etwas wie betreutes Wohnen ist auch keine Vormundschaft, so lange der Betreute Herr über seine Sinne ist. Es gibt aber reichlich Alkoholiker, die einfach eben nicht mehr im Leben klar kommen. Dass man denen vielleicht das Geld einteilt, damit sie sich nicht gleich in die Gosse saufen, das kann ich sogar noch nachvollziehen. Und trotzdem kenne ich noch genug Fälle, in denen es trotzdem passierte.

Also pauschal zu sagen, dass eine Notunterkunft gegen die Menschenrechte verstößt, ist meines Wissens nach schlicht falsch.

Ich meine einfach nur, dass uns andere Mentalitäten eine Menge beibringen können, was bei uns scheinbar verschüttet ist - Zivilcourage, Leichtigkeit, Gastfreundschaft, Lebensfreude.....
Das ist keineswegs verschüttet. Nur bringen es uns nicht die Leute bei, die hier her kommen. Zumindest nicht pauschal. Wenn man in deren Heimatländer fährt, da kann man sowas durchaus noch erleben. Kuba zum Beispiel. Die leben in Wellblechhütten; notdürftig an 4 Pfählen befestigtes Wellblech mit einem Loch, was eine Tür sein soll. Und die sind glücklich. Nicht, weil sie nichts haben, sondern weil sie aus dem was sie haben, das Maximum machen. Die kennen keinen Konsumterror, haben womöglich nicht mal Strom und fließendes Wasser. Aber sie haben einander und leben ihr Leben.

Aber glaubst Du, dass diese Menschen anders wären, hätten sie unser Leben und unseren Standard? Die würden genauso werden wie wir. Dass die Deutschen sind wie sie sind, ist doch keine Eigenschaft der mitteleuropäischen/arischen/slawischen Rasse. Die Menschen auf der Welt ticken alle im Grundtenor gleich. Und unter gleichen Umständen entwickeln sich auch alle Menschen in die gleiche Richtung. Glaube mir, dass die Deutschen ihre Lebensfreude sofort zurück erhielten, hätten wir hier ein anderes Klima, wären alle bettelarm und hätten wir alle die gleichen Probleme :)
 
Sei mir nicht böse, aber nichts zu leisten und der Gemeinschaft geben, stattdessen aber Forderungen stellen, hat einen äußerst negativen Beigeschmack für mich. Die Leute sind nicht behindert, flüchten nicht vor Krieg und Hunger, gar nichts. Sie sind einfach nur dreist, stellen unberechtigte Forderungen und versuchen die mit kriminellen Mitteln durchzusetzen.

Das mit dem Geben und Nehmen steckt ganz schön fest in den "deutschen" Köpfen, oder? Und es muss ein Zurückgeben sein nach unseren Erwartungen? Ich glaube aber, manchmal sollten wir lernen auch andere Dinge wertzuschätzen als Arbeit.


Ich würde mir ja auch wünschen, dass ich ein Haus gebaut bekomme auf geschenktem Land, weil der Staat eingesehen hat, dass ich ein toller Typ bin. Aber mir passiert das auch nicht. Soll ich jetzt auch mal demonstrieren und vom Kanzleramt die Scheiben einschmeißen, bis ich am Wannsee meine Villa bekomme?

Absolut! Geht mir nicht anders. Aber es immer die Frage, wer sich weswegen wie Gehör verschafft. Um mein Beispiel von eben aufzuführen: Wie würdest Du es denn finden, wenn ich den Reichstag gewaltsam besetzen würde um meiner Forderung nach einer Villa in Berlin mit Ententeich Nachdruck zu verschaffen? Gut, ich würde vermutlich nicht lange genug da sein, als dass auch nur ein Reporter davon Notiz nähme. Aber nehmen wir einfach mal an. Wäre das jetzt eine tolle Aktion von mir oder hätte ich einfach nur einen an der Klarinette?

Also du alleine wirst wahrscheinlich auf diese Art wirklich nicht viel erreichen, aber schön, dass du drüber nachdenkst und dass du Ziele und Wünsche hast.

Also wenn dem so ist, dann gehe ich davon aus, dass Deine Erfahrung ein Einzelfall ist. Ich habe zwar nicht so viel mit Obdachlosen zu tun, aber ein paar Freunde und Bekannte arbeiten bei sozialen Einrichtungen und/oder gemeinnützigen Vereinen. Niemandem ist etwas in der Form bekannt, wie von Dir beschrieben, sondern nur so, wie ich geschrieben habe. So etwas wie betreutes Wohnen ist auch keine Vormundschaft, so lange der Betreute Herr über seine Sinne ist. Es gibt aber reichlich Alkoholiker, die einfach eben nicht mehr im Leben klar kommen. Dass man denen vielleicht das Geld einteilt, damit sie sich nicht gleich in die Gosse saufen, das kann ich sogar noch nachvollziehen. Und trotzdem kenne ich noch genug Fälle, in denen es trotzdem passierte.
Also pauschal zu sagen, dass eine Notunterkunft gegen die Menschenrechte verstößt, ist meines Wissens nach schlicht falsch.

Das ist leider absolut kein Einzelfall. Und es ist auch nicht nur in Mainz so. Allerdings kann ich es natürlich auch nicht für alle Orte verallgemeinern. Ich habe inzwischen sowohl mit Obdachlosen zu tun, die sich eben andere Lösungen gesucht haben. Der Eine hat einen Wohnwagen und sagt er hat keine Lust "in Wohnhaft" genommen zu werden, die anderen haben den einen oder anderen Ort, wo sie unterkommen, andere wieder sind Bewohner solcher Einrichtungen und beschreiben auch gleiche Erfahrungen und den menschenunwürdigen Umgang mit ihnen, Machtspiele usw., alles andere als wünschenswerte Umstände. Ich hatte bei mir auch gleich den SWR auf der Matte, die haben in meinem Einzelfall geholfen, bleiben aber auch beim Generellen dran, ebenso unsere Kirchen...
 
Das mit dem Geben und Nehmen steckt ganz schön fest in den "deutschen" Köpfen, oder? Und es muss ein Zurückgeben sein nach unseren Erwartungen? Ich glaube aber, manchmal sollten wir lernen auch andere Dinge wertzuschätzen als Arbeit.

Sorry aber genau so funktioniert unser Sozialsystem. Wenn alle nur nehmen wird bald nichts mehr da sein zum verteilen!
 
Sorry aber genau so funktioniert unser Sozialsystem. Wenn alle nur nehmen wird bald nichts mehr da sein zum verteilen!

Sorry, genau so funktioniert unser Sozialsystem eben schon lange nicht mehr.
Zum einen gibt es einen sündteuren Apparat, der kostet ein Vielfaches von unserem Sozialsystem
und hat nur ein Ziel: Menschen erniedrigen, klein machen, Würde nehmen, Freiheit nehmen

und dafür bekommen die Menschen dann ein Bonbon, nach dem Motto: Maul halten, Biss verlieren
verwiesen auf die Plätze - wir sind die Kleinen, die sind die Großen, die bestimmen, wo es lang geht

Nein, sorry, das funktioniert nicht, nicht heute und in Zukunft schon gleich gar nicht mehr,
viele Kleine werden nämlich auch eine Größe
und wenn es die deutschen Kleinen nicht mehr merken, dann danke ich jedem einzelnen Zuwanderer,
der uns mal wieder die Augen öffnet..

Gestern bei GEricht hat mir die Richterin zu verstehen gegeben, dass die Klägerseite völlig überzogene Forderungen stellt und als Vergleich hat sie dann vorgeschlagen, dass ich die scheinbar echten Forderungen doch begleichen soll - sorry, auch da habe ich "nein" gesagt
 
Das mit dem Geben und Nehmen steckt ganz schön fest in den "deutschen" Köpfen, oder?
So funktioniert nunmal jede Gemeinschaft. Es kann nicht funktionieren, wenn jeder nimmt. Etwas besser, aber letztlich auch nicht, wenn jeder gibt (aber das wird ohnehin nie passieren).

Zug um Zug, quid pro quo, das ist ein uraltes Prinzip, das funktioniert. Es sagt nicht aus, dass wenn ich Dir Geld gebe, wieder Geld erwarte. Es heißt auch nicht, dass wenn ich für Dich etwas tue, dass ich auch will, dass Du etwas für mich tust. Es heißt aber, dass man genauso viel geben muss, wie man nimmt. Anders kann eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft oder auch nur die kleinste Gruppe von Menschen funktionieren, wenn man von Sklaverei, Frondiensten, Betrug und so weiter absieht. Das ist gerecht und fair.

Und es muss ein Zurückgeben sein nach unseren Erwartungen? Ich glaube aber, manchmal sollten wir lernen auch andere Dinge wertzuschätzen als Arbeit.
Bin ich gern bereit. Welche Dinge wären das, die mir Geld oder Mehrarbeit wert wären? Denn irgendjemand muss mehr arbeiten und/oder mehr bezahlen, wenn sie etwas umsonst haben wollen. Also was wäre das?

Ich habe inzwischen sowohl mit Obdachlosen zu tun, die sich eben andere Lösungen gesucht haben.
Auch hier wirst Du mich gleich wieder verfluchen, aber ich habe kein Stück Mitleid mit Obdachlosen. Und das ändert sich auch nicht bis mir jemand von einem einzigen Fall berichtet, da der Obdachlose absolut keine Chance hat, sein Leben zu ändern. Soll heißen:

- Keine Wohnung bekommt, für die nicht der Staat aufkommt
- Kein Geld zum essen hat, das er nicht in Alkohol, harte Drogen oder "Haustiere" umsetzt
- Keinerlei Geld vom Staat bekommen kann
- Keine Möglichkeit hat, irgendeine Arbeit zu verrichten, die ihm etwas Geld einbringt

Ich persönlich kennen keinen einzigen. Die, die obdachlos sind, wollen es so oder sind einschlägig bekannte Mietnomaden. Aber auch dann bin ich mir sicher, dass es irgendeine Möglichkeit gäbe, dass sie nicht auf der Straße "wohnen" müssten.

"Geben und nehmen" heißt für Zuwanderer in Deutschland nunmal oft: " wir geben, Deutschland nimmt."
*looooooooooooooooooooooooooool* *rofl* :LOL::LOL::LOL:
 
So funktioniert nunmal jede Gemeinschaft. Es kann nicht funktionieren, wenn jeder nimmt. Etwas besser, aber letztlich auch nicht, wenn jeder gibt (aber das wird ohnehin nie passieren).

Zug um Zug, quid pro quo, das ist ein uraltes Prinzip, das funktioniert. Es sagt nicht aus, dass wenn ich Dir Geld gebe, wieder Geld erwarte. Es heißt auch nicht, dass wenn ich für Dich etwas tue, dass ich auch will, dass Du etwas für mich tust. Es heißt aber, dass man genauso viel geben muss, wie man nimmt. Anders kann eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft oder auch nur die kleinste Gruppe von Menschen funktionieren, wenn man von Sklaverei, Frondiensten, Betrug und so weiter absieht. Das ist gerecht und fair.

Und du findest, dass die Würde der kleinen Menschen für 391 € im Monat zu erkaufen ist?


Bin ich gern bereit. Welche Dinge wären das, die mir Geld oder Mehrarbeit wert wären? Denn irgendjemand muss mehr arbeiten und/oder mehr bezahlen, wenn sie etwas umsonst haben wollen. Also was wäre das?

Wie wäre es mit Freiheit, echte Grundversorgung statt Kontrolle (was ein Bruchteil kosten würde, also weniger Arbeit für die, die es finanzieren), Vorsorge statt Entmündigung, Selbstwert....

Auch hier wirst Du mich gleich wieder verfluchen, aber ich habe kein Stück Mitleid mit Obdachlosen. Und das ändert sich auch nicht bis mir jemand von einem einzigen Fall berichtet, da der Obdachlose absolut keine Chance hat, sein Leben zu ändern. Soll heißen:

- Keine Wohnung bekommt, für die nicht der Staat aufkommt
- Kein Geld zum essen hat, das er nicht in Alkohol, harte Drogen oder "Haustiere" umsetzt
- Keinerlei Geld vom Staat bekommen kann
- Keine Möglichkeit hat, irgendeine Arbeit zu verrichten, die ihm etwas Geld einbringt

Ich persönlich kennen keinen einzigen. Die, die obdachlos sind, wollen es so oder sind einschlägig bekannte Mietnomaden. Aber auch dann bin ich mir sicher, dass es irgendeine Möglichkeit gäbe, dass sie nicht auf der Straße "wohnen" müssten.

Dein Mitleid wollen die Leute gar nicht, sie wollen Freiheit und Selbstbestimmung
deine Vorurteile bedienen dabei nur wenige Ausnahmen
in Berlin gibt es übrigens einen, der macht Stadtführungen aus der Sicht von Obdachlosen,
soll interessant sein und einige Vorurteile beseitigen
 
Ja, nun komm. Ich zitiere mal aus der Seite:
N24.de schrieb:
In deutschen Schlachthöfen sollen erneut Leiharbeiter-Kolonnen systematisch schwarz beschäftigt worden sein.[...]
Das passende Argument wäre jetzt zu sagen, dass diese ausländischen Leiharbeiter deutsche Arbeitsplätze vernichten, denn offensichtlich haben sie ja keinen deutschen Dämel mehr gefunden, der schwarz für einen Hungerlohn in die fleischverarbeitende Sklaverei geht. Aber das als Beispiel zu nehmen, dass Deutschland daran verdient... äußerst fragwürdig. Ein paar Deutsche Betriebe/Konzerne vielleicht, die den Hals nicht voll bekommen. Aber Deutschland wird durch diese Machenschaften wohl nur geschadet. Durch die Betriebe und die Ausländer.

Nächstes Argument bitte.

Und du findest, dass die Würde der kleinen Menschen für 391 € im Monat zu erkaufen ist?
Würde und kaufen in einem Atemzug geht sowieso nicht. Entweder man hat sie oder nicht. Kaufen kann man sie nicht.

Kommen wir zur Menge des geschenkten Geldes. Wie zu Weihnachten kann man das Geschenk nehmen oder es unter dem Christbaum liegen lassen. Was man aber nie tun sollte ist, sich zu beschweren, dass es zu wenig ist. Irgendwer hat ausgerechnet, dass man in Deutschland x Euro braucht, um davon leben zu können. Wohlgemerkt: Leben im Sinne von "Überleben". Es heißt nicht, dass dieses "Lebensminimum" eine Arbeit oder eben ein Einkommen ersetzen kann oder soll. Ich war es jedenfalls nicht, der die Summe ermittelt hat. Wenn man dem nun nachweisen kann, dass es nicht reicht, dann muss man dagegen klagen und das nachweisen. Ich bin der letzte, der was dagegen sagt. Aber ich habe es auch nicht ausgerechnet und ich kann es auch gar nicht.

Ich selbst könnte davon wahrscheinlich nicht leben, aber was viel wichtiger ist: Ich will es nicht müssen. Deshalb, und nur deshalb gehe ich arbeiten. Ansonsten würde ich ganztags an einem Strand meiner Wahl liegen und Wolken zählen. Aber ich käme nie auf die Idee, mich über geschenktes Geld zu beschweren und mehr einzufordern. Und das dann auch noch mit dem Argument von "Würde", "Selbstachtung" und so weiter. Das wäre mir zu peinlich.

Dein Mitleid wollen die Leute gar nicht, sie wollen Freiheit und Selbstbestimmung
deine Vorurteile bedienen dabei nur wenige Ausnahmen
in Berlin gibt es übrigens einen, der macht Stadtführungen aus der Sicht von Obdachlosen,
soll interessant sein und einige Vorurteile beseitigen
Freiheit und Selbstbestimmung? Können sie doch haben. Nur unsere Welt funktioniert nunmal so, dass vielleicht nicht alles, aber fast alles käuflich ist. Freiheit gehört dazu. Ich habe auch gar keine Vorurteile gegen Obdachlose. Ich sage gar nicht, dass sie zu faul sind zum Arbeiten oder sonstwas. Ich sage nur, dass in Deutschland niemand obdachlos sein muss. Niemand muss hungern und niemand muss nackt oder zerlumpt herum laufen. Jeder kann ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und jeder kann sich um seine Körperhygiene kümmern. Wer es nicht tut, der will es nicht. Und der muss dann auch damit leben, dass ich einen Bogen um ihn mache.
 
Nein, es geht hier absolut nicht um Geschenke, für die Vater Staat keine Gegenleistung haben will

hier geht es um die Basis zur Erhaltung des Niedriglohnsektors und um die Motivation der Mitarbeiter dieser Verwaltungen, die im Übrigen reihenweise krank werden unter dem Druck - beide -
und um die Befriedigung der Gier Einzelner

und na ja, ob sich das jeder ausgesucht hat? Bewußt sicher nicht, schauen wir mal, wie lange du die Wahl hast, manchmal geht es schneller als man denkt, dass man in einer Situation landet, die man vermeiden wollte

Lies doch mal Georg Simmel "die Philosophie des Geldes" hochspannend, zumal schon ein paar Tage alt, aber hochaktueller denn je
 
hier geht es um die Basis zur Erhaltung des Niedriglohnsektors und um die Motivation der Mitarbeiter dieser Verwaltungen, die im Übrigen reihenweise krank werden unter dem Druck - beide -
und um die Befriedigung der Gier Einzelner
So ist nunmal unser "geliebter" Kapitalismus. Viele müssen sich kaputt rackern, damit ganz ganz wenige ihre Plauze ganztags in die Sonne halten können. Ich weiß, tun sie nicht, weil sie so gierig sind, dass sogar die sich noch kaputt arbeiten (mal von "DieGeißens" abgesehen). Würde ich auch lieber heute als morgen abschaffen, aber das liegt nicht in meiner Hand.

und na ja, ob sich das jeder ausgesucht hat? Bewußt sicher nicht, schauen wir mal, wie lange du die Wahl hast, manchmal geht es schneller als man denkt, dass man in einer Situation landet, die man vermeiden wollte
Schnell in unangenehme Situationen kommt man tatsächlich. Man man kommt da auch wieder raus wenn man will. Wir haben noch einen Sozialstaat, in dem sogar Leute Unterstützung bekommen, die eigentlich nicht mal dazu gehören, also Flüchtlinge und Migranten. Jeder könnte eine Wohnung haben, jeder könnte Essen haben, Kleidung, Medizin. Sogar eine Fahrkarte und Einrichtung. Wer es nicht will, kein Problem. Aber dann ist es seine Entscheidung, die ich zwar nicht verstehe, aber voll und ganz akzeptieren kann, so lange mich das nichts kostet.
 
Zum einen gibt es einen sündteuren Apparat, der kostet ein Vielfaches von unserem Sozialsystem
Der Verwaltungsaparat, egal wie weit du ihn fassen wirst, frisst nicht mal annähernd das was das Sozialsystem - die eigentlichen Sozialleistungen - kosten.

Und du findest, dass die Würde der kleinen Menschen für 391 € im Monat zu erkaufen ist?
Ein ALG Empfänger kostet die Gemeinschaft weitaus mehr 391€ im Monat. Jaja ... die Würde :yawn: Was ist mit denen die sich in der Würde verletzt fühlen für andere mit arbeiten zu müssen? Natürlich unter Zwang. Sie haben nicht die Freiheit zu entscheiden ob und schon gar nicht wem sie einen Teil ihrer Arbeitskraft auf dem Wege zukommen lassen.