Ich habe die USA nicht gebeten, dort Krieg und wilde Sau zu spielen. Das Krieg teuer ist, wusste schon das römische Reich. Da fehlt mir wahrscheinlich ein Gen, damit ich dafür Mitleid empfinden kann, dass der gute Bush sich verrechnet hat.Ich kann dir aber sagen was die USA für den Irak ausgegeben haben und, dass sie daran beinahe bankrott gegangen sind.
Vermutlich. Sie bekommen ja nicht genug, um das Geld zu sparen und irgendwo hin zu schicken. Aber ich verstehe das Argument nicht. Wenn wir von unserem Steuergeld hätten die Binnenwirtschaft ankurbeln wollen, brauchen wir doch nicht auf Flüchtlinge zu warten. Wir hätten einfach die Steuern senken können, wäre viel effektiver gewesen.Was du auch immer für einen Flüchtling in Deutschland ausgibst, fließt in den Binnenmarkt.
Ich glaube, Du hast nicht verstanden, worauf ich hinaus will. Es ist völlig egal, ob das Geld im Land bleibt oder nicht. Es muss erstmal eingenommen werden, bevor man es wie auch immer ausgeben kann. Das passiert immer über Steuern und Abgaben oder eben Kredite. Können wir (theoretisch) 1 Milliarde Menschen aufnehmen? Ich glaube nicht. Kein Platz, kein Geld. Können wir 100 Millionen aufnehmen? Na das wird wohl auch nix. Wieviel können wir also maximal? Die Antwort bleibt mir irgendwie jeder schuldig.
Das ist aber nur ein Punkt von vielen angesprochenen. Wenn die Situation in Syrien bleibt wie sie ist, dann haben wir alle Leute, die wir heute aufnehmen und denen wir formal Asyl gewähren in Wahrheit für den Rest ihrer Leben an der Backe. Ein paar davon werden sich von sich heraus integrieren, ein paar werden kriminell sein, ein paar religöse Fanatiker werden darunter sein, na eben eine bunte Mischung, wie sie auch schon in ihrem Heimatland waren.
Vielleicht hast Du es nicht erlebt, aber ich kann mich noch an Straßenschlachten erinnern zwischen Türken und Kurden. Ich halte es nicht für zu weit hergeholt zu vermuten, dass sich ähnliche Szenen zwischen Sunniten und Schiiten abspielen werden. Ich halte es nicht mal für unwahrscheinlich, dass hier und da mal eine Bombe hoch geht, die gar nicht gegen Deutsche und Deutschland gerichtet ist, aber trotzdem "Kollateralschäden" verursacht. Das ist keine Xenophobie, das ist nur exakt das, was ich in deren Heimatländern sehe.
Bei aller Weltoffenheit, die ich der Mehrheit der Deutschen durchaus unterstelle, aber meinst Du nicht, dass wenn eine fremde Kultur (und Religion) über ein sozialverträgliches Maß in eine andere Kultur (und Religion) geimpft wird, dass es da nicht auch zu Abwehrreaktionen, mindestens jedoch Reibungspunkten kommt? Es spielt dabei doch keine Rolle, ob ich persönlich mich an einer Burka störe oder nicht - allein hier bei Klamm siehst Du doch, dass es genügend andere tun. Wie gewährleisten wir jetzt und vor allem in Zukunft die innere Sicherheit im Lande?
Dazu kommen noch alle anderen, bereits erwähnten Punkte. Ich meine, dass egal was eine militärische Intervention und eine darauf folgende Wiederaufbauhilfe kosten mag, es kommt uns billiger. Und noch dazu müssen wir uns fragen, wohin es wohl alles führt, wenn dem IS keine Einhalt geboten wird. Irgendwann wird sich vielleicht die Kostenfrage gar nicht mehr stellen, weil man mit allem Geld der Welt nichts mehr ungeschehen machen kann...
