Das andere ist die Gegenseite. Würdest Du Dein Kind bei ner Kita abliefern, wo die halbe Belegschaft zu den militanten Feministinnen gehört, die der Meinung sind, alle Glatzen sind Faschos?
Vermutlich nicht. Aber das bedeutet ja nicht, dass die Erzieherinnen mein Kind nicht genauso behandeln würden, wie jedes andere. Ich würde mein Kind nicht dort hin geben, weil ich vermuten würde, dass es benachteiligt würde. Faktisch aus der gleichen abstrakten Angst heraus, weswegen die meisten Menschen in Freital, Dresden, Leipzig, ... auf die Straße gehen, weil sie vermuten, dass die Flüchtlinge ihnen alles wegnehmen, Frau, Kind und Hund vergewaltigen und dann besoffen die Rentner verprügeln, während die Moslems unter ihnen sich in irgendeinem Bus in die Luft sprengen. Aber bei mir würde tatsächlich helfen, wenn ich die Erzieherinnen mal sprechen könnte, also in den direkten Dialog gehen könnte. Ansonsten bleiben die für mich eben nur irgendwelche Leute, von denen man gehört hat, dass...

Ich finde es ziemlich schwer, wenn der Mob brandschatzend durchs Land zieht, mich mit Mitteln a la Tee trinken und Ringelpiez veranstalten zufrieden zu geben.
[...]
Ich kenne ja Leute, die meinen, mit Rechten diskutiert man nicht. Ich bin der Meinung, man kann mit Rechten diskutieren und muss nur warten, bis sie sich selbst disqualifizieren.
[...]
Ich hasse Deinen Idealismus. :ugly: Wie willst Du denn den Prozess in Gang setzen?
Naja, was heißt "Idealismus"? Das sind ERfahrungswerte. Ich hatte doch auch mal meine Sturm- und Drag Tage. Zwar auf der anderen Seite, aber irgendwann ist mir halt auch mal aufgefallen, dass wenn ich so weiter mache, irgendwann auch mal zum allerletzten Lumpenpack gehöre, nur weil man im Grunde mit den falschen Leuten am Tresen hockt und Politik "diskutiert" - oder besser gesagt: Sich gegenseitig aufstachelt und sich gegenseitig Pseudoargumente in den Mund legt (oder, je nach Intellekt, borniert nachplappert).

Die Frage ist doch immer, was man erreichen will. Klar kann man auch dem politischen Gegner einfach immer stumpf auf die Schnauze hauen. Mit dem Ergebnis, dass man bei der nächsten Gelegenheit auch was auf die Schnauze bekommt. Mal ein unglücklicher Schlag, schon ist wieder einer futsch oder auch man selbst. Aber geändert hat man dadurch überhaupt gar nichts. Im Gegenteil würde ich behaupten, dass dadurch erstrecht völlig bornierte Feindlager entstehen, wo keiner überhaupt mehr Interesse daran hat, eine Lösung zu finden. Hauptsache am Wochenende fliegen irgendwelche Pfeffis aus irgendeiner Fresse. Das ist gelebte Dämlichkeit in Reinkultur.

Klar wird es bei jeder Demo auch solche Leute geben. Aber die Masse der Leute hat meistens nur ein überhitztes Gemüt, vermutlich sind viele auch recht einfach gestrickt und lassen sich von der allgemeinen Hysterie und Panikmache anstecken. Und Du hast völlig recht: In einer Diskussion disqualifiziert sich fast immer der Pöbel selbst. Wichtig ist nur, dass er es auch merkt. Nachhaltig ist, wenn jeder einzelne anfängt, seinen Wirsing zu benutzen. Erstmal egal, was dabei raus kommt, aber wenn das stumpfe Herdenverhalten aufhört, hat man eine Basis. Und glaub mir mal: Wenn erst eine kritische Masse von Leuten erreicht ist, die selbst nachdenken und ihnen auffällt, dass sie eigentlich völligen Bullshit machen, dann kehrt sich die Situation von ganz allein um. Aber ich verspreche Dir in die Hand, dass das nicht mit Gewalt zu erreichen ist. Auch nicht mit Beleidigungen, Shitstorms oder anderem Quatsch.

Definiere Loyalität.
Kann Dein Chef davon ausgehen, dass Du Hundebesitzer genauso freundlich und vorurteilsfrei behandelst wie Nicht-Hundebesitzer? Kann Dein Chef nach dieser Äußerung überhaupt noch davon ausgehen, dass Hundebesitzer vorbeikommen?
Ich trenne Beruf und Privat rigoros. Ich konnte mir als Selbstständiger nicht den Idealismus leisten, einen Kunden abzulehnen, weil mir sein Geschäftsfeld nicht gepasst hat. Als Angestellter kann ich mir nicht leisten, meinen Arbeitgeber und mein Team nach idealistischen Gesichtspunkten zu wählen. Ich musste schon immer mit Leuten zusammen arbeiten, die ich privat nicht mal mit dem Arsch angeschaut hätte.

Zu dem Beruf eines Verkäufers gehört nunmal, freundlich auch zu denen zu sein, die man abstoßend und widerlich findet. Zumindest während der Arbeitszeit. So wie es für mich dazu gehört hat, die gleiche gute Arbeit für Kunden abzuliefern, denen ich eher die Kretze an den Hals gewünscht habe. Oder auch regelmäßig PairProgramming mit dem Kollegen zu machen, der den ganzen Tag gepopelt hat und dessen Tastatur entsprechend aussah. Aber dann nimmt man halt seine eigene Tastatur mit zum Platz und gut ist. Privat hätte er es niemals in meinen Freundeskreis geschafft, aber beruflich hat die Zusammenarbeit gut geklappt. Würde ich den Kollegen heute nochmal auf der Straße treffen, würde ich es allerdings vermeiden, ihn zu grüßen. Und genau diese Professionalität erwarte ich eigentlich von jedem Menschen.

Hab ich gesehen. Und auch hier wieder das typische Bild: Die Leute fühlen sich in der Anonymität des Internets (trotz NSA und löchrigem Datenschutz) sicher. Glaubst Du, die hätten das gleiche vor Fernsehkameras gesagt?

Einige vielleicht. Wichtigtuer und Radikale, die schockieren wollen. Und ab einer kritischen Masse setzt auch wieder der Herdentrieb ein, die Gruppendynamik. Wie auch schon '33. Nachher will's keiner gewesen sein und hat nix gemacht. Deshalb ist es wichtig, dass die Leute selbst nachdenken und von sich heraus mit anderen reden. Sie müssen selbst scheiße finden, was sie da machen. Aber das läuft niemals über Verbote und Gängelungen, schon gar nicht über Gewalt ;)
 
Er muss aber meine Steuererklärung bearbeiten. Und spätestens wenn Herr Yilmaz deutlich weniger Rückzahlung bekommt als Herr Müller, dann gibt es ein Problem.
DANN gibt es ein Problem. Aber vorher nicht. Wenn jemand aufgrund seiner politischen Einstellungen seine Arbeit nicht mehr korrekt ausführt, dann ist das eine Sache. Aber jemanden aufgrund seiner politischen Einstellung grundsätzlich zu feuern, das geht gar nicht.

Wo fangen wir denn da an und wo hören wir auf? Gesinnungstest als Einstellungsvorraussetzung? Gewerbeentzug für Rechte? Was ist mit Linken? Dürfen die Autonomen, die gerne auf Demos randalieren, dann auch gefeuert werden. Darf ich als Chef jemanden, der seine Frau schlägt, dann auch entlassen, weil er ja die Frauen in der Firma auch schlagen KÖNNTE?

Für Taten wird man bestraft, für Meinungen auch, wenn sie volksverhetzend, beleidigend etc. geäussert werden. Dafür gibt es Gerichte. Und Arbeitgeber sind keine Gerichte.
 
Ich würde mein Kind nicht dort hin geben, weil ich vermuten würde, dass es benachteiligt würde.

So, in einer Stadt wie Berlin mit drölfzig KiTas ist das kein Problem, im ländlichen Bereich schon, weil man dort dann nur die Wahl ziwschen KiTa Ja/Nein hat.

Naja, was heißt "Idealismus"? Das sind ERfahrungswerte.

Naja, Leute die von alleine aufhören, vor Flüchtlingsheimen aufzuziehen, halte ich für ne idealistische Vorstellung, nix von wegen Erfahrung.

Die Frage ist doch immer, was man erreichen will. Klar kann man auch dem politischen Gegner einfach immer stumpf auf die Schnauze hauen. ... Das ist gelebte Dämlichkeit in Reinkultur.

Wohl wahr, wohl wahr, aber darum geht es ja auch nicht, mir zumindest.

Und glaub mir mal: Wenn erst eine kritische Masse von Leuten erreicht ist, die selbst nachdenken und ihnen auffällt, dass sie eigentlich völligen Bullshit machen, dann kehrt sich die Situation von ganz allein um. Aber ich verspreche Dir in die Hand, dass das nicht mit Gewalt zu erreichen ist. Auch nicht mit Beleidigungen, Shitstorms oder anderem Quatsch.

Auch da dient Freital schon fast als perfektes Gegenbeispiel.
Der Gemeinderat setzt sich zu 50% aus Parteien links der CDU zusammen.
Das müsste mengenmäßig reichen, um argumentativ überzeugen zu können und falls das nicht klappt, einfach mal auf der Straße die Mehrheitsverhältnisse klären.

Als bei uns Bragida ankündigte, laufen zu wollen, haben alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen (inkl. CDU) zu Gegenprotesten aufgerufen - dementsprechend breit war dann auch die Bürgerschaft bei den ersten Demos vertreten.

In Sachsen sieht man davon irgendwie nix.

Vor Jahren ist ein Aktiver von "Die Rechte" von Braunschweig nach Hildesheim gezogen, weil er hier keinerlei Leute für "seine" Partei rekrutieren konnte, bzw. Aktionen gar nicht möglich waren.

Und das, obwohl die Region hier als Salafistenhochburg gilt.
Hier gibt es was konkretes, und die kriegen nix mobilisiert. :-D

Und vor die zentrale Aufnahmestelle traut sich auch kein besorgter Bürger.

Ich weiß nicht woran es liegt, ob es die Erbsünde der H****r-Einbürgerung ist, oder einfach das Leben in einer multikulturellen Umgebung, aber naja.

Zu dem Beruf eines Verkäufers gehört nunmal, freundlich auch zu denen zu sein, die man abstoßend und widerlich findet. Zumindest während der Arbeitszeit. ... Und genau diese Professionalität erwarte ich eigentlich von jedem Menschen.

Der Haken ist, der Kunde entscheidet, ohne dass Du ihn hättest überzeugen können.

Da hat sich ja die Polizei in Freital bzw. Sachsen auch nen Ding geliefert:
Irgendwie wurden Handyinhalte einer Führungsperson des rechten Spektrums aus Leipzig veröffentlicht, die teilweise auch Legida Demos mit organisierte.
Daran konnte man Kontakte zwischen der Person und mindestens einem Polizisten nachweisen, wo auch Infos geflossen waren, so von Polizei Richtung rechts.

So weit - so schlimm.

Jetzt rate mal, wer eines Abends vor dem Heim stand, und es gegen Rechte schützen sollte.
Richtig.
Und da wundern sich dann einige, dass das Vertrauen in die Polizei flöten geht.

Ich meine, wie bekloppt sind die da unten eigentlich?
Meine Empathie unterscheidet sich zwar nur unwesentlich von der eines Betonklotzes, aber die Einheit wo der Polizist drin ist, die hätte ich nie vor so nem Heim eingesetzt. Allein schon, um keine Eskalationspunkte zu bieten.

Hab ich gesehen. Und auch hier wieder das typische Bild: Die Leute fühlen sich in der Anonymität des Internets (trotz NSA und löchrigem Datenschutz) sicher. Glaubst Du, die hätten das gleiche vor Fernsehkameras gesagt?

Ich war eher darüber verwundert, dass das Abwehrzentrum nicht lageunabhängig aktiv werden kann um solche Verstöße selbst aufzudecken, sondern dass die Arbeit auf die Netzgemeinde abgewälzt wird.

Da frag ich mich in Summe schon, was da unten alles falsch läuft.

Da brauch man dann auch nicht mehr diskutieren, was die Politik dort unten machen könnte, denn die würden ja nichtmal den Stress via Versammlungsauflagen anzetteln.

gruss kelle!
 
So, in einer Stadt wie Berlin mit drölfzig KiTas ist das kein Problem, im ländlichen Bereich schon, weil man dort dann nur die Wahl ziwschen KiTa Ja/Nein hat.
Du warst auch schon lange nicht mehr in Berlin. Hier biste auch froh, überhaupt eine (bezahlbare) Kita zu finden. Aber anderes Thema...

Naja, Leute die von alleine aufhören, vor Flüchtlingsheimen aufzuziehen, halte ich für ne idealistische Vorstellung, nix von wegen Erfahrung.
Ok, also insgesamt gehen unsere Meinungen ja gar nicht so weit auseinander. Faktisch, so halte ich jetzt einfach mal fest, wollen wir wohl beide keine Gewalt - weder vor dem Heim, noch sonst irgendwo.

Ich glaube halt, dass die Gründe, weswegen die Leute vor Ort keine Flüchtlinge oder Asylanten haben wollen, vielfältiger sind, als purer Rassismus oder abstrakte Xenophobie. Und genau dagegen würde ich angehen.

Xenophobie ist im Übrigen eigentlich völlig normal. Das kann man gut als Deutscher erleben, der sich ein Haus auf dem Land kauft. Die Dorfeingeborenen beobachten, gucken scheu und wenn sie könnten, würden sie vor lauter Neugier und Vorsicht lieber die Zugzogenen mit einem Stock anpieken, bevor sie sie ansprechen. Menschen sind so: Misstrauisch. Nur wenige sind extrovertiert und gehen offen auf andere Menschen zu. Die meisten wollen lieber keine Veränderung in ihrem Leben und am besten auch keine Fremden, von denen man nicht weiß, ob man ihnen trauen kann oder nicht.

Klar, je größer der Ort wird, desto mehr verliert sich das. Vor allem die Neugier. In Großstädten ist man sich dann schließlich scheißegal. Wenn einer blutend auf der Erde liegt, wird der höchstens noch angepöbelt, ob er nicht woanders verbluten kann, als hier mitten im Weg, wo man schließlich gerade lang laufen will. So sind Menschen halt.

Was ich nur will ist, dass man vor Ort die Leute für die Lage der Flüchtlinge sensibilisiert. Ich kann mir nicht eine Sekunde vorstellen, dass außer einem kleinen harten Kern von echten NeoNazis da so viele Menschen sind, die alle sagen: "Was geht mich fremdes Elend an? Lasst sie verhungern und sich gegenseitig abschlachten, mir wurscht". Aber genau das wird den Leuten ja so unterstellt. Ich denke, die meisten haben einfach nur Angst, sind misstrauisch. Angst vor dem Muslim mit dem Bombengürtel und misstrauisch, welche Probleme die Fremden wohl mitbringen werden. Und genau hier muss man doch ansetzen.

Ich denke, es gibt viele Möglichkeiten, wie man da ansetzen kann. Soll sich doch der örtliche Bürgermeister hinstellen und sagen, dass er persönlich für jeden Schaden mit seinem Privatvermögen aufkommen wird, den nachweislich einer der Flüchtlinge anrichtet. Dass er sich persönlich darum kümmert, dass ein Asylant/Flüchtling, der straffällig wird, das Heim dort zu verlassen hat. Sowas würde sicherlich Vertrauen schaffen, weil man ihn ja in die Haftung nehmen kann. Nur als Beispiel.

Was ich will ist, dass es keine Demos mehr gibt, weil keiner Interesse daran hat. Was Du willst ist, die Leute zu bevormunden, durch Verbote und Zwänge Ruhe herzustellen. Und ich glaube eben, dass das nicht funktioniert, sondern noch mehr Unmut schafft.
 
Flüchtlinge: Ost-EU-Länder wollen keine Muslime oder Dunkelhäutige aufnehmen

Folgende News wurde am 17.07.2015 um 19:33:00 Uhr veröffentlicht:
Flüchtlinge: Ost-EU-Länder wollen keine Muslime oder Dunkelhäutige aufnehmen
Shortnews

Christen sind die Wunschkandidaten bei der Aufnahme von Migranten in den östlichen EU-Staaten. Aus Angst vor Terroristen sind "fremde" Muslime oder Dunkelhäutige bei den Ost-Staaten nicht willkommen.

"Wir sind schließlich ein zum christlichen Kulturraum gehörendes Land", sagte der estnische Sozialminister Tsahkna vor dem EU-Sondertreffen zur Verteilung von Flüchtlingen am kommenden Montag. In der Slowakei kam es bereits zu gewalttätigen Demonstrationen "gegen die Islamisierung Europas".


Auch bei der Verteilung der 40.000 Flüchtlinge auf Staaten im Osten der EU gibt es Differenzen innerhalb der einzelnen Länder.
 
Mettmann: Stadt erhöht Steuern wegen Flüchtlingsunterbringung

Folgende News wurde am 20.07.2015 um 14:50:00 Uhr veröffentlicht:
Mettmann: Stadt erhöht Steuern wegen Flüchtlingsunterbringung
Shortnews

Die Stadt hat den Hausbesitzern eine Erhöhung der Grundsteuer angekündigt mit der Begründung der gestiegenen Aufwendungen für Asylbewerber.

1,5 Millionen Euro muss die Stadt Mettmann dafür aufbringen. Die SPD-Fraktionschefin nennt die Begründung "grob fahrlässig". Der Fraktionschef der Grünen war "entsetzt".


Inzwischen hat die Verwaltung in einer Stellungnahme gesagt, dass es "besser und besonnener gewesen wäre, auf detaillierte Begründungen im Begleitbrief zur neuen Steuerfestsetzung zu verzichten."
 
Hätten ja auch schreiben können das es aufgrund des neuen Kindergartens nötig ist.
Wäre dann politisch korrekt gewesen. So sind die Leute die es beschlossen haben auf einmal bestürzt und verwundert, wenn Ihre Entscheidung nicht von 100% der Einwohner geteilt wird? Schon seltsame Leute die hier so tun als ob sie Politik machen.
 
Staatsrassismus - gar nicht übel.

Sollte man doch mal die Geldhähne der EU zudrehen.

Naja, so würd ich das nicht unbedingt bezeichnen, die haben einfach nur Schiss, was ich durchaus verstehen kann.

Und um dem gleich vorzugreifen, ich bin kein Nazi, nicht rechts Orientiert oder weis der Geier... Ich geh zum türkischen Friseur, ich esse chinesisch und ich arbeite auch für dunkelheutige ;)
 
Chemnitz: Asylbewerber wollen in den Hungerstreik treten

Folgende News wurde am 23.07.2015 um 10:07:00 Uhr veröffentlicht:
Chemnitz: Asylbewerber wollen in den Hungerstreik treten
Shortnews

Asylbewerber der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz-Ebersdorf haben am gestrigen Mittwochnachmittag im Chemnitzer Stadthallenpark protestiert. Aus ihrer Sicht würden sich die deutschen Behörden zu wenig um sie kümmern. Dabei wurden sie von Politikern der Grünen und der Piraten unterstützt.

Insbesondere würde die Bearbeitungszeit ihrer Asylanträge zu lange dauern."Wir bleiben, bis wir klare Antworten bekommen. Und jetzt reden wir darüber, ob wir ab morgen einen Hungerstreik in Ebersdorf beginnen - wir sind alle dazu bereit!", schimpft ein 24-jähriger Asylbewerber aus Tunesien.


Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen die Asylbewerber ab dem heutigen Donnerstag in den Hungerstreik treten.
 
Sie können doch die Wartezeit in der Heimat verbringen und sich dort nützlich machen anstatt in Karl-Marx-Stadt rumzulungern, wenn Ihnen so langweilig ist. Rückflug können die Politiker von den Grünen + Piraten bezahlen, wenn Sie schon persönlich selber keine Aufnehmen.
 
Einstufung von Balkan-Ländern als «sicher» hat wenig Wirkung

Folgende News wurde am 23.07.2015 um 10:43:45 Uhr veröffentlicht:
Einstufung von Balkan-Ländern als «sicher» hat wenig Wirkung
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Berlin (dpa) - Die Einstufung mehrerer Balkan-Länder als «sichere Herkunftsstaaten» hat bislang nur begrenzte Wirkung gezeigt.
Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr angesichts einer großen Zahl an aussichtslosen Asylanträgen die Länder Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als «sicher» klassifiziert, um Asylbewerber aus der Region schneller wieder zurückschicken zu können.
Die Zahl der Asylanträge aus Mazedonien ging seitdem jedoch weiter nach oben. Das geht aus Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Aus Serbien und Bosnien-Herzegowina kamen zwar etwas weniger Asylsuchende. Das Innenministerium räumte jedoch ein, man habe auf eine deutlichere Wirkung gehofft.
Ziel der Länder-Einstufung ist eine Beschleunigung der Verfahren, weil Asylanträge aus den betroffenen Staaten schneller als unbegründet abgelehnt werden können. Außerdem hofft die Regierung auf eine Signalwirkung in den Herkunftsländern - mit der Folge, dass weniger Asylsuchende von dort nach Deutschland kommen. Das Gesetz dazu trat Anfang November in Kraft. In dem Monat gab es 926 Asylanträge von Mazedoniern. Im Juni waren es nun 1514 - und damit deutlich mehr als in jedem anderen Monat seit Anfang 2014.
Die Zahl der Asylanträge aus Serbien dagegen ging im gleichen Zeitraum von 3570 auf 2240 zurück. Auch aus Bosnien-Herzegowina kommen inzwischen etwas weniger Asylsuchende: Im November 2014 waren es 951, im vergangenen Monat dann 609. Die Antragszahlen unterliegen aber grundsätzlich von Monat zu Monat einigen Schwankungen.
Ein Sprecher des Innenressorts räumte ein, man habe sich etwas deutlichere Effekte erhofft. Es kämen immer noch ziemlich viele Menschen aus den drei Ländern. Aber der Anstieg sei gedämpft. Auch sei die Dauer der Asylverfahren bei diesen Staaten geringer als im Durchschnitt. Bei Anträgen aus Bosnien-Herzegowina dauere das Verfahren im Schnitt 4,2 Monate, bei Mazedoniern 4,8 und bei Serben 3,6 Monate. Auch hier sei man noch nicht ganz so weit wie erhofft. «Daran arbeiten wir aber weiter.» Es sei ohnehin noch zu früh für eine abschließende Bewertung, betonte der Sprecher.
Insgesamt liegt die Dauer der Asylverfahren derzeit im Schnitt bei 5,3 Monaten. Am schnellsten geht es in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 3,3 Monaten, am längsten dauert es in Schleswig-Holstein mit 7,9 Monaten. Auch je nach Herkunftsland variiert die Verfahrensdauer sehr. Besonders kurz sind derzeit die Verfahren bei Anträgen aus dem Kosovo (2,3 Monate). Von dort waren in den vergangenen Monaten besonders viele Asylbewerber gekommen. Auch ihre Anträge werden fast immer abgelehnt. Diskutiert wird nun, auch den Kosovo und weitere Balkanstaaten als «sicher» einzustufen.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bearbeitet Asylanträge von Menschen aus dem Westbalkan prioritär. So sollten die hohen Fallzahlen aus der Region schnell gesenkt werden, sagte Präsident Manfred Schmidt dem «Donaukurier».
Bayerns Regierung hatte am Montag einen schärferen Kurs gegenüber Flüchtlingen vom Balkan beschlossen. Demnach sollen solche Asylbewerber mit wenig oder keinerlei Chancen auf ein Bleiberecht künftig in zwei neuen, speziellen Aufnahmezentren in Grenznähe untergebracht und deutlich schneller als bisher abgeschoben werden. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) verteidigte das viel kritisierte Vorhaben am Mittwoch. Unterstützung bekam er vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, der sich durch spezielle Aufnahmelager eine Entlastung der Kommunen verspricht.
 
Dann hilft wohl nur, das Personal aufzustocken. Arbeitslose haben wir überreichlich, nicht nur in Deutschland. Und dieser Job ist, wenn ich mir die Entwicklung auf der Welt so anschaue, absolut krisensicher - auch wenn sie keine Beamte sein würden. Zumindest so lange, wie Deutschland nicht die Grenzen schließt und den Schießbefehl ausgibt.

Vielleicht schule ich auch noch um. So ein Beamter zu sein hätte auch für mich unschlagbare Vorteile :)
 
Flüchtlinge in Deutschland: Behörden mit Flut an Asylanträgen überfordert

Folgende News wurde am 23.07.2015 um 15:42:00 Uhr veröffentlicht:
Flüchtlinge in Deutschland: Behörden mit Flut an Asylanträgen überfordert
Shortnews

Die Asylverfahren in Deutschland dauern sehr lange. In diesem Jahr wurden nahezu 240.000 Anträge noch nicht bearbeitet. Dabei ist die Hälfte der Anträge über ein halbes Jahr alt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat alleine bis Ende Juni dieses Jahres etwa 179.000 Asylanträge gezählt. Im Jahr 2014 waren es im gesamten Jahr 203.000 Flüchtlinge.


Der höchste Wert an Asylverfahren war im Jahr 1992 mit nahezu 440.000 Anträgen. 2015 dürfte diese Zahl nicht erreicht werden, jedoch stellt die hohe Zahl der Anträge die Behörden vor Probleme. Auch die Unterbringung der Asylsuchenden gilt als problematisch.
 
Die guten Jobs sind dann eh schon weg bevor Deine Bewerbung überhaupt ankommt.

wie hat man es da 1992 geschafft? Waren D damals deutlich leistungsfähiger?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die guten Jobs sind dann eh schon weg bevor Deine Bewerbung überhaupt ankommt.
Für viele wäre wohl ein Job im Abschiebe-Vollzug der eigentliche Traumjob - man sollte nur keine Internas vom Arbeits-Alltag whatsappen... :sing:

Wer Sarkasmus findet, ist nicht völlig neben der Spur...
wie hat man es da 1992 geschafft? Waren D damals deutlich leistungsfähiger?
Nein, man hat einfach das Personal abgebaut, weil man dachte, dank der Drittstaatenregelung kaun noch Ayslsuchende im Land zu haben...
 
Flüchtlinge: ARD-Magazin "Monitor" - EU kooperiert mit diktatorischen Regimen

Folgende News wurde am 23.07.2015 um 15:49:00 Uhr veröffentlicht:
Flüchtlinge: ARD-Magazin "Monitor" - EU kooperiert mit diktatorischen Regimen
Shortnews

Die EU setzt laut ARD-Magazin "Monitor" verstärkt auf die Zusammenarbeit mit autoritären Staaten, um Migranten von der Flucht nach Europa abzuhalten.

Geplant sei unter anderem, die Behörden im diktatorisch regierten Eritrea zu stärken und sie im Einsatz gegen Fluchthelfer zu unterstützen.


Zudem gehe aus "Monitor" vorliegenden Dokumenten hervor, dass die EU auch die Kooperation mit Ägypten und dem Sudan ausweiten will, etwa bei der Schulung von Polizisten. Amnesty International übte scharfe Kritik an der Zusammenarbeit mit diktatorischen Regierungen.
 
Für viele wäre wohl ein Job im Abschiebe-Vollzug der eigentliche Traumjob - man sollte nur keine Internas vom Arbeits-Alltag whatsappen... :sing:
Nur waren die nicht im Abschiebe-Vollzug. Einer war geduldet (der mit den Drogen), der andere war illegal hier (Einreiseverbot). Ob der eine wegen BTM-Verstoß abgeschoben wird, ist äußerst fraglich. Und der andere hat ja schon einen Weg gefunden, wieder in Deutschland straffällig zu werden, obgleich er eigentlich gar nicht hier sein dürfte.

Will unterstreichen, dass wir zukünftig noch viel mehr Beamte brauchen werden. Schließlich kommen die einmal abgelehnten und abgeschobenen alle wieder - früher oder später. Entweder stellen sie einen neuen Antrag oder kommen einfach so. Aber auch dann müssen sie erkennungsdienstlich behandelt werden und über ihr Bleiberecht entschieden werden. Liebe Frau Merkel, dass ist Ihre Chance, die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf einen historischen Tiefstand zu bringen ;)