Schonwieder dieses "wir". Es wird Dich staunen zu hören, dass ich auch nur Arbeitnehmer bin und für die gleichen Leute am Ende arbeite, wie die Leute auf der anderen Seite des Erdballs. Ich bin nicht "wir".
Sorry, aber doch. Du gehörst zu dem "Wir" genauso dazu wie Marty, Kelle, Ich, Wannabe und alle anderen, die von den Segnungen unserer Wirtschaft leben. Wir kaufen Klamotten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Bangladesch produziert wird - weil's so schön billig ist. Wir schmieren uns mit Creme ein, für deren Grundprodukte in Indonesieen Kleinbauern enteignet oder einfach aus dem Weg geschafft werden, damit man billig Palmöl produzieren kann. Wir naschen Schokolade und trinken Kaffee, für den die Bauern, die ihn anbauen, keinen korrekten Marktpreis erzielen können. Wir kaufen europäisches Gemüse, dass so dermaßen mit Subventionen gepimmpt wurde, dass ein fairer Weltmarkt gar nicht mehr möglich ist. In unseren Handys sind Metalle verbaut, für die täglich Menschen in Afrika und Asien jämmerlich verrecken. Soll ich weitermachen? Die Industrienationen leben wie vor 100-150 Jahren auf kosten der 3. Welt. Nur damals machte man es offiziell und nannte es Kolonien.

Warum geht es uns trotzdem weitaus besser? Nicht, weil wir fleißiger oder schlauer sind. Einen Großteil macht die Politik aus, auch Gesetze und ja, auch wenn ich kein großer Fan von ihnen bin, auch die Gewerkschaften. Alles deutsche und europäische Errungenschaften. Ich will nicht sagen, dass es ganz Indien von heute auf morgen besser gehen würde, wenn sie nur einfach in Gewerkschaften organisieren würden und eine sozialere Regierung hätten. Vermutlich würde es uns dann auch ein wenig schlechter gehen, weil die Preise erheblich steigen würden, aber damit könnte ich leben. Ob es auch ein Hartzi könnte, weiß ich nicht.
Den Beweis könnte man erbringen - Fair Trade und "dritte-Welt"-Läden machen es möglich. Mache ich zwar auch nicht, aber sich versuche zumindest, mir beim Einkauf meiner Verantwortung bewusst zu sein.

Richtig. Und ich bin erschüttert, dass das auch noch negativ bewertet wird. Verkerhte Welt hier.
... Sprach der Diplodocus:ugly::ugly::ugly:

Klingt eher nach einfacher Evolutions-Theorie, dass man sich laufend den geänderten Umständen anpassen muss ;)
 
Und man muss nicht woanders hin, um etwas gegen Unmenschlichkeit zu tun.
Es reicht schon, sich vor Asylbewerberheimer zu stellen, wenn Deine Kameraden meinen, dort aufmarschieren zu müssen.
Es ist auch viel gewonnen, wenn man sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert.
Und ich zitiere mal aus dem Tagesspiegel:

Durch deine hier genannten Aktionen wird kein Menschenleben mehr oder weniger gerettet. Aber wenn du der Meinung bist, dass das Leid der Welt uninteressant ist, dann muss man das halt so stehen lassen.

"Mich beruhigt es, in einer Stadt zu leben, die eine starke, aktive Antifa hat. Weil ich dann sicher bin, dass in meinem Kiez keine Nazis die Meinungshoheit übernehmen.

Genau, denn nur die Antifa darf Meinungen unterdrücken und Menschen mit Gewalt unterdrücken.


Ich habe ängstliche Gesichter von Menschen aller Altersgruppen gesehen, als hier im Zentrum zehn Deiner Kameraden Bier trinkend und pöbelnd durch die Gegend zogen.
Nachdem der schwarze Mob dann Deine Kameraden hat rennen lassen, kehrte das Lächeln in die Gesichter zurück. Das ist gesellschaftliches Engagement.

Wie schön deine Welt doch sein muss. Es gibt nur eine Gruppe böser Menschen und das sind Nazis. Und alle, die ein wenig anders denken werden gleich zu Nazis abgestempelt. Du hast echt ein einfaches Leben, wenn du keine anderen Meinungen zulässt und sogar Gewalt als legitimes Mittel empfindest.
 
Außerdem sind Migration und Asyl 2 völlig unterschiedliche Dinge und haben miteinander überhaupt nichts zu tun. Asyl heißt nur, dass jemandem Schutz gewährt wird. Asyl sieht überhaupt nicht vor, die Leute zu Staatsbürgern zu machen.
Ich kenne keine Zahlen, aber es dürften nicht wenige Asylanten sein, die hier Jahre lang leben. Da passiert Migration automatisch. Asyl und Migration haben sehr wohl miteinander zu tun. Die Frage ist, ob es nicht mehr Probleme verursacht, wenn man die Migration nicht fördert und ihnen permanent deutlich macht, dass dies hier nur ein Provisorium ist (Stichwort Parallelgesellschaft).

Photon hat sicherlich ein größeres Interesse daran weltweite Probleme zu lösen als du. Denn wenn es allen Menschen auf der Welt gut geht, nur dann ist es möglich, dass man friedlich miteinander nebeneinander leben kann. Du hingegen brauchst doch Not, Elend, Hungerskatastrophen um deinen Wunsch nach MultiKulti im eigenem Land vollziehen zu können. Nicht anders ist es zu erklären, dass es keinerlei ernsthafte Bemühungen gibt die Welt grundsätzlich zu verbessern. Menschen wie du brauchen das Elend doch nur um sich selbst besser zu fühlen, weil man dann beweisen kann, wie tolerant man ist, weil man Menschen hier in Deutschland helfen will. Aber im Grunde geht es dir doch primär um deine eigene Selbstwahrnehmung, dich besser fühlen zu können als darum Leid auf der Welt zu verhindern.
Krude Ansichten. Und lächerlich, gerade einen wie aessitt das vorzuhalten. Macht hier doch mit seinen Kommentaren deutlich, dass er ein großes Interesse hat, die Probleme der Welt zu lösen (das macht er natürlich genauso wenig wie Photon, aber er hat zumindest Vorschläge).

Ansonsten würdest du den effektivsten Weg mit all deinen zur Verfügung stehenden Mittel versuchen durchzusetzen. Jeglichen Luxus einstellen und alles für die Menschen tun. Aber lieber von der Gesellschaft fordern und sich dennoch besser fühlen, oder?
Gilt das auch für diejenigen, die beim Thema Asyl und Flüchtlinge immer wieder fordern, dass doch zu erst deutschen Bedürftigen wie Rentner, Obdachlose, HartzIV-Empfänger geholfen werden soll? Jeglichen Luxus einstellen und alles für diese Menschen tun!?

Eher würde ich lieber das Problem lösen wollen statt Symptome zu behandeln. Und ein Teil der Problemlösung wird sicherlich auch die Rückführung der Leute vorsehen, ganz klar.
Verstehe ich nicht ganz. Was ist denn das Problem, dass die Rückführung mit löst? Die hohe Anzahl dieser Menschen? Ist denn nicht das eigentliche Probleme, dass so viele Menschen aus ihrer Heimat flüchten; sei es nun wegen Krieg, Terror oder sozialen Gründen?

Ansonsten hat es in meiner Welt selbstverständlich die höchste Priorität, die Leute wieder selbst Herr über ihr Leben werden zu lassen. Im Idealfall natürlich in ihrem Heimatland, aber dazu müssen die Bedingungen geschaffen sein. Egal, ob da nun der IS oder ein anderes Regime die Schuld an den Zuständen dort trägt. Nur wie man da am schlauesten vorgehen sollte, weiß ich nicht.
Vielleicht mal in Betracht ziehen, dass es keine Lösung gibt. Erst recht keine kurzfristige. Mit militärischem Vorgehen ist man doch in der Regel gescheitert. Finanzielle Unterstützung landet gerade bei Regimen bei den falschen. Von der Unterstützung von "freiheitskämpfern" will ich gar nicht erst reden. Nahost, viele Länder in Afrika - siehst du realistische Chancen, dass zu deinen Lebzeiten es da entscheidende Verbesserungen geben wird?
Asyl bedeutet Schutz. Aber in der Realität auch langjähriger Schutz. Warum nicht dazu beitragen und versuchen, diese Menschen zu integrieren?


Alles andere ist ja auch völlig unrealistisch. Du kannst die Flüchtlinge gar nicht bunt ins Land streuen. Du hast doch dann jedwede Kontrollmöglichkeit verloren. Und wie selbst Darkkurt schon feststellte, ist es unmöglich, dass man Freund von Feind bereits an der Grenze bei der Einreise aus macht.
Generalverdacht? Lückenlose Überwachung?
Ich weiß, du hast es mit disen Holzköppen nicht so, aber die dezentrale Unterbringung ist ein Punkt aus dem PEGIDA-Positionspapier. Und du selbst kritisierts, wenn hunderte Flüchtlinge der Bevölkerung vor die Nase gesetzt werden? Wie soll man deren großen Anzahl sonst unterbringen? In den Einöden der Zone? Im Schweineland Niedersachsen direkt neben den Ställen? Oder wie wäre es mit Rügen?

Mir ist völlig klar, dass eine Migration in der Turnhalle nicht möglich ist. Aber ich will ja auch niemanden migrieren, assimilieren, integrieren. Ich will ihnen nur ein zeitweises Obdach und Verpflegung geben. Nicht mehr. Wer mehr will, muss sich selbst darum kümmern und Hürden nehmen. Wie in jedem anderen Land auch. Ansonsten bleibt der Status Flüchtling und dann wird er bei der erstbesten Gelegenheit wieder verabschiedet. Ist ja auch völlig nachvollziehbar, finde ich.
Obdach in Turnhallen kommt aber in Teilen der Gesellschaft sehr schlecht an. Ehemalige Hotels dürfen es auch nicht sein.

Diejenigen, die sich hier niederlassen wollen (und dürfen!), für die ist eine Unterbringung in einem Heim, Auffanglager oder sonst einer zentralen Einrichtung natürlich Mist. So wird Integration nicht funktionieren. Das sind diejenigen, die natürlich dezentral untergebracht werden müssen. Sozialverträglich, gern auch nach Quote verteilt, aber in erster Linie natürlich dort, wo sie auch Arbeit finden werden.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden haben: Asylanten und Flüchtlinge gehören für dich nun zu der Gruppe, die sich hier nicht niederlassen dürfen? Das macht aber irgendwie kein Sinn. Wer sich hier niederlassen darf (z.B. EU-Bürger), wird doch nicht in Heimen und Lagern untergebracht.

Na wenn der Zug längst weg ist und wir ohnehin nur noch symptomatisch agieren können, dann bleiben ja nur noch Notfallmaßnahmen übrig. Dann ist doch klar, dass nicht viel mehr als eingezäunte und bewachte Gebiete möglich sind, die einerseits die Anwohner vor den Zuwanderern, aber auch die Zuwanderer vor durchgeknallten Anwohnern schützen. Täglich frisches Essen, eine Putzkolonne einmal täglich und ein Arzt vorbei geschickt, das war's dann. Und dann mal beraten, wie man das Problem an der Wurzel packen kann.
Mal davon abgesehen, dass ich es nicht sehe, dass nur noch Notfallmaßnahmen möglich sind, führt diese nicht zu noch mehr Problemen?

Und was die Diskussion über die Verteilung der Flüchtlinge angeht, würde ich es mir vermutlich einfacher machen. Irgendwo (kann auch gern in Deutschland sein) ein zentrales Auffanglager und jedes Mitgliedsland zahlt entsprechend seiner Wirtschaftsleistung seinen Anteil an den entstehenden Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Versorgung und allem, was dazu gehört. Wird doch wohl möglich sein...
Die Wirtschaftsleistung Deutschlands dürfte doch im europäischen Vergleich zur Spitze gehören, oder? Und soll das jetzt ein Lager für Asylbewerber, Asylanten oder Flüchtlingen sein? In welchem Land findet dann die Entscheidung statt, ob einer (noch) asylberechtigt ist?
 
Sorry, aber doch. Du gehörst zu dem "Wir" genauso dazu wie Marty, Kelle, Ich, Wannabe und alle anderen, die von den Segnungen unserer Wirtschaft leben. Wir kaufen Klamotten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Bangladesch produziert wird - weil's so schön billig ist.
Hey, natürlich konsumiere ich. Ich gehe in den Laden und schaue mir an, was mir gefällt. Nein, ich frage nicht die Verkäuferin, wieviele Kinderhände dieses Shirt oder jene Hose genäht und gefärbt haben. Ich frage auch nicht, ob die Färbelauge in den Fluß abgeleitet wurde, weshalb weiter flussabwärts dann ein paar hundert Bauern daran verreckt sind. Und soll ich Dir mal sagen, dass Hilfiger-Jeans gar nicht so billig sind? Habe ich aber deshalb eine Garantie, dass die ökologisch verträglich und ohne Kinderarbeit aus Bangladesh hergestellt wurden?

Ihr seid mir wirklich ein illustres Ensemble hier, ehrlich. Versucht ihr, den Leuten um euch herum ein schlechtes Gewissen zu machen, weil sie konsumieren (also genau das tun, was unsere hoch geschätzten Volksvertreter von uns wollen!). Dabei leiden wir unter der Profitgier der Konzerne genauso. Vielleicht nicht so direkt (wir haben schließlich Arbeitsschutzbestimmungen, Umweltauflagen, höhere Löhne, ...), aber diese Gier macht uns genauso kaputt. Nicht nur das Klima und die Umwelt, auch uns.

Mal darüber nachgedacht, wieviele Schweinerein in den letzten Jahrzehnten zu Tage gefördert wurden? Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass jeder Konzern, der noch keine Negativschlagzeilen hatte, nur noch nicht erwischt wurde. Aber Dreck haben sie alle am Stecken. Vielleicht der eine mehr (Coca Cola), der andere weniger (Müller Milch), aber sauber ist keiner von ihnen. Und da habe ich die ganzen legalen und illegalen Steuerhinterziehungen noch gar nicht mit auf der Liste.

Ehrlich Leute, ich lasse mich hier nicht zum Täter stempeln, weil ich konsumiere. Und ihr solltet diesen Gedanken auch nochmal falsifizieren. Wir leben nunmal nicht mehr in einer mittelalterlichen Gesellschaft, wo man dem Schmied zuschauen konnte, wie er das Hufeisen schmiedet bevor er es dem Pferd an den Huf nagelt. Dem Bauern, wie er die Saat ausbringt und die Ernte einfährt. Wir haben jetzt fertiges Brot im Regal und ich habe keine Ahnung, ob da nicht irgendein Lehrling in den Teig gepinkelt hat. Und so weiß ich auch nicht von jedem Artikel, welche Stationen er wo genommen hat. Kaufen muss ich trotzdem, weil ich die Waren benötige und ich in Berlin nunmal keinen Kontakt zum Erzeuger habe - von dem ich aber auch nicht wüsste, ob er sein Feld nicht schön mit irgendwelchem Arsen behandelt...

Und zum Thema "Fair Trade" - also ich will mich wirklich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aber wo Geld ist, werden Menschen beschissen. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an Die Tafeln? Der Skandal ist noch gar nicht so lange her. Ich will wirklich nicht jeder Hilfsorganisation unterstellen, im Kern korrupt zu sein, aber zu glauben, dass man in der Welt irgendwas ändern könnte, wenn man nur ein paar Euro mehr für seine Waren ausgibt, ist einfach naiv.

Klingt eher nach einfacher Evolutions-Theorie, dass man sich laufend den geänderten Umständen anpassen muss ;)
Ja, also wenn Du die Zuwanderung als Naturkatstrophe betrachtest, dann stimme ich Dir zu ;)

Noch haben wir es aber in der Hand, diese zu verhindern. Ist mit Asteroiden, Vulkanen, Tsunamis und Hurricans nicht ganz so einfach.

Ich kenne keine Zahlen, aber es dürften nicht wenige Asylanten sein, die hier Jahre lang leben. Da passiert Migration automatisch. Asyl und Migration haben sehr wohl miteinander zu tun. Die Frage ist, ob es nicht mehr Probleme verursacht, wenn man die Migration nicht fördert und ihnen permanent deutlich macht, dass dies hier nur ein Provisorium ist (Stichwort Parallelgesellschaft).
Zu einer "Parallelgesellschaft" in dem Sinne, wie Du und ich es meinen, kommt es ja erst, wenn man sich wider Erwarten und entgegen des ursprünglichen Plans plötzlich dafür entscheidet, Leute eben nicht mehr in der Notunterkunft zu beherbergen, sondern sie auf die Gesellschaft los lässt. Vorher hat man sie ja "nur" beschützt und versorgt, aber immer unter der Prämisse, sie bei der erstbesten Gelegenheit wieder in die Heimat zu bringen.

Klar, wenn man so denkt wie Du (und darkkurt), dann ist es nur logisch, dass man gleich von Anfang an eine Migration versuchen will. Schließlich geht ihr ja davon aus, dass sie ohnehin bleiben. Dann lieber gleich die Weichen richtig stellen, statt nachher noch mehr Probleme zu haben, als wir sie ohnehin schon haben, weil man die gleichen Fehler wieder macht. Ich bin auch dagegen, die gleichen Fehler wieder zu machen. Nur sehe ich das nicht als Lösung an aus mehrfach genannten Gründen.


Verstehe ich nicht ganz. Was ist denn das Problem, dass die Rückführung mit löst?
Na hatten wir doch schon groß und breit. Die Leute werden hier in der großen Mehrheit nicht benötigt. Sie überhaupt in die Lage zu versetzen, hier eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben, ist extrem teuer und ich verstehe nicht, warum das Geld genau darin investiert werden sollte, wo wir reichlich einheimische Arbeitslose haben. Und so weiter und so fort. Sei doch mal bitte so lieb und scroll man hoch, ich will hier nicht nochmal alles tippen...

Ist denn nicht das eigentliche Probleme, dass so viele Menschen aus ihrer Heimat flüchten; sei es nun wegen Krieg, Terror oder sozialen Gründen?
Absolut! Und was dagegen tun? Was ich bislang von euch (also aesitt, darkkurt, Dir, ...) auf den Tisch bekommen habe ist, dass wir ausbaden sollen, was andere veranstalten. Scheiß Plan, wenn Du mich fragst. Und das dann auch noch damit zu rechtfertigen, weil ich womöglich die falsche Jeans über meinen Arsch ziehe, unglaublich.

Vielleicht mal in Betracht ziehen, dass es keine Lösung gibt. Erst recht keine kurzfristige.
Ich glaube schon, dass es mehr als eine Lösung gibt. Nur ist sie halt nicht "human" genug. Oder nicht "gutmenschlich" genug :ugly:

Betrachten wir die Situation doch mal nüchtern und emotionslos. Es gibt immer 2 Möglichkeiten, sich einem Aggressor zu widersetzen: Eine gewaltfreie und eine militante. Das trifft auf den IS genauso zu, wie auf jedes Regime, das sein Volk auspresst, unterdrückt und/oder verhungern lässt („Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Brioche essen. (Marie Antoinette)“. Beide Lösungen sind Dir/euch ja sicherlich geläufig: Gewaltfrei nach dem Ghandi-Prinzip (z.B: Taschenbuch) oder eben der offene Kampf (je nach Stärke auch Guerilla-Taktik). Beide Varianten können zum Ziel führen, nämlich die Zustände zu ändern. Aber beide Varianten setzen zunächst mal voraus, dass sich genug Leute gegen ein System stellen. Und das tun sie vor allen nicht als Flüchtlinge auf der anderen Seite der Welt.

Und auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder der Bösewicht bin, aber man ändert an den Zuständen nichts, wenn man tut, was Despoten wollen und wenn man Terroristen das Feld überlässt. Man muss zuerst mal selbst was tun und kann dann um Hilfe aus dem Ausland bitten. So ist das nunmal. Der IS fragt ja auch nicht höflich nach, ob sie wohl das eine oder andere Dorf übernehmen dürfen.

Natürlich kann ich auch die Intention verstehen, vor dem Verderben lieber zu flüchten. Aber damit löst man nunmal nicht das Problem im Lande, eher spielt man dem Feind damit noch in die Hand. Und wir lösen es auch nicht, wenn wir die Leute hier aufnehmen. Eigentlich dürften wir hier nur Frauen, Kinder, Versehrte und Alte aufnehmen. Der Teil der gesunden jungen Männer sollte sich lieber um ihr Land kümmern und dort Aufwischen. Gern auch mit internationaler Unterstützung, wie sie auch immer aussieht. Die kann militärisch sein oder eben auch eine Schulung in gewaltfreiem Widerstand. Oder beides. Was auch immer, aber das ist aus meiner Sicht die einzige Chance, dem Schrecken zu begegnen. So, das wäre mein Plan zu den aktuellen Problemen. Damit es nicht heißt, nur aesitt bringt Vorschläge ^^

Obdach in Turnhallen kommt aber in Teilen der Gesellschaft sehr schlecht an. Ehemalige Hotels dürfen es auch nicht sein.
Na in erster Linie müssen die Menschen aber irgendwo hin, wo es warm, trocken und hygienisch ist. Diejenigen, die sich gegen die Turnhalle aussprechen, sollen mir dann einfach sagen, wohin sonst. Wenn die Antwort ist: "Mir egal, nur nicht in die Turnhalle vor meinem Haus", dann wäre das für mich zu wenig an Argument.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden haben: Asylanten und Flüchtlinge gehören für dich nun zu der Gruppe, die sich hier nicht niederlassen dürfen?
Nein. Das "dürfen" regeln unsere Einreise- und Niederlassungsbestimmungen. Da steht alles drin und darin ist auch geregelt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit jemand eine zeitweise oder unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erhält. Darüber hinaus ist auch ganz klar geregelt, was erfüllt sein muss, damit jemand deutscher Staatsbürger werden kann. Ob ich diese Bedingungen gut finde oder nicht, steht dabei erstmal nicht zur Debatte.

Was aber zur Debatte steht ist, ob einem Flüchtling es einfacher gemacht werden soll/muss oder nicht. Eine kurze Anekdote: Ich musste mir monatelang den Arsch aufreißen, damit meine Frau nach Deutschland einreisen durfte. Ich musste ein bestimmtes Einkommen (wahlweise auch Bankguthaben) nachweisen, ausreichend Wohnraum, Führungszeugnis von mir und von ihr vorlegen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen in x-facher Ausfertigung, alles übersetzt und doppelt beglaubigt kopiert, hör mir auf. Ich kam mir vor wie ein gläserner Mensch. Abgesehen davon, dass es mich einen Arsch voll Geld gekostet hat, fand ich es aber im Grunde richtig. Man will eben kein Kruppzeug hier haben. Ich musste dann auch noch eine Bürgschaft übernehmen, falls sie hier was anstellt und sie brauchte auch noch ein paar Versicherungen. Aber egal. Eine weitere Voraussetzung war Sprachstufe A1, was sie in ihrem Heimatland machen musste. Hier angekommen, hatte sie 6 Monate Zeit, um auf B1 zu kommen und damit erstmal 3 Jahre bleiben zu dürfen. Dann gab es die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Geld bekommt sie keins vom Staat, ich muss für alles aufkommen.

So, das alles funktioniert schon mal nicht bei Flüchtlingen. Sie haben oft gar keine Papiere und wenn, sind die nicht selten gefälscht. Wenn sie keine Papiere haben, haben sie fast gar keine Chance, sich neue ausstellen zu lassen. Klar, man reist ja nicht als "Tourist" wieder in die Stadt, die der IS gerade frisch eingeebnet hat und bittet dann die Gotteskrieger, bitte Pass und Geburtsurkunde in beglaubigter Kopie auszustellen. Zumal die vermutlich auch im Krieg vernichtet worden sind. Wir haben also bei einer erheblichen Anzahl von Flüchtlingen überhaupt keine Ahnung, wer oder was die sind.

Wenn wir nun solchen Leuten ohne Vergangenheit, ohne Nachweis ihrer etwaigen Fähigkeiten und womöglich frei erfundenem Namen und Geburtsort/-datum eine Aufenthaltsgenehmigung ausstellen wollen, dann bin ich der Ansicht, dass die Hürde dafür gar nicht hoch genug sein kann. So leid es mir für die wirklich verfolgten auch tut, aber Selbstschutz geht vor Fremdschutz! Es ist doch wohl völlig selbstverständlich, dass wir nur in einem Rahmen überhaupt helfen können, der uns selbst nicht bedroht oder unzumutbar belastet. Und ich persönlich muss auch sagen, dass ich es unverantwortlich fände. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mich dann fragen würde, warum ich meine Hosen herunter lassen musste, wenn man nur illegal genug einreisen muss, um alles in den Arsch gestopft zu bekommen. Genau das will ich nicht und wenn ein Nobody eine Aufenthaltsgenehmigung oder gar die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen will, dann muss er sich eben durch beißen, so leid es mir tut. Er kann verdammt glücklich und zufrieden sein, dass es überhaupt irgendwie geht. Nur haben wir hier auch kein Platz an der Sonne zu verschenken.
 
Hey, natürlich konsumiere ich.

Ihr seid mir wirklich ein illustres Ensemble hier, ehrlich. Versucht ihr, den Leuten um euch herum ein schlechtes Gewissen zu machen, weil sie konsumieren

Ehrlich Leute, ich lasse mich hier nicht zum Täter stempeln, weil ich konsumiere.

Ist man denn nicht Mittäter, wenn man auf Kosten von Sklaven- und Konderarbeit konsumiert? Rechtfertigt der enorme Preis einer Markenjeans in Deutschland den Konsum, weil man ja persönlich gar nichts dafür kann?

Wir können ja was dagegen tun: Dafür sorgen, dass die Verantwortlichen und die, die die Gewinne abziehen aus diesen Geschäften, ihren Profit an die abgeben müssen, die sie ausgebeutet haben. Wenn Hilfiger 139 Euro für eine Jeans verlangt, daran 50 Euro Gewinn macht, die Nähering in Pakistan aber nur 10 Cent davon abbekommt, dann müssen wir ihn zwingen, mehr abzugeben. DAS ist unsere Verantwortung.

Ich kann selber beim Einkauf nicht sagen, was woher kommt und wer evtl. für meinen Konsum gelitten hat. Das beim Endverbraucher festzumachen, ist auch viel zu kurz gedacht. Wir können aber die Politik dazu zwingen, etwas zu ändern. Und das Argument "das machen die anderen ja auch nicht, da bewege ich mich auch nicht" kann doch nicht das Ende sein.
 
Also Marty, grundsätzlich gebe ich Dir recht. Wie so oft aber nicht in den Details.

Ist man denn nicht Mittäter, wenn man auf Kosten von Sklaven- und Konderarbeit konsumiert?
Kann man so sehen. Wenn man aber selbst keine andere Alternative hat, als das zu kaufen, was angeboten wird, dann sehe ich mich nunmal nicht im Ansatz als "Schuldigen" oder "Mitschuldigen". Dann dürfte ich auch keinen Ehering tragen, weil ich nicht weiß, wieviele Neger für das Gold in der Mine gestorben oder sich barfuß in der Chemielauge vergiftet haben. Ich dürfte nichts mehr kaufen, das Plastik enthält, weil das Zeug langsam unseren Planeten und Fauna erstickt. Dazu das Risiko, welches durch Bohrinseln entsteht oder (noch schlimmer) durch Fracking der Umwelt angetan wird, verantworte ich folglich auch mit. Die Liste der Schweinerein wäre endlos, weil bei jedem einzelnen Alltagsartikel irgendwo irgendeine Schweinerei passiert ist.

EDIT: Und überhaupt, lass mich mal noch etwas weiter stänkern bitte. Wie weit geht denn genau Dein Verantwortungsbewusstsein? Der internationale Schiffsverkehr beispielsweise ist für die Verschmutzung der Meere zum Großteil mitverantwortlich. Die kippen nicht selten ihren (Plastik-) Müll einfach über Bord. Das sind aber die, die uns den Räucherlachs auf das Brötchen zaubern und sämtliche Waren heran karren, die wir so kaufen. Von dem ersten Handschlag der Produktion bis es im Laden vergammelt passieren Schweinerein. Was willst Du tun?

Wenn es danach geht, müssten wir alle den Konsum verweigern und Selbstversorger werden. Natürlich ohne Auto. Das wäre der einzige Weg, sich von der allermeisten Schuld, die der einzelne womöglich empfindet, zu befreien.

Wir können ja was dagegen tun: Dafür sorgen, dass die Verantwortlichen und die, die die Gewinne abziehen aus diesen Geschäften, ihren Profit an die abgeben müssen, die sie ausgebeutet haben. [...] DAS ist unsere Verantwortung. {...]
Wir können aber die Politik dazu zwingen, etwas zu ändern.
Ja, bin ich mit dabei. Und das machen wir wie genau?

Also die Frage soll tatsächlich etwas provokant sein, zumal diese Diskussion nicht hier in das Thema gehört. Aber weil ich weiß, wie "gut" sowas in der Vergangenheit funktioniert hat. Volksabstimmungen werden völlig ignoriert, sind sie ja sowieso nicht rechtlich bindend. Demonstrationen gegen Atomkraft und -müll verpuffen seit Jahrzehnten. Hätte es kein Tschernobyl und Fukushima gegeben, würde die Politik noch heute darauf setzen. Jedeweder G-irgendwas-Gipfel endet mit Absichtserklärungen, die allesamt völlig nutzlos sind. Und ob da Leute demonstrieren oder nicht, interessiert eigentlich wen genau?

Ich sehe mich tatsächlich als Opfer, nicht als Täter. Als Opfer der Konzerne und deren Handlanger, die wir auch noch "Volksvertreter" nennen. Und ja, man kann die Politik zwingen etwas zu tun. Kann man in einer Demokratie tatsächlich. Wenn sich mindestens 75% der wahlberechtigten Deutschen darüber einig sind. Aber wenn man so eine Einigkeit hin bekommt, dann kann man auch einen ganzen Staat kippen, der eigentlich keine Demokratie hat (DDR). Wenn Du mir sagst, wie man das hin bekommt, dass sich überhaupt erstmal 50% der Menschen damit beschäftigen, dann wäre das ein erster Schritt.

Bis sich aber die Hälfte der Deutschen dafür anfangen zu interessieren und meine Herrscher, die üblicherweise langsamer arbeiten als Gottes Mühlen, sich bewegen, muss ich jedoch weiter konsumieren. Und ich für meinen Teil tue das mit keinem schlechten Gewissen. Nicht, weil ich irgendeine Schuld von mir schieben will, sondern weil ich sie wirklich nicht empfinde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht mir nicht darum, dass wir wieder in der Steinzeit leben, davon geht es niemandem besser. Es geht mir darum, dass wir mitverantwortlich sind für das, was passiert und das durch unser Verhalten steuern können.

Und wenn man ein wenig Energie in diese Thema steckt und eben auf gewisse Dinge achtet, dann wäre ja schon vieles besser. Achte doch einfach mal darauf, wo die Dinge herkommen, die Du kaufst und ob die sinnvoll hergestellt wurden. Und dann kauft man das Plastikzeug für die Küche vielleicht doch lieber bei Tupper als aus China. Und das T-Shirt von Trigema...

Es sind doch Kleinigkeiten: Fang von mir aus mit dem Bier an, mach mit dem Wasser weiter, erweitere das auf andere Lebensmittel. Und wenn Du das schon tust, dann gehe immer einen Schritt weiter.

Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig die Menschen heute über solche Themen wissen: Die beschweren sich über Müll im Meer und durch LKW verstopfte Autobahnen, während Sie italienisches Wasser trinken, dazu einen grichischen Wein, Tomaten aus Spanien essen und Erdbeeren aus Tunesien.

Es wird über globalen Handel geschimpft, aber gleichzeitig ist der China-Gadget-Newsletter die wichtigste Mail im Postfach. Kinderarbeit ist Scheisse, aber die Sachen beim KiK sind doch so schön. Die Ölpreise sind zu hoch, Benzin zu teuer, da ist Fracking doch toll, wen interessiert schon die kanadische Steppe, Alaska oder die Taiga in Russland, da fahren wir sowieso nie in Urlaub hin...

Und das alles wid gesteuert und beschützt von unserer Regierung zu unserem Wohl. Nach uns die Sintflut.

Und ändern können wir das, in dem wir die Regierenden mal austauschen. Kein Projekt, dass man kurzfristig umsetzt, weil man die Personen erst einmal finden muss. Aber es gibt sie... und dann müssen wir klug genug sein, denen die Macht zu geben, die nicht nur unseren Wohlstand im Blick haben und sich dabei auch von Leichenbergen im Mittelmeer nicht abbringen lassen.
 
Und ich habe das Gefühl die Antifa kusiert wieder hier rum und akzeptiert genauso wenig andere Meinungen.

Hast Du ein Problem mit der Antifa?
Achneee, Du bist ja politisch in der Mitte, aber Du haust nur auf die gewalttätigen Linken ein, nicht wahr?

Der eine Rechts gesteuert der andere Extrem Links gesteuert.

Weder extrem, noch gesteuert.

Durch deine hier genannten Aktionen wird kein Menschenleben mehr oder weniger gerettet.

Stimmt, Ausländer die in Mölln oder Solingen verbrannt wurden, Ausländer die vom NSU ermordet wurden, sind ja nur Untermenschen, deren Leben man hätte retten können, wenn man Deinen Kameraden entschlossen in den Weg getreten wäre.
Ja, Menschenleben hätte man damit nicht retten können.

Aber wenn du der Meinung bist, dass das Leid der Welt uninteressant ist, dann muss man das halt so stehen lassen.

Wenn Du der Meinung bist, anderen Leuten Schwachsinn zu unterstellen, dann tu das.
Wunder Dich aber nicht, wenn Dich dann keiner mehr ernst nimmt.

Genau, denn nur die Antifa darf Meinungen unterdrücken und Menschen mit Gewalt unterdrücken.

Wer Rassismus als Meinung definiert, hat irgendwie ein Problem.
Und ich habe kein Problem damit, Leute zu unterdrücken, die unschuldige Dritte unterdrücken, angreifen oder ermorden wollen.

Wie schön deine Welt doch sein muss.

So lange wie Du meine Welt nicht kennst, solltest Du einfach mal Dieter Nuhr und so.

Es gibt nur eine Gruppe böser Menschen und das sind Nazis.

Ich weiß ja, dass Du ein Realitätsproblem hast.
Kleine Erinnerung an Wuppertal:
Erst hat die Antifa die Pegidioten geblockt, als die dann den Schwanz eingezogen hatten, ging es gegen die Salafisten-Veranstaltung.
Lass mich raten - Salafisten sind alles deutsche Nazis. :wall:

Und alle, die ein wenig anders denken werden gleich zu Nazis abgestempelt.

Wenn Du Dich auf Grund meiner Äußerungen als Nazis abstempelst, ist das Dein Problem

Du hast echt ein einfaches Leben, wenn du keine anderen Meinungen zulässt und sogar Gewalt als legitimes Mittel empfindest.

Nu komm doch einfach mal mit Belegen, dass ich keine andere Meinung zulasse und Gewalt als legitimes Mittel empfinde.
Da Du dazu nicht in der Lage bist, solltest Du einfach mal Dieter Nuhr und so.

gruss kelle!
 
Stimmt, Ausländer die in Mölln oder Solingen verbrannt wurden, Ausländer die vom NSU ermordet wurden, sind ja nur Untermenschen, deren Leben man hätte retten können, wenn man Deinen Kameraden entschlossen in den Weg getreten wäre.
Ja, Menschenleben hätte man damit nicht retten können.

Keine dieser Aktionen wurde verhindert durch Gewaltaufmärsche, weil so etwas unvorhergesehen geschieht. Aber am besten führen wir einen Überwachungsstaat ein und inhaftieren alle Systemfeinde, dann haben wir wenigstens eine funktionierende Demokratie. Eure Gewalteinsätze finden meist da statt, wo es staatliche Ordnungsinstanzen gibt, die ihren Job besser machen als die Antifa und zudem sind diese Instanzen staatlich legitimiert.

Wenn Du der Meinung bist, anderen Leuten Schwachsinn zu unterstellen, dann tu das.
Wunder Dich aber nicht, wenn Dich dann keiner mehr ernst nimmt.

Sprichst du da aus Erfahrung?

Wer Rassismus als Meinung definiert, hat irgendwie ein Problem.
Und ich habe kein Problem damit, Leute zu unterdrücken, die unschuldige Dritte unterdrücken, angreifen oder ermorden wollen.

Das Problem ist nicht zu differenzieren, ob Rassismus als Meinung definiert wird sondern das die Antifa einfach jeden Rassisten nennt, der irgendwie anders denkt. Egal ob es ein Rassist ist oder nicht. Und du lebst dies hier ja auch wunderbar vor.

So lange wie Du meine Welt nicht kennst, solltest Du einfach mal Dieter Nuhr und so.

Vielleicht solltest du deinen eigenen Rat beherzigen...

Ich weiß ja, dass Du ein Realitätsproblem hast.
Kleine Erinnerung an Wuppertal:
Erst hat die Antifa die Pegidioten geblockt, als die dann den Schwanz eingezogen hatten, ging es gegen die Salafisten-Veranstaltung.
Lass mich raten - Salafisten sind alles deutsche Nazis. :wall:

Also hat die nicht gewählte und nicht bürgerlich legitimierte Antifa sich in das deutsche demokratische Demonstrationsrecht eingemischt. Ja ich lebe lieber mit Salafisten und Nazis in einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft als das ich in einer Antifadiktatur leben möchte.



Wenn Du Dich auf Grund meiner Äußerungen als Nazis abstempelst, ist das Dein Problem

Ich fühl mich nicht als Nazi. Aber ich frage mich echt, wie du die Begriffe "Kammeraden", "Deinesgleichen", etc. meinst (Diese Äußerung hast du nicht nur gegen mich vorgebracht).


Nu komm doch einfach mal mit Belegen, dass ich keine andere Meinung zulasse und Gewalt als legitimes Mittel empfinde.
Da Du dazu nicht in der Lage bist, solltest Du einfach mal Dieter Nuhr und so.

gruss kelle!

Belege? Wo kommen denn welche von dir. Dein voriges Posting, da schreibst du "Dich kotzt es doch im wesentlichen an, dass Nationalisten und Rassisten wie Du(...) und in diesem Posting behauptest du, du hast einen nicht Nazi genannt. Also sind für dich Nationalisten und Rassisten keine Nazis? Irgendwie klingst du sonst anders...

Auch in diesem Posting schreibst du, dass du Unterdrückung gut findest, wenn diese gegen Menschen, die selbst Unterdrücken statt findet. Wie unterdrückst du ohne Ausübung von Gewalt? Gewalt kann auch psychisch sein.

Du bist einfach ein schizophrener Paranoiker und daher verdienst du eigentlich keinerlei Belege, da du scheinbar eh nur willst!
 
Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig die Menschen heute über solche Themen wissen
[...]
Und ändern können wir das, in dem wir die Regierenden mal austauschen.
Also, kurz zusammengefasst, setzt Du auf Aufklärung der Bevölkerung (in der Hoffnung, es interessiert sie) und Abwahl der Regierenden. Schade, dass Du mit keinem Wort auf meinen Plan zur Problemlösung eingehst, aber gut, machen wir Deinen mal:

Aufklärung ist immer eine tolle Sache. Leider halte ich den Durchschnittsmenschen für ein egozentrisches, verlogenes, raffgieriges Arschloch. Mit anderen Worten für genau das, was Du beschrieben hast: Wir konsumieren und nach uns die Sintflut.

Selbst wenn man unter den Menschen die kritische Masse erreichen könnte, werden sich die Konzerne daran schneller anpassen, als Du aufklären kannst. Ich denke da an diesen "Bio-Hype": Und die passenden Skandale dazu. Bio ist zu einem Marketing-Gag geworden, um das gleiche Produkt teurer verkaufen zu können. Tolle Sache: Der Kunde greift tiefer in die Tasche für das gleiche Produkt und ist gleichzeitig noch glücklicher als vorher. Super Sache.

Wenn wir wengistens überhaupt in der Lage wären, jedes Produkt in seiner Herstellung zurückverfolgen zu können bis zum ersten Handstreich - von einer unbestechlichen, unabhängigen und sehr genau arbeitenden Institution -, dann könnte es vielleicht was werden. Aber das ist schon allein wegen des weltweiten Handels unmöglich. Aber selbst auf nationaler Ebene hielte ich es für ausgeschlossen, weil undurchführbar. Aber genau das wäre nötig.

Wenn ich mal ehrlich sprechen darf, was ich denke: Du beruhigst Dein Gewissen, indem Du bestimmte Marken und Produkte ächtest, obwohl Du ganz genau weißt, dass bei den anderen, "guten" Produkten, die Du schließlich kaufst, ebenso jedwede Kontrolle entzogen ist. Du säufst vielleicht Bier, das je Kasten einen Quadratmeter Regenwald rettet? Und, schonmal den Quadratmeter besucht? Ist ja auch wurscht, wird ein anderer abgeholzt. Undda fielen mir noch viel mehr Beispiele ein.

Ich will dabei gar nicht Deine Motivation in Frage stellen und auch gar nicht sagen, dass es falsch ist, was Du machst. Ich sage nur, dass ich glaube, dass es fast keinen Unterschied macht, ob man so handelt oder nicht. Selbst wenn man nach harter Aufklärungsarbeit es endlich geschafft hat, dass eine Marke vom Kunden boykottiert wird, gibt es haufenweise andere, die bereit sind, diese Lücke zu füllen. Auch mit Produkten aus Bangladesh, nur eben ein wenig schlauer als vorher, denn sie wissen nun, worauf man achten muss, um nicht (so schnell) erwischt zu werden.

Und noch ein Wort zu "die Regierenden austauschen". Das versuche ich bei fast jeder Wahl. Ist sinnlos. Dazu kommt, dass es mir auch an Alternativen fehlt. Die Grünen mögen sich in der Hinsicht engagieren, aber aus deren Köpfen kommt mir zu viel sonstiger Müll. Nur damit mein Bio-Ei wirklich Bio ist, will und kann diese Kloppsköpfe nicht wählen, das wäre mir bei weitem "zu teuer". Aber selbst wenn es die Alternative gäbe: Menschen sind dämlich. Da wird nach Sympathie gewählt, womöglich auch nach Tradition. Erspart vielen das Denken. Und selbst wenn Du einen aus einer Partei findest, der genau Deiner Meinung ist und Dir zustimmt - der kann gar nix machen ohne seine Partei (Parteienzwang). Tanzt er zu weit aus der Linie, legt man ihm sicherlich auch sehr schnell nahe, sein Parteibuch beim Pförtner abzugeben.
 
Ihr seid mir wirklich ein illustres Ensemble hier, ehrlich. Versucht ihr, den Leuten um euch herum ein schlechtes Gewissen zu machen, weil sie konsumieren (also genau das tun, was unsere hoch geschätzten Volksvertreter von uns wollen!). Dabei leiden wir unter der Profitgier der Konzerne genauso. Vielleicht nicht so direkt (wir haben schließlich Arbeitsschutzbestimmungen, Umweltauflagen, höhere Löhne, ...), aber diese Gier macht uns genauso kaputt. Nicht nur das Klima und die Umwelt, auch uns.
Na im Kern erkenne ich doch einen gewissen Konsens. Ich will auch gar nicht so weit gehen jemandem böswillige Mittäterschaft zu unterstellen oder mich hier zum unfehlbaren Weltverbesserer aufzuspielen.
Es geht mir mehr darum, dass man ein Bewusstsein für die Zusammenhänge und die verschiedenen Rollen, inklusive der eigenen, entwickelt um ganzheitlich an Lösungen und Verbesserungen arbeiten zu können. In der Gesamtsicht kann man den Konsumenten oder Wähler nicht aussparen und das bin nunmal ich und das bist du. Daher "wir".

Ich bin auch gierig, ich bin auch egoistisch, ich will auch profitieren und ich mag Veränderungen mindestens genau so wenig wie jeder andere auch. Aber bringt einen das auch immer zur bestmöglichen Lösung eines Problems?
 
Kleine Erinnerung an Wuppertal:
Erst hat die Antifa die Pegidioten geblockt, als die dann den Schwanz eingezogen hatten, ging es gegen die Salafisten-Veranstaltung.
Kurze Ergänzung: Diese "Antifa" bestand in Wuppertal zumindest überwiegend aus ganz normalen Menschen aus vielen politischen Richtungen, der "schwarze Block" hatte da wenig Anteil daran, dass weder Nazis noch Salafisten Wuppertal missbrauchen konnten.

Schade, dass Du mit keinem Wort auf meinen Plan zur Problemlösung eingehst
Vielleicht habe ich Deinen Plan in Deinem letzten Post nicht gefunden, das wäre blöd, wenn ich da was übersehen würde.

Aufklärung ist immer eine tolle Sache. Leider halte ich den Durchschnittsmenschen für ein egozentrisches, verlogenes, raffgieriges Arschloch. Mit anderen Worten für genau das, was Du beschrieben hast: Wir konsumieren und nach uns die Sintflut.
Und da bin ich anderer Meinung: Der Durchschnittsmensch ist ein Herdentier, der gerne mit der Masse läuft. Wo die Mehrheit ist, ist man sicherer unterwegs. Und gerade in unserer Geschichte stellt man fest, dass das in unserem Land anscheinend besonders gilt.

Selbst wenn man unter den Menschen die kritische Masse erreichen könnte, werden sich die Konzerne daran schneller anpassen, als Du aufklären kannst.
Das mag sein, die Alternative ist dann, es zu lassen, weiter zu konsumieren, den Hunger und die Armut in der Welt als Konzerngegeben zu akzeptieren und sich nicht weiter darum zu kümmern. Eine Revolution mit Waffen taugt ja auch nicht, oder?

Wenn wir wengistens überhaupt in der Lage wären, jedes Produkt in seiner Herstellung zurückverfolgen zu können bis zum ersten Handstreich
Kauf mal Schweine- oder Rindfleisch und frag mal den Metzger... Der kann dir das zum Beispiel sagen. Es geht also.

Wenn ich mal ehrlich sprechen darf, was ich denke: Du beruhigst Dein Gewissen, indem Du bestimmte Marken und Produkte ächtest, obwohl Du ganz genau weißt, dass bei den anderen, "guten" Produkten, die Du schließlich kaufst, ebenso jedwede Kontrolle entzogen ist.
Mein Gewissen beruhige ich damit nicht, dem geht es dann nach wie vor nicht besser. Ich versuche, in meiner kleinen Umgebung zumindest mal anzufangen. Und ich glaube nicht, dass mir bei den Produkten "jedwede" Kontrolle entzogen ist. Natürlich könnte mich auch der Bauer anlügen, bei dem ich das Obst und Gemüse kaufe. Aber das hat evtl. auch was mit Vertrauen zu tun.

Du säufst vielleicht Bier, das je Kasten einen Quadratmeter Regenwald rettet?
Nein, ich saufe Bier, was 3-40 Kilometer entfernt gebraut wurde und nicht 600 Kilometer mit dem LKW durch Deutschland (oder Europa) gefahren wurde. Der Regenwald ist beim Bier glaube ich das kleinste Problem.

Ich sage nur, dass ich glaube, dass es fast keinen Unterschied macht, ob man so handelt oder nicht.
Und weil die Mehrheit so denkt, machen wir eben alle weiter wie bisher. Und Dich stört es nicht mal. Und ich gebe eben nicht auf, es trotzdem zu probieren. Stört Dich das? Oder stört Dich nur, dass ich es sage?

Aus Deinen Sätzen spricht die Hilflosigkeit, Du meinst, jeder gute Ansatz wird doch am Ende von der Industrie wieder torpediert. Das muss aber nicht so sein...

Und noch ein Wort zu "die Regierenden austauschen". Das versuche ich bei fast jeder Wahl. Ist sinnlos.
Weil die Menge fehlt. Weil man ja eh nichts ändern kann. Und die Angela macht das doch gut. Wenn wir schon nichts für Arme und Hungernde tun können, dann fressen wir uns zumindest selber voll und baden im Geld. Ohne Skrupel und schlechtes Gewissen.

Die Grünen mögen sich in der Hinsicht engagieren, aber aus deren Köpfen kommt mir zu viel sonstiger Müll. Nur damit mein Bio-Ei wirklich Bio ist, will und kann diese Kloppsköpfe nicht wählen, das wäre mir bei weitem "zu teuer".
und nur damit die Kinder in Bangladesh nicht mehr 18 Stunden arbeiten müssen, wählst Du die auch nicht, ist Dir auch zu teuer (wo wir gerade dabei sind, so direkt zu sein).

Marty
 
Na im Kern erkenne ich doch einen gewissen Konsens. [...] Ich bin auch gierig, ich bin auch egoistisch, ich will auch profitieren und ich mag Veränderungen mindestens genau so wenig wie jeder andere auch. Aber bringt einen das auch immer zur bestmöglichen Lösung eines Problems?
Die Angst vor Veränderungen ist sicherlich der schlechteste Ratgeber, wenn es um Lösungen für aktuelle Probleme geht. Aber ich bin trotzdem nicht der Ansicht, dass die Lösung "Jahr der offenen Tür" die beste ist.

Vielleicht habe ich Deinen Plan in Deinem letzten Post nicht gefunden, das wäre blöd, wenn ich da was übersehen würde.
Na hier (waren wohl 2 Posts vorher):
Betrachten wir die Situation doch mal nüchtern und emotionslos. Es gibt immer 2 Möglichkeiten, sich einem Aggressor zu widersetzen: Eine gewaltfreie und eine militante. Das trifft auf den IS genauso zu, wie auf jedes Regime, das sein Volk auspresst, unterdrückt und/oder verhungern lässt („Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Brioche essen. (Marie Antoinette)“. Beide Lösungen sind Dir/euch ja sicherlich geläufig: Gewaltfrei nach dem Ghandi-Prinzip (z.B: Taschenbuch) oder eben der offene Kampf (je nach Stärke auch Guerilla-Taktik). Beide Varianten können zum Ziel führen, nämlich die Zustände zu ändern. Aber beide Varianten setzen zunächst mal voraus, dass sich genug Leute gegen ein System stellen. Und das tun sie vor allen nicht als Flüchtlinge auf der anderen Seite der Welt.

Und auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder der Bösewicht bin, aber man ändert an den Zuständen nichts, wenn man tut, was Despoten wollen und wenn man Terroristen das Feld überlässt. Man muss zuerst mal selbst was tun und kann dann um Hilfe aus dem Ausland bitten. So ist das nunmal. Der IS fragt ja auch nicht höflich nach, ob sie wohl das eine oder andere Dorf übernehmen dürfen.

Natürlich kann ich auch die Intention verstehen, vor dem Verderben lieber zu flüchten. Aber damit löst man nunmal nicht das Problem im Lande, eher spielt man dem Feind damit noch in die Hand. Und wir lösen es auch nicht, wenn wir die Leute hier aufnehmen. Eigentlich dürften wir hier nur Frauen, Kinder, Versehrte und Alte aufnehmen. Der Teil der gesunden jungen Männer sollte sich lieber um ihr Land kümmern und dort Aufwischen. Gern auch mit internationaler Unterstützung, wie sie auch immer aussieht. Die kann militärisch sein oder eben auch eine Schulung in gewaltfreiem Widerstand. Oder beides. Was auch immer, aber das ist aus meiner Sicht die einzige Chance, dem Schrecken zu begegnen. So, das wäre mein Plan zu den aktuellen Problemen. Damit es nicht heißt, nur aessitt bringt Vorschläge ^^

Das mag sein, die Alternative ist dann, es zu lassen, weiter zu konsumieren, den Hunger und die Armut in der Welt als Konzerngegeben zu akzeptieren und sich nicht weiter darum zu kümmern. Eine Revolution mit Waffen taugt ja auch nicht, oder?
Naja, wie schon gesagt. Ich bin der Ansicht, dass sich immer die Leute (zuerst) wehren müssen, die es direkt betrifft. Ich halte es nur für wirkungslos, hier auf bestimmte Produkte zu verzichten. Klar schadet es auch nichts und hält das eigene Gewissen sauber. Aber es schlicht wirkungslos.

Im Prinzip müssten die Menschen dort unten in den Streik gehen. In den Streik für bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne, ... das ganze Programm. Lass mich mal bitte etwas durch die Gegend ketzern und ein Gedankenexperiment starten:

Du, ich und alle anderen Menschen verweigern den Konsum einer Marke und/oder eines Produktes von dem wir wissen, dass es durch nach unseren Maßstäben unmenschlichen Bedingungen hergestellt wurde. Sei es, weil die Färbereste in den Fluss geleitet wurden, der nun für alle weiter flußabwärts zur Todesfalle oder wenigstens zum Gesundheitsrisko wird. Oder weil dort die Arbeiter dort barfuß mit hoch krebserregenden Mitteln in Kontakt kommen. Oder weil Kinder in den Fabriken arbeiten. Oder oder oder.

Jedenfalls muss die Firma bankrott anmelden. Ich würde davon ausgehen, dass noch am gleichen Tag die dicken Jungs aus dem Vorstand unter neuem Namen firmieren und den gleichen Scheiß in einem anderen Niedriglohnland durchziehen (oder auch nur eine Fabrik, 100 Meter weiter). Aber lassen wir das mal außen vor. Lassen wir auch mal außen vor, dass sofort die nächsten in Hab-Acht-Stellung stehen, um die Lücke zu füllen. Was jetzt aber passiert ist, dass die Fabrik dort in Bangladesh oder wo auch immer geschlossen wird (was ich aufgrund der gierigen und korrupten Regierung nicht glaube). Dann haben die Familien dort gar kein Einkommen mehr. Sie sind also dem Hungertod näher als vorher.

Du kannst mich gern für ein herzloses Arschloch halten, aber damit sich die Zustände ändern, müssen vor allen anderen die Leute etwas tun, die es betrifft. Leichter gesagt, als getan, schon klar. Aber so ist es nunmal. Wir Konsumenten können absolut gar nichts tun, was einen positiven Effekt hat.

Meine Regierung könnte schon viel eher etwas tun. Sie kann beispielsweise mit Embargos drohen. Kann aber auch Verträge mit den Ländern schließen, nach denen deutsche oder europäische Firmen dort Fabriken bauen, in denen der Qualitätsstandard auch regelmäßig überwacht wird oder Überwacher entsenden, die die Arbeitsbedingungen bei bestehenden Fabriken unter die Lupe nehmen. Die Einfuhr von Waren würde dann nur aus solchen Fabriken erlaubt sein, die quasi das "Ok" der deutschen Regierung haben. Das löst sicherlich nicht alle Probleme mit einem Schlag, wäre aber weit wirkungsvoller.

Trotzdem läuft es am Ende darauf hinaus, dass die Leute, die unter Zuständen leiden, letztlich auch die sind, die die Zustände beseitigen müssen. Auf die eine oder andere Art. Und um noch auf Deine Frage zu antworten:

Und weil die Mehrheit so denkt, machen wir eben alle weiter wie bisher. Und Dich stört es nicht mal. Und ich gebe eben nicht auf, es trotzdem zu probieren. Stört Dich das? Oder stört Dich nur, dass ich es sage?
Mich stört es überhaupt gar nicht. Von mir aus kannst Du kaufen von wem und was immer Du magst. Du kannst auch gern boykottieren wen und so oft Du willst.

Ich möchte nur nochmal darauf hinweisen, dass ich nicht wir bin :) Aus nun inzwischen überaus ausführlich genannten Gründen. Ich lasse mir die Schweinerein, die Konzerne aus Profitgier mit den Menschen der Welt und der Natur veranstalten, unter denen ich letztlich genauso leide und Opfer bin, nicht auf meine Fahne schreiben. Deswegen habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Mehr sage ich gar nicht :)

und nur damit die Kinder in Bangladesh nicht mehr 18 Stunden arbeiten müssen, wählst Du die auch nicht, ist Dir auch zu teuer (wo wir gerade dabei sind, so direkt zu sein).
Die Grünen wähle ich nicht, weil ich da zu viel Mist und geistigen Durchfall mit kaufen müsste. Wenn immer es eine halbgare, weltfremde und idiotische Idee gibt, kommt sie entweder von den Piraten oder den Grünen. Es gibt nicht einen einzigen Politiker der Grünen, für den ich auch nur den Hauch von Sympathie hätte. Ich glaube, die haben sich allesamt ihren Verstand weg gekifft. Eine Partei, die ich bereits seit den 80er Jahren in der Kategorie "unwählbar" einsortiert habe und die nie den Sprung zu "vielleicht, mal sehen, wenn die Hölle zufriert" geschafft hat.

Davon abgesehen muss ich mir darüber auch keinerlei Gedanken machen. Die Grünen sind mit Schröder so weit in die Mitte gerutscht, dass Bangladesh denen auch scheißegal war. Auf einmal war die Geldgier doch stärker als das Mitleid für den kleinen Balu, der mit 17 schon kaputte Knochen und Haut hat...
 
Suhl: Polizei wurde von circa 100 Asylbewerbern beleidigt und beschimpft

Folgende News wurde am 14.06.2015 um 12:49:00 Uhr veröffentlicht:
Suhl: Polizei wurde von circa 100 Asylbewerbern beleidigt und beschimpft
Shortnews

Gleich zwei Mal musste die Polizei in Suhl am Donnerstag ausrücken, um Streitigkeiten zwischen Asylbewerbern aus Afrika und Südosteuropa zu schlichten. Zuerst war es wohl in der Innenstadt zu Auseinandersetzungen zwischen kleineren Gruppen gekommen, woraufhin die Polizei Platzverweise ausstellte.

Circa 90 Minuten später mussten die Beamten dann zu größeren Tumulten in einer Erstaufnahmestelle anrücken. Dort waren ungefähr 100 Personen dabei, sich gegenseitig zu beschimpfen und zu beleidigen. Als die Polizei eintraf, richteten sich die Beschimpfungen dann aber gegen diese.


20 Beamte konnten die Lage in Zusammenarbeit mit dem Wachschutz schließlich beruhigen, ohne dass es zu Körperverletzungen gekommen wäre. Seit längerem wird in Suhl über eine Einzäunung des Geländes diskutiert, um Ladendiebe aufzuspüren - diese würden dann bei der Einlasskontrolle auffallen.
 
Bierkelle wo bist du?
:LOL:

Als Beamter muss man heute schon die Angst um seine Beförderung zu haben wenn diese Menschen so randalieren wie verrückt und am Ende ein ausstehender nur einen falschen Moment fotografiert.

Ist auch das Problem Asylbewerber darf man weder festhalten noch wenn sie abgeschoben werden darf man sie dazu zwingen. Sie können die Einrichtung einfach verlassen, und abhauen.

Wenn dann aus Afrika z.b Vergewaltiger die Hochrangig gefährlich sind einfach mal mit in solche Einrichtungen geschleust wird wo auch Kinder sind, fragt man sich welcher Disponent das verantworten kann.
Man lässt die Leute einfach aufeinander los.
Und was passiert ist doch logisch.
 
Mal ganz nüchtern betrachtet: Wie soll man den logischerweise vorhandenen sozialen Bodensatz unter den Flüchtlingen herausfinden? Wie soll man verhindern, dass es bei einer großen Zahl Menschen, die monatelang ohne Perspektive auf engstem Raum zusammen leben müssen, zu Spannungen kommt, die in diesem Fall ja wohl noch absolut glimpflich ("ohne körperverletzungen") abgelaufen sind? Es ist vergleichsweise einfach pauschale Urteile abzugeben, aber eine pauschale Lösung kommt bei weitem nicht so schnell zum Vorschein.

Und was die Ordnungskräfte angeht: Solange es zu Vorfällen wie am HBF in Hannover kommt, braucht sich die Polizei über ihr Image nicht zu wundern, oder?
 
Nahles will Bleiberecht für ausgebildete Flüchtlinge

Folgende News wurde am 15.06.2015 um 16:53:51 Uhr veröffentlicht:
Nahles will Bleiberecht für ausgebildete Flüchtlinge
Top-Themen

Berlin/München (dpa) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich für ein generelles Bleiberecht für Flüchtlinge mit absolvierter Ausbildung ausgesprochen.
«Wir wollen für Flüchtlinge Praktika erleichtern und die erforderliche Sicherheit schaffen, dass eine begonnene betriebliche Berufsausbildung bis zum Ende durchgeführt werden kann», sagte Nahles am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Im Anschluss an eine erfolgreiche Ausbildung soll dann jeder dauerhaft in Deutschland bleiben können.»
Die Bedingungen für Flüchtlinge auf dem Jobmarkt sind ein zentrales Thema einer Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag (18. Juni) in Berlin. Die Wirtschaft forderte, den Zugang von Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. «Viele Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Vertreibung zu uns kommen, werden längerfristig oder sogar für immer bleiben», sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der dpa. «Es ist im Interesse aller, alles zu tun, damit sich diese Menschen zügig in den Arbeitsmarkt integrieren können.»
Die CSU fordert hingegen eine «grundlegende Reduzierung» der Asylbewerberzahlen. Generalsekretär Andreas Scheuer sagte in München: «Wir brauchen Antworten, wie wir den Flüchtlingsstrom grundlegend reduzieren können.» Für 2015 rechnen die Behörden mit 450 000 Asylanträgen.*
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, forderte, «dass Asylbewerber mit Bleibeperspektive und Geduldete, die hier eine Ausbildung beginnen, diese auch abschließen dürfen ohne Sorge vor Abschiebung». Diese Rechtssicherheit sollte auch für eine Anschlussbeschäftigung gelten, sagte Schweitzer der dpa.
Heute bekommen Asylbewerber durch die Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung kein gesondertes Aufenthaltsrecht. Bei geduldeten Flüchtlingen hingegen werden bestimmte Integrationsleistungen berücksichtigt, wenn über eine Verlängerung der Duldung oder die Erteilung eines Aufenthaltstitels entschieden wird.
Nahles betonte: *«Ich unterstütze den Ansatz der Arbeitgeber: Der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge ist, die Menschen schnell in Arbeit und Ausbildung zu bringen.» In vorderster Linie stehe dabei der Spracherwerb. «Wir brauchen eine Öffnung der Sprachförderung für alle Flüchtlinge mit Bleibeperspektive, ein Bundesprogramm für berufsbezogene Sprachkurse sowie ausreichend Mittel für die Jobcenter, die die berufliche Integration unterstützen.»
Kramer sagte: «Viele junge Menschen, die als minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland kommen, sind nicht nur bereit, sondern auch besonders motiviert, eine Ausbildung zu absolvieren.» Gerade für sie dürfe das Asylverfahren keinen Lebensstillstand bedeuten. «Zugleich gibt es viele Unternehmen, die händeringend junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung suchen.» Deswegen müsse der Aufenthalt für Asylsuchende und Geduldete, die einen Ausbildungsplatz gefunden haben, grundsätzlich sichergestellt werden.
Kramer forderte für die Betroffenen zudem einen leichteren Zugang zu Förderinstrumenten der Berufsausbildung. DIHK-Präsident Schweitzer verlangte, Asylbewerbern mit Bleibeperspektive so schnell wie möglich Zugang zu Sprachkursen zu geben.
 
Das kann ich nur befürworten. Deutschland braucht gut ausgebildete Migranten; warum also nicht aus dem Pool der Flüchtlinge schöpfen?
 
Dazu braucht man a) intensive Sprachkurse und b) eine unbürokratische Anerkennung von ausländischen Abschlüssen. Das erste kostet erstmal Geld und das zweite kriegt man schon seit Jahren nicht hin...
 
Heute im Fokus: CSU stellt 16-Punkte-Plan vor.

Ich persönlich bezweifle, dass das der große Wurf wird. Ehrlich gesagt glaube ich nicht mal, dass es so passieren wird. Aber man höre und staune: Entweder meine Bitte um einen Plan hier im Forum wurde erhört (wobei ich nahezu ausschließe, dass hier Leute von Rang und Namen mitlesen) oder die sind tatsächlich völlig unabhängig von mir auf die Idee gekommen, mal einen Plan zu machen bevor wir in Asylanträgen ersaufen. Aber egal wie, zumindest scheint man sich endlich darüber Gedanken zu machen. Insofern freue ich mich schon ein wenig auf die Zeit, da ich über den endgültig umgesetzten Plan wieder tuttern kann, weil er ganz sicher wieder große Scheiße sein wird :D