Warum machst du es dann? Du belebst hier eine Diskussion wieder und drückst jedem vorsorglich die Nazikeule in die Hand. Und die Keulen sind größer als die, die ich in der Schublade habe.Wenn ein Großteil der betroffenen Bevölkerung ein Problem sieht, warum auch immer, finde ich es für meinen Teil höchst einseitig und unzweckmäßig pauschal vorzuwerfen dieser Großteil würde sich aus niederen Beweggründen braunen Vorurteilen hingeben.
Zu der "völligen politischen Ignoranz". Aktuell unternimmt die Politik folgendes: Sie nimmt mehr Geld in die Hand; für Unterkünfte, Versorgung, vielleicht auch Verwaltung. Sie versucht neue Unterkünfte zu erschließen. Sie versucht, bestimmte Länder als sichere Staaten zu deklarieren, um die Ablehnung der Anträge zu beschleunigen und indirekt den Zustrom zu reduzieren. Sie versucht, soziale Brennpunkte zu vermeiden, in dem sie Asylbewehrber in Wohnung statt in zentrale Heime unterbringen (will). Sie lagert das Problem teilweise aus, in dem sie privat betriebene Unterkünfte für die Bewerber / Flüchtlinge nutzt. Sie gewährt relativ wenigen Bewerbern Asyl (13% + 13% Duldung).Und mit der durchgesetzten Drittstaatenregelung verlagert man das Problem in gewissen Maßen an die Länder der EU-Außengrenze.
Das bisherige Ergebnis dieser Maßnahmen ist alles andere als zufriedenstellend (um's mal nett auszudrücken). Aber das Problem ist auch ein großes. Jetzt stell du Bilderbuch-Linker mal den Sack mit den Nazikeulen beiseite und erklär mir bitte, was du konkretes von der Politik erwartest. Welche Maßnahmen soll die Politik ergreifen, damit in der Bevölkerung eine größere Bereitschaft besteht, z.B. Syriern zu helfen?
Ist schon interessant, welch unterschiedliche Assoziationen bestimmte Dinge bei einem auslösen. Bei Besetzen von Wohnraum käme ich nie auf die Idee, an den 2. WK oder sonstige militärische Aktionen zu denken. Wohnraum besetzen - da fällt mir einzig die linke Hausbesetzerszene ein. Aber nun ja, hat halt jeder seinen Blickwinkel.Besetzungen von Wohnungen gab es vielfach beim Einmarsch der Alliierten, aber auch beim Russlandfeldzug, und hat auch immer einen militärischen Beigeschmack. In Stalingrad wurden z.B. ganze Wohnviertel als Heizmaterial verwendet.
