Ich frage mich sowieso, warum ein SPORTSCHÜTZE (!!!) so viel Munition zu hause haben musste - im Radio war von über 5000 Schuss die Rede!

Ich war lange beim Bund und hab so viel Munition nur einmal auf einem Haufen gesehen - da hat aber ein ganzes Infanterie-Bataillon ein Gefechts-Überungsschießen durchgeführt!!!
 
So jemand ist aber vielleicht doch frustriert, weil er denkt, dass die anderen ihn anders behandelten, wenn es keine Gemeinschaft gäbe [...]
Gemeinschaft wird es immer geben, wer das nicht möchte kann sich raus halten. Wer dann frustriert ist weil andere Leute mehr soziale Kontakte haben, der soll sich um welche bemühen.

Es muss auch jeder immer ein bisschen für sich selbst sorgen.
 
Gemeinschaft wird es immer geben, wer das nicht möchte kann sich raus halten. Wer dann frustriert ist weil andere Leute mehr soziale Kontakte haben, der soll sich um welche bemühen.

Um mal wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückzukehren: er ist dann also Außenseiter, weil er nicht in der Gemeinschaft sein wollte, weil die anderen ihn nicht respektieren. Er ist frustriert, weil er denkt, ein anderer Zustand wäre besser. Was folgt daraus? Wie immer man es dreht, es ist immer ein gesellschaftliches Problem und kann nicht gelöst werden. Es ist eine immer vorhandene Begleiterscheinung gesellschaftlichen Zusammenlebens.
 
[...] er ist dann also Außenseiter, weil er nicht in der Gemeinschaft sein wollte, weil die anderen ihn nicht respektieren.
Wenn sich jemand nicht in eine Gemeinschaft einfügen möchte, heißt das ja nicht automatisch, dass andere ihn nicht respektieren. Er ist dann zwar Außenseiter, aber, wie gesagt, selber dafür verantwortlich.

Und aus meiner Sicht ist so jemand auch nicht frustriert, weil er sich ja auch in die Gemeinschaft hätte einfügen können, sich aber dagegen entschieden hat.
 
Wenn sich jemand nicht in eine Gemeinschaft einfügen möchte, heißt das ja nicht automatisch, dass andere ihn nicht respektieren. Er ist dann zwar Außenseiter, aber, wie gesagt, selber dafür verantwortlich.

Und aus meiner Sicht ist so jemand auch nicht frustriert, weil er sich ja auch in die Gemeinschaft hätte einfügen können, sich aber dagegen entschieden hat.


Und wenn er sich in die Gesellschaft nicht einfügen möchte, weil die Mitglieder dieser Gesellschaft ihn z.B. wegen seines Äußeren immer wieder kritisieren?
 
Ich frage mich sowieso, warum ein SPORTSCHÜTZE (!!!) so viel Munition zu hause haben musste - im Radio war von über 5000 Schuss die Rede!
Das ist einfach zu erklären: Eine einzelne Serie beim Trainig hat zwischen 50 und 100 Schuß, im Wettkampf mehr. Wenn der Betreffende also tatsächlich den Sport als solchen betrieben hat ist das keine übermäßige Menge, schon gar nicht wenn er sich auf einen Wettkampf vorbereitet hat.
 
Aber dann hat meine Aussage ja Bestand, dass die Schuld bei der Gesellschaft liegt, in vielen Fällen.
Ganz früher ging es in diesem Thread ja mal um Mobbing. Dass das etwas mit den Ursachen zu tun hat habe ich für meinen Teil auch nie bestritten. Ich hatte mich erst eingeklinkt als es um die Frage ging wann und wodurch jemand zum Außenseiter wird.

Wobei das Wort "Schuld" hier natürlich sehr hart klingt. Du kannst ja nicht sagen, dass jetzt die Gesellschaft vollständig für einen Amoklauf verantwortlich ist, der durch einen offensichtlich psychisch gestörten Menschen durchgeführt wurde.
 
Und warum sollte man hier nicht zumindest einmal darüber nachdenken, ob man durch Änderungen etwas bewirkt.
Nachdenken ist eine Sache, im schnellverfahren Forderungen zu stellen eine andere.
Z.B. Hat keiner angesprochen ob der Vater die eine Pistole nicht auch gehabt hätte wenn es nicht legal gewesen wäre die zu besitzen. Aufbewahrt hat er sie ja illegal im Schlafzimmer, das deutet darauf hin daß er in dem (Irr)glauben war diese
zu benötigen um sich vor irgendwas zu schützen.
Eine rein fiktive Frage: Wenn sicher feststellbar wäre, dass das Spielen von Ballerspielen solche Amokläufe auslöst, wärest Du dann für ein Verbot dieser Spiele?
Wenn es tatsächlich mit empirischen Methoden beweisbar wäre, dann ja.
Genauso wäre ich, wenn beweisbar wäre daß diese Spiele nur in Verbindung mit Sportschießen solche Taten auslösen dafür das eine Lizenz zum Erwerb dieser Spiele erforderlich wäre die von derselben Behörde ausgestellt werden müsste wie eien waffenrechtliche Erlaubnis und das man dann eben nur die eine Oder die andere bekommen könnte.
Oder würdest Du für Dein Recht auf das Spielen 16 Tote als fairen Tausch bezeichnen?
Das mit dem *fairen Tausch* kam nicht von mir (wobei ich im übrigen eh aus dem Alter für solche Spiele raus bin).
Trotzdem bin ich grundsätzlich (nicht nur bei diesem Thema) immer dafür daß die Relation im Auge behalten wird und Einzelfälle nicht zu Massenphänomänen aufgepauscht werden.
 
[N] Eltern von Tim K. erwägen rechtliche Schritte

Folgende News wurde am 14.03.2009 um 18:29:59 Uhr veröffentlicht:
Eltern von Tim K. erwägen rechtliche Schritte
DPA-News

Hamburg (dpa) - Im Streit über Informationen zu den psychischen Problemen des Amokläufers Tim K. ziehen seine Eltern nun rechtliche Maßnahmen in Betracht. Man erwäge, strafrechtliche Schritte gegen den Arzt einzuleiten. Er habe seine Schweigepflicht gebrochen, sagte der Rechtsanwalt der Eltern der «Bild am Sonntag». Er betonte erneut - trotz gegenteiliger Angaben der Ermittler - der 17-jährige Tim K. sei nicht in psychotherapeutischer Behandlung gewesen.
 
Naja, einerseits muss ich sagen, hat der Vater eine gewisse Mitschuld an der Ganzen Tragödie, da er seine Waffe nicht weggesperrt hat, andererseits kann ich nachvollziehen, dass sie diesen unwahren Behauptungen der Politiker, Ermittler und Medien endlich einen Riegel vorschrieben wollen.
 
andererseits kann ich nachvollziehen, dass sie diesen unwahren Behauptungen der Politiker, Ermittler und Medien endlich einen Riegel vorschrieben wollen.

Der Mörder war aber in psychiatrischer Behandlung. Das ist ein Fakt und keine unwahre Behauptung der BLÖD-Zeitung. Das wurde überprüft und bestätigt, von sowohl Polizei als auch vom Arzt, der den Amokläufer letztes Jahr behandelt hat.
 
Das wurde überprüft und bestätigt, von sowohl Polizei als auch vom Arzt, der den Amokläufer letztes Jahr behandelt hat.

Die Polizei hat auch bestätigt das der Amoklauf im Internet angekündigt war. Und dies einen Tag später als Falschmeldung gemeldet.... also ich wäre mir da nicht so sicher! Ich hoffe mal nicht das es ein Versuch der Eltern ist die Probleme zu vertuschen.
 
Ich werd erst garnicht in die unlogische Diskussion einsteigen.
Fakt ist, dass der Arzt die Schweigepflicht gebrochen hat. Das kann man nicht wegdiskutieren.
 
Vermutlich eine Reaktion des Schmerzes des Verlustes des eigenen Sohnes und das unfassbare was er getan hat. Das ist sicher nicht so einfach so etwas zu akzeptieren.
Es werden sicher noch mehr Forderungen laut werden und die Diskussion wird wie üblich nichts verschonen. Egal ob Spiele Kontrolle des Internets oder der Gebrauch von Schusswaffen.
Aber ob irgendetwas von solchen oft geforderten Maßnahmen solche Amokläufer verhindern kann, wage ich eher zu bezweifeln.
Ich denke das unsere Gesellschaft mal über sich selber mal nachdenken sollte dann kann man kann ohne Gesetze den Grund von eventuellen Amokläufen verhindern ehe sie überhaupt auf die Idee kommen solche extrem Maßnahmen zu planen.
Weniger ist oft mehr. Gesetze gibt es in diesen Land mehr als genug. Geklagt und geschrieben wird auch ständig.
Aber wo kein Interesse ist kann auch eine Blöd Zeitung nichts verkaufen. Noch hat jeder die Wahl sich freiwillig zu entscheiden ob er sich das antut alles nach zu Beten was andere verkünden oder ob er lieber eigene Rückschlüsse zieht.