und zu Photon...nunja....ich habe nicht mit irgendwelchem "Nazi Scheiss/Vergleich " angefangen, das kam nun von Dir... bzw. habe ich nicht irgendetwas damit gleichgesetzt.
Ok, dann entschuldige ich mich und gestehe, falsch geraten zu haben. Was meintest Du also mit "aus der Geschichte gelernt"?

Alle anderen Parteien haben vor der Wahl bekannt gemacht, dass sie mit der AfD nicht zusammenarbeiten wollen.
Und sie haben auch gesagt, nicht mit der bösen AfD überhaupt reden zu wollen. Sich also mit ihr nicht mal befassen wollten. Das ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten. Aber auch das ist eine Meinung und sie haben alle die Freiheit, diese Meinung auch zu vertreten. Haben ja dann auch einen (vorerst noch kleinen) Denkzettel für diese Haltung bekommen. Insofern: Weitermachen, sind alles nur Stimmen für die AfD :)

Die AfD-Wähler haben es den "etablierten" jedenfalls nicht leicht gemacht. Ob sie damit allerdings irgend einem ihrer Ziele näher kommen? :think:
Naja, man stellt sich ja nicht zur Wahl, um anderen auf das Treppchen zu helfen (die FDP da mal ausgenommen). Und ja, kommen sie. Man wird von ihnen hören.

Und sie haben auch etwas geschafft, was die SPD nie schaffte: Horst Seehofer hat heute morgen im Interview den Fortbestand der Union in Frage gestellt. Das war nach den letzten Wochen und Monaten überfällig, wenn Du mich fragst. Die beiden Parteien verbindet nur noch das "C" im Namen, sonst steht die CDU der SPD inzwischen definitiv näher als der CSU. Und er nannte es beim Namen, ohne es klein zu reden: Das Wahlergebnis ist eine tektonische Verschiebung. Damit hat Seehofer bei mir unglaublich stark gepunktet, weil er bislang der einzige war, der die Realität erkannt hat und auch (zumindest erstmal nur durch Absichtsbekundung) bereit ist, Konsequenzen zu ziehen. Guter Mann.
 
einerseits baffi, kann man sich mit manchen Menschen nicht vernünftig unterhalten bzw. auseinandersetzen, das das eine....so eine Meinung kann man nur haben, wenn man damit nicht konfrontriert ist...sorry [...]

Es gibt immer "Hardliner" die man nicht erreicht, das ist klar. Aber ob man bei allen 15 - 25 % von Unbelehrbaren ausgehen sollte? Ich hoffe nicht.

[...] Und sie haben auch gesagt, nicht mit der bösen AfD überhaupt reden zu wollen. Sich also mit ihr nicht mal befassen wollten. Das ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten. [...]

Im Parlament werden sie es wohl müssen. ;)

Wie auch immer. Niemand hat aus der Haltung der AfD gegenüber ein Geheimnis gemacht. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weiter gehen wird. :D

(Ich glaube allerdings noch nicht daran, dass Herr Seehofer mit seinen Überlegungen ernst macht. Eine Klage beim BVerfG hat er ja auch immer noch nicht eingereicht)
 
@ baffi....."Hardliner und Du hoffst es nicht?"....oh man...Du lebst echt nicht im ehemaligen Osten, sonst würdest anders denken...Du hast keine Ahnung, was hier im Real Gespräch teilweise so abgeht...

traurig genug, das ich sowas sage...
 
Es gibt immer "Hardliner" die man nicht erreicht, das ist klar. Aber ob man bei allen 15 - 25 % von Unbelehrbaren ausgehen sollte? Ich hoffe nicht.

"unbelehrbaren" ... Wie schön muss es sein die Wahrheit zu kennen und andere belehren zu können....

Ich würde ja von Überzeugen sprechen aber das Wort belehren spiegelt wohl sehr gut die Betrachtungsweise vieler wieder
 
@Rajani: Ich habe auch hier "tief im Westen" schon eine Menge Unsinn gehört. ;)

Und das sogar von Menschen, die ich eigentlich für sehr intelligent halte. Aber die wollen in der Regel mit einer AfD-Stimme ihre Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation ausdrücken. Und meine Bekannten werden da nicht die einzigen sein.

@Wannabe: Es gibt unter den AfD-Wählern sicher auch den einen oder anderen, der sonst aus voller Überzeugung NPD gewählt hat. Menschen, die trotz aller Bildungsangebote immer noch dieser Ideologie anhängen, womöglich sogar den Holocaust leugnen und sich ein viertes Reich wünschen sind unbelehrbar. Ein anderes Wort passt da einfach nicht.

Mit allen anderen rede ich gern. ;)
 
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(Ich glaube allerdings noch nicht daran, dass Herr Seehofer mit seinen Überlegungen ernst macht. Eine Klage beim BVerfG hat er ja auch immer noch nicht eingereicht)
Wird man wohl erst im Herbst dieses Jahres sehen. Also wenn der Unionskahn weiter absäuft, dann wird er schon aus Eigennutz ernst machen. Und kann dann auch immer sagen: "Ich hab es ja gesagt".

Ich habe mir auch mal das Buch von Kohl angetan (Die Kohl-Protokolle, wen es interessiert: ISBN 3453200772). Also ich bin wahrlich kein Fan von Kohl, aber ich finde es auch immer wieder erheiternd zu lesen, was Politiker übereinander denken. Auch wenn es im Grunde nicht viel mehr ist als Waschen von Schmutzwäsche nach einer Zweckehe. Was ich aber sagen will, ist dass Kohls Einschätzung zu Angela Merkel schon damals richtig zu sein schien. Ich habe jetzt auf die Schnelle nicht mehr die Passage gefunden, aber im Grunde geht es darum, wie die kleine Püppi aus dem Osten sich erst von ihm protegieren ließ, um ihn bei erst bester Gelegenheit in den Rücken zu fallen um selbst nach der Krone zu greifen. Es ging dieser Frau von Anfang an darum, irgendwann Kanzlerin zu werden und so lange wie möglich in dieser Position zu bleiben. Wenn Du mich fragst, spiegelt sich dieser Grundsatz in ihrem gesamten Wirken wieder. Untätig bleiben und Probleme aussitzen. Keine Schwäche zeigen, den Kurs der ruhigen Raute verfolgend notfalls auch ins Verderben reitend.

Ganz ehtlich: Man muss kein AfD-Wähler sein und nicht mal die etablierten Parteien verfluchen um zu der logischen Schlussfolgerung zu kommen: Merkel muss weg. Ganz schnell und bitte für immer. Nur haben es die anderen Parteien (einschließlich der Merkel-Opposition innerhalb der CDU) auch verpasst, es so deutlich zu sagen. Oder sie wollten es nicht und haben sich somit mit schuldig an der Katastrophe gemacht.

EDIT: Ach, eh Rajani - möchtest Du mir noch auf meine Frage antworten oder war mein Gerate doch gar nicht so falsch, hm?
 
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oh man...tja und somit gibt es dazu auch nix mehr zu sagen...ausser das ich es sehr traurig finde...fertig.

und ich meine nun baffis Antwort.
 
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Ich würde ja von Überzeugen sprechen aber das Wort belehren spiegelt wohl sehr gut die Betrachtungsweise vieler wieder
Das beruht bei einer gewissen AfD-Zielgruppe ja auch auf Gegenseitigkeit. Auch hier vertreten oder werben Menschen mit ihrer Meinung, die allerdings in ihrer Begründung von dürftig bis absurd reicht.
Bei so einer Diskussion sind beide Seiten nicht bereit die Position des anderen mal konstruktiv aufzugreifen und versuchen nur noch sich gegenseitig zu belehren, je emotionaler, desto besser.

Diese beiden Seiten nehmen sehr viel Raum für sich ein. Schlecht für diejenigen, die konstruktiv bleiben und vermitteln wollen, dafür aber keine Bühne bekommen.
 
Ich frage mich, warum die AfD die Antwort auf all die Misstände sein soll.

Die Medien und die Community machen den Menschen angst davor, wie die Zukunft mit der AfD wird.
Und die AfD macht den Menschen Angst, wie die Zukunft ohne sie aussehen würde. Erst war es Euro / EU, nun die Flüchtlinge, als nächstes soll es der Islam sein. Ängste aufgreifen und diese schüren, ist das (Erfolgs)Konzept der AfD. Warum kritisiert man das eine, akzeptiert aber das andere?

Kannst ja mal auf der ARD-Seite schauen, da wurden auch Befragungen gemacht. Es gibt auch genügend Menschen auf Seiten der etablierten Parteien, die auf Fragen zur Flüchtlingskrise, etc. nicht parteikonformer Meinung sind.
Ziemlich demokratisch, oder? Ist aber bei der AfD sicherlich auch so.

Man wählt halt häufig auch das, was man kennt oder was man immer gewählt hat.
Halte ich für sinnvoll, die Partei zu kennen, die man wählt. Und ich finde es auch nicht schlechter / besser eine Partei zu wählen, weil man sie schon immer gewählt hat, als eine neue Partei zu wählen.

Die AfD ist nun mal eine neue Partei und diese wird nie aus dem Stand so viele Stimmen mobilisieren können, weil eben Menschen auch angst haben vor unbekannten Zukünften. Das ist doch ganz normal.
Warum wählt diese Masse dann die unbekannte AfD? Bzw. warum ist es dann so verwerflich das bekannte zu wählen?

Ich denke die Demokratie hat aus 2 Gründen schon mal gewonnen. Es gibt endlich wieder eine andere Meinung, die man wählen kann (wäre schön, wenn es ein noch breiteres Spektrum geben würde). Vorher war eigentlich alles alternativlos (leider in einigen Teilen immer noch). Ob man nun SPD/CDU/Grüne oder auch teils die Linke wählt wollen sie in vielen Dingen einfach das Gleiche. Und es gehen endlich wieder mehr Menschen wählen. Denn Nichtwähler sind meistens nicht darum Nichtwähler, weil sie desinteressiert sind, sondern weil ihnen eine politische Heimat fehlt.
Ein Verdienst der AfD. Macht sie aber deswegen nicht zu der demokratischen Partei. Denn sie unterscheidet sich diesbezüglich - wie so oft - kein bisschen von den anderen Parteien.

Einer demokratischen Partei vorzuwerfen, sie wäre undemokratisch, ist natürlich auch nur eine Meinung. Kann man haben und vertreten. Muss sich dann aber nicht wundern, wenn man der Lächerlichkeit preis gegeben und bei der Wahl abgestraft wird, wenn man noch mehr Bullshit redet, als man der AfD andichten möchte.
Der AfD ist es natürlich fremd anderen Parteien vorzuwerfen undemokratisch zu sein. :roll:

Wenn man dann noch herum zickt wie im Kindergarten "Nein, ich will nicht mit dem Onkel von der AfD reden und meine Suppe will ich auch nicht essen", dann tut das sein Übriges.
AfD ist doch Teil dieses Kindergartens. Manch Landesverband sagt doch, das er nur Opposition machen wird - also nicht mit den anderen spricht. Halte ich aber auch generell für schwierig. Wenn man so stark Wahlkampf gegen andere Parteien macht wie die AfD, wie glaubwürdig ist es dann, mit diesen Gesprächen für eine Koalition zu führen? Dürften sich viele Wähler verarscht fühlen.

Und wenn sich alles selbst ernannten "Demokraten" jetzt auf einmal gegen die AfD verschwören, dann ist es auch ihr gutes Recht.
Die selbsternannten "Demokraten" der AfD bewiesen gerade ihr Demokratieverständnis bei der Ausarbeitung des Parteiprogrammes.

Zeigt dann aber überdeutlich, wie wenig sie sich überhaupt noch voneinander unterschieden haben und dass alle, die behaupteten, dass die etablierten Parteien auch nur aufgeschäumter Einheitsbrei von Diktatoren ist, recht hatten. Insofern kann es nur besser werden für die AfD :)
Wobei natürlich aufgeschäumter Einheitsbrei schmeckt, solang er in der Geschmacksrichtung "AfD" bzw. "CSU" / "ehemalige CDU" ist. Willst mir doch nicht erzählen, dass du linke Politik willst, wenn AfD-Politik gängige Praxis wäre?


Was ich aus der Geschichte vor allem gelernt habe ist, dass sämtliche so genannte "demokratische" Wahlen, wie ich sie kennengelernt habe, allesamt für den Arsch waren. Warum für den Arsch?
Und diese Wahlen sind endlich die Ausnahme?

Weil sich die anschließend gemachte Politik in nur so bedeutungslos geringen Nuancen von der vorhergehenden unterschied, dass ich keinen Unterschied ausmachen konnte. Im schlimmsten Fall habe ich noch mitbekommen, ob mir das Geld aus der linken oder rechten Tasche von meiner Regierung stibitzt wurde, aber was interessiert es mich, wenn ich ohnehin nicht merke, wo oder ob es mir wieder zu Gute kommt. Letztlich hat sich einer zum Gottkönig erhoben und den Kurs diktiert. Ob der nun Kohl heißt, Schröder oder Merkel, ist völlig belanglos. Unterschiede wie sie vielleicht noch in den 1960er, 70 und womöglich auch noch 80er Jahren zwischen den großen Parteien existierten, sind heute nicht nur verwässert, sondern schlicht verschwunden. Es blieben nur noch kleine Unterschiede, die jede Kindergartengruppe binnen Minuten zu einer respektablen Einheit hätte auflösen können, wenn man denn ein Ziel vor Augen hat und nicht nur um seine Diät zu rechtfertigen diskutieren will des Diskutierens wegen. Oder worauf wolltest Du hinaus? Ach, ich ahne es schon, darf ich mal raten?
Woher die Hoffnung oder gar Gewissheit, dass es mit der AfD anders wird? Sich nur darin thematisch zu unterscheiden halte ich für ein bisschen dünn.

Wisst ihr überhaupt, was genau ihr einem Menschen oder einer Partei vorwerft, wenn ihr den Nazi-Vergleich an den Haaren herbei zieht?
Bei der Partei ist das nicht an den Haaren herbeigezogen.


Und sie haben auch gesagt, nicht mit der bösen AfD überhaupt reden zu wollen. Sich also mit ihr nicht mal befassen wollten. Das ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.
Die "Wir sind das Volk"-Plattitüte der AfD halte ich für arroganter.

Naja, man stellt sich ja nicht zur Wahl, um anderen auf das Treppchen zu helfen (die FDP da mal ausgenommen).
Warum sollte man dann damit der AfD sprechen?

Wählt AfD! Aber hört auf, die AfD als eine andere Partei darzu stellen, die ach so demokratisch ist, die Partei für eine bessere Politik. Bis jetzt präsentiert sich sich genauso demokratisch wie die etablierten Parteien. Machthungrige Menschen, die sich auch dem Medien- und Politikzirkus in gewisser Weise anpassen. Und das wird als Alternative verkauft...
 
Der AfD ist es natürlich fremd anderen Parteien vorzuwerfen undemokratisch zu sein. :roll:
Da die AfD bislang noch nichts leisten musste (und folglich auch nicht versagen konnte), ist sie nunmal die weitaus beste Option. Sie hat in ihrem Parteiprogramm das Thema Volksentscheide. Demokratischer kann man sich nicht geben. Was davon nach 5 Jahren Landespolitik und 4 Jahren Bundestag übrig bleibt, wird man sehen. Ich kann Dir aber aus der Geschichte der letzten Dekaden berichten, was bei den anderen Parteien übrig geblieben ist: Gar nix.

Sind die anderen Parteien in ihrem Wesen undemokratisch. Ja, natürlich. Ist es die AfD? Wird man sehen.

Und diese Wahlen sind endlich die Ausnahme?
Na wollen wir es hoffen. Ich weiß es nicht mit Sicherheit, kann doch genauso wenig weissagen wie Du. Also abwarten und hoffen, dass Sachsen-Anhalt nicht die Ausnahme bleibt.

Woher die Hoffnung oder gar Gewissheit, dass es mit der AfD anders wird? Sich nur darin thematisch zu unterscheiden halte ich für ein bisschen dünn.
Du hast die letzten Monate verschlafen, oder? Die Leitkuh gab den Kurs vor. Alle folgten mehr oder weniger murrend oder aufmüpfig. Statt die Herde auf eine saftige Wiese zu führen, stehen wir nun in übel riechendem Sumpf. Während alle anderen Parteien (ich nehme da mal die CSU löblich aus) noch immer am Arsch der Leitkuh kleben und notfalls auch das Sumpfgas sniffen, um sich die Welt schön zu schießen, versucht eine kleine junge Partei, die Herde von der Abkehr zu bewegen.

Nun fragst Du, ob das reicht? Was soll denn AfD machen? Reichstagsbrand oder was wäre Dir genehm? Natürlich kann sie erstmal nur den Kurs verurteilen und mit ihm alle, die ihm folgen. Und natürlich sich selbst zur Alternative stellen. Was bitte ist denn daran "dünn"? Alles andere wäre ein Putsch, womöglich Attentat - aber in jedem Fall undemokratisch.

Bei der Partei ist das nicht an den Haaren herbeigezogen.
Ja, genau :roll:

Die "Wir sind das Volk"-Plattitüte der AfD halte ich für arroganter.
Ich nicht.

Warum sollte man dann damit der AfD sprechen?
Weil man sich womöglich dafür interessiert, wohin und vor allem warum die Wählerschaft langsam abwandert und der eigene Kahn absäuft. Mit den Junkies hat man es auch gemacht und schwupps, war der Atomausstieg im eigenen Wahlprogramm. Hat doch super funktioniert.

Ja, machen wir doch, Himmel Arsch und Zwirn. Geht halt nicht alles so schnell. Ich muss doch auch bis September warten. Und dann noch mal bis Herbst 2017. Das ist noch sooooo lange hin *seuftz*
 
" Da die AfD bislang noch nichts leisten musste (und folglich auch nicht versagen konnte), ist sie nunmal die weitaus beste Option."...wie kann so eine "Partei" die beste Option sein..

hast Du eigentlich gar nix gesehen bzw. mitbekommen....omg...wie armselig
 
" Da die AfD bislang noch nichts leisten musste (und folglich auch nicht versagen konnte), ist sie nunmal die weitaus beste Option."...wie kann so eine "Partei" die beste Option sein..

hast Du eigentlich gar nix gesehen bzw. mitbekommen....omg...wie armselig
Bevor Du weiter pöbelst, antworte doch bitte erstmal auf meine Frage. Oder? Bringt doch nix, hier einfach primitiv herum zu sticheln, denkst Du nicht auch?
 
Ich freu mich über die Wahlergebnisse. Das ist mehr als ich gedacht habe.

Vor allem die langen Gesichter der Altbacken. War eine schöne Unterhaltungsshow.
 
Und die AfD macht den Menschen Angst, wie die Zukunft ohne sie aussehen würde. Erst war es Euro / EU, nun die Flüchtlinge, als nächstes soll es der Islam sein. Ängste aufgreifen und diese schüren, ist das (Erfolgs)Konzept der AfD. Warum kritisiert man das eine, akzeptiert aber das andere?

Wurde oben erklärt.

Warum wählt diese Masse dann die unbekannte AfD? Bzw. warum ist es dann so verwerflich das bekannte zu wählen?

Deine Art zu fragen ist echt plump. Denkst du wirklich, dass das jemand irgendwie toll findet? Bekanntes zu wählen ist erst mal nicht verwerflich. Verwerflich ist aber SPD zu wählen, weil es schon die Eltern gemacht haben ohne überhaupt die Inhalte der Partei zu kennen. Wobei auch das, das gute Recht ist in einer Demokratie. Ich persönlich finde es dann aber immer schade, wenn sich Menschen nicht auch mit den Inhalten beschäftigen. Wenn du blindes Wählen gut findest ist dies halt deine Meinung und kann ich durchaus akzeptieren.


AfD ist doch Teil dieses Kindergartens. Manch Landesverband sagt doch, das er nur Opposition machen wird - also nicht mit den anderen spricht. Halte ich aber auch generell für schwierig. Wenn man so stark Wahlkampf gegen andere Parteien macht wie die AfD, wie glaubwürdig ist es dann, mit diesen Gesprächen für eine Koalition zu führen? Dürften sich viele Wähler verarscht fühlen.

Habe gestern alle Interviews auf ARD gesehen, ZDF teils nachdem die Berichterstattung auf ARD vorbei war und die Talkshows. Die AfD hat immer wieder betont keine Kontraposition in der Opposition einzunehmen. Sie wird sinnvolle Vorschläge und Ideen mittragen und gegen ihrer Meinung nach falsche Ideen stimmen. Sie haben immer wieder gesagt, dass sie über Koalitionen nicht nachdenken, weil es gar nicht zur Debatte steht, weil niemand mit ihnen reden will. Das die AfD die anderen Parteien blockieren will oder meiden will wurde von niemanden gesagt.

Und du kennst mit Sicherheit nicht einen AfD-Wähler persönlich. Bitte sei nicht so Arrogant zu meinen zu wissen wie nur einer denkt. Die AfD hatte durchaus auch warme Worte zu einigen Konkurrenten. Viele AfD'ler haben sich bei ARD-Umfragen positiv zur CSU geäußert und ich denke, dass eine CDU ohne Merkelkurs und einer starken Ausrichtung zu konservativen Werten kein Tabu wäre für viele Wähler.

Die selbsternannten "Demokraten" der AfD bewiesen gerade ihr Demokratieverständnis bei der Ausarbeitung des Parteiprogrammes.

Indem sie basisdemokratisches darüber abstimmen? JA stimmt schon, sehr undemokratisch einfach abzustimmen. Man hat gefälligst über die Köpfe hinweg zu entscheiden.
 
wow, ich pöple...nett...Deine ganzen Aussagen bisher sagen nur eines, nämlich AFD...und das ist für mich undiskutabel...ich habe in meinem Leben zuviel gesehen/gehört und diskutiert...und die jetzige Politiklandschaft in DE ist einfach nur traurig für mich...
wen es zig Leute gibt, die Montags auf die Strasse gehen und ihren braunen Müll verbreiten, wie hier in Dresden...ihr habt doch keine Ahnung davon, wie es wirklich ist.....dieses Pseudogeschwafel....
sag doch einfach, das Du AFD Wähler bist und fertig....aber dieses Rumgerede....wenn schon diese Ecke, dann mach es richtig
 
Da die AfD bislang noch nichts leisten musste (und folglich auch nicht versagen konnte), ist sie nunmal die weitaus beste Option. Sie hat in ihrem Parteiprogramm das Thema Volksentscheide. Demokratischer kann man sich nicht geben. Was davon nach 5 Jahren Landespolitik und 4 Jahren Bundestag übrig bleibt, wird man sehen. Ich kann Dir aber aus der Geschichte der letzten Dekaden berichten, was bei den anderen Parteien übrig geblieben ist: Gar nix.
Volksentscheide steht im Programm aller Parteien - bis auf CDU. Und die ist bekanntlich seit über einem Jahrzehnt an der Macht.
Es waren übrigens Landtagswahlen. In BW sind Volksentscheide möglich, wie die Realität gezeigt hat. Ich weiß nicht, wie das in RLP und SA ist, aber in Berlin sind Volksentscheide ebenso möglich. Hast ja sicherlich auch schon einige Kreuze deswegen gemacht. :mrgreen:

Sind die anderen Parteien in ihrem Wesen undemokratisch. Ja, natürlich. Ist es die AfD? Wird man sehen.
Kann man jetzt schon so sehen. Gibt zumindest reichlich Anzeichen.

Na wollen wir es hoffen. Ich weiß es nicht mit Sicherheit, kann doch genauso wenig weissagen wie Du. Also abwarten und hoffen, dass Sachsen-Anhalt nicht die Ausnahme bleibt.
Und worauf beruht diese Hoffnung, dass es mit der AfD demokratischer wird; wider einem Einheitsbrei?

Du hast die letzten Monate verschlafen, oder? Die Leitkuh gab den Kurs vor. Alle folgten mehr oder weniger murrend oder aufmüpfig. Statt die Herde auf eine saftige Wiese zu führen, stehen wir nun in übel riechendem Sumpf. Während alle anderen Parteien (ich nehme da mal die CSU löblich aus) noch immer am Arsch der Leitkuh kleben und notfalls auch das Sumpfgas sniffen, um sich die Welt schön zu schießen, versucht eine kleine junge Partei, die Herde von der Abkehr zu bewegen.
"übel riechendem Sumpf", "am Arsch der Leitkuh kleben" - und dann anderen zum Vorwurf machen, dass man nicht mit einem reden will. :mrgreen:

Nun fragst Du, ob das reicht? Was soll denn AfD machen? Reichstagsbrand oder was wäre Dir genehm? Natürlich kann sie erstmal nur den Kurs verurteilen und mit ihm alle, die ihm folgen. Und natürlich sich selbst zur Alternative stellen. Was bitte ist denn daran "dünn"? Alles andere wäre ein Putsch, womöglich Attentat - aber in jedem Fall undemokratisch.
Sie könnte als kleiner Koalitionspartner zumindest im Ansatz die Interessen des angeblichen Volkes vertreten. Und dünn, wenn es um Demokratie geht.

Weil man sich womöglich dafür interessiert, wohin und vor allem warum die Wählerschaft langsam abwandert und der eigene Kahn absäuft. Mit den Junkies hat man es auch gemacht und schwupps, war der Atomausstieg im eigenen Wahlprogramm. Hat doch super funktioniert.
Junkies?

Ja, machen wir doch, Himmel Arsch und Zwirn. Geht halt nicht alles so schnell. Ich muss doch auch bis September warten. Und dann noch mal bis Herbst 2017. Das ist noch sooooo lange hin *seuftz*
Dann kannst du aber von Storch in den Senat verhelfen, die gerade versucht, ihre eigene Vorstellung von Demokratie zu verwirklichen.
 
Wurde oben erklärt.
Ich versuche es zu finden. Wird mich sicher überzeugen...



Deine Art zu fragen ist echt plump. Denkst du wirklich, dass das jemand irgendwie toll findet? Bekanntes zu wählen ist erst mal nicht verwerflich. Verwerflich ist aber SPD zu wählen, weil es schon die Eltern gemacht haben ohne überhaupt die Inhalte der Partei zu kennen. Wobei auch das, das gute Recht ist in einer Demokratie. Ich persönlich finde es dann aber immer schade, wenn sich Menschen nicht auch mit den Inhalten beschäftigen. Wenn du blindes Wählen gut findest ist dies halt deine Meinung und kann ich durchaus akzeptieren.
Ich weiß. Plump gefragt: Warum soll jemand, der wegen den Eltern SPD wählt, nicht wissen, was deren Inhalte sind? Und das der geneigte AfD-Wähler sich so tiefgründig mit den Inhalten auseinandergesetzt hat, könnte man auch als fragwürdig betrachten. Buzzword FLÜCHTLINGSKRISE.

Sie wird sinnvolle Vorschläge und Ideen mittragen und gegen ihrer Meinung nach falsche Ideen stimmen.
Da es unterschiedliche Vorstellungen von "sinnvoll" und "falsche Ideen" gibt, ist es undemokratisch, in der Art zu agumentieren.

Sie haben immer wieder gesagt, dass sie über Koalitionen nicht nachdenken, weil es gar nicht zur Debatte steht, weil niemand mit ihnen reden will. Das die AfD die anderen Parteien blockieren will oder meiden will wurde von niemanden gesagt.
Und die AfD will reden? Hat meines wissens bis jetzt nur die neoliberale Afd in BW verkündet. Man fühlt sich wohl in der Opferrolle...

Und du kennst mit Sicherheit nicht einen AfD-Wähler persönlich. Bitte sei nicht so Arrogant zu meinen zu wissen wie nur einer denkt. Die AfD hatte durchaus auch warme Worte zu einigen Konkurrenten. Viele AfD'ler haben sich bei ARD-Umfragen positiv zur CSU geäußert und ich denke, dass eine CDU ohne Merkelkurs und einer starken Ausrichtung zu konservativen Werten kein Tabu wäre für viele Wähler.
Ok. Bin ich nicht mehr so arrogant. Wenn du nicht so arrogant bist zu meinen zu wissen wie nur einer der SPD-Wähler denkt. Ähm, oder muss ich da auch einen kennen? Kacke!

Indem sie basisdemokratisches darüber abstimmen? JA stimmt schon, sehr undemokratisch einfach abzustimmen. Man hat gefälligst über die Köpfe hinweg zu entscheiden.
Basisdemokratisch? Durften nur Mitglieder teilnehmen. Es wurde nicht mal alles zur Umfrage gegeben. Die da oben - in dem Falle von Storch - will die Richtung vorgeben. Und es war nur eine Umfrage. Abgestimmt über das Programm wird ganz ordinär von den Deligierten auf dem Bundesparteitag. Die sind kein bisschen an die Umfrageergebnisse gebunden. Selbst die bekackte FDP ist da schon weiter, die Grünen glaube ich auch. Piraten wollen wir erst gar nicht erwähnen. Das, was die AfD an Basisdemokratie abliefert, kann man als ganz nett bezeichnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
sag doch einfach, das Du AFD Wähler bist und fertig....aber dieses Rumgerede....wenn schon diese Ecke, dann mach es richtig
Also ich mache doch gar kein Geheimnis daraus, dass ich mich aktuell auf die AfD festgelegt habe und sie auch wählen werde, wenn nicht noch irgendwas ganz schlimm dramatisches passiert. Da aber die einzige andere Alternative für mich mit ziemlich großem Abstand die FDP oder mit noch größerem Abstand die Linkspartei wäre (da ich leider in Berlin keine CSU wählen kann), müsste schon was ganz ganz ganz schlimmes passieren. Also etwa eine Vereinigung der AfD mit der NPD. Oder eine weitere große Abspaltung gemäßigter Kräfte. Ansonsten ist das die Partei meiner Wahl. ist doch kein Geheimnis.

So, nun weichst Du mir allerdings ständig aus. Alle AfD-Wähler sind doof und viel mehr Substanz konnte ich aus Deinen Beiträgen nicht heraus lesen. Wenn das jetzt alles war und nicht noch etwas mit ein wenig mehr Gehalt kommt, dann wird das wohl auch die letzte Antwort sein, die ich Dir schreibe. Weil ich sonst den Eindruck gewönne, ich würde hier nur mit jeder weiteren Zeile meine Zeit sinnlos verballern.

Volksentscheide steht im Programm aller Parteien - bis auf CDU. Und die ist bekanntlich seit über einem Jahrzehnt an der Macht.
Genau. Die Union hat sie seit Jahren und Jahrzehnten verhindert. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich kaum daran erinnern, dass eine andere Partei diesen Punkt etwa in einem Koalitionsvertrag haben wollte. Also sind wohl die anderen auch sehr wenig daran interessiert. Scheint wohl ein nettes Feigenblatt für die Demokratieidealisten in den eigenen Reihen zu sein, aber nicht wirklich wert, dafür zu fechten. Könnte sich mit der AfD ändern.

aber in Berlin sind Volksentscheide ebenso möglich. Hast ja sicherlich auch schon einige Kreuze deswegen gemacht. :mrgreen:
Aber ja doch. Kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, wie Wowereit völlig unverblümt gesagt hat: "Mir ist völlig egal, wie der Entscheid zu Tempelhof ausgeht. Tempelhof kommt weg." Nun, das ist nicht genau das, was ich unter "Volksentscheiden" und "Demokratie" verstehe, wenn Du mich fragst.

Und ja, bei anderen war ich auch dabei. Die waren so wichtig, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, worum es überhaupt ging. Kann mich aber noch sehr gut daran erinnern, dass ich aus demokratischer Überzeugung daran teilgenommen habe und nicht, weil mich die Frage interessiert hätte. War irgendeine Pille-Palle jedenfalls. Dinge, die mich allerdings wirklich beschäftigen und zu denen ich auch eine feste Meinung habe, wurden nie zur Abstimmung gestellt. Und das ist nicht das, was ich unter "Volksentscheid" verstehe, wenn ich nur darüber abstimmen darf, ob die örtliche Igel-Familie umgesiedelt werden sollte oder nicht.

Und worauf beruht diese Hoffnung, dass es mit der AfD demokratischer wird; wider einem Einheitsbrei?
Na das hatten wir doch nun schon, oder nicht? AfD ist eine junge Partei, die nun alle Möglichkeiten hat, sich zu beweisen. Sie haben wenige Punkte in ihrem Programm, auch aus dem Grund, dass sie erstmal nur die akuten und dringenden Punkte aufgenommen haben. Ziehen sie jetzt flächendeckend in die Landtage ein, werden da auch noch weitere dazu kommen.

Das sagt aber aus, dass sie das Problem der mangelhaften Umsetzung des Demokratie-Gedankens verstanden haben. Sie haben die Flüchtlingskrise zu Recht an erster Stelle und die daraus resultierenden Folgeprobleme. Dann eben auch das Thema EU und eben mehr Demokratie. Viel mehr steht ja im Programm nicht drin, was für mich wesentlich wäre. Damit stellen sie sich in den mir wichtigsten Punkten gegen den aktuellen Kurs und das macht sie wählbar.

"übel riechendem Sumpf", "am Arsch der Leitkuh kleben" - und dann anderen zum Vorwurf machen, dass man nicht mit einem reden will. :mrgreen:
Ja, nun denk Dir andere Metaphern, wenn diese Dir nicht gefallen. Ich fand sie äußerst passend.

Sie könnte als kleiner Koalitionspartner zumindest im Ansatz die Interessen des angeblichen Volkes vertreten.
Erstens wurde jedwede Zusammenarbeit mit der AfD von allen "demokratischen" Parteien ausgeschlossen. Zweitens wäre sie, wie Du schon richtig sagst, nur der kleine Koalitionspartner. Sagen wir "Steigbügelhalter". Und dann, wie schon von Baffi erwähnt, kann man nicht Wahlkampf machen und massiv Prozente holen, um dann im Arsch einer der Parteien zu stecken, gegen die man Nichtwähler mobilisiert hat. Da würde die Partei an Glaubwürdigkeit verlieren und letztlich auch an Substanz.

Die AfD hat also keine andere Wahl, als eine möglichst starke Opposition zu sein. Und das ist auch völlig ok. So stelle ich mir auch eine Opposition vor. Nicht die SPD, die im Grunde die gleiche Politik macht, wie die CDU und sich schon sehr anstrengen muss, überhaupt noch ein Profil zu zeigen, das sich von der CDU unterscheidet. Da wird über Nichtigkeiten so lange diskutiert, bis man eine Belanglosigkeit als "unüberbrückbare Differenzen" dem Volk präsentieren kann. Wie gesagt - jede Kindergartengruppe hätte längst eine Lösung präsentieren können, wenn man nur mal das Ziel definiert hätte. Aber das Ziel scheint ja zu sein, auf Krawall irgendwie ein Profil zu behalten. Sowas kann ich aber nicht gebrauchen.

Nun, die AfD muss sich da gar nicht bemühen. Sie greift halt nur die derzeit dringendsten Punkte auf, die von einem nicht unerheblich großen Teil der Deutschen als Katastrophe empfunden werden. Und wenig verwunderlich steht sie damit in Kontrast zu CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP. Oh Wunder, oh Wunder. Oder eigentlich doch nicht, weil es eben doch nur Einheitsbrei war...
 
Genau. Die Union hat sie seit Jahren und Jahrzehnten verhindert. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich kaum daran erinnern, dass eine andere Partei diesen Punkt etwa in einem Koalitionsvertrag haben wollte. Also sind wohl die anderen auch sehr wenig daran interessiert. Scheint wohl ein nettes Feigenblatt für die Demokratieidealisten in den eigenen Reihen zu sein, aber nicht wirklich wert, dafür zu fechten. Könnte sich mit der AfD ändern.
Oder ist von der AfD auch nur ein Feigenblatt. Die Hoffnungen scheinen aber groß zu sein.

Aber ja doch. Kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, wie Wowereit völlig unverblümt gesagt hat: "Mir ist völlig egal, wie der Entscheid zu Tempelhof ausgeht. Tempelhof kommt weg." Nun, das ist nicht genau das, was ich unter "Volksentscheiden" und "Demokratie" verstehe, wenn Du mich fragst.
Total Banane. Aber hätte er überhaupt die Möglichkeit gehabt, anders zu entscheiden? Die Wähler haben ihm doch auch Recht gegeben, oder?

Und ja, bei anderen war ich auch dabei. Die waren so wichtig, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, worum es überhaupt ging. Kann mich aber noch sehr gut daran erinnern, dass ich aus demokratischer Überzeugung daran teilgenommen habe und nicht, weil mich die Frage interessiert hätte. War irgendeine Pille-Palle jedenfalls. Dinge, die mich allerdings wirklich beschäftigen und zu denen ich auch eine feste Meinung habe, wurden nie zur Abstimmung gestellt. Und das ist nicht das, was ich unter "Volksentscheid" verstehe, wenn ich nur darüber abstimmen darf, ob die örtliche Igel-Familie umgesiedelt werden sollte oder nicht.
War glaube ich alles solch eine Pille-Palle wie die Frage, ob nun ein oller Flughafen geschlossen werden soll oder nicht. Und zur Abstimmung kommt nur, was vorab durch eine bestimmte Menge an Unterschriften zur Abstimmung eingefordert wurde. Scheinen einige Berliner andere Themen für wichtig zu halten.

Na das hatten wir doch nun schon, oder nicht? AfD ist eine junge Partei, die nun alle Möglichkeiten hat, sich zu beweisen. Sie haben wenige Punkte in ihrem Programm, auch aus dem Grund, dass sie erstmal nur die akuten und dringenden Punkte aufgenommen haben. Ziehen sie jetzt flächendeckend in die Landtage ein, werden da auch noch weitere dazu kommen.
Die Kulturpolitik in Sachsen-Anhalt ist natürlich ein akuter und dringender Punkt. Aber he! Soll sie sich erst mal beweisen.

Ja, nun denk Dir andere Metaphern, wenn diese Dir nicht gefallen. Ich fand sie äußerst passend.
Ich finde Rechtsextreme passend.

Erstens wurde jedwede Zusammenarbeit mit der AfD von allen "demokratischen" Parteien ausgeschlossen. Zweitens wäre sie, wie Du schon richtig sagst, nur der kleine Koalitionspartner. Sagen wir "Steigbügelhalter". Und dann, wie schon von Baffi erwähnt, kann man nicht Wahlkampf machen und massiv Prozente holen, um dann im Arsch einer der Parteien zu stecken, gegen die man Nichtwähler mobilisiert hat. Da würde die Partei an Glaubwürdigkeit verlieren und letztlich auch an Substanz.
*hüstel Substanz....
Bedeutet also, man muss eine Mehrheit erwarten. Steigbügelheiter will man nicht sein. Wenn man dann noch ganz konsequent ist, will man auch keine andere Partei als Steigbügelhalter prostituieren. Bleibt nur noch eine absolute Mehrheit. Quasi wie bayerischer Einheitsbrei...

Die AfD hat also keine andere Wahl, als eine möglichst starke Opposition zu sein. Und das ist auch völlig ok. So stelle ich mir auch eine Opposition vor.
Dann pisst doch anderen Parteien nicht ans Bein, weil sie nicht mit der AfD sprechen wollen. Will die AfD nicht wirklich, ist mit der Situation mehr als zufrieden.

Da wird über Nichtigkeiten so lange diskutiert, bis man eine Belanglosigkeit als "unüberbrückbare Differenzen" dem Volk präsentieren kann. Wie gesagt - jede Kindergartengruppe hätte längst eine Lösung präsentieren können, wenn man nur mal das Ziel definiert hätte. Aber das Ziel scheint ja zu sein, auf Krawall irgendwie ein Profil zu behalten. Sowas kann ich aber nicht gebrauchen.
Und das soll mit der AfD anders werden? Ist ja nun nicht so, dass man Nichtigkeiten ignorieren würde und das man nicht auf Krawall gebürstet sei.

Nun, die AfD muss sich da gar nicht bemühen. Sie greift halt nur die derzeit dringendsten Punkte auf, die von einem nicht unerheblich großen Teil der Deutschen als Katastrophe empfunden werden. Und wenig verwunderlich steht sie damit in Kontrast zu CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP. Oh Wunder, oh Wunder. Oder eigentlich doch nicht, weil es eben doch nur Einheitsbrei war...
Und wenn alle den AfD-Scheiß machen würden wäre der Einheitsbrei nicht mehr schlimm? Sonst müsste es doch ok sein, dass die mehr oder weniger Linken die AfD als Rechtspopulisten bezeichnen. Oder muss man da politisch korrekt sein?
 
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Photon bezüglich der direkten Demokratie und Bürgerentscheide. Hast Du das Prinzip, welches Dir ja aus der Schweiz so vorschwebt, wirklich verstanden? Wenn Bürgerentscheide in D sind, dann sind sie "Pille-Palle" da nicht wichtig genug? Du weisst aber schon das 1. genug Stimmen/Unterschriften dazu im Vorfeld vorhanden sein müssen und 2. das es mehr solch "Pille-Palle"-Entscheide sind als nur die knackigen Punkte, wie Euro oder jetzt Flüchtlinge?

Hier müssen sich wohl einige nochmal ein wenig sich über die direkte Demokratie in der Schweiz (was sie so gerne hätten) sich informieren. Aber gut zu wissen das sie soviel Kenntnisse darüber haben das sie es fordern.:ugly: