Das ungedeckte Papiergeldsystem ist die eine Sache und der Euro ist der Brandbeschleuniger.

Nach meiner Definition ist der Euro das Gegenteil, zumindest was das Gesamtbild betrifft. Wenn man das Ganze betrachtet ist der Euro quasi sowas wie das ultimative Instrument um Zeit zu gewinnen.
Wenn jeder Eurostaat bildlich gesprochen ein Sandhaufen wäre, der andere größer der andere kleiner und die Gläubiger der steigende Meeresspiegel, dann sorgt der Euro quasi dafür, dass alle Sandhaufen zusammengeschaufelt und glatt gestrichen werden. Somit dauerts länger bitte alle überspült werden.
Ohne den Euro und seine "Hilfsmechanismen" wären schon etliche europäische Staaten baden gegangen. Dies hätte längst zu einem Dominoeffekt geführt und es hätte einen "reset" im Geldsystem (gegen massive Verluste der Gläubiger) geben müssen. Um dies so weit es geht hinauszuzögern wurde m.E. das Konstrukt Euro geschaffen. Die uns bald erwartende Bankenunion hat m.E. genau den gleichen Zweck.
Als "Brandbeschleuniger" wirkt der Euro nur für die Staaten die einst den dicksten Sandhaufen hatten, allen voran die BRD.
 
Wenn jeder Eurostaat bildlich gesprochen ein Sandhaufen wäre, der andere größer der andere kleiner und die Gläubiger der steigende Meeresspiegel, dann sorgt der Euro quasi dafür, dass alle Sandhaufen zusammengeschaufelt und glatt gestrichen werden. Somit dauerts länger bitte alle überspült werden.

Das blöde an der Theorie ist nur, dass in Teilen Deutschlands Dein Meeresspiegel nicht mehr steigt bzw. sachte das sinken anfängt.

gruss kelle!
 
Welche Größenordnungen meinst du, wenn du von "geringen Fixkosten" (wofür?) und von "gut und günstig essen gehen" redest?

450 Euro/Monat für Miete, Mobilität, Nahrung, Telekommunikation, Strom, anteilig für meine Nase, alleine bekommt man das in Berlin wohl nicht hin
Essen gehen kann man mittags gut für nen Zehner, wenn einem ein Gericht oder das Buffet + ein Getränk reicht, abends wird es natürlich meist ein wenig teurer
 
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450 Euro/Monat für Miete, Mobilität, Nahrung, Telekommunikation, Strom, anteilig für meine Nase ...

Dann scheint Berlin tatsächlich unschlagbar günstig zu sein, was Wohnen, Mobilität und Nahrungsmittel angeht.

Essen gehen kann man mittags gut für nen Zehner, wenn einem ein Gericht oder das Buffet + ein Getränk reicht, abends wird es natürlich meist ein wenig teurer

Dann erklär mal jemandem, der am Tag ganze 10 Euro zur Verfügung hat, was daran günstig sein soll ...

(Die folgenden Erläuterungen sind jetzt nicht an dich persönlich gerichtet, ist nur mal so eine beispielsweise Darstellung der Gegebenheiten, die dazu führen, dass viele Menschen irgendwann die Wut packt.)

Mit "10 Euro pro Tag" meine ich jetzt den verfügbaren Betrag für alles außer Warmmiete:

Nahrung, Kleidung, Strom, Drogerieartikel, Wasch- und Putzmittel, Mobilität, Telekommunikation, Bildung, Rücklagen (falls der Kühlschrank mal kaputt geht) usw. - hab bestimmt noch was vergessen ...

Da sind so Dinge wie auswärts essen, Kino, Theater, Konzerte, Sportveranstaltungen, Vereinsmitgliedschaften - kurz: das, was man so allgemein als "Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben" bezeichnet, schlicht und einfach nicht drin! Und im letzten Monatsdrittel darfst du dich dann auch noch entscheiden, ob du dir jetzt Brot fürs Frühstück kaufst oder die kaputtgegangene Glühbirne ersetzt oder ob du dir die Busfahrt zum Arzt leisten kannst - denn alles zusammen geht nicht.

Und wenn du dann noch chronisch krank bist und genau die Therapien, die dir ein bisschen helfen würden, z.B. die Schmerzen einigermaßen erträglich zu halten, im Rahmen der Streichung von Leistungen leider nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt werden ... tja, was machst du dann?

Nein, der Euro ist nicht an allem schuld - aber Tatsache ist, dass ich heutzutage fast für alles die Preise in Euro bezahle, die ich vor 12 Jahren in DM bezahlt habe. Aber das macht ja nix, alle zwei Jahre eine Rentenerhöhung von 30 Cent gleicht das ja locker wieder aus!
 
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Nein, der Euro ist nicht an allem schuld - aber Tatsache ist, dass ich heutzutage fast für alles die Preise in Euro bezahle, die ich vor 12 Jahren in DM bezahlt habe. Aber das macht ja nix, alle zwei Jahre eine Rentenerhöhung von 30 Cent gleicht das ja locker wieder aus!

Das wäre eine Inflationsrate von 5,75% - halt ich für leicht überzogen.
 
Das blöde an der Theorie ist nur, dass in Teilen Deutschlands Dein Meeresspiegel nicht mehr steigt bzw. sachte das sinken anfängt.

gruss kelle!

Ich bin ja ein friedfertiger Mensch und lasse jedem seine Meinung, sei sie auch noch so naiv. Du bist aber wirklich der einzige hier der mich ein wenig an meine Grenzen bringt;)
Scheint schön zu sein in Deiner Realität. Ich wünschte meine wäre genauso, ehrlich. In Wahrheit würde ich mich sehr freuen in der Deinen zu leben. Ich sollte einfach mal das selbstständig Denken sein lassen und unseren Regierungen (BRD und EU) vertrauen... vielleicht klappts ja dann.
 
Dann scheint Berlin tatsächlich unschlagbar günstig zu sein, was Wohnen, Mobilität und Nahrungsmittel angeht.
Nö, in kleineren Städten in denen ich alles mit dem Fahrrad erreichen könnte und weniger Miete zahlen würde ginge es noch sehr viel günstiger. So wie in der Wohnung in der 40 K Einwohnerstadt in der ich vor 2 Umzügen gewohnt habe, da käme ich umgerechnet auf 330 Euro Fixkosten pro Monat.


Dann erklär mal jemandem, der am Tag ganze 10 Euro zur Verfügung hat, was daran günstig sein soll ...
Günstig relativ dazu das sie Pacht, Mehrwertsteuer, Gehalt, Energie, Einkauf etc zahlen müssen, nicht günstig relativ zu den Geldern die jemand über hat der von Armenhilfe lebt.

Wenn ich das Geld nicht über habe koche ich ganz einfach was günstiges.

Und wenn du dann noch chronisch krank bist und genau die Therapien, die dir ein bisschen helfen würden, z.B. die Schmerzen einigermaßen erträglich zu halten, im Rahmen der Streichung von Leistungen leider nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt werden ... tja, was machst du dann?
Ich würde öffentlich kein Wort drüber verlieren, oder nur maximal soviel wie nötig ist um mir Rat zu holen und alle Hebel in Bewegung setzen die mir zur Verfügung stehen... und ich bin echt ganz zufrieden mit meiner Krankenkasse die zahlen mehr als ich erwartet hätte ;)
 
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Nach meiner Definition ist der Euro das Gegenteil, zumindest was das Gesamtbild betrifft. Wenn man das Ganze betrachtet ist der Euro quasi sowas wie das ultimative Instrument um Zeit zu gewinnen.
Wenn jeder Eurostaat bildlich gesprochen ein Sandhaufen wäre, der andere größer der andere kleiner und die Gläubiger der steigende Meeresspiegel, dann sorgt der Euro quasi dafür, dass alle Sandhaufen zusammengeschaufelt und glatt gestrichen werden. Somit dauerts länger bitte alle überspült werden.
Ohne den Euro und seine "Hilfsmechanismen" wären schon etliche europäische Staaten baden gegangen. Dies hätte längst zu einem Dominoeffekt geführt und es hätte einen "reset" im Geldsystem (gegen massive Verluste der Gläubiger) geben müssen. Um dies so weit es geht hinauszuzögern wurde m.E. das Konstrukt Euro geschaffen. Die uns bald erwartende Bankenunion hat m.E. genau den gleichen Zweck.
Als "Brandbeschleuniger" wirkt der Euro nur für die Staaten die einst den dicksten Sandhaufen hatten, allen voran die BRD.



Mit Brandbeschleuniger meinte ich die Schulden im System, die durch den Euro extrem geworden sind dabei spielt es keine Rolle um welches Land es sich handelt. Es geht nur um die Schulden im Gesamtsystem und die hat der Euro beschleunigt mit jedem Rettungspaket was ja auch nur Kredite sind Staaten die Pleite sind retten Staaten die Pleite sind. So war das gemeint. Ohne Euro keine Rettungspakete.
 
... der von Armenhilfe lebt ...

Es geht nicht um "Armenhilfe" - es geht um Renten und um Millionen von Niedriglöhnern und Hartz IV-Empfängern.

Ich würde öffentlich kein Wort drüber verlieren

Öffentlich kein Wort darüber verlieren? Die ganzen Missstände (die übrigens immer mehr werden) schön unter den Teppich kehren und totschweigen, was hier in Deutschland schiefläuft?

oder nur maximal soviel wie nötig ist um mir Rat zu holen und alle Hebel in Bewegung setzen die mir zur Verfügung stehen

Hast du mal Anträge bei Krankenkasse/Rentenversicherung/Versorgungamt gestellt (ist egal wo, läuft überall gleich)?

Hast du die Ochsentour von Antrag - Ablehnung - Widerspruch - Ablehnung - Klage beim Sozialgericht (evtl. durch 3 Instanzen) usw. schon mal mitgemacht?

Schon mal die Erfahrung gemacht, dass da auf Zeit gespielt wird bis zum Gehtnichtmehr, nach dem Motto "na wir werden es schon schaffen, das Ganze so hinaus zu ziehen, dass es sich von selbst erledigt" (weil der Antragsteller entweder eines natürlichen Todes stirbt oder er so fix und alle ist, dass er Suizid begeht, weil er das Ganze nicht mehr länger durchsteht)? So läuft das nämlich heutzutage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht nicht um "Armenhilfe" - es geht um Renten und um Millionen von Niedriglöhnern und Hartz IV-Empfängern.
Ich meinte hauptsächlich Hartz 4 Empfänger, ist nun mal Armenhilfe, noch positiv ausgedrückt wenn man den Arschtritt, den man nebenbei noch bekommt, verschweigt

Öffentlich kein Wort darüber verlieren? Die ganzen Missstände (die übrigens immer mehr werden) schön unter den Teppich kehren und totschweigen, was hier in Deutschland schiefläuft?
Über das eigene Schicksal kein Wort verlieren, man wird sonst so schnell als Jammerer wahrgenommen und das Image hilft einem nirgends und eigentlich geht das niemanden was an. Kämpfen für das was einem wichtig ist sollte man immer, aber dafür muss man anderen Leuten nicht sein Leid klagen.

Hast du mal Anträge bei Krankenkasse/Rentenversicherung/Versorgungamt gestellt (ist egal wo, läuft überall gleich)?
Ja, habe oft beruflich damit zu tun

Hast du die Ochsentour von Antrag - Ablehnung - Widerspruch - Ablehnung - Klage beim Sozialgericht (evtl. durch 3 Instanzen) usw. schon mal mitgemacht?
Ja..., aber die einzige Klage die bisher nötig war haben "wir" in der ersten Instanz gewonnen und seitdem ist da zum Glück Ruhe
 
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AfD-Sprecher Lucke gegen flächendeckenden Mindestlohn

Folgende News wurde am 18.10.2013 um 16:10:56 Uhr veröffentlicht:
AfD-Sprecher Lucke gegen flächendeckenden Mindestlohn
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Berlin (dts) - Der Sprecher der Partei "Alternative für Deutschland", Bernd Lucke, hat sich gegen einen flächendeckenden Mindestlohn ausgesprochen."Ein flächendeckender, einheitlicher Mindestlohn, wie ihn vor allem die SPD anstrebt, wird entweder nutzlos sein oder Arbeitsplätze für Geringqualifizierte kosten. Er stellt einen weiteren Versuch dar, unterschiedlichste Lebensbedingungen in ein gleiches Korsett zu zwingen", sagte Lucke am Freitag in Berlin mit Blick auf die Annäherung zwischen SPD und Union bei dem Thema. Ein einheitlicher Mindestlohn wirke wie "eine Steuer auf Unternehmen, die Arbeitsplätze für Geringqualifizierte anbieten", so Lucke weiter. Die Unternehmen könnten sich dieser "Steuer" entziehen, "indem sie Arbeitsplätze streichen", so Lucke weiter."Mehr Wohlstand für weite Teile der Bevölkerung lässt sich beispielsweise durch ein einfacheres und gerechteres Steuersystem erlangen, durch staatlich regulierte Löhne für alle in jedem Fall nicht."
 
Das soll Herr Lucke mal den Angestellten in der Gastronomie oder Fleischverarbeitenden Industrie erzählen die teilweise 5 euro und weniger verdienen.
 
Das soll Herr Lucke mal den Angestellten in der Gastronomie oder Fleischverarbeitenden Industrie erzählen die teilweise 5 euro und weniger verdienen.

Prinzipiell stimme ich Dir zu, allerdings muss man in der Gastronomie das Trinkgeld mit einberechnen. Eine Freundin verdient 5 Euro die Stunde als Kellnerin, nimmt aber jeden Abend zwischen 50 und 100 Euro Trinkgeld mit nach Hause - steuerfrei.
 
Da kommt auch immer darauf an, man kann soviel bekommen aber darauf verlassen kann man sich nicht.
Ein Mindestlohn sollte kommen und 8,50 € ist nun auch nicht die Welt aber auf jedenfall ein Anfang um die Aufstockung mit ALG2 entgegenzuwirken. Was man aber auch nicht vergessen sollte von der Politik so eingeführt wurden ist.
 
Prinzipiell stimme ich Dir zu, allerdings muss man in der Gastronomie das Trinkgeld mit einberechnen. Eine Freundin verdient 5 Euro die Stunde als Kellnerin, nimmt aber jeden Abend zwischen 50 und 100 Euro Trinkgeld mit nach Hause - steuerfrei.
Naja, ich kenne ja auch Leute, die in der Gastronomie arbeiten. Die nehmen so zwischen 20 und 50 Euro mit nach Hause. Kommt wohl immer drauf an, wo man arbeitet und wie gut die Gaststätte besucht ist. Es ist nicht nur Freundlichkeit und das Aussehen.

Friseure genauso, Taxifahrer, ... praktisch alle im direkten Dienstleistungsgewerbe und Gastronomie. Eben deshalb bekommen die Angestellten ja so ein geringes Gehalt, weil das Trinkgeld praktisch schon mit einberechnet wurde. Aber sobald es ein wenig Rezession gibt, trifft es die auch gleich als erstes. Dann gehen die Leute nicht mehr so oft weg. Und wenn, dann nuckeln sie eine Stunde an einem kleinen Bier. Entsprechend fällt dann auch das Trinkgeld aus. Oder wenn gegenüber die Konkurrenz aufmacht.

Noch härter trifft es die Leute, wenn sie mal arbeitslos werden. Von dem versteuerten (und damit gemeldeten) Einkommen nur noch gut 60%. Davon können sie oft gar nicht leben. Und über Rente reden wir besser gar nicht. Da kann man sich auch 50 Jahre lang den Arsch vor oder hinter dem Tresen aufreißen (wobei die letzen 20 Jahre wohl auch das Trinkgeld geringer werden dürfte) und hat am Ende kaum mehr als Hartz IV. Also ich beneide niemanden um so einen Job, auch wenn er jetzt und heute doppelt so viel Geld nach Hause trägt wie ich.

Schon deshalb ist ein Mindestlohn wichtig und eine Grundrente, von der man leben kann. Im Gegenzug kann sich ja der Deutsche gern überlegen, ob er das Trinkgeld nicht etwas zurück schraubt...
 
Ich hab mal kurz gerechnet.
8,50 € die Stunde macht im Monat bei Lohnsteuerklasse 1 runde 1000 €.
ALG I wären dann 600 - 650 €, Rente mittelfristig 500 - 550 €.

Also mit Arbeitslosengeld und/oder Rente braucht man beim Mindestlohn nunmal gar nicht argumentieren.

gruss kelle!
 
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Also mit Arbeitslosengeld und/oder Rente braucht man beim Mindestlohn nunmal gar nicht argumentieren.
600 ALG 1 ist doch garnicht so schlecht....
2 Leute in 500 Euro Mietwohnung bekommen auch nur 1200 Euro/Monat AlG2, also 600 Euro pro Nase wenn sie nur Hartz 4 haben, von daher bestünde der Vorteil darin bei vorübergehender Arbeitslosigkeit nicht gleich zum Arschtrittsamt und eventuell vorhandene eigene Ersparnisse aufbrauchen zu müssen. Wenn man weniger Miete zahlt lohnt es sich durch zusätzliche Euro auch noch.