Inoffiziell wurde das erste maschinelle Nähen durch die Erfindung des Engländers Thomas Saint 1790 möglich.
In Deutschland gab es ebenfalls Bemühungen das Handnähen durch eine Maschine zu ersetzen. Hier waren es vor allem die Mühen und Anstrengungen von Balthasar Krems. Auch er konstruierte um 1800 eine Nähmaschine im Kettenstich.
Ganze 22 Jahre arbeitet Joseph Madersperger, der offiziell als Erfinder der Nähmaschine gilt, an seinem Modell. Was ihn von all den Vorgängermodelle unterschied und warum er schließlich mit seinem Modell den Durchbruch erzielte ist der Doppelstich.
1814 stellte er seine erste Nähmaschine vor, welche die Bewegung der nähenden menschlichen Hand nachahmte. Madersperger verwertete das 1815 ihm gewährte Privileg nicht, das nach 3 Jahren erlosch.
Nach einigen erfolglosen Verbesserungsversuchen erfand Madersperger 1839 eine Maschine, die den Webvorgang nachahmte und mit dem Kettelstich arbeitete.
Die erste arbeitsfähige Nähmaschine für Schuhmacher baute der Engländer Thomas Saint 1790, der seinen Entwurf patentieren ließ. Die Maschine war ganz aus Holz und hatte eine Gabelnadel, einen Vorstecher und eine Hakennadel. Sie nähte damit einen Kettenstich.
Auch in Deutschland gab es Erfinder, die die mühsame Handnäharbeit durch Maschinenarbeit ersetzen wollten. Unter ihnen war Balthasar Krems aus Mayen im Rheinland (Eifel) wohl der bedeutendste.