Welche Konsequenz hat die Unterschrift beim Paketempfang?

karl.stein · 08. April 2017

Neulich wurde mir von meiner Versandapotheke Flüssigmedizin zugesandt. Beim Öffnen des Paketes stellte ich jedoch fest , dass über 60% ausgelaufen war und von der inneliegenden Füllmasse aufgesogen war. Dies war von aussen nicht zu erkennen. Bei der Reklamation wurde mir gesagt , dass ich mit meiner Unterschrift den ordnungsgemässen Empfang quittiert hätte und es demzufolge erst alles bei mir zuhause zu Bruch gegangen sein müsste.

Quittiere ich mit meiner Unterschrift an der Wohnungstür auch den ordnungsgemässen Inhaltszustand des Paketes  auch wenn ich ihn garnicht sehen kann ?

 

Antworten

X-Reaper · 10. April 2017 · 0x hilfreich

Du übernehmst die gesammte Haftung für das Paket,

was du aber Machen kannst ist immer einen Zeugen beim Öffnen des Pakets dabei zu haben oder Zwei.

 

Dann hast du meist den Vorteil das sich der VK sich nicht mehr heraus reden kann

porske · 10. April 2017 · 0x hilfreich

Du übernimmst die Haftung

sibelkes · 09. April 2017 · 0x hilfreich

Also, liebe Leute, ich habe das Gespräch mit der Versandapo nochmals gesucht und ein reger Schriftwechsel ist bereits im Gange. Mit dem Zustellbetrieb ist Kontakt aufgenommen und der hat mir den Empfang meines Anliegens schon bestätigt. Jetzt bleib ich dran und ich geb Euch Bescheid, wie sich das Ganze so entwickelt.

 

Es ist schon überraschend, das andere Leute fast die gleichen Probleme haben wie ich. Da kommt mir dieser Gedankenaustausch gerade recht.

Bonze66 · 09. April 2017 · 0x hilfreich

Defekte Ware kann man auch bei geleisteter Unterschrift reklamieren,muss nur schnellstmöglich passieren,aber natürlich versuchen alle beteiligten sich trotzdem iregendwie aus der Verantwortung zu stehlen daher kann es problematisch werden

Seven7 · 09. April 2017 · 0x hilfreich

ja das ist blöd. ist leider so, dass man die ordnungsmässigkeit des empfangenen paketes mit seiner unterschrift bestätigt.

swinxx · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Das is so ne Sache. Einerseits bestätigst du es, anderseits sieht dich wohl jeder Postbote schief an wenn du vor ihmbeginnst das Paket auszupacken um die Ware zu checken bevor du den Empfang quittiert hat...

sibelkes · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Ja , das sind die Vorschriften, aber Theorie und Praxis klaffen hier auseinander. Bei uns klingeln die Zusteller teilweise garnicht mehr an der Haustür und da findest einen Nachbarnabgabezettel im Briefkasten obwohl man zu Hause war.

s125817 · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Wie ich schon sagte: So lauten die Dienstvorschriften. Und alle Zusteller, die ich kenne, sind der deutschen Sprache mächtig. Ich weiß, daß es leider nicht überall so aussieht - bezogen auf beide vorangegangenen Sätze.

sibelkes · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Den Zusteller beim Öffnen des Paketes beiwohnen zulassen ist bei der Zustellhektik ,die diese Zusteller habne eigentlich unmöglich. Andererseits ist bei unserem Zustellpersonal mitunter noch nicht einmal eine verständliche deutsche Sprache  vorhanden. Wie will er denn Protokolle ausfüllen ?

s125817 · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Noch eine Ergänzung: Bei Medizinversand gilt meist nicht einmal ein Rückgaberecht. Aber hartnäckig bleiben hilft meist. Die Absender brauchen keine negative Publicity in Verbraucherforen.

Außerdem Vorsorge treffen: Zahlung nur per Lastschrift - diese kann acht Wochen nach Belastung zurückgebucht werden. Zahlung per Rechnung - hier erfolgt die Zahlung erst nach ordnungsgemäßer Prüfung. Zahlung per Paypal - hier hilft hoffentlich der Kundenservice weiter.

Und im übrigen ist der Zusteller verpflichtet, als Zeuge aufzutreten, was die meisten aber leider nicht machen. Als Kunde können Sie also verlangen, daß er bei Ihnen bleibt, bis sie den Inhalt der Sendung geprüft haben. Liegt ein Schaden vor, können Sie diesen sofort anzeigen und gegebenenfalls das Paket in der Annahme verweigern. Wie gesagt, die meisten Zusteller mögen ein solches Prozedere nicht, aber es kann nicht sein, daß ich als Kunde einen Anwalt brauche, nur um die (nicht) einwandfreie Zustellung eines Paketes bezeugen zu können.

s125817 · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Rein rechtlich gesehen wird mit der Unterschrift einzig der Empfang der Sendung bestätigt. Von außen nicht zu erkennende Schäden können damit gerade NICHT dem Empfänger angelastet werden. Im allgemeinen steht in den AGB auch, daß äußerlich nicht erkennbare Schäden umgehend (meist innerhalb von sieben Tagen) gemeldet werden müssen.

Von außen ist ja beispielsweise auch nicht erkennbar, ob sich überhaupt die korrekte und vollständige Ware in der Sendung befindet oder ob sich durch einen Packfehler etwas ganz anderes in der Sendung befindet.

Also unbedingt beim Versandunternehmen UND beim Absender melden. Sollte dieser sich querstellen, gibt es dann zwar nur den Klageweg, aber hier sollte zugunsten des Empfängers entschieden werden. Hierzu gibt es ein interessantes Urteil des Amtsgerichts Kempen, das schon Einschreiben als wertlos erklärt hat - einwandfrei auf Pakete zu übertragen. Wer kann beweisen, ob sich die Ware oder ein Ziegelstein im Paket befindet?

 

Quelle: Ich arbeite bei der DPDHL.

Mehlwurmle · 08. April 2017 · 0x hilfreich

Denn mit der Quittierung erklärt der Empfänger nicht nur den Erhalt der Ware, sondern auch, dass ihm die Ware unbeschädigt und im einwandfreien Zustand ausgeliefert wurde. Bis zur Auslieferung wird gesetzlich vermutet, dass die Ware auf dem Transport beschädigt wurde. Macht man später Ansprüche geltend, muss man den Nachweis erbringen, dass die Ware auf dem Transportweg und nicht erst danach – wenn also der Empfänger das Paket schon erhalten hat – beschädigt wurde.

Erfolgte die Lieferung äußerlich im einwandfreien Zustand, ist aber die Ware dennoch beschädigt, müssen Beschädigungen innerhalb von 7 Tagen nach Zustellung schriftlich bei der DHL angezeigt werden. ... Ratsam ist, dass der Empfänger den Schaden anhand von Fotos festhält. Im Schadensfall muss der Empfänger das beschädigte Paket samt Inhalt und Originalverpackung in einer Filiale der Deutschen Post/DHL vorlegen.

 

Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/beschaedigung-nach-versand---was-tun-

 
 
 
 

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