Gendrift (oder genetische Drift) ist ein evolutionärer Prozess, bei dem sich die Häufigkeit von Genvarianten (Allelen) in einer Population zufällig verändert. Das passiert unabhängig von deren Einfluss auf die Fitness und beruht auf reinem Zufall.
Wichtige Punkte zu Gendrift:
Gendrift trägt so zur genetischen Variation und Evolution bei, unabhängig von Anpassungsprozessen.
Gendrift ist die zufällige Veränderung der Häufigkeit bestimmter Genvarianten (Allele) in einer Population, die durch Zufallsereignisse verursacht wird.
Gendrift bezeichnet die zufällige Änderung der Allelhäufigkeit (genetischen Zusammensetzung) im Genpool einer Population.
Gendrift ist ein wichtiger Faktor bei der Artbildung, wenn durch ein Großereignis ein zufälliger Teil einer Population vom Rest getrennt wird. Der Genpool dieser Zufallspopulation (Gründerpopulation) ist für gewöhnlich nicht optimal an die Umweltbedingungen angepasst, hat zum Teil sogar negative Anpassungen, die auf einmal weiter gegeben werden. Dieser Genpool wird jetzt neu an die Umweltbedingungen angepasst, kann aber auch durch natürliche Selektion zum Aussterben der Population führen, je nach ’Ausgangsmaterial’. Diesen Effekt nennt man den genetischen Flaschenhalseffekt.
zufällige Änderung der Häufigkeit von Genvarianten im Genpool einer Population
Gendrift (genetische Drift) bezeichnet die zufällige Änderung der Häufigkeit von Genvarianten (Allelen) im Genpool einer Population, oft ausgelöst durch Katastrophen oder Trennung. Es ist ein wesentlicher Evolutionsfaktor, der im Gegensatz zur Selektion zufällig und oft in kleinen Populationen auftritt. Wichtige Effekte sind der Flaschenhalseffekt und der Gründereffekt.