Berlin (dts) - Freiwilligendienste sind nur für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe attraktiv. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). "Da sind wir noch kein Abbild der Gesellschaft", sagte eine Sprecherin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes der FAS. In den […] mehr

Kommentare

29k29329512. August 2018
@28 : Ja, der Zivildienst war eher unter Städtern verbreitet. Eine Zeit lang reichte es wirklich, dem Kreiswehrersatzamt eine Postkarte zu schicken, auf der stand: "Ich verweigere den Kriegsdienst aus Gewissensgründen", und dann hat man halt Zivildienst geleistet. Das ging problemlos von 1971 - 78, also vor meiner Zeit. Ich selber hab mir nur überlegt, wiviel Zeit ich für diesen Wehrdienst verschwenden will, und wie sich das für mich auszahlen kann. Obsolet nach der 3. Musterung.
28raffaela12. August 2018
@27 Aha...das mit der Gewissensprüfung wusste ich nicht. Jedenfalls nicht, dass das per Postkarte ging. Anfang der 70er-Jahre war das, soweit ich mich erinnere, aber ein riesiges Prozedere. Zur damaligen Zeit kannte ich wenige, die den Zivildienst abgeleistet haben. Erst später gehörte das jedenfalls bei uns und in meinem Umfeld zur Normalität. Aber wir wohnen hier ja eher ländlich. Da gehörte es vermutlich zum "guten Ton" zum normalen Wehrdienst zu gehen.
27k29329512. August 2018
@26 : Ich hab damals mehr Respekt vor den Zivis gehabt, die den alten Leuten die Sch**ße vom Ar**h gewischt haben und morgens die Leichen im Altenheim aus den Zimmern fahren mussten, als vor den Bundspechten, die gesoffen und geballert haben. Der Höhepunkt der Wehrdienstverweigerung war 1981 schon vorbei. Bis 1978 ging das per Postkarte, es gab keine Gewissensprüfung. Die Gewissensprüfung 1981 hätte ich wohl nicht bestanden, denn die war ziemlich fies.
26raffaela12. August 2018
@23 Du hast Recht. 1981 war natürlich der Zivildienst noch eher selten und wurde belächelt. Das sind aber auch 37 Jahre her. Das waren mehr oder weniger noch "Exoten". Das hat sich aber 10 Jahre später schon verändert und nochmals 10 Jahre später gehörte das einfach dazu. Brauchte vermutlich ebenso wie die Emanzipation (die dauert noch heute an) einfach seine Zeit.?
25raffaela12. August 2018
@24 Eben! Ich denke auch, dass die wenigsten dümmer werden. Im Gegenteil. Wie die Bezahlung aussehen könnte, kann ich nicht beurteilen. Eventuell an ein Lehrlingsgehalt angepasst? Die jungen Leute, die ich vor einem Jahr im KH kennen gelernt habe und ihr FJS abgeleistet haben, waren jedenfalls sehr motiviert - im Gegensatz zu ihren ausgebildeten Kollegen. Meine Erfahrung. @22 Ich mag niemanden in den Krieg schicken. Jeder Krieg ist einer zuviel!
24k29329512. August 2018
@20 : ALLE wohl nicht, aber Du schreibst ja selbst, dass das FSJ nicht besonders breit angenommen wird. Es muss einen Gegenwert solchen Engagements geben. Das muss nicht zwangsläufig die aktuelle Bezahlung sein, aber die Wertschätzung solchen Engagements müsste höher sein. Die wenigsten werden im FSJ dümmer. @20 ,22 : Fettes PLUS!
23k29329512. August 2018
@21 : Nein, ich bin zwischen 1981 und 1984 drei Mal gemustert worden.Da gab es den Zivildienst schon lange, und auch die damit einhergehenden Beschimpfungen. Die "Abmeldung vom Wehrdienst per Postkarte" war zu meiner Zeit schon nicht mehr möglich. Was von der Einführung der Wehrpflicht bis 1990 möglich war: Seinen Wohnsitz nach (West-)Berlin zu verlegen, und dann zu gar nichts herangezogen zu werden. Danach hat kein Hahn gekräht.
22MasterYODA12. August 2018
@17 Für einige Bevölkerungsgruppen würde ein Zwangsdienst natürlich Vorteile bringen. Mir fallen spontan Menschen ein, die Deutschland in einen Krieg ziehen lassen möchten (gegen wen auch immer); Menschen, die im Alter preiswert gepflegt werden wollen und natürlich Unternehmer, die Kriegs-Accessoires oder Pfelgedienstleistungen vertreiben. ;o) @18 Ob sich ein Sklave als Opfer sieht, hängt sicherlich vom Individuum ab. ;o)
21raffaela12. August 2018
@19 Das war doch sicherlich nur am Anfang der Einführung des Zivildienstes oder? Das Bild hat sich aber dann auch verändert. Die waren ja nicht nur in Pflegeberufen eingesetzt. Das Angebot war ja breitgefächert. Oder irre ich mich? Ich jedenfalls habe nie einen als Feigling bezeichnet oder ihn des Verrats am Vaterland bezichtigt. Glaube, die waren noch älteren Datum als ich :-D
20raffaela12. August 2018
@17 Glaubst du wirklich, dass ALLE der Meinung sind, dass das nur Nachteile hat? Fakt ist doch, dass derzeit das freiwillig soziale Jahr nicht wirklich breitgefächert angenommen wird. Von mir aus können auch alle Jugendlichen stundenlang auf ihren Smartphones rumtippen und abends in einem "Club" ihre jugendlichen Freiheiten ausleben. Nur klagen darf man dann nicht. Und auch nicht Solidarität einfordern von anderen wenn man selbst keine lebt. Meine Meinung, die nicht jeder teilen muss.
19k29329512. August 2018
@13 : In aller Höflichkeit möchte ich doch mal daran erinnern, dass Zivis, so wertvoll ihre Tätigkeit doch gewesen ist, sich als "Drückeberger", "Feiglinge" und "Vaterlandsverräter" beschimpfen lassen mussten. Leute wie ich, der ich schlichtweg T5 (also "nicht wehrdienstfähig") waren (bei mir lag das an einer Skoliose, einem Sehfehler und einem kaputten Finger) hingegen brauchten keinen einzigen Tag zu "dienen" und wurden NICHT geschmäht. Ich habe der Gesellschaft dann ehrenamtlich zurückgegeben.
18raffaela12. August 2018
Glaub mir...die Schweizer schätzen ihre Freiheit sehr. Wir reden hier ja nicht von 10 Jahren Zwangsdienst bei den Chinesen, sondern von einem Ersatzdienst, der sicherlich vielen nicht geschadet hat für ihr zukünftiges Leben. Also für mich war vieles Zwang, was ich im Leben machen musste u. mir im Nachhinein aber keineswegs geschadet hat. Ich wäre gerne zur Bundeswehr. Nur zu meiner Zeit gabs das nicht. Hatte ja auch Vorteile. Die CH und A sehen sich aber nicht als Opfer :-)
17k29329512. August 2018
@16 : Neben der akut schlechten Bezahlung kritisierst Du also auch die Tatsache, dass sich das nie im Leben kompensiert? Da stimm ich glatt zu. Wenn etwas denn NUR Nachteile hat, muss man sich doch nicht wundern, wenn die Betroffenen das ablehnen. Die angebliche "Mehrheit der Bevölkerung", die diese "Wiedereinführung der Wehrpflich oder eines Ersatzdienstes" will, ist entweder getürkt oder aber einer gehörigen Verklärung geschuldet. Nostalgie ist aber schlichtweg kitschig, nicht alltagstauglilch.
16MasterYODA12. August 2018
@13 Natürlich "beschwert" sich niemand, der seine Freiheit nicht schätzt. Wer drei oder zehn Jahre Zwangsdienste ausüben möchte, kann gerne versuchen, eine Israelische oder Chinesische Staatsbürgerschaft zu erlangen. ;o) Was die Rentenhöhe und "freiwillige" Arbeit als Argumentation für einen Zwangsstaatsdienst betrifft, dazu fällt mir wenig ein. Äpfel sind keine Birnen. ;o) Und ja, auch die Schweizer und Österreicher tun mir leid. :op
15Philonous12. August 2018
Ich habe im Zivildienst effektiv 8 DM am Tag ausbezahlt bekommen. Das deckt sich ziemlich gut mit den Schweizerischen Werten...
14raffaela12. August 2018
<link> Da sind die Schweizer ja wesentlich schlechter gestellt! Und auch die Österreicher erreichen heute ! noch nicht mal den Sold, den du vor ca. 20 Jahren hattest. <link>
13raffaela12. August 2018
@12 Na ja. Das kann man sehen, wie man will. Es galt ja Wehrpflicht, die erst mal ausgesetzt wurde. 800-900 DM finde ich persönlich zu DM-Zeiten jetzt nicht so wenig. Da hatte mancher Rentner wesentlich weniger. Es geht ja beim Zivildienst nicht darum, dass man fürstlich entlohnt wird. Der Sinn ist eben anstatt Dienst an der Waffe, etwas im sozialen Bereich zu leisten. In A und CH gibts das immer noch. Da beschwert sich kaum jemand. Nur D sieht das als "Zwang". Das ist Schule auch.
12MasterYODA12. August 2018
@10 Der "Sold" für den Zwangsdienst betrug zwischen 800 und 900 DM, inkl. Spritgeld. Natürlich sind solche Arbeitskräfte für den jeweiligen AG eine Wohltat, sie können nicht Kündigen und werden vom Staat mit Almosen entlohnt...
11raffaela12. August 2018
In d. Behinderteneinrichtung waren sie jedenfalls froh, Zivis zu haben, die ihnen gewisse Arbeiten abnehmen. Denn viele Azubis haben nach dem ersten Jahr kapituliert. Das weiß ich nur von den Aussagen meiner Tochter. Aber es sind auch viele der Zivis hängen geblieben, die ihre Berufung genau dort gefunden haben.
10raffaela12. August 2018
@4 Sei versichert, dass ich mich nicht durch mein Alter diskriminiert fühle :-) Ich habe einfach nur etwas gestöbert in den Archiven bei Google. Da ich eine Tochter großgezogen habe, ist die Besoldungshöhe von @2 auch gänzlich unbekannt, obwohl er im selben Alter ist als sie. Sie hat ihren eigenen Zivildienst gewählt - in der Heilerziehungspflege eine Ausbildung absolviert und das mit Leidenschaft.
9k29329511. August 2018
@7 .8: Billig. Welche Qualifikation braucht es, Abgeordnete(r) zu werden? Welche Bezahlung ist angemessen, wenn man die Bevölkerung repräsentiert/vertritt? Welche Arbeitszeit ist da vertretbar?
8Leoric11. August 2018
@7 : Du meinst ein Vielfaches eines der Qualifikation angemessenen Verdienstes als Lohn mit einer lebenslangen Pension ohne verpflichtende Arbeitszeiten oder Miminalleistung? Bin dabei :-D
7flowII11. August 2018
nein nicht durch zwandg... uerberbezahlt wie die politiker ist die loesung
6Leoric11. August 2018
Pflicht heisst also Zwangsarbeit, auch angenehmere Konditionen ändern nichts daran. Der Dreck gehört ins Mittelalter. Kann mir keiner erzählen, dass unsere Gesellschaft ohne das nicht auskommt.
5MasterYODA11. August 2018
@3 Hätte müssen, ja. Hätte ich auch einklagen können, ja. Nach zwei Jahren bei irgendwelchen Gerichten hätte ich so oder so einen anderen Job gehabt... Gesetze, hätte... ;o) Die Kilometer habe ich natürlich abgerechnet, das "Spritgeld" hat die realen Spritkosten aber nicht gedeckt. Die Pauschale wurde wohl nach einem 3L-Lupo berechnet. ;o)
4k29329511. August 2018
@3 : Ohne hier jetzt Altersdiskriminierung betreiben zu wollen, behaupte ich mal, dass zu den Zivi-Zeiten von @2 die gesetzliche Regelung eine andere war als die, die Du kennst. @2 . Aus genu DEM Grund hatte ich schon vor meiner BW-Musterung für mich beschlossen: Wenn ihr mich haben wollt, müsst ihr mich lange ertragen und anständig bezahlen. Der Kelch ging dann aber an mir vorüber.
3raffaela11. August 2018
Deinen Arbeitsplatz musste der Arbeitgeber dir aber freihalten. Das war Gesetz! Die Besoldung war bei Zivis sogar höher und du hättet auch Spritgeld beantragen können. War jedenfalls mehr als mancher Rentner heute hat, der 40 Jahre gearbeitet hat...das mal am Rande.
2MasterYODA11. August 2018
@1 Die Pflicht wird hier als "Auszeichnung" dargestellt. Billiges Managergeschwafel, Grundkurs. ;o) Zum Thema: meinen Job habe ich damals nach dem Zivi verloren, da die Stelle natürlich neu besetzt wurde. Der "Sold" hat kaum meine Sprit-/laufenden Kosten gedeckt. Soviel zum Thema Zwangsdienst für den Staat, ich wünsche das niemandem.
1Philonous11. August 2018
" ...eine allgemeine Pflicht. Jeder soll das machen können, unabhängig vom Geldbeutel." Frau AKK sollte nochmal ins Wörterbuch schauen: wenn es PFLICHT ist, MUSS jeder das machen. Wenn es "jeder machen können soll" dann ist es FREIWILLIG - das Gegenteil von PFLICHT.