"Butter muss zur Dubai-Schokolade werden." Niemals, Butter sollte immer für alle ein Grundnahrungsmittel bleiben und niemals von der Geldbörse abhängen.Allerdings sollte der gezahlte Preis auch für den Bauern ok sein
Nur mal so etwas Kontext nebenbei: Im Jahr 2021 beliefen sich die Direktzahlungen der EU an deutsche Landwirtschaftsbetriebe insgesamt auf etwa 6 Milliarden Euro, wovon der Großteil flächenbasiert an Milchbetriebe floss, da diese oft große Futterflächen nutzen. Der Durchschnitt pro Hektar lag bei rund 256 Euro (inklusive Basisprämie von 170,77 Euro/ha+Greening-Prämie von 83,17 Euro/ha), wobei Milchbetriebe im Schnitt 56.626 Euro Gewinn plus Subventionen von etwa 32.388 Euro pro Betrieb bekamen
@2
Butter zählt zudem zu den Ankerpreisen von Supermärkten - also Lockangebote, bei denen am Ende auch keinerlei Gewinn rausspringt, der wird dann mit den anderen Produkten im Warenkorb gemacht.
@2
Die Milchproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,1% gestiegen, die Lager sind voll und marktwirtschaftlich sinken dadurch die Preise -bei Butter bemerkbar, da keine langfristigen Lieferverträge wie bei der Milch selbst-
Im Molkereisektor funktioniert der Markt halt nicht, weil fast alles vom Oligopol rsp. regionalen Monopolen diktiert wird. Auf der Seite der Supermärke ein Abnehmer-Oligopol, das seinen Teil beiträgt.
Aber wie kommts denn nun eigentlich, dass Butter auf einmal wieder so billig geworden ist? Die hat jetzt lang 2 Euro oder mehr gekostet, nun ist sie wieder für 1€-1,30€ zu bekommen. Milch war in der Zeit ja recht preisstabil...?