Filmkritik - Villa Henriette (2004)
 
 

Villa Henriette

DVD / Blu-ray :: Website :: IMDB (5,4)
Regie: Peter Payer
Darsteller: Nina Hagen, Cornelia Froboess
Laufzeit: 88min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie, Komödie (Schweiz, Österreich)
Verleih: MFA
Filmstart: 30. Juni 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Die zwölfjährige Marie lebt in einem ziemlich eigenwilligen Haus, das mit seiner efeubewachsenen, geheimnisvollen Fassade und dem verwilderten Garten der Nüchternheit der umliegenden Neubauten trotzt. Wie ihre Großmutter, glaubt auch Marie, dass das Haus ein Eigenleben hat. Maries Mutter, eine realistische Stewardess, hat für die Marotten des Hauses und ihrer Schwiegermutter, die ihr ganzes Geld in unverkäufliche Erfindungen steckt, wenig Verständnis. Maries Vater, ein Archäologe, lebt im alten Ägypten. Seine Schwester Olli, die auch im Haus wohnt, ist eine möchtegern Poetin, mit der Attitüde einer unverstandenen Künstlerin. Großmutters exzentrischer Bruder Albert, der sich, etwas schwerhörig, nur um seine Blumen zu kümmern scheint, vervollständigt die eigenbrötlerische Wohngemeinschaft. Nicht ganz, denn für Marie sind auch der sprechende Kühlschrank, der neurotische Mülleimer, der sich einbildet ein Autobus zu sein und die seltsamen Erfindungen, die das Haus dominieren, ein Teil ihrer Familie. Großmutter hat eine neue Erfindung: ein sich selbst aufladender, elektrischer Tretroller. In die Entwicklung hat sie ihr letztes Geld investiert. Er ist ihre einzige Hoffnung, endlich ans große Geld zu kommen, mit dem sie dringend notwendige Reparaturen am Haus durchführen will. Eine präpotente Immobilienspekulantin platzt eines Tages ins Haus und eröffnet Marie, dass es zur Versteigerung ausgerufen ist. Großmutter kann das Geld, das sie sich bei der Bank zur Finanzierung ihrer ,,Ideen" über Jahre ausgeborgt hat, nicht zurückzahlen. Als würde dieser Schock nicht genügen, entsteht auch zwischen Maries Freunden Konrad und Stefan, ein erbitterter Konkurrenzkampf um ihre Gunst. Marie kann weder Konrad, dem sie für die Nachprüfung in Mathe Nachhilfestunden gibt, im Stich lassen, noch will sie auf Stefans Freundschaft verzichten müssen. Es stellt sich heraus, dass Großmutter einem Betrüger aufgesessen ist. Der Traum vom Geschäftserfolg platzt wie eine Seifenblase. Das Geld ist weg. Die Versteigerung des Hauses scheint unabwendbar. Die Familienmitglieder resignieren, schauen sich nach neuen Wohnungen um. Für Marie ist dieses Haus aber viel mehr als nur ein Zuhause. Sie gibt nicht auf und kämpft mit aller Kraft und Fantasie und mit Hilfe ihrer Freunde bis zuletzt, um ihr geliebtes Haus vor dem Abriss zu retten.

Kommentare

Dieser Film wurde leider noch nicht kommentiert.
Hier können Sie einen Kommentar abgeben.