The Fighter

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (7,9)
Regie: David O. Russell
Darsteller: Mark Wahlberg, Christian Bale
Laufzeit: 117min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama, Sport, Biografie (USA)
Verleih: Senator Film Verleih
Filmstart: 07. April 2011
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Dass man im Leben keinen Sieg geschenkt bekommt, ist für Micky Ward nichts Neues. Aus der Arbeiterstadt Lowell unweit von Boston hat er es nie herausgeschafft, seine Tochter aus einer früheren Beziehung darf er nur einmal die Woche besuchen und um sich den Lebensunterhalt und die Miete für das schäbige Apartment zu finanzieren, schuftet er als Straßenpflasterer. Die Aufmerksamkeit galt bei all dem ohnehin immer seinem großen Halbbruder Dicky Eklund, dem ganzen Stolz der gemeinsamen Mutter Alice, ja der gesamten Stadt. Vor einigen Jahren ging in einem Boxkampf gegen ihn der legendäre Sugar Ray Leonard zu Boden – und noch Jahre später kommt ein Fernsehteam nach Lowell, um Dicky auf Schritt und Tritt zu folgen. Trotzdem ist es seine große Familie, die Micky Halt und Hoffnung gibt. Auch er versucht sich als professioneller Boxer und träumt davon, im Ring die Erfolge zu feiern, die ihm im Alltag verwehrt bleiben. Dicky unterstützt ihn dabei als Trainer, Alice versucht als wenig erfolgreiche Managerin, aussichtsreiche oder wenigstens lukrative Kämpfe an Land zu ziehen. Doch trotz harter Arbeit und riesigem Talent will sich der sportliche Durchbruch einfach nicht einstellen – und Dicky erweist sich aufgrund seiner immer offensichtlicher werdenden Drogensucht als zunehmend unzuverlässig. Nachdem auch ein Kampf in Atlantic City, von dem er sich endlich einen großen Sieg erhofft hatte, mit Verletzungen und einer Niederlage ausgeht, mag Micky zuhause in Lowell aus Scham kaum jemanden unter die Augen treten. Nicht einmal bei Charlene, die er kurz vorher erst in einer Bar angesprochen hatte, meldet er sich wie vereinbart. Aber die ebenso selbstbewusste wie hartnäckige Kellnerin steht kurz darauf bei ihm vor der Tür, so dass einem Date nichts mehr im Wege steht. Je enger die Beziehung zwischen den beiden in den darauf folgenden Wochen wird, desto mehr Einblick erhält Charlene in Mickys Leben und versucht ihn immer häufiger davon überzeugen, was ihm bislang von Außenstehenden vergeblich angetragen wurde: die engen Familienbande zu kappen und auf eigene Faust zu versuchen, sich als Boxer durchzukämpfen. Bei der Familie selbst stoßen die Pläne natürlich auf Ärger und Unverständnis. Alice und ihre sieben Töchter kriegen sich sofort mit Charlene in die Haare, die sie für die Anstifterin hinter dieser Idee halten. Aber auch Dicky will mit allen Mitteln verhindern, dass sein Bruder sich einem neuen Trainer und Team anschließt, und verspricht genug Geld aufzutreiben, um für Mickys Unterhalt zu sorgen. Als er dann allerdings zusammen mit seinen Drogen Freunden versucht, durch Betrügereien die Kasse aufzubessern, kommt ihm schnell die Polizei auf die Schliche. Micky will bei der alles andere als friedlichen Festnahme noch helfend eingreifen, doch statt Erbarmen zu zeigen, prügeln die Cops brutal auf seine Hand ein und stellen schließlich beide Brüder vor den Untersuchungsrichter. Der Jüngere kommt mit einer schwer verletzten Hand davon, doch Dicky landet nach seiner 27. Verhaftung endgültig im Gefängnis. Frustriert hängt Micky die Box-Handschuhe an den Nagel und lässt sich weder von Charlene noch von seinem alten Trainer und Kumpel Mickey O’Keefe vom Aufgeben abbringen. Dann allerdings läuft eines Tages jener Film im Fernsehen, für den sich Dicky damals von einem Kamerateam durch Lowell begleiten ließ. Schockiert müssen alle Familienmitglieder, Bekannte, Nachbarn und sogar die Mit-Insassen im Gefängnis feststellen, dass es bei dem Projekt gar nicht um ein mögliches Comeback, sondern um eine Dokumentation über Crack-Konsum in Amerika und dessen fürchterliche Folgen ging. Unabhängig von einander werden durch den Film sowohl Dicky als auch Micky aufgerüttelt: der eine erkennt hinter Gittern, welche Prioritäten er im Leben zu setzen hat – und der andere entschließt sich gleich am nächsten Morgen, doch noch einmal alles auf eine Karte zu setzen und seine letzte Chance als Boxer zu nutzen. Umgehend nimmt Micky das Training wieder auf, und tatsächlich dauert es nicht lange, bis sich dank der Hilfe und Unterstützung eines investierenden Taxiunternehmers, seines Vaters George und natürlich von O’Keefe und Charlene die Möglichkeit ergibt, wieder an professionellen Wettkämpfen im ganzen Land teilzunehmen. Alle um ihn herum stellen allerdings die gleiche Bedingung: eine Zusammenarbeit mit Alice oder Dicky kommt auf keinen Fall mehr in Frage. Schweren Herzens willigt er ein, auch wenn er seiner Mutter das Herz bricht und die gesamte wütende Sippschaft es erneut auf Charlene abgesehen hat. Einem Comeback im Ring und endlich mal wieder gewonnenen Kämpfen steht allerdings bald nichts mehr im Weg. Als er es in Las Vegas mit dem eindeutig als Favoriten geltenden Alfonso Sanchez zu tun bekommt, sieht es allerdings nicht gut aus für Micky. Charlene und seine Begleiter am Ring, die Familie zuhause am Fernseher und sogar Dicky am Gefängnistelefon müssen miterleben, wie keine Taktik funktioniert, sein Gegner ihm Runde über Runde haushoch überlegen ist und Micky wie der sichere, klägliche Verlierer aussieht. Kurz vor Schluss jedoch, als schon keiner mehr damit rechnet, besinnt er sich auf alles, was ihm sein großer Bruder einst beigebracht hat. Mit einem gezielten linken Haken auf den Körper bringt er Sanchez zu Fall und geht aus dem Kampf doch noch als Sieger hervor. Mit einem Mal ist für Micky zum Greifen nahe, wovon jeder Boxer in seiner Laufbahn träumt und was Dicky nicht zuletzt aufgrund der eigenen Verantwortungslosigkeit nie gelungen ist: der Kampf um den Weltmeistertitel. Dann aber wird Dicky aus dem Gefängnis entlassen und will sofort das Training mit seinem Bruder wiederaufnehmen. Micky sieht sich endgültig gezwungen, sich zwischen seiner Familie und Charlene, die auf ihren Bedingungen besteht, zu entscheiden. Doch als das alles entscheidende Aufeinandertreffen mit dem vermeintlich unbezwingbaren Shea Neary in London näher rückt, müssen alle irgendwann erkennen, dass man im Ring wie im Leben nur unbesiegbar wird, wenn man mit den Menschen, die man liebt, zusammenhält.

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