Regie: Brandon Camp
Darsteller: Jennifer Aniston, Aaron Eckhart
Laufzeit: 109min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Romanze (USA)
Filmstart: 12. November 2009
Bewertung: 8,0 (2 Kommentare, 1 Vote)
Burke Ryan (Aaron Eckhart) weiß auf alle Fragen eine Antwort. Zumindest wenn man den Millionen von Fans glauben darf, die gierig seine Ratgeberbücher verschlingen oder seine Selbsthilfeseminare besuchen, um einen Weg zu finden, mit ihrer Trauer, ihren Ängsten und Komplexen umzugehen. Auch im Saal des Tagungshotels in Seattle herrscht große Jubelstimmung unter den zum Teil von weither angereisten Seminarteilnehmern, als der selbstbewusste Strahlemann sich dynamisch auf die Bühne begibt und ihnen seine Motivations-Parole „A-Okay!“ zuruft: „A-Okay!“ hallt es begeistert zurück. Hinter der optimistischen öffentlichen Fassade scheint aber längst nicht alles Okay zu sein.
Denn privat ist Burke, dessen geliebte Ehefrau vor drei Jahren einem Verkehrsunfall zum Opfer fiel, ein verschlossener Einzelgänger. Zwar kann er anderen Menschen bei ihrer Trauerarbeit helfen, er selbst traut seinen eigenen Ratschlägen jedoch nicht. Er leidet sogar an Klaustrophobie, meidet Fahrstühle und muss deshalb sein Hotelzimmer über unzählige Treppenstufen zu Fuß erklimmen. Von diesen Problemen weiß aber niemand, außer seinem rührigen und stets hypernervösen Manager Lane (Dan Fogler). Lane will Burke – und damit natürlich auch sich selbst – ganz groß rausbringen und ihm sogar eine eigene TV-Show verschaffen.
Als Burke auf dem Hotelflur zufällig auf die Floristin Eloise (Jennifer Aniston) trifft, funkt es bei ihm sofort. Eloise lässt ihn jedoch zunächst eiskalt abblitzen, indem sie dreist vorgibt, taubstumm zu sein. Das Gefühlsleben der jungen Frau ist nämlich weitgehend verdorrt, da sie von zu vielen Männern hintergangen und betrogen wurde und mit dieser Sorte Mensch fürs erste gründlich abgeschlossen hat. Marty (Judy Greer), Eloises ebenso tollpatschige wie vorlaute Freundin und Angestellte im Blumenladen, behauptet jedoch, sie würde sich instinktiv immer die falschen Kerle aussuchen. Mit ihrem Blumenladen hat sich Eloise einen Traum erfüllt und eine kleine paradiesische Welt jenseits der hässlichen Realität erschaffen. Dort hängt sie ihren romantischen Vorstellungen nach und berauscht sich an den gefühlvollen Grußkarten wildfremder Leute, die bei ihr Blumensträuße für geliebte Menschen in Auftrag geben.
Da Eloise aber nun einmal auch mit der Pflege des Hotelblumenschmucks beauftragt ist, gerät sie erneut in Burkes Blickfeld, und zwar genau in dem Augenblick als sie – die angeblich Taubstumme – sich gerade angeregt mit einem Hotelangestellten unterhält. Ziemlich erbost über die arglistige Täuschung stellt Burke sie zur Rede. Nach einem heftigen Wortgefecht verabreden sich die beiden dennoch zu einem Rendezvous. Das gemeinsame Abendessen wird allerdings zum Fiasko, da der rhetorisch sonst so gewandte Burke kaum einen vernünftigen Satz herausbekommt. Irgendetwas scheinen die beiden augenscheinlich so verschiedenen, aber emotional in ähnlicher Weise zurückgenommenen Menschen trotzdem aneinander zu finden, denn sie treffen sich wieder – und wieder – und dann regelmäßig.
Durch Eloises skurril-fantasievolle Spontanaktionen und ihre sonstige unkonventionelle Denk- und Handlungsweise, beginnt Burke langsam aufzutauen und neue Lebensfreude zu entwickeln: Das Zusammensein mit der Floristin scheint auf den Therapeuten fast wie eine Therapie zu wirken. Doch ganz kommt immer noch niemand an ihn heran. Warum vermeidet er zum Beispiel strikt jeglichen Kontakt zu seinem Schwiegervater (Martin Sheen)? Welches dunkle Geheimnis verbirgt Burke in seinem Inneren?