Kommissar Bellamy

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: IMDB (5,9)
Original: Bellamy
Regie: Claude Chabrol
Darsteller: Gerard Depardieu, Clovis Cornillac
Laufzeit: 110min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Krimi (Frankreich)
Filmstart: 09. Juli 2009
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Sie würde für ihr Leben gern eine Nil-Kreuzfahrt unternehmen, er bevorzugt die Ruhe und Gemütlichkeit eines alten Hauses im südfranzösischen Nîmes. Was ihre Urlaubswünsche betrifft, stehen sich Paul und Françoise Bellamy unvereinbar gegenüber. Abgesehen davon ist das langjährige, kinderlose Ehepaar aus Paris ein Herz und eine Seele. Doch obwohl er von seiner Frau nicht genug bekommen kann und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen würde – sich ihr zuliebe im Sommerurlaub auf Reisen zu begeben, übersteigt Bellamys Kräfte. Die setzt der bullige Polizeikommissar lieber beim Lösen von Kreuzworträtseln ein und dem reulosen Genuss von leckerem Essen und gutem Wein. Françoise handelt deshalb frei nach dem Motto „Die Klügere gibt nach“, fügt sich, wie jedes Jahr, in ihr Schicksal und bereitet ihrem Mann im Haus ihrer Eltern Ferien, bei denen er so richtig entspannen kann. Die Ruhe endet jedoch abrupt, als ein Unbekannter in ihrem Garten auftaucht. Mehrere Tage lang schleicht er ums Haus – bis er es schließlich wagt, an der Tür zu klingeln, und um eine Unterredung mit Kommissar Bellamy bittet. Françoise weist ihn freundlich, aber be­stimmt ab und verbietet ihm, ihren Mann noch einmal zu belästigen. Allerdings hat sie sich die Telefonnummer des gehetzt wirkenden Fremden gemerkt und gibt sie notgedrungen heraus, als Paul sie darum bittet. Er ist schon von Berufs wegen ein neugieriger Mensch, und sein Instinkt sagt ihm, dass der Unbekannte seine Hilfe braucht. Noël Gentil, so heißt der Mittvierziger angeblich, hat sich in einem Motel am Stadtrand ver­krochen. Denn er hat Angst. Er steckt bis zum Hals in Schulden, kann den Kredit des Hau­ses, in dem seine Frau lebt, nicht mehr bezahlen, und er macht sich Selbstvorwürfe, weil er seiner Geliebten nun doch nicht das Versprechen erfüllen kann, mit ihr bis ans Ende der Welt zu reisen. Noël Gentil hat Angst vor der Polizei. Er wagt es nicht, sich in der Öffentlich­keit zu zeigen. Und eigentlich ist er offiziell ja sowieso längst mausetot. Außerdem behauptet er, einen Menschen umgebracht zu haben. Aber wen? Das behält er für sich – und bringt die Spürnase von Kommissar Bellamy damit erst recht zum Glühen. Mit der ihm eigenen Akribie fängt der Polizist an, außerdienstlich in Nîmes zu ermitteln. Lernt Noëls Geliebte kennen, eine blutjunge Pediküre, die auch mit anderen Männern schläft; dessen Ehefrau, die von seinem vermeintlichen Tod nicht sonderlich betroffen scheint; die Angestellte eines Baumarkts, die möglicherweise in den Fall verstrickt ist; trifft wiederholt den geheimnisvollen Gentil selbst, der sein Aussehen durch plastische Chirurgie verändert hat und in kleinen Häppchen mit der Wahrheit herausrückt. Den perfekten Versicherungs­betrug habe er, der langjährige Versicherungsagent, bewerkstelligen wollen, um auf einen Schlag alle Probleme los zu sein. Der Plan sei jedoch auf fürchterliche Weise fehl geschla­gen, allerdings auf gänzlich unerwartete Art und Weise. Probleme besonderer Art bekommt auch Kommissar Bellamy. Denn als sich sein Halbbruder Jacques unverhofft unter ihrem Dach einnistet, spürt er am eigenen Leib, dass es leichter ist, einem vermeintlichen Mörder zu helfen, als sich um seine eigene Familie zu kümmern. Chronisch klamm, aufbrausend, aggressiv und dem Alkohol zugetan, hegt der jüngere Mann einen ungeheuren Groll gegen Bellamy, den er nur schwer unter Kontrolle hat. Ob beim Frühstück, auf einer Café-Terrasse oder beim Abendessen mit Freunden – immer öfter streiten sich die ungleichen Brüder und sorgen dafür, dass der Haussegen bald ziemlich schief hängt. Zumal Jacques eindeutig in Françoise verliebt ist und mit seiner Eifersucht auf Paul nicht hinterm Berg hält, was diesen wiederum total verunsichert. Ungeachtet dessen ermittelt der Kommissar weiter. Da wird Gentils Ehefrau tot aufgefunden. Und Gentil selbst verschwindet spurlos …

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