Fliegen und Engel

Regie: Kerstin Stutterheim, Niels Bolbrinker
Darsteller: ?????
Laufzeit: 99min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Verleih: Real Fiction Filmverleih
Filmstart: 13. Mai 2010
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ilya Kabakov zählt weltweit zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Gegenwart. Es gibt kaum ein wichtiges Museum der Gegenwartskunst, das nicht wenigstens eine Arbeit von Ilya Kabakov präsentiert. Seit Jahrzehnten schafft er – gemeinsam mit seiner Frau Emilia – in seinen Installationen eine phantastische Welt, die einen Kontrapunkt zur brutalen Realität und ihren vielen gescheiterten Utopien darstellt. Vor allem Fliegen und Engel bevölkern das Werk von Kabakov. Dazu treten oft Nachbarn, die von einem unerhörten Knall aus dem Schlaf gerissen werden, ein Mann, der sich in eine Leinwand-Welt hineinbegeben kann, die Mutter, die von unvorstellbaren Lebensumständen erzählt. Fliegen stehen für die miserable, schmuddelige Alltagsrealität. Für die Vision eines besseren, humanen Lebens treffen wir auf Engel. All diese Geschichten sind zumeist in eine sanfte Ironie getaucht und erzählen von der lebensrettenden Kraft der Imagination. Kabakov ist einer der letzten großen Utopisten, der mit desillusioniertem Blick auf das 20. Jahrhundert und dessen Trümmer schaut und dennoch auch in Zeiten der pessimistischen Stagnation mit menschlicher Wärme und einer ausgeprägten Einbildungskraft in der Lage ist, sich und damit uns andere Welten vorzustellen. Der Film erzählt diese Geschichten, zu denen auch die Geschichte von Kabakov selbst gehört, und macht sich mit ihm und seinen Protagonisten auf den Weg in eine lichte Zukunft.

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