Regie: Gerd Conradt
Darsteller: -
Laufzeit: 84min
FSK: ab 0 freigegeben
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Verleih: missingFilms
Bereits 1978 wurde die erste Version des Facial Action Coding Systems (FACS), zu deutsch: Gesichtsbewegungs-Koordinierungssystem, von Paul Ekman und Wallace Friesen entwickelt. Bis heute ist es unter Psychologen ein weltweit verbreitetes Kodierungsverfahren, um Gesichtsausdrücke zu beschreiben. Durch den Siegeszug der Digitalisierung wurde das System in einen digitalen Code umgewandelt, der es zukünftig ermöglichen soll, all die Geheimnisse, die jedes Gesicht und jede Mimik verbirgt, zu dechiffrieren. Gerd Conradt unterhält sich in seinem Dokumentarfilm unter anderem mit Datenschützern, Künstlern und der Staatsministerin für Digitalisierung über die elektronische Gesichtserkennung. Denn sie alle gehören zu den Menschen, die sich kritisch mit der Überwachung durch jene Methode auseinandersetzen. Am Berliner Bahnhof Südkreuz testeten Behörden in einem Pilotprojekt bereits, wie gut eine Software Gesichter in einer Menschenmenge tatsächlich schon erkennen kann.
Klingt spannend, kommt auf meine Liste. Vom FACS hab ich kurz im Studium gehört, die Implikationen, die das in Zeiten flächendeckender Überwachung und digitaler Auswertungsmöglichkeiten hat, waren damals sicher nicht bedacht worden.