Enttarnt - Verrat auf höchster Ebene

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (7,0)
Original: Breach
Regie: Billy Ray
Darsteller: Catherine Burdon, Chris Owens
Laufzeit: 110min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Action, Drama (USA)
Verleih: Senator Film Verleih
Filmstart: 18. Oktober 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Der ehemalige FBI-Direktor Louis J. Freeh bei der Verhaftung von Robert Hanssen Der Thriller ENTTARNT beruht auf einer wahren Begebenheit und spielt in den Büros des FBI, das als Wächter der Nation die brisantesten Landesgeheimnisse verwaltet. Als Nachwuchsagent Eric O’Neill (Ryan Phillippe) von seiner einfachen Überwachungsaufgabe ins Hauptquartier des FBI berufen wird, hat sich sein Traum von der Karriere als vollwertiger Agent fast schon erfüllt. O’Neill wird sogar ausgewählt, mit dem berühmten Agenten Hanssen in der neuen Abteilung „Informationssicherung“ zu arbeiten, die den Schutz aller geheimen FBI-Daten gewährleisten soll. Bevor er seine neue Stellung antritt, wird O’Neill von der Spezialagentin Kate Burroughs (Laura Linney) instruiert: O’Neill arbeitet in Wahrheit undercover im Team einer internen Sondereinheit des FBI: Hanssen schätzt angeblich perverse sexuelle Praktiken und hat auch FBI-Mitarbeiterinnen belästigt. Mit der Sonderermittlung will man Beweise für diese Anschuldigungen sammeln. O’Neill soll als Hanssens Assistent jedes irgendwie relevante Detail an Burroughs berichten. Ein weiterer Vorgesetzter, Spezialagent Rich Garces (Gary Cole), empfiehlt O’Neill, Hanssens bekanntermaßen ruppige Umgangsformen nicht persönlich zu nehmen. Tatsächlich behandelt Hanssen seinen Assistenten ausgesprochen arrogant und unhöflich – bis er O’Neills Entwurf für die Neuentwicklung eines FBI-Database-Systems liest: Hanssen zeigt sich von O’Neills Leistung beeindruckt und ändert sein Verhalten. Es stellt sich heraus, dass der erfahrene Agent ein strenggläubiger Katholik ist, der einst durch seine religiöse Frau Bonnie (Kathleen Quinlan) den Weg in die kirchliche Gemeinschaft und zu Opus Dei fand. Hanssen vertritt zum Beispiel die These, dass die Sowjets viel schlauer als die Amerikaner gewesen wären – und trotzdem sei ihr Reich zusammengebrochen, weil sie Atheisten sind. Hanssen freut sich, dass auch O’Neill katholisch erzogen wurde, und legt nicht nur großen Wert darauf, seinen jungen Mitarbeiter am Sonntag in der Messe zu sehen – er soll auch seine, an der Religion bisher wenig interessierte, Ehefrau Juliana (Caroline Dhavernas) mitbringen. Weil O’Neill auch Juliana gegenüber zum Schweigen verpflichtet ist, begreift sie nicht, warum er so bereitwillig auf Hanssens väterlich-aufdringliche Art eingeht: Neben dem Gottesdienst wird das junge Paar auch privat zu den Hanssens eingeladen und dort Bonnies missionarischem Eifer ausgesetzt, was zu Spannungen zwischen O’Neill und seiner Frau führt. O’Neill hat jedoch den deutlichen Eindruck, dass der gottesfürchtige Hanssen von seinen FBI-Kollegen zu Unrecht verdächtigt wird. Deshalb stellt er Burroughs zur Rede. Endlich weiht ihn die Agentin ein: Hanssen sei der einzige Verdächtige in einer seit etlichen Jahren andauernden, höchst geheimen Ermittlung. Man vermutet, dass er ein Maulwurf sei, der ein extremes Gefahrenpotenzial darstelle, weil die ihm anvertrauten Informationen global weit reichende Auswirkungen hätten. Seit 1985 habe Hanssen unter dem Code-Namen „Ramon“ systematisch brisante geheime Informationen an die Sowjetunion und später an Russland verkauft. Außerdem hätte er die Identität vieler US-Agenten in Russland verraten – von mehreren wisse man, dass sie daraufhin exekutiert wurden. Aber auch Hanssens ungewöhnliche Sexpraktiken hat Burroughs sich nicht ausgedacht: All das tarnt Hanssen mit der Fassade des gläubigen Amerikaners und fähigen FBI-Agenten. Das FBI verlangt von O’Neill, das zwischen ihm und Hanssen entstandene Vertrauensverhältnis zu nutzen und den Verräter allmählich zu enttarnen. Plötzlich ist O’Neill in das tödliche Spiel Spion gegen Spion verstrickt – verzweifelt versucht er, Hanssen dingfest zu machen, bevor der Doppelagent ihn, seine Familie und das Land zerstört, dem sie beide unbedingte Treue geschworen haben. Bald gerät O’Neill derart in Panik, dass er Rat bei seinem Vater (Bruce Davison) sucht. Die O’Neills dienen ihrem Land seit Generationen – als Offiziere. Der Vater rät entsprechend: „Mach’ deine Arbeit. Und dann gehst du nach Hause.“ O’Neill erhält den Auftrag, den Inhalt von Hanssens persönlichem Palm-Pilot zu kopieren. Mit einem Vorwand lockt er Hanssen aus dem Büro. Es gelingt ihm, die langwierige Prozedur gerade noch rechtzeitig abzuschließen, bevor Hanssen zurückkehrt. Die internen Ermittler wollen Hanssens Auto durchsuchen und diesmal muss O’Neill ihn für längere Zeit ablenken. Dafür eignet sich das Treffen mit Kollegen in einer anderen Dienststelle. O’Neill benutzt seinen eigenen Wagen, um Hanssen dort hinzubringen. Doch der Plan droht schief zu gehen, denn das Treffen findet nicht statt: Die Kollegen vertrösten Hanssen vor Ort auf einen neuen Termin, woraufhin der wutentbrannt sofort in sein Büro zurückkehren will. Verzweifelt versucht O’Neill Zeit zu schinden, indem er bewusst in einen Verkehrsstau gerät. Der ungeduldige Hanssen will daraufhin zu Fuß weitergehen, um sich ein Taxi zu nehmen. Geistesgegenwärtig erfindet O’Neill eine Notlüge: Er habe diese Strecke gewählt, um im katholischen Zentrum Broschüren abzuholen, die Juliana dem Glauben näher bringen sollen. Dieses Argument überzeugt und rührt Hanssen. Er bringt sogar eine Art Entschuldigung für sein ungeduldiges Verhalten zustande. Doch alle bisher gegen Hanssen gesammelten Beweise reichen nicht aus, um ihn mehr als ein paar Jahre hinter Gitter zu bringen. Im Gegenteil: Eine entschlüsselte Botschaft an seine russischen Kontaktmänner macht den Fahndern deutlich, dass der Verdächtige Lunte gerochen hat und sich verfolgt glaubt. Deshalb will er seine Spionagetätigkeit einstellen und auch auf die vorbereitete letzte Lieferung an die Russen verzichten. Um Hanssen dingfest zu machen, müssen die Ermittler ihn bei der Übergabe des Materials erwischen. O’Neill kennt seinen Boss inzwischen so gut, dass er sich zutraut, Hanssen in Sicherheit zu wiegen und so indirekt zur Übergabe zu bringen. Allerdings hat er nicht mit Hanssens Reaktion gerechnet, der inzwischen extrem misstrauisch ist. „Kann ich dir vertrauen?“, fragt Hanssen seinen Assistenten. O’Neills Beteuerungen reichen ihm nicht. Nachts fahren die beiden in einen entlegenen Park. Dort stellt Hanssen dieselbe Frage noch einmal: „Kann ich dir vertrauen?“ Und dabei richtet er seine Waffe auf O’Neill…

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