Dinosaurs - Giants of Patagonia

DVD / Blu-ray :: Website :: IMDB (6,3)
Regie: Marc Fafard
Darsteller: ?????
Laufzeit: 45min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Kanada)
Verleih: Fantasia Film
Filmstart: 19. Juli 2007
Bewertung: 5,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Ein Komet im Weltall. Faszinierend und schön wie jeder andere Komet. Doch dieser Himmelskörper zieht seine Bahn in einer Zeit, in der noch niemand seine Ausmaße vorhersehen kann. Auf der Erde regieren die Dinosaurier seit 180 Millionen Jahren. Dieser Komet wird das Ende ihrer Ära einläuten. Die von Dinosauriern bevölkerte Erde erscheint uns heute fremd. Unsere Kontinente sind während des gesamten Dinosaurierzeitalters in Bewegung. Das Klima ist wärmer als heute, der Meeresspiegel höher und es gibt keine polaren Eiskappen. Natürlich unterscheidet sich auch die Vegetation sowie die Fauna wesentlich von der heutigen. Säugetiere sind beispielsweise noch sehr klein und vor allem äußerst selten anzutreffen. Tauchen wir in den Ozean ein, sehen wir auch dort eine für uns ungewöhnliche Fauna. Große Meeresreptilien stehen in den Meeren an der Spitze der Nahrungskette. Die erste Begegnung mit einem dieser Tiere lässt uns zweifeln. Das Wesen sieht zwar aus wie ein Delfin, doch die äußere Erscheinung ist auch schon alles, was es mit dem sympathischen Meeressäuger gemeinsam hat, den wir heute kennen. Ähnlicher ist ihm da schon der Räuber, der in einiger Entfernung dahinter erscheint, der schauerliche Liopleurodon – die Verkörperung des „Seemonsters“. Das gigantische Tier zieht in greifbarer Nähe gemächlich an uns vorbei. Dieser Anflug von Horror wird abrupt beendet, als wir das Festland erreichen und auf Professor Rodolfo Coria treffen. Ein international gefeierter Paläontologe, der sich in Patagonien niederließ und dort ein Museum errichtete, ganz in der Nähe der Orte, wo er seine sensationellen Entdeckungen gemacht hat und damit die paläontologische Welt auf den Kopf stellte. Patagonien umfasst ein riesiges Territorium und nimmt einen großen Teil der Landesfläche Argentiniens ein. Es hat eine Vielzahl unterschiedlicher Klimazonen und Landschaften. Patagonien kann in jeglicher Hinsicht als exotisch bezeichnet werden. Für viele Leute ist es auch ein Synonym für Wildnis und Abenteuer. Wissenschaftler, besonders Paläontologen, denken bei Patagonien insbesondere an Fossilen und Dinosaurier. Viele neue Dinosaurierarten sowie Flug- und Meeresreptilien wurden hier entdeckt. Professor Coria hat zu der Entdeckung von über einem Dutzend neuer Dinosaurier beigetragen. Eine dieser Entdeckungen fand in der Paläontologie weltweit besonderen Nachhall. Professor Coria legte zusammen mit seinem Berater Jose Buonaparte den größten Dinosaurier frei, der jemals einen Fuß auf die Erde setzte, den Argentinosaurus Huinculensis. Dieser gigantische Sauropode – ein vierfüßiger, langhalsiger Dinosaurier – war über dreißig Meter lang und brachte so viel auf die Waage wie eine komplette Elefantenherde! Wir reisen 100 Millionen Jahre zurück. Dort treffen wir auf ein kleines „Kraftpaket“, ein kaum geschlüpfter Argentinosaurus, der zu Beginn seines Lebens unfassbar klein ist für ein Tier, das später eine solch immense Größe erreichen wird. Der gewaltige Größenunterschied wird uns deutlich, als die Mutter, die soeben ihre Eier abgelegt hat, den Nistplatz verlässt. Zur gleichen Zeit begegnen wir noch einem anderen Dinosaurier. Ein Unenlagia, ein kleiner, zweifüßiger und gefederter Raubvogel, versucht, eines der Eier zu stehlen. Dieser Kreatur, nennen wir sie „heiße Feder“, werden wir im Film noch begegnen, da sie exemplarisch für eine außergewöhnliche Entwicklungsrichtung der Dinosaurier steht. Sauropoden wurden auf der ganzen Welt gefunden. Sie bezeichnen eine äußerst erfolgreiche Gruppe der Dinosaurier, die von vielen Spezies vertreten wird. Nicht weit vom Fundort des Argentinosaurus Huiculensis entfernt, wurde eine weitere wichtige Entdeckung gemacht: ein unüberschaubar großes Feld mit versteinerten Sauropoden-Eiern. Das von Prof. Rodolfo Coria und Dr. Luis Chiappe entdeckte Gebiet umfasste 25 Kilometer. Der Nistplatz, den Dinosaurier in regelmäßigen Abständen aufsuchten, gehört zu den wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Es wurden Embryos einer großen noch nicht identifizierten Sauropodenart ausgegraben sowie ein Stück versteinerter Haut, was einen äußerst seltenen Fund darstellt. Unbezahlbar ist die Tatsache, dass selbst die Hautstruktur noch zu erkennen ist, da sie uns viel über die Biologie der Dinosaurier verrät. Auch die Anordnung des Nistplatzes gibt uns Aufschluss über das Verhalten von Dinosauriern. Die Nester liegen nämlich sehr nah zusammen, was den Schluss nahe legt, dass Mütter ihre Eier ablegten und sie dann ihrem Schicksal überließen. Wenden wir uns wieder dem Himmel zu, erwartet uns dort ein ganz anderes Bild als heute, wenn auch vielleicht nicht auf den ersten Blick. Denn die Sterne befinden sich nicht dort, wo sie heute stehen, da sie konstant in Bewegung sind. Wir begleiten nun Professor Coria, wie er einen Dinosaurierpfad bei El Chocon fotografiert. Die mächtigen Fußabdrücke stammen von einem Giganotosaurus. Auch die Entdeckung dieses Tieres trug stark zum weltweiten Ansehen Rodolfo Corias bei. Wenngleich die ersten versteinerten Knochenteile des Giganotosaurus von einem paläontologisch interessierten Automechaniker gefunden wurden. Diese Knochen sollten sich als Teil eines großen Theropoden herausstellen, eines zweibeinigen Fleischfressers, der dem berühmten T-Rex ähnlich ist! Nochmals reisen wir in der Zeit zurück. Im Unterschied zu ihren Sauropoden-Zeitgenossen beschützt ein großer weiblicher Giganotosaurus das Nest und ergreift fast einen Unenlagia, als er eines der Eier zu stehlen versucht. Wir werden Zeuge der Geburt eines neuen weiblichen Giganotosaurus, nennen wir sie „Langzahn“. Erstaunlicherweise ist sie mit nassen Federn bedeckt wie ein Vogel. Der Giganotosaurus war noch etwas größer als T-Rex. Überhaupt hat Südamerika die größten bislang gefundenen Dinosaurier zum Vorschein gebracht. Doch wieso? Diese Frage wird Professor Coria häufig gestellt. Während die Sonne am patagonischen Horizont verschwindet, grübelt er darüber nach. Ein Blick aus dem Weltall kann uns eine mögliche Erklärung liefern. Etwa zur Mitte des Mesozoikums spaltete sich der südamerikanische Kontinent von Gondwana ab, einer großen tektonischen Platte, die ihrerseits ursrprünglich beim Auseinanderbrechen von Pangäa entstand. Südamerika wurde dadurch zu einer großen Insel, auf der die Evolution lange Zeit eigene Wege gehen konnte. Zudem waren große Gebiete in Südamerika sehr flach und boten reichhaltig Nahrung. Auch das Klima kann dazu beigetragen haben, dass sich große Spezies entwickelten. Mit dieser Erkenntnis treffen wir wieder auf unser „Kraftpaket“, das in nur wenigen Jahren enorm gewachsen ist. Da ihm das hohe Gewicht als Schutz dient, muss er es möglichst schnell erreichen. Eine ganze Herde hat sich an den Bäumen satt gegessen und setzt sich in Bewegung. Es ist ein grandioser Anblick, wenn sich diese Giganten in einer Gruppe fortbewegen. Das ständige Umherziehen gehört zu ihrer natürlichen Lebensweise, da sie durch ihren hohen Bedarf immer auf der Suche nach neuen Futtergründen sind. Doch auch „Langzahn“ gedeiht prächtig. Sie beginnt bereits langsam damit, ihr Federkleid abzuwerfen. Wenn sie ausgewachsen ist, wird sie alle Federn verloren haben. An einem Fluss, der ein Stück weiter in einem Wasserfall hinabstürzt, pirscht sie sich gerade an eine große Libelle heran. Doch sie schafft es nicht, die Libelle zu schnappen, sie versucht es noch mal und gibt schließlich auf. Sie zieht weiter, denn für einen Giganotosaurus ihrer Größe lohnt sich die Anstrengung eher für ein Stück Fleisch. Für „heiße Feder“, den Unenlagia, ist die Libelle sowieso weitaus interessanter. Während er versucht, das flinke und unberechenbare Insekt zu fangen, erfahren wir mehr über dieses seltsame Tier, das wie eine Mischung aus einem Vogel und einem Reptil erscheint. Nachdem wir die Kreatur ausgiebig begutachtet haben, springt „Langzahn“ mit einem gewaltigen Satz ins Bild. Unser Unenlagia ist zweifellos eine passende Mahlzeit für sie. Knochen sind die wichtigste Informationsquelle zu Dinosauriern. Sie sind untrennbar mit unserer Vorstellung dieser schon lange verschwundenen Lebewesen verbunden. Professor Coria geht mit einem Studenten durch sein Museum und erzählt von seiner Arbeit, die, wie wir erfahren, der eines Detektivs nicht unähnlich ist. Er verrät uns, was er aus den Überresten eines Dinosauriers ablesen kann. Sein Museum steht in Plaza Huincul, einer kleinen Stadt in der Provinz Neuquén, ganz in der Nähe vieler seiner berühmten Ausgrabungsstätten. Das Museum ist zwar nicht allzu groß, doch kann es sich mit spektakulären Ausstellungsstücken rühmen: rekonstruierte Skelette des Argentinosaurus Huiculensis sowie des ersten jemals gefundenen Giganotosaurus Carolinii. Der Sauropode hat solche Ausmaße, dass man regelrecht von einer Kathedrale aus Knochen sprechen kann. Auch der Giganotosaurus ist mehr als beeindruckend. Es ist der größte Fleischfresser, den wir Menschen jemals zu Gesicht bekommen haben. Allein die Vorstellung, ihm zu begegnen, lässt uns kalte Schauer über den Rücken laufen! Unser „Kraftpaket“ ist nun ein ausgewachsenes Männchen, der mit seiner Herde stetig umherzieht, um Nahrung zu suchen. „Langzahn“ entdeckt die Herde auf der anderen Seite einer Bucht. Wäre sie nahe genug an der Herde, würde sie ihr Hunger zu einer Konfrontation mit den riesigen Sauropoden zwingen, egal wie verhängnisvoll das Scheitern ihres Angriffs wäre. Doch sie läuft entlang des Wassers davon, und ihre Fußabdrücke bleiben im Matsch zurück. Ihr Pfad wird für die Ewigkeit erhalten bleiben. Dinosaurier haben an vielen Orten weltweit Fußabdrücke hinterlassen. Für Paläontologen sind sie heute eine wertvolle Informationsquelle. Sie verraten uns beispielsweise, dass Dinosaurier ihren Schwanz nicht auf dem Boden nachschleppten. In Sierra Barrosa, einem großen, öden und gebirgigen Landstrich, sucht Prof. Corria mit einigen Studenten nach Fossilien. Selbst in Patagonien, wo es Dinosaurierfossilien im Überfluss gibt, werden nicht jeden Tag neue Entdeckungen gemacht. Aus einer Zeitperiode von 180 Millionen Jahren kennen wir noch nicht mal 1000 Dinosaurierarten. Trotzdem hat Prof. Coria uns einen brandneuen Fund mitzuteilen, so aktuell, dass er noch nicht mal offiziell bekannt gegeben wurde. Im Ausstellungsraum des Museums hören wir weiterhin Prof. Coria zu, der uns erzählt, was ihn und seine Kollegen auf die Spur dieses neuen Dinosauriers brachte. In paläontologischen Museen sehen die Ausstellungsräume eher aus wie ein Knochenlager. Einige Dinosaurierknochen werden in ein angrenzendes Zimmer gebracht. Hier im Labor erleben die Studenten und die Kamera, wie ein spektakuläres Bild von einem Verwandten des Giganotosaurus entworfen wird, des Mapusaurus. Professor Coria hat Grund zu der Annahme, dass dieser neue Theropode sogar noch größer sein könnte als Giganotosaurus! Zurück in der Kreidezeit lässt sich „Langzahn“ die Sonne auf den Bauch scheinen, als ihr plötzlich der starke Geruch einer Herde Argentinosaurus in die Nase strömt. Die Argentinosaurus tauchen am anderen Ende eines weiten, offenen Feldes auf, wo sie unaufhörlich nach Futter suchen. Dicht hinter ihnen folgen drei Giganotosaurus. Obwohl sie nicht unbedingt gesellige Tiere waren, konnten einige Beute witternde Giganotosaurus dennoch ein zweckmäßiges Rudel formen. Argentinosaurus sind extrem standhaft. Doch unser „Kraftpaket“ hat sich an einem spitzen Stück Holz verletzt, seine Schulter blutet und signalisiert somit Verwundbarkeit. „Langzahn“ springt ihm vor die Füße, ein weiterer Artgenosse taucht hinter ihm auf und möchte seinen Anteil an der Beute. Durch den Angriff wird „Kraftpaket“ von der Herde getrennt. Die Giganotosaurus handeln dennoch ohne Strategie und attackieren wild und ungestüm. Trotz der vielen Bisse bleibt „Kraftpaket“ stärker als seine Gegner, Schmerzen fühlt er kaum. Kräftige Hiebe mit Schwanz und Kopf halten die Raubtiere auf Distanz und verletzen eines davon schwer. Mit einer imposanten Pose setzt er dem Angriff der Giganotosaurus ein Ende: Er stellt sich auf seine Hinterbeine und baut sich über 30 Meter hoch vor seinen Gegnern auf. „Kraftpaket“ geht von dannen, aber ob er den Blutverlust und die infektiösen Bisse überlebt, bleibt unklar. Wenn die Giganoto saurs später den Geruch des Blutes wittern, werden sie ihm wieder nachspüren. Wir machen einen weiteren Zeitsprung, diesmal jedoch nach vorne. Hier treffen wir einen fliegenden Giganten, der uns dem Ende des Dinosaurierzeitalters näher bringen wird. In der Nähe des heutigen Texas gleitet ein Flugreptil mit einer Spannweite von knapp 13 Metern und somit der Größe eines Kleinflugzeuges durch die Lüfte: Quetzalcoatlus. Das Tier ist ein gutes Beispiel dafür, welche Superlative das Leben im Mesozoikum hervorbrachte. Doch wie konnten all diese perfekt angepassten Tiere wieder verschwinden? In den Millionen Jahren vor dem Niedergang der Dinosaurier wurden Vulkane immer aktiver. Sie spuckten giftige Gase aus und schleuderten dichte Staubwolken in den Himmel. Zudem trafen durch die Bewegung der tektonischen Platten Dinosaurierspezies aufeinander, die sich unabhängig voneinander entwickelten und die gegen Krankheiten immun waren, mit denen sich ihre neuen Nachbarn noch nie auseinandersetzen mussten. Dies und weitere mögliche Faktoren schwächten die Dinosaurier und schufen die Voraussetzung für den großen, finalen Stoß. Der 16 Kilometer breite Komet, den wir zu Anfang des Films sahen, ist der Erde mittlerweile bedrohlich nahe. Er ist so groß wie ein Berg und bewegt sich so schnell, dass er die Distanz zwischen der Erde und dem Mond in nur zwei Stunden zurücklegt. Der Einschlag ist verheerend. Der Komet schlägt dort ein, wo sich die heutige Yucatan-Halbinsel in Mexiko befindet. In Nord- und Südamerika stehen sofort ganze Wälder in Flammen, eine gigantische Flutwelle schiebt sich mit einer ungeheuren Geschwindigkeit um den gesamten Planeten. Die überlebenden Dinosaurier werden durch die Nachwirkungen der Katastrophe sterben. Der verfinsterte Himmel sorgt für eine Abkühlung der Atmosphäre. Pflanzen sterben – und mit ihnen die Pflanzenfresser. Unerbittlich erliegen auch die Fleischfresser ihrem Schicksal. Eine 180 Millionen Jahre währende Zeit der Herrschaft findet ein abruptes Ende. Dinosaurier sind verschwunden … oder etwa doch nicht? Noch heute sehen wir täglich einen evolutionären Zweig der Dinosaurier: Vögel. Diese wunderschönen Tiere gibt es seit 150 Millionen Jahren. Wir beobachten die Vögel um uns herum. Es ist erstaunlich, wie sich diese monströsen Lebewesen aus dem Mesozoikum zum Inbegriff von Eleganz und Schönheit entwickelten. Diese Szenen bilden einen starken Kontrast zu dem vorangegangenen Chaos. Wir kommen wieder in der Realität an, sowohl mit dramatischen als auch mit wunderschönen Bildern im Kopf. Ein letztes Mal blicken wir auf Patagonien und seine traumhaften Landschaften. Auf einer Straße, die in die Wüste Patagoniens führt, sehen wir Professor Corias Pickup. Er wird sich weiterhin auf wissenschaftliche Suche begeben, um noch mehr über die faszinierende Zeit der Dinosaurier zu erfahren. Es ist offensichtlich, dass weder Corias Weltruf noch seine zahllosen Reisen um den ganzen Globus etwas an seiner Verbundenheit zu diesem Landstrich geändert haben.

Kommentare

(1) k289372 vergibt 5 Klammern · 25. Juli 2007
Der Film ist nicht schlecht in den animationen gemacht,aber leider bei der Spiellänge viel zu kurz. Sehr sehr schade.
 
 
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