Die Geschichte vom Brandner Kaspar

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: Website :: IMDB (6,0)
Regie: Joseph Vilsmaier
Darsteller: Franz Xaver Kroetz, Michael Herbig
Laufzeit: 100min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama, Komödie (Deutschland)
Filmstart: 16. Oktober 2008
Bewertung: n/a (1 Kommentar, 0 Votes)
Er kann es einfach nicht lassen: Selbst mit seinen 69 Jahren streift der Brandner Kaspar noch immer durchs Unterholz, auf der Pirsch nach einem schönen Reh oder einem prächtigen Hirschen. Auf Wilderei steht zwar Gefängnis, aber das stört den alten Hallodri nicht. Zusammen mit dem jungen Knecht Toni und seinem treuen Jagdhund Gustl macht er die Hügel und Täler rund um den Tegernsee unsicher.   Der königliche Hofjäger Fonse und der Kugler Alois, der reichste Bauer und Bürgermeister der Gemeinde, ahnen zwar, dass der Brandner der Wilderer ist – nur der Beweis fehlt. So sehr sie sich auch anstrengen, immer wieder entwischt ihnen der Lump.   Dann allerdings erschießt der Fonse den Brandner bei einer Treibjagd beinahe. Ein Streifschuß am Ohr streckt den alten Mann nieder und versetzt ihm einen derat gehörigen Schrecken, dass er glaubt, seine Sinne spielen ihm einen Streich, als eine schwarz vermummte Gestalt am Horizont auftaucht.   Auf jeden Fall ist für den Brandner die Jagd an diesem Tag gelaufen. Seine Enkelin, die Nannerl, und der Toni bringen den Großvater heim ins Bett, damit der sich von der Aufregung erholt. Die jungen Leut’, die sich offensichtlich ganz gern mögen, kehren anschließend ins Dorf zurück, um mit den anderen Jägern und Treibern zu feiern. Der Brandner liegt allein in seiner Hütte, als plötzlich die Tür aufgeht und eine schwarze Gestalt in den Raum tritt. Es ist der Tod, der Boanlkramer, der den Brandner abholen will.   Zwar erschrickt der Brandner gehörig, doch beinahe genauso schnell fasst er sich wieder und tritt dem furchtbaren Besucher trotzig entgegen. Das kann nicht sein. Nein, so einfach will sich der Brandner nicht geschlagen geben. 69 Jahre, das ist doch kein Alter. Sein Vater ist 90 geworden, so alt will der Brandner auch werden – mindestens.   Der Boanlkramer weiss überhaupt nicht wie ihm geschieht, in den tausenden von Jahren, in denen er die Bayern schon ins Paradies karrt, ist ihm so ein Sturkopf noch nicht untergekommen. Wo gibt’s denn so was? Widerworte bekommen, dass ist der Tod nicht gewohnt. Aber egal, am Ende muss der Brandner mit, da gibt es kein Pardon. Tatsächlich nutzt alles Jammern und Flehen nichts, der Tod bleibt stur, jedenfalls bis der Brandner eine Flasche feinen Kirschgeist auf den Tisch stellt. Der Boanlkramer ist baff. So was hat es auch noch nicht gegeben, dass ihm ein Kunde einen Schnaps anbietet. Das freut ihn so, dass er ein Glaserl kippt, dann ein zweites, ein drittes und schließlich noch neun weitere. Die Stimmung steigt und weil es grad gar so schön ist, kramt der Brandner einen Satz Karten hervor. Ums Leben soll gespielt werden. Der Brandner verspricht dem Boanlkramer, dass er ohne weiteres Aufhebens mit in den Himmel kommt, wenn er beim Kartenspielen verlieren sollte. Der Boanlkramer, vom Schnaps schon reichlich lädiert, willigt ein und lacht siegessicher, nicht ahnend, dass der Brandner noch ein Ass im Ärmel hält ...

Kommentare

1dicker222. April 2023
sehr guter film sollte man sich ansehen