Der kleine Nick

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: Website :: IMDB (7,9)
Original: Le petit Nicolas
Regie: Laurent Tirard
Darsteller: Maxime Godart, Valerie Lemercier
Laufzeit: 91min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie, Komödie (Frankreich)
Verleih: Wild Bunch
Filmstart: 26. August 2010
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
In der Schule stellt die Lehrerin der Klasse des kleinen Nick ein Aufsatzthema: Was wollt ihr einmal werden, wenn ihr groß seid? Nicks Klassenkameraden fällt sofort etwas ein: Otto, der so gerne isst, will Minister werden – auf den Staatsbanketten gibt es ja immer so leckere Sachen; Georg, dessen Vater reich ist und ihm alles kauft, will später die Firma übernehmen; Chlodwig, der Schlechteste in der Klasse, will Radprofi werden, Franz Bandit und Roland Polizist. Alle machen sich eifrig ans Schreiben, das heißt, alle außer Nick. Was soll er denn auch werden wollen? Seine Kumpel sind prima, seine Lehrerin auch, seine Mama und sein Papa sind lieb, auch wenn sie sich öfter einmal streiten – an Nicks Leben soll sich bitteschön nichts ändern! Aber natürlich bleibt nicht alles so, wie es ist… In derselben Schulstunde noch kommt ihr Kumpel Joachim verspätet dazu, hereingeführt von Hilfslehrer Hühnerbrüh – eigentlich heißt er Herr Hühnerfeld, aber er sagt immer: „Schau mir in die Augen!“, und in der Brühe sind ja Augen; das haben sich die Großen ausgedacht. Hühnerbrüh flüstert der Lehrerin etwas ins Ohr, die lächelt und gratuliert Joachim – was ist da los? Die Nachricht verbreitet sich schnell in der Klasse: Joachim hat einen kleinen Bruder bekommen! In der Pause erzählt er seinen Freunden die ganze Geschichte: Er hatte nichts geahnt, nur seine Eltern hätten sich komisch benommen, sein Papa sei plötzlich immer so freundlich zu seiner Mama gewesen, und jetzt ist der Bruder da und ist winzig und verschrumpelt und schreit immer, und die Eltern kümmern sich nur noch um ihn – da wäre Joachim aber ein Fahrrad lieber gewesen! Aber auch Nicks Eltern benehmen sich komisch. Erst haben sie sich gezankt, als der Chef von Nicks Papa, Herr Maßbaum, Nick einen Kreisel als Geschenk geschickt hat, weil sein Papa so fleißig war – eine Gehaltserhöhung, sagt Nicks Mama, hätte ihr deutlich besser gefallen; aber später belauscht Nick zufällig, wie die beiden, wieder bester Laune, sich über merkwürdige Sachen unterhalten und auch noch vorschlagen, einen tollen Familienausflug in den Wald zu machen. Er versteht zwar den Zusammenhang nicht, dennoch ist Nick sofort klar: Auch er bekommt einen kleinen Bruder! In der Schule verbreitet er sofort die Neuigkeit. Was das aber wirklich für ihn bedeutet, schwant ihm erst, als sie in der Schule die Geschichte vom Kleinen Däumling durchnehmen, den seine Eltern im Wald aussetzen, weil sie zu viele Kinder haben, um alle ernähren zu können. Ist das etwa auch Nicks Schicksal…? Nicks Kumpel raten ihm, seine Eltern durch besonders braves Benehmen zu überzeugen, ihn doch zu behalten. Doch die Pläne, Mama einen Blumenstrauß zu besorgen und das Haus tipptopp sauberzumachen, bringen eher gemischte Resultate… Beim Ausflug kann Nick zwar das Schlimmste verhindern, indem er die Türen von innen abschließt, so dass seine Eltern das Auto zurück nach Hause schieben müssen. Aber weil die Gefahr noch nicht vorüber ist, gründen die Klassenkameraden ein Komitee zu Nicks Rettung und suchen nach einem todsicheren Plan, das Baby, wenn es da ist, zu beseitigen…! Zunächst aber steht ein Abendessen mit den Maßbaums an. Damit Nicks Papa in der Firma endlich mal vorankommt, wollen die Eltern den Chef samt Gattin beeindrucken: mit Hummer an Mayonnaise, kultivierter Unterhaltung und einem Vorzeigekind. Nick wird in die Küche abgeschoben und mit Ravioli abgespeist, aber dennoch ist das Essen nicht gerade als voller Erfolg zu werten: Herr und Frau Maßbaum wirken mit den Gesprächsthemen, die Nicks Mutter anbringt – isländische Dichtung des 13. Jahrhunderts und die Etymologie des Wortes „Rokoko“ – etwas überfordert, und Mamas Weingenuss zur Beruhigung der Nerven gerät im Verlauf des Abends etwas außer Kontrolle… Inzwischen sind Nicks Kumpel auf die Lösung gekommen: Sie wollen einen Gangster anheuern, der sich des Babys „annehmen“ soll. Doch woher nimmt man einen Gangster? Sie schauen im Telefonbuch nach und werden tatsächlich fündig! Das denken sie zumindest – tatsächlich haben sie aber eine Autowerkstatt am anderen Ende der Leitung. Der Mechaniker sagt zu, sich um „das Ding“, das er natürlich für ein altes Auto hält, zu kümmern, verlangt fürs Abwracken aber 500 Francs. Irgendwo müssen sie also Geld herbekommen. Doch zunächst werden sie in ihren Vorbereitungen immer wieder unterbrochen: Erst wird ihre Lehrerin krank und durch eine strenge Aushilfe ersetzt, bis auch diese krank wird; und als ihre Lehrerin wieder da ist, steht der Besuch des Ministers an, der sich ausgerechnet Nicks Klasse vorführen lässt. Der ehrfürchtig erwartete Politiker entpuppt sich als jovialer älterer Herr, der der Klasse erst einmal einen prima Witz erzählt; schade nur, dass die Lehrerin den Jungen streng verboten hatte zu lachen, während der Minister da ist… Immerhin kommt statt des Klassenbesten Adalbert ausgerechnet Chlodwig in der Stunde noch ganz groß heraus, als er die Frage des Ministers zum Thema Flüsse wider alle Erwartungen beantworten kann! Um die 500 Francs zu beschaffen, holt Georg sein Roulettespiel von zu Hause – das Hühnerbrüh umgehend konfisziert. Der zweite Plan: einen angeblichen Zaubertrank, der stark macht, zu brauen und schluckweise zu verkaufen. Auf dem brach liegenden Grundstück, wo Nick und seine Bande immer spielen, bauen sie ihren Verkaufsstand auf und kippen alles in einen großen Kessel, was ihnen gerade unter die Finger kommt. Dank eines kleinen Tricks gelingt die Testvorführung, und schon wird der Trank zum Verkaufserfolg. Es gibt zwar die eine oder andere Kundenbeschwerde, aber Nick und seinen Kumpeln gelingt es, sich rechtzeitig mit den Einnahmen abzusetzen. Wieder ein Anruf beim „Gangster“: Sie hätten das Geld jetzt beisammen. Der Mechaniker fragt, wo denn das Auto sei. Die Jungs denken, dass der fiese Kerl Nachforderungen stellt: Jetzt will er auch noch ein Auto…! Aber wie gut, dass Georg jeden Morgen von seinem Chauffeur mit dem Rolls-Royce seines Vaters zur Schule gebracht wird. Georg schickt den Chauffeur unterwegs auf eine Besorgung, und er stibitzt mit Hilfe der anderen das Auto. Dumm nur, dass er nicht Auto fahren kann – und dass er für diesen Schultag sein Astronautenkostüm als Outfit gewählt hat. Denn leider beschlägt sein Weltraumhelm von innen, so dass es auf eine irrwitzige Blindfahrt durch die Stadt geht. Durch puren Zufall rollen sie am vereinbarten Treffpunkt aus, wo Nick und der Rest der Bande schon warten – als Joachim dazukommt, der begeistert den Kinderwagen mit seinem Bruder schiebt und erzählt, wie toll es doch ist, ein kleines Geschwisterchen zu haben. Der Plan, das Baby zu eliminieren, wird also aufgegeben. Und als Nicks Eltern ihm dann einige Zeit später tatsächlich etwas mitzuteilen haben, ist seine Freude über den Familienzuwachs groß. Bei der Geburt stellt sich das kleine Brüderchen, den man sich schon als tollen neuen Spielkameraden ausgemalt hatte, allerdings als kleines Schwesterchen heraus! Aber da Nicks Papa seine Beförderung tatsächlich gekriegt hat, ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering, dass sie Nick eines Tages im Wald aussetzen müssen… Alles prima also!

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