Der Himmel hat vier Ecken

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (5,4)
Regie: Klaus Wirbitzky
Darsteller: Moritz Jahn, Charly Hübner
Laufzeit: 96min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama, Komödie (Deutschland)
Filmstart: 21. April 2011
Bewertung: n/a (1 Kommentar, 0 Votes)
Die Geschichte spielt in Hamburg, in den Hinterhöfen eines Stadtteils mit Bewohnern aus verschiedenen Nationen. Zwei Jungs von 13 und 14, keine Kinder mehr aber auch noch keine Männer, machen ihre ersten Erfahrungen mit dem Ernst des Lebens. Joschi (Moritz Jahn), ein zurückhaltender Einzelgänger mit einer hohen Stimme im Knabenchor und einer Seele, die so tief empfindet. Er musste mit seinem Vater (Charly Hübner) aus einer besseren Gegend hierher ziehen, nachdem seine Eltern sich getrennt hatten. Die Jungs lachen ihn aus, und mit den Mädchen hat er’s noch nicht. Am meisten vermisst er sein Klavier. Niko (Lukas Mrowietz), nur ein Jahr älter, aber schon ganz der Macho mit „Ische“ und so, wohnt in diesem Hinterhaus, seit seine Eltern aus Kasachstan eingewandert sind. Sein Vater (Mark Zak) liegt den ganzen Tag im Fenster, säuft, schießt auf Tauben, redet Stuss. Kein Wunder, dass der Junge lieber draußen mit seiner Clique abhängt. Oder sich durch den Notausgang ins benachbarte Kino schleicht und dort den Umtrieben des Vampirs Graf Karpatovicz (Udo Kier) zuschaut. So unterschiedlich sie auch sind, werden Niko und Joschi bald richtige Freunde. Aber genauso schnell kommt die erste schwere Bewährungsprobe für ihre Freundschaft, als Nikos Angebetete, Jessica (Sophie Schirmer), sich in Joschi verliebt. Von Niko zur Rede gestellt, verspricht der Freund, nichts mit Jessica anzufangen. „Unter Männern macht man das nicht“. Aber trotz dieses Schwurs kommen sich Jessica und Joschi näher. Niko ist tief verletzt und stocksauer, die Freundschaft ist beendet. Nikos ältere Schwester Tatjana (Susianna Kentikian) will raus aus den Hinterhöfen. Als talentierte Boxerin hofft sie, ihr Glück im Ring zu machen, arbeitet hart für den Erfolg. Wird zur „Kobra“. Doch unmittelbar vor dem großen Durchbruch will ihr Macker und „Manager“ Gündal (Fahri Yardim) sie dazu zwingen, absichtlich den Kampf um den Titel zu verlieren, damit er und seine Hintermänner mit Wetten gegen die Favoritin das dicke Geld machen können. Tatjana versteht die Welt nicht mehr. Sie will Gündals Drängen nicht nachgeben. Der aber lässt nicht locker. Redet auf sie ein, beschwört sie. „Nur dieser eine Kampf. Danach kannst du immer noch alle Kämpfe gewinnen“. Niko beobachtet zufällig, wie Gündal mit undurchsichtigen Halbweltgestalten zusammensteht, sich wild gestikulierend ereifert und gleichzeitig bedroht wird. Instinktiv spürt er, dass da etwas ausgeheckt wird, das keine Mitwisser haben darf. Er bleibt Gündal auf den Fersen und stellt fest, dass dieser dabei ist, den Kampf seiner Schwester, ihren Sieg zu verkaufen. Das muss er verhindern. Joschi kriegt mit, dass Niko dabei ist, sich in Gefahr zu begeben. Auch wenn zuletzt Funkstille zwischen den Beiden geherrscht hat, sind seine Gefühle für den verloren gegangenen Freund ungebrochen tief. Er will an Nikos Seite sein, wenn es zur Sache geht. Heimlich folgt er ihm in die Katakomben der Box-Arena. Dort hat gerade der Kampf begonnen. Die „Katze“ ist der „Kobra“ eindeutig unterlegen. Umgeben von seinen „Geschäftspartnern“ steht Gündal direkt am Ring, beobachtet Tatjana mit Argusaugen. In der Kampfpause macht er ihr unmissverständlich klar, dass sie jetzt „Schluss machen“ muss. Kaum ist der Gong zu dritten Runde verhallt, geht die „Kobra“ zu Boden. Durch den tobenden Lärm in der Halle hört Tatjana den Ringrichter zählen „eins, zwei, drei, …“, dazwischen die Schreie ihres Bruders Niko, der plötzlich an den Seilen steht. „Denke an deine Familie, verteidige unsere Ehre. Kämpfe!“ „…vier, fünf, sechs, …“ . Da sieht sie, wie Gündal ihren geliebten Bruder brutal vom Ring wegreißt. Und auch Joschi in dem Durcheinander auftaucht. „…sieben, acht…“. Für die wichtigste Entscheidung ihres Lebens bleibt der Kobra eine einzige Sekunde… .

Kommentare

1Polarlichter07. April 2025
Tolles Drama.