Original: La petite marchande d´allumettes
Regie: Jean Renoir
Darsteller: Catherine Hessling, Jean Storm
Laufzeit: 35min
FSK: ???
Genre: Familie, Fantasy (Frankreich)
Filmstart: 08. Juni 1928
Bewertung: n/a (1 Kommentar, 0 Votes)
In einer Stadt im Norden versucht in einer eisigen Silvesternacht eine junge Frau vergeblich, den vorbeigehenden Passanten Schwefelhölzer zu verkaufen. Alle wollen nur schnell in die Wärme und ihr Festtagsessen genießen. Da die junge Frau nichts verkauft hat, traut sie sich nicht, in ihre Hütte zurückzukehren und schläft schließlich auf dem verschneiten Boden ein. Sie träumt davon, dass sie in ein Spielzeuggeschäft hineingeht, wo sie einige der Passanten wieder trifft. Da ist zum Beispiel ein schöner Leutnant, der Holzsoldaten kommandiert, aber auch ein Polizist, der aus einer Kiste hervorspringt und als "Hussar des Todes" verkleidet ist. Die junge Frau und der Leutnant flüchten mit dem Pferd in die Wolken - aber der Tod hat das letzte Wort. Am Morgen erregt der leblose und mit Schnee bedeckte Körper der jungen Frau endlich die Aufmerksamkeit der Passanten... Als Kind lebt Jean Renoir in Südfrankreich, und er und die übrigen Familienmitglieder sind bevorzugte Modelle der Malerei seines Vaters. Der finanzielle Erfolg seines Vaters stellt sicher, dass Jean als junger Mann auf den besten Schulen erzogen werden kann. Der Erste Weltkrieg beendet die Ausbildung allerdings. Nach dem Krieg interessiert er sich für die Entwicklung des Films, insbesondere für die Arbeiten von D. W. Griffith und Charlie Chaplin. 1924 führt er zum ersten Mal Regie, 1937 entsteht der Film, den viele als seine beste Arbeit ansehen: "La Grande Illusion ". In Deutschland verbietet Joseph Goebbels den Film als "französische Propaganda ". Es folgt als weiterer Kinoerfolg "La Bête Humaine" nach einem Roman von Émile Zola mit dem sehr populären Jean Gabin in der Hauptrolle. Mit der deutschen Invasion und Besetzung 1941 flieht Jean Renoir aus Frankreich in die Sicherheit der Vereinigten Staaten, wo er von nun an in Hollywood arbeitet. 1945 dreht er "The Southerner", der Film, den viele als seine beste Arbeit in Amerika ansehen und für den er eine Nominierung für den Regie-Oscar erhält.