Original: Abduction
Regie: John Singleton
Darsteller: Taylor Lautner, Lily Collins
Laufzeit: 106min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Action (USA)
Filmstart: 13. Oktober 2011
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Der 18-jährige Nathan Harper (Taylor Lautner) ist ein sportlicher Draufgänger, Wrestling-Champion seiner Schule und Motorrad-Fan mit eigener Maschine. Sein strenger Vater Kevin (Jason Isaacs) fordert ihn beim täglichen Kickboxtraining heraus, seine Mutter Mara (Maria Bello) muss des Öfteren zwischen den beiden Kampfhähnen vermitteln, wenn sie den Bogen mal wieder überspannen.
Nathan leidet seit seiner Kindheit unter Schlaflosigkeit und hat jede Nacht den immer gleichen Traum: Eine fremde, traurige Frau singt ihm ein Schlaflied und verschwindet dann in die Nacht. Das ist so real, dass Nathan sich fragt, ob der Traum am Ende eine Erinnerung ist. Seine Psychotherapeutin Dr. Bennett (Sigourney Weaver) versucht ihn zu beruhigen, aber Nathan lässt die Erinnerung nicht los.
Abgelenkt wird er in der Highschool von seinen Kumpels Gilly (Denzel Whitaker) und Jake (William Peltz), die aufgeregt das Thema Nummer eins erörtern: Schon wieder ist ein Kind entführt worden. Offenbar hat der berüchtigte „Maritime Kidnapper“, der die Schlagzeilen beherrscht, wieder zugeschlagen. Gemeinschaftskundelehrer Mr. Miles lässt die Klasse daraufhin eine Hausarbeit über vermisste Kinder schreiben und teilt die Schüler in Arbeitsgruppen ein: Nathans Partnerin ist ausgerechnet seine Nachbarin und Freundin aus Kindertagen, Karen (Lily Collins), die er heimlich anhimmelt.
Bei ihren gemeinsamen Nachforschungen stößt Karen auf eine Webseite mit einer Foto-Applikation, die zeigt, wie vermisste Kinder heute aussehen könnten. Nathan erstarrt: Ein Junge, der angeblich 1994 in New York verschwunden ist, sieht ihm verblüffend ähnlich. Nathan lässt sich Karen gegenüber nichts anmerken, doch er ist ziemlich geschockt. In der Kommode mit seinen Kindersachen findet er exakt das T-Shirt, das der Junge auf dem Foto mit dem Namen Steven Spade trägt – dasselbe blau-gelb gestreifte T-Shirt, der Ketchupfleck an der Schulter. Verstört schleicht er sich mit dem ausgedruckten Foto von der Webseite aus dem Haus. Irgendwo in einer Überwachungszentrale blinkt ein Computermonitor und löst Alarm aus. Auf dem Bildschirm erscheint das Vermisstenfoto des kleinen Steven Spade. Victor Kozlow (Mikael Nyqvist) verfolgt den Klick zurück nach Bridgewater, Pennsylvania – Nathans Heimatort. Er greift zum Telefon…
Völlig aufgewühlt geht Nathan zu Karen und erzählt ihr von seinem schrecklichen Verdacht: Der entführte Junge, das ist tatsächlich er! Karen versucht, ihn zu beruhigen. Vielleicht ist Nathan ja adoptiert worden, vermutet sie. Aber wer sind dann seine leiblichen Eltern? Zu Hause blättert Nathan in alten Fotoalben mit Familienbildern, wo er seine Geburtsurkunde findet. Eltern: Mara und Kevin Harper. Aber woher weiß er, dass es sich nicht um eine Fälschung handelt? Nathan braucht einen Experten. Er zieht Photoshop-Crack Gilly, der mit gefälschten Ausweisen sein Taschengeld aufbessert, ins Vertrauen. Gilly fällt sofort auf, dass die Fotos von Nathan als Kind merkwürdig aussehen – so als wäre am Bildrand jemand abgeschnitten worden. Und Mara und Kevin sind überhaupt nur auf zwei Bildern zu sehen…
Für Nathan ist der Verdacht endgültig zur Gewissheit geworden, er will seine Eltern zur Rede stellen. Doch dazu kommt es nicht mehr: Karen und er werden Zeuge, wie seine Eltern nacheinander von zwei fremden Männern kaltblütig ermordet werden. Mit einem Sprung in den Pool können sich die beiden in letzter Sekunde retten, bevor eine explodierende Bombe Nathans Zuhause dem Erdboden gleich macht. Währenddessen ist Waffendealer Kozlow in Pittsburgh gelandet und verfolgt in der Warteschlange am Zoll die TV-Nachrichten: In Bridgewater ist ein Haus in die Luft geflogen. Man vermutet, dass ein Gasleck die Explosion verursacht hat…