Filmkritik - Als das Morden begann (2004)
 
 

Als das Morden begann

Original: Sometimes In April | Jedes Jahr im April
Regie: Raoul Peck
Darsteller: Eriq Ebouaney, Debra Winger
Laufzeit: 139min
FSK: ???
Genre: Drama, Krieg (Großbritannien, USA)
Filmstart: 01. Januar 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Nach seinem Spielfilm LUMUMBA, der ihn 2000 weithin bekannt machte, widmet sich Raoul Peck in seinem jüngsten Film erneut der jüngeren Geschichte Afrikas. Er spielt vor dem Hintergrund des Völkermords in Ruanda, dem 1994 innerhalb von 100 Tagen eine Million Menschenleben zum Opfer fielen; 3,5 Millionen Frauen, Männer und Kinder flohen damals aus ihrem Land. Die Massaker, begangen von Hutu-Milizien an Tutsis und moderaten Angehörigen ihres eigenen Volkes, beginnen am Morgen des 7. April, nachdem in der Nacht zuvor das Flugzeug des Hutu-Präsidenten Habyarimana beim Landeanflug auf die Hauptstadt Kigali abgeschossen worden ist. Innerhalb von Stunden beginnt das Morden. Straßenblockaden werden errichtet, die Milizen der Interahamwe beginnen zu foltern und zu zerstören. Zu den Hutu-Soldaten gehört auch Augustin Muganza. Gemeinsam mit seinem Kameraden Xavier entzieht er sich der militärischen Führung, um seine Frau, die Angehörige der Tutsi ist, und seine Kinder in Sicherheit zu bringen. Doch Augustin kann nicht mehr zu ihnen gelangen. Er wird festgenommen. Was aus seiner Familie wird, erfährt er nicht, aber er muss das Schlimmste befürchten. Zehn Jahre später will er einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und mit seiner Freundin Martine ein neues Leben beginnen. Zu zweit besuchen sie das UN-Tribunal in Arusha, wo sich Augustins Bruder Honoré für die aufhetzerische Rolle, die er und andere Journalisten in diesem verheerenden Bruderkrieg spielten, vor einer Wahrheitskommission verantworten muss…

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