Aber müsste es nicht enie Lösung geben - so nach dem Motto: staatliche Maximalrente - und evtl. gegenrechnen Maximal zu zahlender "Lebensbeitrag" so dass die Reichen ihren Anteil zahlen aber auch nicht in einem völlig unverhältnismäßigen Maße da reinbuttern müssen - sondern eben die Solidargemeinschaft unterstützen und - im Fall einer persönlichen Pleite - eben trotzdem ihre staatliche REnte haben.
 
Das meine ich ja auch. Nur das auch der Beitragszahler nicht von den Steuermitteln profitiert, die in die Rentenkasse fließen. Er bekommt dadurch ja nicht mehr Rente. Demnach sind Diese für alle zu gleichem Mass ein Nachteil. ;)

Jein. Ohne den Bundeszuschuß (2013: ca. 81 Mrd Steuergelder) ist noch weniger Geld in der Rentenkasse, dadurch werden die bestehenden Rentenansprüche aber nicht kleiner. Daß der Betrag durch höhere Beiträge und/oder niedrigere Renten aufgebracht werden kann glauben noch nicht mal hoffnunglose Optimisten. Dabei deckt dieser Zuschuß noch nicht mal ansatzweise die Rentenansprüche, die der Gesetzgeber bisher schon gewährt hat ohne daß Beiträge eingefordert werden (können): Mütterrente, Vertriebenenrente, Ansprüche aus DDR-Zeiten, ... Solche Ausgaben müssten aus dem Bundeshaushalt bestritten werden, nicht aus dem in der Rentenkasse "geparktem" Vermögen der Beitragszahler.
 
nicht aus dem in der Rentenkasse "geparktem" Vermögen der Beitragszahler.

Da ist auch nichts geparkt, da geht immer nur raus was grad reinkommt. Von daher werden die Ansprüche der alten Ossis auch zum Großteil von den jungen Ossis getragen, genau wie bei den Westdeutschen -wenn man denn so getrennt rechnen mag, was sicher niemanden hilft .
 
Soweit es die Beitragszahler betrifft ist es geparkt: Die schmeißen einen Teil ihres (mehr oder weniger sauer verdienten) Vermögens zwangsweise in einen großen Topf aus dem sie später mal gefüttert werden. Daß bis dahin andere Scheine und Münzen drinliegen ist durchaus zu erwarten. (Es soll sogar Leuete geben die auch für Währungen ein MHD annehmen...) Heutzuage wird halt in Euro ausgezahlt, ob man Ost-, West-, Reichs- oder gar keine Mark eingezahlt hat ist dabei egal.
 
Soweit es die Beitragszahler betrifft ist es geparkt: Die schmeißen einen Teil ihres (mehr oder weniger sauer verdienten) Vermögens zwangsweise in einen großen Topf aus dem sie später mal gefüttert werden.

Eben an der entscheidenden Stelle nicht, die schmeißen das in den großen Topf und der ist im nächsten Monat leer und muss wieder vollgeschmissen werden. Und das jeden Monat aufs neue. Das hat mit Währungsreformen nun gar nichts zu tun, im Gegenteil - zum Glück muss man sich an der Stelle darüber nun garkeine Gedanken machen.

Das einzige was bleibt ist der Anspruch irgendwann selbst was aus dem Topf zu bekommen, aber dann kann der sich an Dein Geld schon gar nicht mehr erinnern :p
 
Rente mit 63

Folgende News wurde am 01.02.2014 um 17:46:14 Uhr veröffentlicht:
Mehrheit der Deutschen will mit 63 in Rente gehen
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Berlin (dpa) - Nur jeder dritte Arbeitnehmer will bis zum regulären Rentenalter von 67 Jahren im Beruf bleiben. Die Mehrheit der Deutschen würde dagegen gern schon mit 63 Jahren in Rente gehen, ergab eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag der «Welt am Sonntag». Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche die Rentenpläne der großen Koalition auf den Weg gebracht. Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll schon mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können.
 
Aber das kann ja gar nicht sein. Der SPD-Fraktionsvizevorsitzende, Karl Lauterbach, hat erst vor wenigen Tagen gesagt, dass es keine Frühverrentnungswelle geben wird: https://www.klamm.de/news/lauterbac...N200901011401299900639.html?sparte=top&page=5


Aber die Meldung hast du auch gelesen, oder? Es geht um die Möglichkeit, Arbeitnehmer schon mit 61 gekündigt (="frühverrentet") werden können, weil 2 Jahre Arbeitslosigkeit auf die Lebensarbeitszeit angerechnet werden können :roll:
 
Wenn man ja wenigstens so konsequent gewesen wäre, gleich komplett auf eine Lebensarbeitszeit zu gehen, dabei gleich nen demografischen Faktor hätte einfließen lassen, aber naja, zu viel geträumt.

gruss kelle!
 
Oettinger: Rente mit 63 "fatal"

Folgende News wurde am 26.03.2014 um 09:59:26 Uhr veröffentlicht:
Oettinger: Rente mit 63 "fatal"
Top-Themen

Berlin (dts) - EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat die Rentenpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert: Im Magazin "Cicero" (Aprilausgabe) nennt der EU-Kommissar die geplante Rente mit 63 "fatal" und ein "völlig falsches Zeichen". Politiker aus Portugal oder Irland hätten ihn gefragt, warum sie zu Reformen gezwungen seien, Deutschland dagegen die Lebensarbeitszeit verkürze."Wir wenden da den Zeitgeist." Die Mütterrente ist nach Ansicht des EU-Kommissars zwar strukturell nicht so schädlich wie die Rente mit 63. Sie bringe Deutschland aber auch nicht weiter. Vielen im Land gehe es zu gut."Die Gefahr ist, dass man reformfaul wird und in alte Sozialreflexe fällt." Der CDU riet Oettinger, stärker mit Wirtschaftsthemen zu punkten."Unser wirtschaftspolitisches Profil war schon mal schärfer", beklagt er in dem Gespräch mit dem Magazin."Ein paar unbequeme Köpfe mehr würden da nicht schaden."
 
Politiker aus Portugal oder Irland hätten ihn gefragt, warum sie zu Reformen gezwungen seien

Vielleicht weil die Politiker dieser Länder die Staatsfinanzen an den Rand des Bankrotts manövriert haben und ohne Reformen unaufhaltsam der Staatspleite entgegen schippern? Was für eine dumme Frage.
 
Vielleicht weil die Politiker dieser Länder die Staatsfinanzen an den Rand des Bankrotts manövriert haben und ohne Reformen unaufhaltsam der Staatspleite entgegen schippern?
Ich würde jetzt mal keine Hexenjagd auf Politiker starten. Manchmal geben sie schon Quatsch von sich und das kann man dann auch sagen, aber letztlich haben sie blos keine Macht, sondern lediglich Machtphantasien. Lies mal den Artikel, dann sagst Du so was nicht mehr: https://www.propagandafront.de/1210...arum-der-zusammenbruch-unvermeidlich-ist.html
Wir sind gerade irgendwo zwischen Stagnation und Krise. Egal was die Politiker machen, sie werden den Zyklus nicht aufhalten - der folgt mathematisch-physikalischen Gesetzen und Wasser fließt auch letztlich immer nach unten.
 
Diese Reportage lief bei uns diese Woche im TV über Verschwendung von EU-Steuergeldern in Griechenland und wie es den Politikern sowohl in Brüssel als auch in Athen völlig egal ist.
https://www.ardmediathek.de/das-ers...ten-griechisches-roulette?documentId=20371606
Ich denke, dass sie bereits aufgegeben haben. GR ist dem Kollaps näher als jedes andere europäische Land und wird künstlich im Krisenmodus gehalten - so ähnlich wie ein Zombie Es gibt eben noch keine guten Krisenmanager in der Politik.
Das sieht man auch wieder an der Rente - es wird in der Krise keine nennenswerten Renten mehr geben und deshalb ist es auch egal ob die mit 63 oder mit 67 beginnt - der Rentner wird noch zusätzlich arbeiten müssen.
 
Die griechische Regierung hat keine Ahnung, was sie eigentlich tut. Umso unverständlicher, wie unsere Bundeskanzlerin die "Fortschritte" der Griechen lobt. Und selbst die Troika merkt angeblich nicht, wie die Griechen herumtricksen.

Viel schlimmer finde ich allerdings, dass die Politiker in Brüssel das Geld nach dem "Gießkannenprinzip" verteilen und niemand überprüft, was mit den Geldern wirklich passiert. Zitat aus dem TV-Bericht (sinngemäß): Wir (Brüssel) fördern jährlich ca. 2 Millionen Projekte. Da können wir nicht alles überprüfen.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, DocTrax, bist Du Schweizer. Ihr könnt froh sein, dass Ihr bei den EU-Wahnsinn nicht mitmacht.
 
Reform der Rentenkassen

Unlängst ist klar, dass wir in spätestens 20 Jahren ein finanzielles Fiasko bei der Rentenkasse erleben.
Wenn die Babyboomer, die heute etwa 50 Jahre alt sind Ende 2020 in den Ruhestand gehen, gibt es laut Prof. Sinn vom Ifo-Institut ein unlösbares Problem für die Verbindlichkeiten der dann in Rente gehenden Menschen. Warum? Es gibt zu wenig Kinder, die die Verbindlichkeiten bezahlen könnten.
Auch die Zuwanderungspolitik reiche nicht, um dieses riesige Defizit in den Griff zu bekommen.
Diese Entwicklung ist seit 40 Jahren bekannt aber so langsam wird sie Realität. Diese Problematik soll hier Gegenstand einer Diskussion sein für alternative Rentenmodelle, denn die bestehenden Probleme lassen sich nicht unbegrenzt in die Zukunft verschieben. Diese Unterhaltung dient also zu informellen Zwecken.

Als meinem Änderungsentwurf zu der Politik skizziere und erläutere ich grob meine Replik zur derzeitigen Überlegung die Rente mit 67 bzw. immer weiter nach oben zu schieben (Stichwort: Rente mit 70).

Hier meine Reformskizze
Als viel zukunftsweisender halte ich eine Rente mit 60+ für sinnvoll. Ab 60 kann man also in den Ruhestand gehen und nach obenhin dann selbst entscheiden.

Allerdings kann dies nur geschehen, wenn man über die Bezugsdauer des Rentenanspruchs diskutiert und diese an die Rentenbeitragsjahre koppelt:

Hierzu ein kleines Beispiel: Max ist 60 Jahre und hat 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt. Er hat nun einen Anspruch auf seine Rente von 20 Jahre (Beitragsjahre : 2). Wird Max also älter als 80, erhält er nicht mehr seine Rente, sondern nur noch Grundsicherung im Alter.

D. h. also in meinem Modell wird die Länge des Anspruchs nicht mehr bis zum Lebensende garantiert, sondern nur noch entsprechend der eingezahlten Beitragsjahre.
Arbeitslosengeld 1 wird auch nicht ewig bezahlt, sondern höchstens 2 Jahre, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Danach gibt es dann Arbeitslosengeld 2 (Grundsicherung für Arbeitslose).

Da die Menschen immer älter werden, halte ich dieses Modell für besser. Gleichzeitig kann jeder Arbeitnehmer über das 60 Lebensjahr hinaus entscheiden weiter einzuzahlen und damit die Leistungsdauer der Rente zu verlängern oder aber eben früher in Rente zu gehen z. B. mit 60 Jahren.

Unsere Politik muss in den innerhalb der nächsten 2-3 Legislaturperioden ohnehin das jetzige Rentensystem reformieren. Mein Modell ist da eine Skizze, die nicht fertig gedacht ist.

Sicher fallen anderen auch andere Modelle ein. Das soll hier Gegenstand dieser Diskussion sein.