Zahlt der Autor für sein eigenes Buch?

Colas_Night

Frucht Prickler
21 April 2006
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Hallo ihr lieben,

ich habe eine etwas komische Frage. Und zwar wie viel ein Autor für Exemplare seines eigenen Buches zahlen muss? Muss er überhaupt zahlen? Soweit ich weiß, bekommt er doch immer ein paar Bücher geschenkt, die er dann verteilen kann oder?

Wäre echt klasse, wenn ihr mir da helfen könntet :D

LG Cola
 
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Von wem soll er denn die Bücher geschenkt bekommen?

Es gibt Autoren, die ihrem "Verlag" die erste Auflage "schenken", damit sie produziert werden.

Es kommt da immer auf die individuellen Umstände an, wie der jeweilige Verleger kalkuliert. Wenn sich der Verleger erhofft, dass durch Buchverschenkeaktionen bei öffentlichen Auftritten durch den Autor dadurch mehr Umsatz zu erwarten ist, als er mit konventioneller Werbung einsetzen müsste, sind da bestimmt Bücher drin. Wenn das Buch wirtschaftlich erfolgreich ist, gibt es sicher anstelle Weihnachtsgeld auch ein paar Gratisexemplare als Dankeschön. Ansonsten muss aber auch jedes Buch irgendwo durch finanziert sein.
 
Aber bekommt er es dann nicht wenigstens günstiger? Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der Autor für sein eigenes Buch den vollen Preis bezahlt?
 
Aber bekommt er es dann nicht wenigstens günstiger? Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der Autor für sein eigenes Buch den vollen Preis bezahlt?

Wenn Du als 08/15 Mensch los gehst, musst Du erstmal einen Verlag finden, der Deine geistigen Ergüsse in Buchform veröffentlicht.

Als unbekannte Person wird ein Verlag das nur machen, wenn Du ihm eine Abnahmemenge X garantierst, die Du dann bezahlen darfst, um sie dann weiter zu verkaufen.

Frag mal DragonLilly hier im Forum, die hat das mit dem KlammBuch komplett einmal durch, kann mich da nur grob dran erinnern.

Aber selbst da mussten die Autoren einen Beitrag zu Finanzierung leisten.

gruss kelle!
 
Aber bekommt er es dann nicht wenigstens günstiger? Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der Autor für sein eigenes Buch den vollen Preis bezahlt?
Viel eher solltest du dir die Frage stellen: Warum sollte der Autor sein Buch überhaupt selbst kaufen?
Entweder der Verlag ist kulant und der Autor bekommt eine Hand voll Exemplare der 1. Auflage zum verteilen oder eben nicht, dann ist aber auch ein ganz normaler Kunde und zahlt den Vollpreis.
 
Also bei uns bieten die Professoren zum teil an, das man die Bücher (also vom Professor geschrieben) über sie beim Verlag bestellen kann... bei den teureren Uni-Büchern (sofern man sie denn kaufen muss -> ist ja meist nicht möglich), gibts dann meist 20-25% Rabatt.. und das lohnt dann schon eigentlich meist :)

LG
 
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Aber bekommt er es dann nicht wenigstens günstiger? Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der Autor für sein eigenes Buch den vollen Preis bezahlt?

Was will der Autor denn mit seinem eigenen Buch günstiger anstellen? Seinen eigenen Gewinn schmälern?

Versetz Dich einfach mal in die Lage des Verlegers. Der muss den Drucker bezahlen, den Vertrieb, die Werbung und selber auch von seiner Betätigung leben.

Du kannst übrigens auch als Autor das ganze prinzipiell alleine machen - www.bod.de ist ein Pionier der ersten Stunde in Sachen Kleinauflagen/Eigenverlag. Da kannst Du Dir dann auch auf der Seite kalkulieren lassen, was Dich - oder den Investor/Verleger - eine Auflage kostet. Hab das selber einmal vor 10 Jahren gemacht - ich war froh, dass ich plus minus Null dabei rausgekommen bin.
 
Soweit ich weiß, bekommt er doch immer ein paar Bücher geschenkt, die er dann verteilen kann oder?

Das kommt alles drauf an mit wieviel verkauften Büchern der Verlag rechnen kann, sind es hunderttausende oder Millionen wirst Du hofiert, bekommst gute Prozente und ein paar Bücher sollten auch locker drin sein.

Wenn Dich niemand kennt bist Du derjenige der in Vorleistung gehen muss, entweder direkt mit Geld oder indem Du Dich verpflichtest X-Exemplare selbst zu kaufen.
 
Also bei uns bieten die Professoren zum teil an, das man die Bücher (also vom Professor geschrieben) über sie beim Verlag bestellen kann... bei den teureren Uni-Büchern (sofern man sie denn kaufen muss -> ist ja meist nicht möglich), gibts dann meist 20-25% Rabatt.. und das lohnt dann schon eigentlich meist :)

das muss aber nicht günstiger sein, weil es der Prof selbst bestellt, eventuell subventioniert die Uni das ;)
Das gibt es bei uns z.B. jedes Semester: die Professoren nennen Bücher für ihren Kurs und man kann sich jedes Semester 2 Bücher von der Liste bestellen und der Fachbereich subventioniert diese mit mindestens 50%, dieses Semester wiedermal 70% :biggrin:
 
Bei den Verlagen die ich kenne gibt es Autorenrabatt. Das Buch gibt es also um einiges günstiger. Das hat auch etwas mit der gesamt Abnahmemenge und Auflage zu tun. Aber geschenkt gibt es die meines Wissens nicht.
 
Naja, ich dachte da immer, dass die ein paar geschenkt bekommen und sie dann ihrer Familie oder Freunden schicken etc. Aber gut, das könnte schon sein, dass das nur bei den sehr erfolgreichen ist. Kann ja sonst schließlich jeder kommen :LOL:
 
Wenn man einen anständigen Verlag hat und einen anständigen Vertrag, erhält der Autor einige Autorenexpemlare kostenlos.
Dazu kommen noch ein paar kostenlose Exemplare für die deutsche Biblio usw.

Weitere Exemplare bekommt der Autor normalerweise vergünstigt. Somit lässt sich auf einer Lesereise der eine oder andere Euro zusätzlich ranholen.

Bei einem Kleinverlag oder einem Selbstverlag kommt dies natürlich nicht vor. Sogar bei einer Selbstbeteiligung kommt es durchaus vor, dass man Autorenexemplare erhält.

Gruß

AMUNO
 
Wenn man einen anständigen Verlag hat und einen anständigen Vertrag, erhält der Autor einige Autorenexpemlare kostenlos.
Dazu kommen noch ein paar kostenlose Exemplare für die deutsche Biblio usw.
Weißt du das aus eigener Erfahrung und wenn ja, welcher Verlag macht das so? Würde mich mal interessieren. ;)
 


und



Ist meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit bei einem anständigen und seriösem Verlag.

Gruß

AMUNO
 
Und der heißt wie?
Welche Auflagengröße ist daran gekoppelt?
Welche Art von Buch?
Wer ist der Autor?

.......und und und
 
Das Thema ist zwar schon einige Tage alt, trotzdem nehme ich es noch einmal auf.

Grundsätzlich muss man bei der Verlagssuche ganz genau hinschauen, denn nicht jedes Unternehmen, das sich Verlag nennt, bietet diese Leistungen im ursprünglichen Sinne an.
Manche nennen sich Verlag, weil sie - gegen genügend Bares - jedes Manuskript in Buchform bringen. Die Qualität des Geschriebenen spielt keine Rolle.

Seriöse Verlage erkennt man i.d.R. an der Fairlag-Initiative. An dieser dürfen nur Verlage teilnehmen, die ausschließlich nach den klassischen Verlagsdienstleistungen handeln.
Das bedeutet u.a., dass man von keinem Autoren Geld verlangt.
Eine Ausnahme in Sachen Geldforderung stellt hierbei der Bezug von weiteren Exemplaren dar. Diesbezüglich hat AMUNO bereits ales erklärt.

Grundsätzlich haben sogenannte DKZV (Druckkostenzuschussverlage) keinen Anspruch zur Teilhabe an der Fairlag-Intitiative.

Für gewisse Anlässe mögen On-Demand-Verlage sicher ihre Berechtigung haben, jedoch sind die Erfolgsaussichten für Autoren relativ gering. Schließlich muss er/sie sich selbst um die Vermarktung sorgen.

Wenn jemand weitere Fragen hat, darf man gerne auf mich zukommen.

Schreibende Kollegen lade ich gerne in eine Kollegenrunde ein ;)
 
soweit ich weiss bekommt jeder autor von der erstauflage
so 5 bis 10 bücher gratis die darf er aber nicht verkaufen sind zu seinem persönlichen grbauch, auf alle weiteren käufe des autoiren erhält er einen autorenrabatt von ca. 30 - 45 % auf den ladenpreis.:D
 
soweit ich weiss bekommt jeder autor von der erstauflage
so 5 bis 10 bücher gratis die darf er aber nicht verkaufen sind zu seinem persönlichen grbauch, auf alle weiteren käufe des autoiren erhält er einen autorenrabatt von ca. 30 - 45 % auf den ladenpreis.:D

Sehr sinnvoll, wenn ich ein Buch schreiben würde, kauf ichs mir doch nicht im Laden, hab doch das Skript zu hause rumflattern (für umsonst^^)
 
Herzoegschen, noch (!) verfüge ich über keine eigenen Erfahrungen, aber ich bin mir sehr sicher, daß zwischen dem Lesen eines Manuskript, das "zu Hause rumflattert", und dem Befühlen eines gedruckten Buches, des Endproduktes, des langersehnten Zieles, für das man hart gearbeitet hat, emotionale Welten liegen.

Sollte ich dereinst Freiexemplare bekommen, weiß ich noch nicht, was ich damit anfange. Da findet sich schon eine Verwendung. Bei Freunden und Verwandten würde ich wohl eher darauf spekulieren, daß sie mich mit einem Kauf unterstützen.